Jenseits der Sterne lauert das Unvorstellbare – und wer zu lange in die Schwärze blickt, wird vielleicht selbst verschlungen. Im 27. Jahrtausend am Rand der Galaxis: Das Domenaion, ein Sternenbund voller rivalisierender Völker und alter Allianzen, steht vor dem Unbekannten. Ganze Sternsysteme verschwinden spurlos, Randkolonien brechen den Kontakt ab. Die Angst vor dem Abgrund zwischen den Sternen wird plötzlich real. Mitten ins Chaos geraten Captain Bendis Kahain und seine ungewöhnliche Crew – Raumretter, Schmuggler, Außenseiter. Ihr Alltag: Wrackbergungen, riskante Rettungsmissionen, und immer ein Auge auf das nächste Gesetz, das sie vielleicht brechen. Doch als eine uralte Schwärze den Rand der bekannten Galaxis verschlingt, werden sie zum letzten Hoffnungsfunken. Zwischen politischen Intrigen, verzweifelten Kolonisten und einer Bedrohung, die selbst die Paladine der Luminatoren überfordert, kämpfen sie um jede Antwort – und ums nackte Überleben. Wer wissen will, was im Schatten zwischen den Sternen wirklich wartet, sollte sich auf diese Reise gefasst machen.
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Schwerwiegende Entscheidungen im All
Rita am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 1270453
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Domenaion ist in Gefahr. Eine unbekannte Macht verschlingt Sonnen und zerstört Planeten. Was kann sich ihr entgegenstellen?
Bernd Perplies hat ein Universum mit den unterschiedlichsten Wesen geschaffen, die er sehr gut einführt und ausbaut. Eine geschlechtslose Pflanzenrasse bekommt sogar eine eigene Sprache. Aber nicht nur die schiere Fülle der Wesen macht den Reiz des Buches aus. Unsere Helden werden vor immer neuen schwierigen Entscheidungen gestellt, die schwerwiegende Folgen haben können. Dabei baut Bernd Perplies die Spannung unermüdlich bis zur letzten Seite aus.
"Am Abgrund der Unendlichkeit" ist ein Buch voller Überraschungen, und zwar nicht nur wegen den faszinierenden Wesen. Das Buch macht auch nachdenklich. Was hätte ich in der Situation gemacht? Inwieweit rechtfertigt das Überleben einiger und Rache an anderen den Einsatz von radikalen Mitteln? Diese Fragen werden zwar hier nicht beantwortet, aber die Entscheidungen der einzelnen Charaktere klingen zum Teil noch länger nach.
Bernd Perplies hat mit dem Domenaion und seine Wesen ein Universum geschaffen, dass das Potenzial für weitere Bücher hat.
Wenn die Gefahr aus dem Abgrund kommt …
Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 1270596
Bewertet: eBook (ePUB)
Der Abgrund – eine Leere zwischen den Sternen, die jenseits des galaktischen Domenaions liegt und seit jeher die Phantasie der Bewohner der Domänen anregt. Die Spiritisten fürchten eine in ihr lauernde Gefahr, während die Wissenschaftler davon ausgehen, dass sich in der Leere nichts befindet. Dennoch gibt es eine Forschungsstation am Außenrand, die den Abgrund im Auge behält.
Nie kam es zu irgendwelchen Zwischenfällen aus der Leere, aber plötzlich scheint sich eine gigantische Masse aus der Leere zu erheben.
Alleine schon der Gedanke eines Abgrunds, einer Leere, von der niemand weiß, was sie beinhaltet oder woher sie kommt, ist faszinierend genug, aber wenn dann noch eine riesige Macht aus ihr entsteigt, die mit scheinbar wenigem Aufwand ganze Planeten auslöschen kann, wird es richtig spannend. Wie kann man so einer Gefahr begegnen? Kann der Orden der Luminatoren, deren Aufgabe es ist, die Bewohner des Domenaions vor dem Abgrund zu schützen, seine Aufgabe erfüllen?
Der Orden schickt sein Flaggschiff, die Lichtbringer, zur Aufklärung der Gefahr aus dem Abgrund entgegen. Deren Admiral Corn „Eisenhand“ will das Problem mit Waffengewalt lösen. Gleichzeitig stößt der Raumretter Leitstern mit seinem Kapitän Bendis Kahain bei der Bergung eines Wracks auf Spuren der fremden Angreifer. Im Gegensatz zu Corn verfolgt Kahain eine andere Möglichkeit, um sich der Angreifer zu erwehren.
Was mir in dem Roman sehr gut gefällt, ist die Vielfalt an Lebensformen, die die Handlung bereichern. Auch die Mannschaft um Bendis Kahain setzt sich aus den verschiedensten Spezies zusammen, wobei man sagen muss, dass sich der Titel Raumretter zwar edel anhört, aber das eine oder andere Mannschaftsmitglied auch ganz gerne Wertgegenstände von den Wracks mitgehen lässt, um den kargen Lohn etwas aufzubessern. Nicht alle in seiner Mannschaft finden es gut, wenn Kahain in diesem Fall beide Augen zudrückt. Aber ihr Hauptziel, Leben zu retten, nehmen sie dennoch sehr ernst.
Ich fand es sehr spannend, wie Kahain eher zufällig auf eine alternative Spur zu der geheimnisvollen Macht aus dem Abgrund stößt und sämtlichen Befehlen zum Trotz diese verfolgt, als ihm klar wird, dass Millionen von Leben auf dem Spiel stehen. Das, was er und der Leser dabei über die Angreifer aus der Leere erfahren, ist mehr als überraschend. Und es zeigt, dass die Entscheidungen, die man wegen der Angreifer treffen will, gut überlegt sein müssen, denn nichts ist so, wie es scheint.
Die Art der Angreifer und ihre Bekämpfung führt in ein Dilemma, das beinahe nicht zu lösen ist, entsprechend zwiegespalten lässt einen auch das Ende des Romans zurück. Zwiegespalten in dem Sinne, dass man noch einige Zeit darüber nachdenkt, welche Konsequenzen andere Lösungen gehabt hätten. Dadurch wirkt der Roman noch länger nach, was ich sehr gut finde.
Faszinierende und interessante Lebewesen, eine spannende und packende Handlung sowie vielschichtige Charaktere haben mir viele schöne Lesestunden beschert.
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