„Das Glück muss man mit Tränen bezahlen.“ Édith Piaf.
Paris, 1944: Nach dem Ende der deutschen Besatzung wird die Sängerin Édith Piaf der Kollaboration angeklagt – und fürchtet ein Auftrittsverbot. Während sie ihre Unschuld zu beweisen versucht, lernt sie Yves Montand kennen, einen ungelenken, aber talentierten jungen Sänger. Édith beginnt mit ihm zu arbeiten, und schon bald werden aus den beiden Chansonniers Liebende. Das Glück an Yves‘ Seite inspiriert Édith zu einem Lied, das sie zu einer Legende machen könnte – La vie en rose.
Édith Piaf – sie verkörperte den Mut zu lieben wie keine andere und ging in ihrer Kunst wie im Leben bis zum Äußersten
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schweres Leben - leichte Musik
Bewertung aus Weilheim am 18.02.2021
Bewertungsnummer: 1453187
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
.... obwohl Edith Piaf kein leichtes Leben hatte, versuchte sie es aber trotzdem, leicht zu nehmen.
Eines ihrer Lieder im Ohr, das Buch vor Augen, und man träumt sich in Kürze in diese faszinierende Stadt hinein.....
La môme piaf
Dreamworx aus Berlin am 14.01.2021
Bewertungsnummer: 1194136
Bewertet: eBook (ePUB 3)
1944 Paris. Nachdem die Besatzung durch die Deutschen beendet ist, wird die 29-jährige Chanteuse Édith Piaf wie viele damalige Künstler als Kollaborateurin angeklagt, was ein Auftrittsverbot zur Folge hätte. Ihre Sekretärin half ihr, ihre Unschuld zu beweisen, mit deren Hilfe hatte sie sogar während des Krieges einigen gefangengehaltenen französischen Soldaten zur Flucht verholfen. Während eines Engagements im Moulin Rouge begegnet ihr Yves Montand, der heute noch als einer der berühmtesten Chansonnier und Schauspieler Frankreichs gilt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung, aber auch beruflich waren sie gemeinsam recht erfolgreich. Aus dieser Zeit stammt das Lied „La vie en rose“, welches neben „No, je ne regette rien“ Édith Piaf bis heute unsterblich macht.
Michelle Marly, besser bekannt als Micaela Jary, hat mit ihrem Buch „Madame Piaf und das Lied der Liebe“ einen sehr interessanten und fesselnden Roman mit autobiografischen Zügen vorgelegt, in der die unvergessene französische Chanteuse Édith Piaf wieder zum Leben erweckt wird. Der Schreibstil ist flüssig und lädt den Leser ein, schnell in die Geschichte einzutauchen, um sich heimlich und leise an die Fersen der nur 1,47 m kleinen Édith Piaf zu heften und sie und ihr Leben genauer kennenzulernen. Obwohl hauptsächlich die Jahre von 1944 bis 1947 thematisiert werden, bekommt der Leser durch eingeschobene Rückblenden einen guten Einblick in die Vergangenheit Édiths. Von der Mutter, die als Sängerin arbeitete, bereits kurz nach der Geburt verlassen und bei der Großmutter untergebracht, begleitet sie ihren Vater ab ihrem 10. Lebensjahr auf der Straße, wo er als Akrobat bei einem Wanderzirkus arbeitet und seine Tochter zur Straßensängerin drillte. Die Alkoholsucht ihres Vaters und auch die Gewalttätigkeit, die ihr Vater an ihr ausließ, haben Ediths Leben geprägt und ihren Willen gestärkt, so dass sie sich als 15-jährige von ihrem Vater trennte und allein nach Paris ging, wo sie anfangs noch als Straßenmusikerin auftrat, bevor sie ein Engagement an einem kleinen Kabarett bekam. In Raymond Asso fand sie in den 30er Jahren ihren Mentor, der ihrer Karriere zum Aufstieg verhalf. Einige Jahre später tat Édith Piaf dann dasselbe für Yves Montand. Die Autorin hat sehr gute Recherchearbeit geleistet und das Leben der Sängerin wunderbar nachgezeichnet. Der Leser bekommt während der Lektüre das Gefühl, Teil der damaligen Zeit zu sein, bekannte Persönlichkeiten kennenzulernen und Anteil an ihrem Leben zu haben. Zudem gibt die Autorin mit farbenfrohen und detaillierten Beschreibungen dem Leser die Möglichkeit, alles vor dem inneren Auge vor sich zu sehen gleich einem wunderschönen Kopfkino.
Die Charaktere sind detailliert ausgestaltet und geben dem Leser durch ihre individuellen Eigenschaften die Möglichkeit, sich ihnen anzunähern und sich in sie hineinzuversetzen. Édith ist eine Frau, die bereits von frühester Kindheit an durch eine harte Schule gehen musste. Von den Eltern verlassen und bei der Großmutter abgegeben, hat sie Stabilität nie erfahren. Der Alkoholkonsum ihres Vaters, der auch Gewaltausbrüche zur Folge hatte, hat Èdith stark werden lassen und mit dem nötigen Kampfgeist ausgestattet. Sie ist von kleiner Statur, doch ihre Persönlichkeit besitzt eine Größe, der sich viele nicht entziehen können. Für zahlreiche amouröse Abenteuer sowie ihre Großzügigkeit ist sie ebenfalls bekannt. Leider verfällt sie zeitweise ebenso dem Alkohol wie ihr eigener Vater. Yves Montand wirkt eher zurückhalten und schüchtern, da kommt die willensstarke Édith gerade recht, um ihn aus der Reserve zu locken, sein Talent zu erkennen und ihn dabei zu unterstützen, mehr aus sich herauszugehen.
„Madame Piaf und das Lied der Liebe“ ist ein sehr schöner Roman über die unsterbliche Édith Piaf, eine Frau, die sich nicht verbiegen ließ und das Leben in allen Facetten zu nehmen wusste. Absolute Leseempfehlung!
Meinung aus der Buchhandlung
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Aus der Reihe des Aufbau Verlags zu mutigen Frauen zwischen Kunst und großer Liebe. Michelle Marly belebt die viel zu kurze Lebenszeit von Edith Piaf mit der Rückschau auch auf die frühe Jugend und Kindheit der großartigen Sängerin. Schon nach wenigen Seiten habe ich mich in dem Leben von Edith Piaf verloren, zwischen dem Aufstieg, dem Leben als Berühmtheit und deren Schattenseiten.
Sehr berührend!!
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