Produktbild: Geliebt. Getäuscht. Gefunden.

Geliebt. Getäuscht. Gefunden. Eine deutsch-polnische Mosegeschichte

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14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

01.09.2018

Verlag

Fontis

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/1,8 cm

Gewicht

286 g

Farbe

Grau / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Tato!

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03848-153-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

01.09.2018

Verlag

Fontis

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/1,8 cm

Gewicht

286 g

Farbe

Grau / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Tato!

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03848-153-9

EU-Ansprechpartner

Fontis Media
Baukloh 1
58515 Lüdenscheid
DE
asaphl@asaph.net

Herstelleradresse

Fontis - Brunnen Basel
Steinentorstr. 23
4051 Basel
CH
info@fontis.ch

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  • LEXI

    aus Österreich

    5/5

    03.02.2019

    Buch (Paperback)

    Das alles war Gottes Plan…

    Das alles war Gottes Plan „Nichts, was sich in meinem Leben ereignet hätte, war zufällig passiert, sondern von Gott so beabsichtigt.“ (Janek/Hans) Der kleine Janek wächst in einem liebevollen Elternhaus in Polen auf und erlebt eine glückliche und behütete Kindheit. Seine Eltern Piotr und Sonia sind tief gläubige Menschen, denen eine große Leidenschaft für Jesus ins Herz gelegt wurde. Piotr arbeitet als Pastor, und Janek fühlt sich dazu berufen, in seine Fußstapfen zu treten. Nach dem Tod des Vaters entdeckt der knapp fünfzigjährige Janek einen seltsamen Umschlag, der einen Brief und Adoptionsunterlagen enthält. Seine gesamte Welt stürzt plötzlich ein. Die Fragen nach seiner Herkunft und seiner Ursprungsfamilie beschäftigen ihn von diesem Augenblick an ununterbrochen, und mithilfe seines Cousins Mariusz macht er sich schließlich auf die Suche nach jenen Menschen, die ihm das Leben schenkten. „Es ist schwer zu beschreiben, wie man sich fühlt, wenn sich plötzlich herausstellt, dass die Leute, die man sein Leben lang für seine Eltern gehalten hat, es gar nicht sind.“ Lidia Czyz erzählt in diesem Buch, das sie sehr treffend als „eine deutsch-polnische Moses-Geschichte“ tituliert, von einer wahren Begebenheit. Ihrer Erzählung liegt die Lebensgeschichte eines alten polnischen Pastors zugrunde, der in den Wirren des Krieges in Gleiwitz zurückblieb und in einem Kinderheim landete, wo er kurze Zeit darauf von einem kinderlosen polnischen Ehepaar adoptiert wurde. Wie auch bei Mose damals musste Janeks Mutter ihr geliebtes Kind loslassen, in der Hoffnung, dadurch dessen Überleben zu ermöglichen. Und genauso wie Mose wurde auch Janek durch den Feind gerettet und wie ein eigenes Kind geliebt und aufgezogen. Der einnehmende und tief berührende Schreibstil von Lidia Czyz hat mich bereits in ihren beiden anderen Lebensgeschichten vollständig für sich eingenommen. Auch in dieser vorliegenden Neuerscheinung gelang es ihr auf der Stelle, mich gedanklich und emotional ganz tief in die Ereignisse um den deutsch-polnischen Jungen namens Janek (Hans) einzubeziehen. Zu gerne hätte ich darüber hinaus auch Bilder von Janek, seiner Herkunftsfamilie sowie seiner Adoptiveltern im Buch gefunden. Als einzigen winzigen Kritikpunkt möchte ich die eigenartige Darstellung des Buchstaben „g“ anführen, der mich 220 Seiten lang permanent irritierte. Obgleich der Klappentext bereits einiges über das Leben von Janek verrät, verspürte ich die gesamte Handlung hindurch dennoch einen latenten Spannungsbogen, der schließlich in der Familienzusammenführung seinen Höhepunkt findet. Die Autorin rollt die Geschichte des kleinen Jungen behutsam auf und einige ihrer Zitate ließen mich aufgewühlt und nachdenklich zurück: „Welche Eltern sind wichtiger: die, die ein Kind zur Welt gebracht haben, oder die, die es großgezogen haben?“ „Manchmal ist es besser, ein Geheimnis zu bewahren“ „Weißt du, die Dinge sind nicht immer so, wie sie uns erscheinen.“ Im Nachwort berichtet Lidia Czyz über die Entstehung dieses Buches und auf welche Art und Weise sie von Janek erfuhr. Diese Hinweise sowie die geschichtlichen Hintergrundinformationen bildeten eine perfekte Ergänzung dieser beeindruckenden Geschichte, die mir ausgezeichnet gefallen und mich zutiefst berührt hat. Ich kann nicht nur das vorliegende Buch „Geliebt. Getäuscht. Gefunden“, sondern auch die beiden anderen außergewöhnlichen und emotionalen Lebensberichte aus der Feder dieser Autorin uneingeschränkt weiterempfehlen.

