Produktbild: Milchzähne

Milchzähne Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

6349

Erscheinungsdatum

15.03.2019

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

4605 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841217189

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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6349

Erscheinungsdatum

15.03.2019

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

4605 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841217189

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  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    02.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Weltuntergangsstimmung

    Helene Bukowskis Debüt Roman Milchzähne spiel in einem abgeschlossenen Ort in der Apokalypse. In letzter Zeit habe ich schon einige Romane gelesen, die in der Endzeit angelegt sind. Milchzähne liest sich wie ein modernes Märchen. Der Ort hat sich abgekapselt, vor mehr als 20 Jahren haben die Einwohner die Brücke gesprengt, damit keine Fremden herziehen können. Edith kam aus dem Wasser und hatte es doch geschafft, aber sie wird nie richtig akzeptiert. Sie bekommt eine Tochter Skalde. Skalde erzählt diese Geschichte, erst ihre Kindheit. Später findet sie im Wald ein Mädchen mit feuerroten Haaren. Da gibt es wieder Ärger mit den Anderen. Die Autorin schreibt warmherzig über die Personen. Die Veränderungen der Welt sind aktuell einbezogen. Skaldes Kampf um das Kind ist besonders eindrucksvoll. Der Roman zeigt eine bedrohliche Zukunft. Lesenswert

  • vielleser18

    aus Hessen

    4/5

    02.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Düstere Endzeitstimmung

    Ein Roman, über den man auch nach dem Zuklappen der Buchdeckel noch eine Weile nachsinnt. Sperrig, mit Kanten und einem düsteren Szenario, das dem Leser viel Spekulationsraum lässt. Es geht um einen Mutter-Tochter-Konflikt, eine Endzeitstimmung, um Ablehnung alles Fremden, sowie ein Festhalten an Heimat, welche schon lange keine mehr ist. Die Autorin erzählt aus der Sicht der Tochter Skalde, deren Mutter Edith, einst über den Fluss kam. Ein Fluss, der eigentlich wegen seiner Unüberwindbarkeit die Grenze zu jeder anderen Zivilisation ist. Edith wird in der Gegend von den ursprünglichen Bewohnern nur geduldet. Eigentlich macht jeder sein eigenes Ding um überleben zu können. Gemeinschaft im eigentlichen Sinne existiert nur minimal. Skaldes Erinnerungen, einst in einzelnen Worten oder Sätzen auf Papierschnipsel festgehalten, fügt sie nachträglich selbst zu einer Geschichte zusammen. Oft sind es nur kleine Bruchstücke, kurze Episoden aus ihrem Leben, die aneinander gereiht wie Perlen auf einer Schnur den Roman ergeben. Kurze oder sehr kurze Kapitel am Anfang. Doch der rote Faden bleibt und zieht sich durch die Geschichte. Zudem werden lyrische Elemente mit eingewebt. Bleibt die Geschichte anfangs eher ein stakkatohafter Rückblick, ändert sich mit dem Auftauchen eines fremden Mädchens auch die Dramaturgie und die Beschreibung wird ausführlicher, Skalde ist inzwischen auch erwachsen. Grundlage des Romans ist eine düstere Endzeitstimmung. Warum, wieso - vieles bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, wird nicht näher erklärt. Vielmehr geht es um die Folgen. Wie reagiern Menschen, die sich selbst seit 25 Jahren abschotten, die mehr überleben als leben. Die Figuren sind unnahbar, skurril. Trotz so mancher Kritik ist es dennoch ein Buch, das einem darüber nachdenken lässt, wie viel man aushalten kann oder will, weil man einfach dazu gehören möchte bzw. sich mit dem eigentlich Unerträglichen abfindet, das immer noch besser zu sein scheint als das Unbekannte. Aber es geht auch um das, was es bedeutet anders zu sein, um Ablehnung, Hass und um Ängste. Die Autorin hat sehr viel dieser Themen in diese Dystopie gepackt, sie mit lebendigem Schreibstil gefüllt. Kurze Kapitel sorgen für einen angenehmen Lesefluss, genau wie immer wieder eingefügte Unterhaltungen und vor allem Skaldes Gefühle, die die Autorin sehr gut vermittelt. Fazit: Kein enfacher Roman, manchmal etwas sperrig, und sehr offen, was Hintergründe angeht, dennoch ein sehr lesenswertes Buch, dass zum Nachdenken anregt.

