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Irmgard Keun

1. Gilgi - eine von uns

Gilgi – eine von uns

Aus der Reihe Irmgard Keun
Gesprochen von
4
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Camilla Renschke

Spieldauer

6 Stunden und 51 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.02.2019

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

148

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742409881

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Camilla Renschke

Spieldauer

6 Stunden und 51 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

28.02.2019

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

148

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742409881

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  • Johanna

    aus München

    5/5

    07.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Aufbruch

    „Die geheime Staatspolizei hat im Juli 1933 die gesamten Bestände meiner beiden Bücher ‚Gilgi, eine von uns‘ und ‚Das kunstseidene Mädchen‘ in den Räumen der Universitas Deutsche-Verlags Akt.-Ges., Berlin W. 50, Passauer Straße 3 beschlagnahmt und an sich genommen. Ein Gerichtsurteil, das diese Beschlagnahme rechtfertigt, ist bis jetzt nicht erfolgt und auch nicht angestrebt worden.“ – Irmgard Keun will Schadensersatz von der Gestapo! Ein draufgängerischer Schritt im Jahr 1935! Natürlich schadet ihr das noch mehr. 1936 geht sie ins Exil. „Gilgi – Eine von uns“ (1931) war ihr Durchbruch. Innerhalb kürzester Zeit gab es mehrere Auflagen. Der Legende nach sagt ihr der Verleger, nachdem er das Buch gelesen hat: „Der Klofrau haben wir das Manuskript auch zum Lesen gegeben. Und die war entscheidend.“ Der Roman wird als Fortsetzungsroman gedruckt, im Jahr nach seinem Erscheinen sogar verfilmt. Offenbar hatte Keun einen Nerv getroffen mit ihrer Geschichte über die kleine Angestellte Gilgi, die sich aus den Fesseln der Rollenbilder befreien will. Gilgi ist eine von Vielen, die „geistig obdachlos“ sind, wie der Soziologe Siegfried Kracauer die Situation der Angestellten bezeichnet. Bürgerliche Sicherheiten zählen nicht mehr, die finanzielle Situation am Ende der Weimarer Republik ist prekär. Aber Gilgi will was aus sich machen. Sie trainiert ihren Körper, hat tippen gelernt, arbeitet als Sekretärin und besucht Sprachkurse. Mit gespartem Geld mietet sie sich ein Zimmer zum Schreiben. An ihrem 21. Geburtstag erfährt sie, dass sie nicht die Tochter der bürgerlichen Familie ist, in der sie aufgewachsen ist. Sie trennt sich von den Eltern, lernt einen Mann kennen, dem sie sich mit Haut und Haar verschreibt, wird arbeitslos. Der Liebhaber bringt sie mit seinem Bohème-Leben völlig von ihrem Weg ab. Er will sie als putziges Anhängsel, sein „Gilgichen“. Aber die Abhängigkeit gefällt ihr nicht. Sie beginnt zu zweifeln. Am Ende – nach einer überraschenden und katastrophalen Wendung - verlässt sie (schwanger) den Mann und ihre Heimatstadt Köln und geht – selbständig - ins Ungewisse nach Berlin. (In der Filmversion kommt ihr der Mann nachgelaufen und macht ihr einen Heiratsantrag. Ein Ende, das Keun ablehnte und kitschig fand.) Keun kannte die Situation der kleinen weiblichen Angestellten aus eigenem Erleben. Sie schildert den Alltag und die Gedanken der Protagonistin äußerst eindrucksvoll. Die Bildlichkeit ihrer Sprache ist an ganz vielen Stellen ungewöhnlich und sehr erfrischend. Ein lesenswerter Klassiker des 20. Jahrhunderts. Regine Ahrem hat mich mit ihrem Buch „Leuchtende Jahre“ über den Aufbruch der Frauen 1926-1933 (bei ebersbachundsimon) zur Lektüre angeregt. Danke!

  • Bewertung

    5/5

    27.04.2018

    Buch (Taschenbuch)

    In ungewöhnlicher Erzählweise...

    In ungewöhnlicher Erzählweise zeichnet Irmgard Keun die Geschichte der zielstrebigen jungen Frau namens Gilgi. Ein berührender und lesenswerter Klassiker feministischer Literatur.

  • Buchverliebt und leselustig

    4/5

    23.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Zeitlos aktuell: Ein Roman über Selbstbestimmung und Unabhängigkeit

    Irmgard Keuns Gilgi, eine von uns ist ein Roman, der auch 100 Jahre nach seinem Erscheinen nichts von seiner Relevanz verloren hat. Die Geschichte einer jungen Frau, die sich in den 1920er Jahren aus den gesellschaftlichen Zwängen befreit, ist eine eindrucksvolle Schilderung von Emanzipation und Selbstbestimmung. Besonders als Kölnerin hat mir das Buch gut gefallen. Die Schauplätze sind vertraut, und es ist spannend zu lesen, wie sich das Stadtbild im Laufe der Zeit verändert hat. Für Außenstehende könnte der Dialekt an manchen Stellen eine kleine Hürde sein, aber das trägt zur Authentizität der Erzählung bei. Gilgis Entwicklung ist faszinierend – von der angepassten Sekretärin zur Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Allerdings fand ich, dass das Buch zum Ende hin etwas nachlässt. Während der Anfang voller Energie ist und Gilgis Aufbruch mitreißt, verliert die Geschichte für mich im letzten Drittel an Spannung. Trotzdem bleibt der Roman ein lesenswertes Stück Literaturgeschichte, das zeigt, wie modern Irmgard Keuns Blick auf weibliche Selbstbestimmung schon damals war.

  • Bewertung

    aus Bobenheim-Roxheim

    1/5

    12.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Gilgi-eine von uns

    Meiner Ansicht nach ist der Schreibstil katastrophal und der Dialekt nur schwer zu entschlüsseln. Die Charaktere jedoch sind gut beschrieben und sehr authentisch.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (4)

  • Produktbild: Gilgi – eine von uns