  • LEXI

    5/5

    03.02.2019

    Buch (Paperback)

    Das alles war Gottes Plan

    „Nichts, was sich in meinem Leben ereignet hätte, war zufällig passiert, sondern von Gott so beabsichtigt.“ (Janek/Hans) Der kleine Janek wächst in einem liebevollen Elternhaus in Polen auf und erlebt eine glückliche und behütete Kindheit. Seine Eltern Piotr und Sonia sind tief gläubige Menschen, denen eine große Leidenschaft für Jesus ins Herz gelegt wurde. Piotr arbeitet als Pastor, und Janek fühlt sich dazu berufen, in seine Fußstapfen zu treten. Nach dem Tod des Vaters entdeckt der knapp fünfzigjährige Janek einen seltsamen Umschlag, der einen Brief und Adoptionsunterlagen enthält. Seine gesamte Welt stürzt plötzlich ein. Die Fragen nach seiner Herkunft und seiner Ursprungsfamilie beschäftigen ihn von diesem Augenblick an ununterbrochen, und mithilfe seines Cousins Mariusz macht er sich schließlich auf die Suche nach jenen Menschen, die ihm das Leben schenkten. „Es ist schwer zu beschreiben, wie man sich fühlt, wenn sich plötzlich herausstellt, dass die Leute, die man sein Leben lang für seine Eltern gehalten hat, es gar nicht sind.“ Lidia Czyz erzählt in diesem Buch, das sie sehr treffend als „eine deutsch-polnische Moses-Geschichte“ tituliert, von einer wahren Begebenheit. Ihrer Erzählung liegt die Lebensgeschichte eines alten polnischen Pastors zugrunde, der in den Wirren des Krieges in Gleiwitz zurückblieb und in einem Kinderheim landete, wo er kurze Zeit darauf von einem kinderlosen polnischen Ehepaar adoptiert wurde. Wie auch bei Mose damals musste Janeks Mutter ihr geliebtes Kind loslassen, in der Hoffnung, dadurch dessen Überleben zu ermöglichen. Und genauso wie Mose wurde auch Janek durch den Feind gerettet und wie ein eigenes Kind geliebt und aufgezogen. Der einnehmende und tief berührende Schreibstil von Lidia Czyz hat mich bereits in ihren beiden anderen Lebensgeschichten vollständig für sich eingenommen. Auch in dieser vorliegenden Neuerscheinung gelang es ihr auf der Stelle, mich gedanklich und emotional ganz tief in die Ereignisse um den deutsch-polnischen Jungen namens Janek (Hans) einzubeziehen. Zu gerne hätte ich darüber hinaus auch Bilder von Janek, seiner Herkunftsfamilie sowie seiner Adoptiveltern im Buch gefunden. Als einzigen winzigen Kritikpunkt möchte ich die eigenartige Darstellung des Buchstaben „g“ anführen, der mich 220 Seiten lang permanent irritierte. Obgleich der Klappentext bereits einiges über das Leben von Janek verrät, verspürte ich die gesamte Handlung hindurch dennoch einen latenten Spannungsbogen, der schließlich in der Familienzusammenführung seinen Höhepunkt findet. Die Autorin rollt die Geschichte des kleinen Jungen behutsam auf und einige ihrer Zitate ließen mich aufgewühlt und nachdenklich zurück: „Welche Eltern sind wichtiger: die, die ein Kind zur Welt gebracht haben, oder die, die es großgezogen haben?“ „Manchmal ist es besser, ein Geheimnis zu bewahren“ „Weißt du, die Dinge sind nicht immer so, wie sie uns erscheinen.“ Im Nachwort berichtet Lidia Czyz über die Entstehung dieses Buches und auf welche Art und Weise sie von Janek erfuhr. Diese Hinweise sowie die geschichtlichen Hintergrundinformationen bildeten eine perfekte Ergänzung dieser beeindruckenden Geschichte, die mir ausgezeichnet gefallen und mich zutiefst berührt hat. Ich kann nicht nur das vorliegende Buch „Geliebt. Getäuscht. Gefunden“, sondern auch die beiden anderen außergewöhnlichen und emotionalen Lebensberichte aus der Feder dieser Autorin uneingeschränkt weiterempfehlen.

