Hamburg-St. Pauli in den Siebzigerjahren: Auf den ersten Blick ist Fritz „Fiete“ Honka ein bemitleidenswerter Verlierertyp. Seine Nächte durchzecht der Mann mit dem kaputten Gesicht in der Kiezkaschemme „Zum Goldenen Handschuh“ und stellt einsamen Frauen nach. Keiner der Stammgäste ahnt, dass der scheinbar harmlose Fiete in Wahrheit ein Monster ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Rheinberg
5/5
30.04.2020
DVD (DVD)
Guter Film
Eine wahre Geschichte die mich Fasziniert. Aber doch schon erschreckend wie krank ein Mensch sein kann. Sollte man sich vielleicht nicht beim Essen ansehen
Bewertung
5/5
09.03.2020
DVD (DVD)
Ein Film, der lange nachwirkt...
Schockierend realistische Umsetzung des gleichnamigen Romans von Heinz Strunk.
Die Schauspieler leisten hervorragende Arbeit - die Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit der Gäste im "Goldenen Handschuh" (eine Kneipe auf dem Hamburger Kiez) sind fantastisch herausgearbeitet.
Die Geschichte spielt in den 70er Jahren und beruht auf wahren Begebenheiten.
Jonas Dassler, der Fritz Honka spielt, tut dies so beeindruckend und überzeugend, dass es mich zeitweise wirklich geekelt hat, weil die Gewaltszenen so eindringlich und grausam sind.
Ein Film, der noch lange in mir nachhallen wird.
Chapeau!
Bewertung
aus Duisburg
5/5
02.10.2019
DVD (DVD)
Der goldene Handschuh (Gut)
Der Film “Der Goldene Handschuh” von Regisseur Fatih Akin (Aus dem Nichts, The Cut) ist die Verfilmung des Gleichamigen Romans von Autor Heinz Strunk, welcher 2016 erschienen ist. Die Handlung erzählt dabei die wahre Geschichte des Hilfsarbeiters Fritz Honka, der 1970 in Hamburg, das erste Mal eine Frau ermordet hat. Hier setzt der Film auch direkt in der ersten Szene ein. Wir sehen also Fritz Honka, wie er eine Frau in Stücke sägt und anschließend die Teile in die Büsche schmeißt. Schon hier zeigt sich also, dass die FSK Freigabe ab 18, völlig gerechtfertigt ist. Auch wenn man die eigentliche Zerstückelung, im Laufe des gesamten Films, nie offen zu sehen bekommt, reicht das, was man sieht, schon aus.
Neue Opfer findet Honka dabei in seiner Stammkneipe “Zum Goldenen Handschuh”, wo er mit anderen Gestalten, dem reichhaltigen Genuss von Alkohol nachgeht. Alkohol ist dabei praktisch ein ständiger Begleiter von Honka und taucht im Laufe des Filmes immer wieder auf. Bei seinem Aussehen fällt ihm dabei das Kennenlernen von Frauen nicht gerade leicht, wobei es dann auch wenig verwundert, dass seine Opfer größtenteils selbst Schiksals behaftet und dem Alkohol zugetan sind. Was anfänglich mit hartem Sex beginnt, endet dabei aber schnell in einem Blutbad. Grund dafür, ist die Wut und Enttäuschung, die sich in Honka aufbaut, wohl auch, weil sein ständiger Begleiter, die Erektionsprobleme sind. Einzig Gerda, kann sich aus den Fängen von Fritz befreien und entkommt den grausamen Zuständen.
Auch hier zeigt der Film das, was er zeigen muss. Frauen, die erniedrigt, geschlagen und anschließend getötet werden. Verständlich, dass sich da beim Zuschauen Unverständniss, Ekel sogar Hass aufbauen kann. Gerne würde man dem Treiben ein Ende setzen selbst zum Hörer greifen und die Polizei rufen.
Die Akteure im Film werden größtenteils ungepflegt gezeigt, was wohl auf ihre damalige Situation hindeuten soll. Man kann die Zustände, besonders den Geruch, förmlich riechen (gerade im Hinblick auf die vielen Leichen in der Wohnung von Protagonist Fritz Honka). Da verwundert es schon, wieso da nicht schon früher die Polizei gerufen wurde.
Der Flair von damals wird im Film gut und authentisch eingefangen und wiedergegeben. Verrauchte Kneipen mit merkwürdigen Gestalten als Besucher. Hier hat Fatih Akin (und das gesamte Team), gute Arbeit geleistet. In diesem Punkt kann der Film also überzeugen und liefert den Flair vom damaligen Hamburg direkt ins heimische Wohnzimmer.
Fazit:
“Der Goldene Handschuh” ist sicherlich kein Film für jeden und ist eher für die abgehärteten Zuschauer geeignet. Auch wenn die blutigen Handlungen, niemals offen gezeigt werden. Wenn ich nicht wüsste, dass der Film eine reale Begebenheit erzählt, könnte ich mir kaum vorstellen, wer sich ein solches Szenario ausdenken könnte. Gewalt und Alkohol, spielen in “Der Goldene Handschuh” eine wichtige Rolle und sind immer präsent. Mich konnte der Film unterhalten, wenn auch auf eine grausame Art und Wiese. Ein Stücken Hamburger Geschichte, an die sich Regisseur Fatih Akin herangetraut hat. Realistisch und gut recherchiert wirkt der Film dabei zu jedem Zeitpunkt.
Von mir bekommt “Der Goldene Handschuh” 4/5 Popcorntüten.
Joschne
aus Sittensen
3/5
24.09.2019
DVD (DVD)
+++Ein sehr gruseliger Film…
+++Ein sehr gruseliger Film nach wahren Begebenheiten+++ Fritz Honka (Jonas Dassler) lebt in den 1970er-Jahren im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Auf andere wirkt er wie ein Verlierer, fast schon bemitleidenswert. Wenn Fritz nicht gerade als Hilfsarbeiter einer Tätigkeit nachgeht, verbringt er die Nächte gerne in der örtlichen Kiezkneipe „Zum Goldenen Handschuh“. Denn zwischen Trinkern, Prostituierten und anderen Gestalten der Nacht, kann man einsamen Frauen am Besten näherkommen und ihnen nachstellen. Was keiner weiß: Der unscheinbar wirkende Mann mit Hornbrille und eingedrücktem Gesicht ist der wahrscheinlich berüchtigtste Serienmörder der deutschen Nachkriegszeit. Mit Vorliebe vergewaltigt, schlägt und erwürgt Fritz Honka seine Opfer in seiner Wohnung und zerstückelt anschließend die Leichen, ehe er sie in der Abseite entsorgt. Damit der Verwesungsgestank nicht überhandnimmt, verteilt er hunderte Wunderbäume in seiner Wohnung und wird lange Zeit nicht gefasst... Verfilmung des Bestsellerromans "Der goldene Handschuh" von Heinz Strunk.
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