Produktbild: Der gewaltsame Lehrer

Der gewaltsame Lehrer Europas Kriege in der Moderne

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

25.01.2019

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

511 (Printausgabe)

Dateigröße

8235 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406727092

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

25.01.2019

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

511 (Printausgabe)

Dateigröße

8235 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406727092

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Teilweise etwas 'holprig' zu…

ws aus Markdorf am 24.06.2019

Bewertungsnummer: 2726513

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Teilweise etwas 'holprig' zu lesen, aber im Endeffekt sehr gut Eines Vorweg, weil sich durch den Untertitel eine falsche Erwartungshaltung aufbauen könnte: es geht nur ganz am Rande und nur stellenweise um irgendwelche Kriegsvorkommnisse, Kriegsschlachten, Gefechte oder ähnliches. Der Autor behandelt die Ursachen und daraus resultierenden Folgen der Kriege seit etwa 1800. Nicht nur in Europa, sondern die Verwicklung verschiedener Staaten und/oder Nationen in den grundsätzlich selben Krieg, der aber in verschiedenen Regionen der Welt ausgetragen wurde. Insofern also 'Weltkriege', die nicht unter die zusammenfassenden Bezeichnungen 'Erster Weltkrieg' und dessen Fortsetzung 'Zweiter Weltkrieg' zu subsumieren sind. Es scheint heutzutage auf den ersten Blick auch sehr abwegig, den Begriff 'Krieg' unter philosophischen Aspekten zu betrachten. Genau das unternimmt Dieter Langewiesche aber erfolgreich. Nicht nur durch viele Bezüge auf Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und andere. Nicht nur durch Bezüge auf Carl von Clausewitz oder Gebhard Leberecht von Blücher. Auf diverse Könige und Kaiser mit deren unterschiedlichen Motivationen, diesen oder jenen Krieg zu führen. Der Autor weist auch auf, wie und warum es den heutigen Staaten Skandinaviens gelungen ist, ihre Separationen (Norwegen - Schweden - Finnland - Dänemark samt Island) ohne gewaltsame Auseinandersetzungen, also Kriege gegeneinander zu erreichen. Ebenso werden die Kriege der europäischen Staaten, die in Afrika ausgetragen wurden, behandelt. Einschliesslich des von deutschen Kolonialtruppen begangenen Genozids an der Herero. Beim Zerfall des Osmanischen Reiches und dessen Folgen wird auch der Genozid der Türken an den Armeniern nicht übergangen. Die Gründung Belgiens, Polens, Griechenlands, zahlreicher 'neuer' Staaten in Afrika, alles unter den Aspekten 'wieso, weshalb, warum' ist nicht minder interessant zu erfahren. Inhaltlich hat das Buch hier fünf Sterne verdient. Weil es aber nicht in die Kategorie 'leicht zu lesen' fällt, wäre fast ein Sternchen Abzug angebracht. Wer sich mit derartiger Literatur und Thematik befasst, wird allerdings wissen, dass ihn etwas anderes erwartet als bei einem Groschenroman. Von daher, sprich Inhalt, sind die fünf Bewertungssterne auf jeden Fall berechtigt.

Teilweise etwas 'holprig' zu…

ws aus Markdorf am 24.06.2019
Bewertungsnummer: 2726513
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Teilweise etwas 'holprig' zu lesen, aber im Endeffekt sehr gut Eines Vorweg, weil sich durch den Untertitel eine falsche Erwartungshaltung aufbauen könnte: es geht nur ganz am Rande und nur stellenweise um irgendwelche Kriegsvorkommnisse, Kriegsschlachten, Gefechte oder ähnliches. Der Autor behandelt die Ursachen und daraus resultierenden Folgen der Kriege seit etwa 1800. Nicht nur in Europa, sondern die Verwicklung verschiedener Staaten und/oder Nationen in den grundsätzlich selben Krieg, der aber in verschiedenen Regionen der Welt ausgetragen wurde. Insofern also 'Weltkriege', die nicht unter die zusammenfassenden Bezeichnungen 'Erster Weltkrieg' und dessen Fortsetzung 'Zweiter Weltkrieg' zu subsumieren sind. Es scheint heutzutage auf den ersten Blick auch sehr abwegig, den Begriff 'Krieg' unter philosophischen Aspekten zu betrachten. Genau das unternimmt Dieter Langewiesche aber erfolgreich. Nicht nur durch viele Bezüge auf Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und andere. Nicht nur durch Bezüge auf Carl von Clausewitz oder Gebhard Leberecht von Blücher. Auf diverse Könige und Kaiser mit deren unterschiedlichen Motivationen, diesen oder jenen Krieg zu führen. Der Autor weist auch auf, wie und warum es den heutigen Staaten Skandinaviens gelungen ist, ihre Separationen (Norwegen - Schweden - Finnland - Dänemark samt Island) ohne gewaltsame Auseinandersetzungen, also Kriege gegeneinander zu erreichen. Ebenso werden die Kriege der europäischen Staaten, die in Afrika ausgetragen wurden, behandelt. Einschliesslich des von deutschen Kolonialtruppen begangenen Genozids an der Herero. Beim Zerfall des Osmanischen Reiches und dessen Folgen wird auch der Genozid der Türken an den Armeniern nicht übergangen. Die Gründung Belgiens, Polens, Griechenlands, zahlreicher 'neuer' Staaten in Afrika, alles unter den Aspekten 'wieso, weshalb, warum' ist nicht minder interessant zu erfahren. Inhaltlich hat das Buch hier fünf Sterne verdient. Weil es aber nicht in die Kategorie 'leicht zu lesen' fällt, wäre fast ein Sternchen Abzug angebracht. Wer sich mit derartiger Literatur und Thematik befasst, wird allerdings wissen, dass ihn etwas anderes erwartet als bei einem Groschenroman. Von daher, sprich Inhalt, sind die fünf Bewertungssterne auf jeden Fall berechtigt.