  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    07.01.2019

    Buch (Paperback)

    "Eine moderne Mosegeschichte"

    "Jan hatte immer geahnt, dass es ein Familiengeheimnis geben musste. Aber worum es dabei ging, wusste er nicht. Zwei Wochen nach dem Tod seines polnischen Papas, einem Pastor, entdeckt Jan bei der Wohnungsauflösung Dokumente, die ihn völlig aus dem Gleichgewicht bringen: Er findet heraus, dass er von seinen polnischen Eltern adoptiert worden ist, dass seine Eltern Deutsche waren und er drei ältere Brüder hat. Gegen Ende des Krieges hatte seine Mutter ihn in Gleiwitz in ein Kinderheim gegeben, weil er erst einige Monate alt war und die Flucht nicht überlebt hätte. Sie wollte ihn nach Kriegsende zurückholen. Aber als der Krieg vorbei war, gehörte Gleiwitz nicht mehr zu Deutschland! Eine polnische Familie, die kinderlos war, entschloss sich, Jan zu adoptieren, weil ihnen gesagt wurde, dass er ein Waisenkind sei. Er wurde ihr Ein und Alles. Drei Jahre später meldete sich die leibliche Mutter per Brief, doch die Adoptiveltern liebten Jan so sehr, dass sie ihn um keinen Preis wieder zurückgeben wollten. Jan, der Pastor einer freikirchlichen Gemeinde geworden ist, erfährt das alles erst nach dem Tod seiner Adoptiveltern. Mit Hilfe eines Cousins, der in Deutschland lebt, gelingt es ihm, Kontakt zu seinen Geschwistern aufzunehmen. Die Begegnung mit ihnen ist enorm bewegend, und wie die anderen Bücher von Lidia Czyż wird auch diese deutsch-polnische Mosegeschichte mitreißend geschildert. Man will dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen." - soweit der Klappentext. Lidia Czyz, Jahrgang 1963, wurde als Pfarrerstochter im schlesischen Cieszyn geboren. Sie wurde Lehrerin mit Schwerpunkt Kunsterziehung. Sie ist Autorin vieler Artikel für christliche Zeitschriften und Bücher. Sie ist mit dem Pfarrer einer lutherischen Gemeinde in Wisla Malinka verheiratet und Mutter von zwei Kindern. (Quelle: Klappentext). Das Cover zeigt einen kleinen, in die damalige gekleideten Jungen vor einer zerstörten Straße. Nur der Untertitel in hoffnungsvollem Grün bringt ein wenig Farbe auf das schwarz-weiß Foto mit dem hellgelben Titel. Lidia Czyz beschreibt auf gut 200 Seiten Jans Lebensgeschichte, die auf wahren Tatsachen beruht. Diese Geschichte beginnt sie mit einem Prolog, der zunächst "nur" neugierig macht, der aber im Verlauf des Romans immer mehr auf das Ende hindeutet. Die Lebensgeschichte unterteilt sie in Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Heute, wobei sie einzelne Episoden erzählt. Vor jedem Kapitel gibt es eine Zeitangabe, aus denen die Zahl der vergangenen Jahre hervorgeht. Eine Jahreszahl hätte es mir persönlich etwas leichter gemacht, alles zeitlich einzuordnen. Adoption ist ein Thema in Jans Leben, immer wieder gibt es Hinweise, die Jan hört und sieht. Dennoch glaubt er nicht daran, er wird von seinen Adoptiveltern geliebt und diese Liebe beseitigt alle Zweifel. Nach dem Tod seiner Adoptiveltern findet er seine Familie und erfährt die nachvollziehbaren Gründe, die seine leiblichen Eltern veranlasst haben, ihn in Polen aufwachsen und leben zu lassen. Auch diese zeigen von einer tiefen Liebe der Eltern zu ihrem Sohn. Der Schreibstil gefällt mir sehr, viel wörtliche Rede macht den Roman lebendig. Die Protagonisten werden liebevoll gezeichnet. Die Lebensgeschichte wird vor dem Hintergrund der Geschichte Polens und Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt, so dass auch hier die eine oder andere Wissenslücke geschlossen werden konnte. Fazit: ein bereicherndes und berührendes Buch, das zu lesen ich sehr empfehle.