  • Bewertung

    5/5

    01.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fantastischer Debütroman

    Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft. Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Einiges ist offen; es gibt viel Raum für eigene Gedanken. In kurzen Kapitel baut die Handlung immer mehr an Spannung auf. Es geht nicht darum die Welt zu retten, sondern darum, in eben dieser einfach zu überleben. Jeder Schritt, jede Handlung könnte fatal sein. Und genau das regt einen selbst zum nachdenken an. Die Themen Umwelt und Fremdenhass werden eingebunden; jedoch in keiner belehrenden Art und Weise sondern klar und sachlich.

  • Kaffeeelse

    5/5

    14.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rückfälle

    Dieses Buch war eine Überraschung. Durch dieses Buch bin ich ja förmlich geflogen, ein riesiger LeseSog lässt die Seiten an mir vorbeiziehen und nach dem Ende der Lektüre bin ich richtig traurig, dass die Geschichte schon vorbei ist. Thematisch ist das Buch dem Genre Dystopie zugehörig, die in Anteilen auch eine gewisse Coming of age Geschichte enthält. Verortet ist das Buch in einem recht weit nördlichen oder recht weit südlichen, namentlich nicht genannten Gebiet nach der Klimaerwärmung. Auf einer Flussinsel wurde durch die Inselbevölkerung die verbindende Brücke zum Festland aus Ängsten heraus gesprengt und die Fremdlinge Edith und Skalde wurden von den meisten Insulanern nur zähneknirschend geduldet. Bis ein Kind zu den beiden Frauen stößt und das recht wackelige Fundament des Miteinanders zwischen den Insulanern und Edith und Skalde zum Einstürzen bringt und elementare Fragen aufwirft. Wobei das Miteinander der Insulaner mir schon fast wie ein Rückschritt zu älteren Gesellschaftsformen vorkommt, wirkt es doch recht brachial und auch abergläubisch, ebenso wie sich Führer herauskristallisieren, die aber früher nicht nur wegen ihrer Stärke und wegen ihrer Macht gewählt wurden, sondern vor allem wegen ihrem Wissen und ihrer Klugheit. Was hier im Buch aber deutlich zu kurz kommt und damit die Überlebensfähigkeit der Insulaner in Frage stellt. Anders sein/fremd sein; heißt das Ärger erdulden müssen, kämpfen oder fliehen und eine neue Zuflucht finden. Denn auch das kommt bei der Insulanergesellschaft zu kurz. Fremde können mit ihrem Wissen auch bereichern, nicht nur eine Gefahr sein. Hier sind Fremde eine Gefahr und damit ist dieses Buch sehr wichtig. Denn auch heute findet man ähnliche Gedankengänge. Gefährliche Gedankengänge! nicht nur das Fremdsein ist aktuell, auch der Klimafaktor ist auf das Heute projizierbar. Die Mutter-Tochter-Konflikte werden immer aktuell sein und sind immer wieder höchst interessant, wobei sie hier natürlich für weiteren Sprengstoff sorgen und die Coming of age Geschichte der Tochter eher rückblickend erfolgt. Ein richtig süchtig machendes Buch ist Helene Bukowski hier gelungen. wenn man von kleinen Schwächen bei vorhandenen oder nicht vorhandenen Ressourcen mal absieht.

  • Bewertung

    aus Bielefeld

    5/5

    09.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitgefühl oder Verrohung

    Mitten im Wald lebt Skalde mit ihrer Mutter in einem abgelegenen Haus. Die wenigen Menschen in der Gegend haben alle Brücken zur Außenwelt gesprengt und sich von allem Fremden isoliert. So löst ein kleines Mädchen, das eines Tages auftaucht, langsam eine Katastrophe aus... . ,,Milchzähne" ist eine von den Geschichten, die man liest und danach nie wieder vergisst. Obwohl das Buch recht eigentümlich geschrieben ist und mich am Anfang ziemlich verwirrt hat, konnte ich es irgendwann einfach nicht mehr weglegen und musste einfach immer weiterlesen. Die Welt, in der die Handlung platziert ist, scheint von mehreren Katastrophen heimgesucht geworden zu sein. Es ist unerträglich heiß und alle Tiere im Wald haben eine unnatürliche Fellfarbe. Mit diesen Tatsachen und mit ihrer scheinbar psychisch beeinträchtigten Mutter muss Skalde schon früh klar kommen. Sie schien mir von Beginn an schon sehr stark und selbstständig zu sein, doch dann, als das kleine Mädchen auftaucht, beweist sie wirklich Mitgefühl und auch ein großes Verantwortungsbewusstsein. In diesem Buch wird generell sehr deutlich, wie unterschiedlich Menschen mit Veränderungen und dem Unbekannten umgehen. Wenn man das Buch liest, kann man schon einige Parallelen zu unserer heutigen Situation ziehen. Insgesamt hat mich ,,Milchzähne" irgendwie berührt, erschrocken, aber auch von der Machart her fasziniert. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

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