sperrig zu lesen, aber interessant

Anne Kaffeekanne am 10.03.2019

Bewertungsnummer: 1192285

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der eremitierte Geschichtsprofessor Dieter Langewiesche hat mit seinem Buch „der gewaltsame Lehrer“ eine detailreiche Analyse europäischer Kriege der Moderne vorgelegt. Im Zentrum steht der Krieg als Gestaltungskraft (eine durchaus streitbare Ansicht). „Das unermeßliche Leid, das Kriege immer wieder aufs Neue über Menschen gebracht haben, hielt sie nicht davon ab, immer wieder aufs Neue ihre Zukunftshoffnungen mit dem Instrument des Krieges verwirklichen zu wollen.“ (S.410) Das Themenspektrum ist weit. Das Hauptaugenmerk liegt auf den europäischen Kriegen des 18. bis 20. Jahrhunderts. Es geht um die napoleonische Ära, Revolutionskriege in Europa, die Weltkriege und auch Kolonialisierungs- und Dekolonialisierungskriege. Zudem wird noch auf philosophische Aspekte und Begriffsgeschichte eingegangen. Ausführlich zeigt Langewiesche auf, wie Gewalt verschiedenen Parteien nützt. Beispielsweise sieht er einen engen Zusammenhang zwischen der Befähigung der entstehenden (National-)Staaten Krieg zu führen und dem Gelingen von Revolutionen. Zum Schluss wirft der Autor einen Blick auf die Europäische Union mit ihrem Konzept erstmalig einen „Ausstieg aus der Kriegsgeschichte Europas“ zu wagen. Hier hätte ich mir noch mehr Informationen gewünscht, da es meiner Meinung nach hier gerade erst spannend wird. Auch fallen viele friedliche Errungenschaften bei der auf den Krieg bezogenen Betrachtungsweise herunter. Es ist eine Überblicksdarstellung, die logischerweise viele Mikroentwicklungen außer Acht lässt. Ich persönlich habe viel Spaß an Geschichte, bin aber keine Historikerin. Für dieses Buch brauchte ich einen langen Atem, besonders für die Abschnitte, von denen ich wenig Ahnung habe. Es ist eben ein wissenschaftliches Buch, keine flapsige Populärliteratur. Dafür werden die Thesen akribisch untermauert. Man merkt dem Autor an, dass er jahrzehntelange Erfahrung mit dem Thema hat. Ein ausführlicher und fundierter Überblick über europäische (Kriegs-)Geschichte, für dessen uneingeschränkten Genuss man Vorwissen braucht. Nicht an wissenschaftliche Werke gewöhnte Leser müssen sich durchbeißen, werden aber mit einer interessanten Leseerfahrung belohnt.

sperrig zu lesen, aber interessant

Anne Kaffeekanne am 10.03.2019
Bewertungsnummer: 1192285
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der eremitierte Geschichtsprofessor Dieter Langewiesche hat mit seinem Buch „der gewaltsame Lehrer“ eine detailreiche Analyse europäischer Kriege der Moderne vorgelegt. Im Zentrum steht der Krieg als Gestaltungskraft (eine durchaus streitbare Ansicht). „Das unermeßliche Leid, das Kriege immer wieder aufs Neue über Menschen gebracht haben, hielt sie nicht davon ab, immer wieder aufs Neue ihre Zukunftshoffnungen mit dem Instrument des Krieges verwirklichen zu wollen.“ (S.410) Das Themenspektrum ist weit. Das Hauptaugenmerk liegt auf den europäischen Kriegen des 18. bis 20. Jahrhunderts. Es geht um die napoleonische Ära, Revolutionskriege in Europa, die Weltkriege und auch Kolonialisierungs- und Dekolonialisierungskriege. Zudem wird noch auf philosophische Aspekte und Begriffsgeschichte eingegangen. Ausführlich zeigt Langewiesche auf, wie Gewalt verschiedenen Parteien nützt. Beispielsweise sieht er einen engen Zusammenhang zwischen der Befähigung der entstehenden (National-)Staaten Krieg zu führen und dem Gelingen von Revolutionen. Zum Schluss wirft der Autor einen Blick auf die Europäische Union mit ihrem Konzept erstmalig einen „Ausstieg aus der Kriegsgeschichte Europas“ zu wagen. Hier hätte ich mir noch mehr Informationen gewünscht, da es meiner Meinung nach hier gerade erst spannend wird. Auch fallen viele friedliche Errungenschaften bei der auf den Krieg bezogenen Betrachtungsweise herunter. Es ist eine Überblicksdarstellung, die logischerweise viele Mikroentwicklungen außer Acht lässt. Ich persönlich habe viel Spaß an Geschichte, bin aber keine Historikerin. Für dieses Buch brauchte ich einen langen Atem, besonders für die Abschnitte, von denen ich wenig Ahnung habe. Es ist eben ein wissenschaftliches Buch, keine flapsige Populärliteratur. Dafür werden die Thesen akribisch untermauert. Man merkt dem Autor an, dass er jahrzehntelange Erfahrung mit dem Thema hat. Ein ausführlicher und fundierter Überblick über europäische (Kriegs-)Geschichte, für dessen uneingeschränkten Genuss man Vorwissen braucht. Nicht an wissenschaftliche Werke gewöhnte Leser müssen sich durchbeißen, werden aber mit einer interessanten Leseerfahrung belohnt.

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Der gewaltsame Lehrer

von Dieter Langewiesche

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