  • Bewertung

    aus Görwihl

    5/5

    03.01.2019

    Buch (Paperback)

    Gott sitzt im Regiment

    Was sind das für Familienverhältnisse bzw. -geheimnisse, wenn ein Mann über fünfzig plötzlich ahnt, dass die Vergangenheit ganz anders ist, als er immer geglaubt hat? Dass er gar nicht der ist, der er zu glauben bisher dachte zu sein? Lidia Czyz versteht es sehr gut, den Leser abschnittsweise und im interessanten Wechselspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit auf die spannende Reise mitzunehmen, wie das Schicksal (?) eine Familie vor große Herausforderungen stellt. Als ich das Buch las, entwickelte sich von Seite zu Seite, von Episode zu Episode die Spannung: Wie wird Jan, die Hauptfigur der wahren Geschichte, reagieren, wenn die wirkliche Wahrheit ans Licht kommt? Die Wirrnisse des 2. Weltkrieges, Flucht von Deutschen aus Polen zurück in die Heimat. Das Risiko, ein kleines Kind mitzunehmen. Waisenhaus. Polnische Adoptiveltern. Andeutungen der Dorfbewohner oder manchmal auch der Verwandten. Und dann die Lösung erst, als der Vater gestorben ist… Zum Schluss das Happyend, dass der Junge aus dem Waisenhaus dann doch noch seine Familie wiederfindet. Die Eltern nicht mehr, aber wenigsten die Geschwister. Beide Seiten hatten sich diese Begegnung fünfzig Jahre gewünscht. Beim Lesen tauchen Gedanken auf: Wie würde es mir damit gehen, wenn plötzlich solche (oder andere) Familiengeheimnisse zu verarbeiten sind? Was ist mit dem Glauben an Gott, wenn es lange keine Antworten gibt? Das Buch ist sehr empfehlenswert, zu lesen. Und es liest sich leicht, weil die Autorin es gut verstanden hat, historische Geschichte und Familienschicksale zu verbinden. Danke dafür!

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    21.11.2018

    Buch (Paperback)

    Bewegende Geschichte

    „...Welche Eltern sind wichtiger: die, die ein Kind zur Welt gebracht haben, oder die, die es großgezogen haben?...“ Jan ist 50 Jahre alt, als er am Grab seines Vaters steht. Auch die Enkelsöhne trauern um den Verstorbenen. Jan selbst hat seine eigenen Großeltern nie kennengelernt. Zwei Wochen später ist Jan mit seiner Tante Hania unterwegs. Sie versucht, ihm vorsichtig etwas mitzuteilen. Jan ist nicht das Kind seiner Eltern. Er wurde aus einem Waisenhaus adoptiert. Die Autorin erzählt in mehreren Episoden eine bewegende Lebensgeschichte, die mit Ende des zweiten Weltkrieges begann. Der Schriftstil ist abwechslungsreich und passt sich der komplexen Thematik an. Dabei agiert Jan als Ich-Erzähler. Das macht die Geschichte besonders authentisch. Jan wächst als Sohn eines evangelischen Pastors in Gliwice auf. Mit einige Ausschnitten seiner Kindheit beginnt die Lebensbeschreibung. In denen wird unterschwellig deutlich, dass Jan adoptiert wurde. Die Hinweise sind aber so geschickt kaschiert, dass er sie noch nicht begreift. Gleichzeitig wird klar, wie sehr Jan in seiner Familie geliebt wird. Besonders bewegend ist die kurze Episode, wo Jan mit seiner Mutter auf die Rückkehr des Vaters aus dem Sanatorium wartet. Sie geht unter die Haut. Es sollte ein paar Jahre dauern, bis Jan zufällig mitbekommt, dass das Sanatorium eine Gefängnis war. Dadurch ergibt sich auch ein Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse in Oberschlesien zur Ära unter Stalin. In den Szenen über Jans Jugend sind weitere Schicksale eingeflochten. Dabei zieht sich das Thema Adoption wie ein roter Faden durch die Geschichte. So erfährt Jan,dass Basia Burkowska, eine Bekannte, eigentlich das Kind einer deutschen Mutter war. Jan wird wie sein Vater Pastor. Für Außenstehende gibt es keinerlei Zweifel an einen familiären Wurzeln. Seine zukünftige Frau Ania wurde ebenfalls adoptiert. Deutlich wird, dass die Kinder, die von ihrer Adoption wussten, sehr unterschiedlich damit umgegangen sind. In einem Gespräch mit Basia sagt Jan über Ania: „...Sie hat dasselbe erlebt wie du: In dem Moment, wo sie in Gott ihren wahren Vater gefunden hat, verschwand das Gefühl von Einsamkeit in ihrem Herzen...“ Jan kannte das Gefühl der Einsamkeit so nicht. Er war geliebt. Und nun mit 50 Jahren erfährt Jan, dass ihn seine deutsche Mutter im Waisenhaus zurück ließ, weil die Flucht mit den drei älteren Söhnen schon kompliziert war. Sie hat später in der DDR gelebt. Im Gespräch mit Tante Hania arbeitet Jan die Vergangenheit auf. Dabei geht es vor allem um die Frage, warum seine Eltern und alle, die davon wussten, geschwiegen haben. Hania nennt gute Argumente dafür. Hier ist eines davon: „...Die Situation von adoptierten Kindern war in der Zeit nicht leicht. Sie mussten sich oft anhören, dass sie dumm seien, nur weil sie adoptiert waren. Und wenn es deutsche Kinder waren, hatten sie nichts zu lachen. Ihnen wurde das Leben besonders schwer gemacht...“ Jan bekommt Kontakt zu seinen Geschwistern. Die Mutter hatte sich bemüht, den Jungen in die DDR zu holen, nicht nur wegen der ablehnenden Haltung der Adoptiveltern aber darauf verzichtet. Der Briefwechsel existiert nicht mehr. Nun lernt Jan seine Geschwister kennen. Souverän geht Jan mit der neuen Situation um. Er sieht das Positive und weiß zu schätzen, was seine Adoptiveltern für ihn getan haben. Sein Leben vergleicht er mit der Mosesgeschichte, die ihm Tante Hania häufig erzählt hat. Er ist sich gewiss, dass alles nach Gottes Plan verlief. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mich tief berührt. Zum Abschluss möchte ich einen Satz von Tante Hania zitieren, mit dessen Aussage wir Nachgeborenen häufig konfrontiert wurden: „...Unsere Generation hat über vieles nicht gesprochen, vielleicht wegen all dem, was wir im Krieg erlebt haben...“

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