Produktbild: Eskimoland

Eskimoland Ein Bericht aus der Arktis

3

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.07.2019

Abbildungen

mit 67 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/2,2 cm

Gewicht

431 g

Auflage

1

Übersetzt von

Gerd Busse + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-74171-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.07.2019

Abbildungen

mit 67 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/2,2 cm

Gewicht

431 g

Auflage

1

Übersetzt von

  • Gerd Busse
  • Ulrich Faure

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-74171-5

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Spannende Momentaufnahme von Grönlands...

Bewertung am 13.08.2020

Bewertungsnummer: 358949

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Spannende Momentaufnahme von Grönlands Flora, Fauna und Menschen bevor sich die Industrialisierung auf der ganzen Insel ausbreitete.

Spannende Momentaufnahme von Grönlands...

Bewertung am 13.08.2020
Bewertungsnummer: 358949
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Spannende Momentaufnahme von Grönlands Flora, Fauna und Menschen bevor sich die Industrialisierung auf der ganzen Insel ausbreitete.

Interessante Einblicke

Sikal am 14.09.2019

Bewertungsnummer: 1247180

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Niko Tinbergen (1907 – 1988) gehörte zu den Pionieren der Grönland-Forscher. Gemeinsam mit seiner Frau kam er Anfang der 1930er Jahre nach Grönland, um eigentlich arktische Vögel zu studieren. Seine Beobachtungen erstreckten sich nicht nur auf die Vogelwelt, sondern vor allem auf das Leben der Ureinwohner. Er verbrachte ein Jahr mitten unter ihnen, wurde bewundert, belächelt, lernte deren Sprache, fand Freunde und beschrieb vor allem detailliert seine Erlebnisse, die Gepflogenheiten und auch die zum Teil schwierigen Verhältnisse, die ein Überleben zur Herausforderung machen. „Ein Europäer ist anfänglich ein Nichtsnutz, der durch die weitgehende Spezialisierung in seiner Gesellschaft die eigene Unabhängigkeit verloren hat. Versucht er nicht, diese wenigstens teilweise wiederzuerlangen, bleibt er in den Augen der Universalisten, die die Eskimos sind, ein unbeholfener Tölpel.“ Oft wurde Tinbergen mit der Frage konfrontiert „Hast du das selbst gemacht?“ – und wenn er die Frage verneinte, wurden diverse Dinge schnell uninteressant, bevor sie mit einem mitleidigen Schulterzucken ihrer Verwunderung Ausdruck verliehen. Die Menschen dort lernten, sich der Kälte anzupassen, stellten ihre Handwerkzeuge selbst her. Kajaks, Schlitten, Kleidung, Zelte, Harpunen – alles was sie für ein Leben brauchten. Tinbergen lernte schnell zu schätzen, welche Vorteile beispielsweise Kleidung aus Robbenfell mit sich bringt. Interessant finde ich, mit welcher Herzlichkeit Tinbergen aufgenommen wurde. Die Menschen teilten mit ihm und seiner Frau, zeigten den beiden ihre überschaubare Welt und worauf es bei einem Leben in der Natur ankommt. Was mich etwas verwundert hat, war, dass sehr wenig auf Vorräte geschaut wird, obwohl es reichlich Nahrungsangebot gibt. Die Menschen teilen untereinander die vorhandenen Lebensmittel, wobei bei Nahrungsmittelknappheit diese Organisation sofort versagt. Da wird dann nur mehr auf das Überleben der eigenen Familie Rücksicht genommen und was rundherum geschieht wird ausgeblendet. Auch interessant, mit welch ausgeklügelten Jagdmethoden die Eskimos arbeiten, wie raffiniert sie sich an Robben oder Eisbären heranschleichen, um diese zu erlegen. Bei der Aufteilung des Tieres wird nach einer genauen Ordnung vorgegangen, so erlangen auch Kinder zum Teil große Fleischteile. Dieser Reisebericht wurde erst 2017 wieder entdeckt und ins Deutsche übersetzt. Zum Glück muss man sagen, denn es handelt sich wirklich um ein aufschlussreiches Zeitdokument – die Eskimos leben längst nicht mehr so, wie Tinbergen es schildert. Der 2. Weltkrieg hat ziemliche Veränderungen nach Grönland und zu den Menschen dort gebracht. Lesenswert! Gerne vergebe ich 5 Sterne für dieses interessante Reisedokument.

Interessante Einblicke

Sikal am 14.09.2019
Bewertungsnummer: 1247180
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Niko Tinbergen (1907 – 1988) gehörte zu den Pionieren der Grönland-Forscher. Gemeinsam mit seiner Frau kam er Anfang der 1930er Jahre nach Grönland, um eigentlich arktische Vögel zu studieren. Seine Beobachtungen erstreckten sich nicht nur auf die Vogelwelt, sondern vor allem auf das Leben der Ureinwohner. Er verbrachte ein Jahr mitten unter ihnen, wurde bewundert, belächelt, lernte deren Sprache, fand Freunde und beschrieb vor allem detailliert seine Erlebnisse, die Gepflogenheiten und auch die zum Teil schwierigen Verhältnisse, die ein Überleben zur Herausforderung machen. „Ein Europäer ist anfänglich ein Nichtsnutz, der durch die weitgehende Spezialisierung in seiner Gesellschaft die eigene Unabhängigkeit verloren hat. Versucht er nicht, diese wenigstens teilweise wiederzuerlangen, bleibt er in den Augen der Universalisten, die die Eskimos sind, ein unbeholfener Tölpel.“ Oft wurde Tinbergen mit der Frage konfrontiert „Hast du das selbst gemacht?“ – und wenn er die Frage verneinte, wurden diverse Dinge schnell uninteressant, bevor sie mit einem mitleidigen Schulterzucken ihrer Verwunderung Ausdruck verliehen. Die Menschen dort lernten, sich der Kälte anzupassen, stellten ihre Handwerkzeuge selbst her. Kajaks, Schlitten, Kleidung, Zelte, Harpunen – alles was sie für ein Leben brauchten. Tinbergen lernte schnell zu schätzen, welche Vorteile beispielsweise Kleidung aus Robbenfell mit sich bringt. Interessant finde ich, mit welcher Herzlichkeit Tinbergen aufgenommen wurde. Die Menschen teilten mit ihm und seiner Frau, zeigten den beiden ihre überschaubare Welt und worauf es bei einem Leben in der Natur ankommt. Was mich etwas verwundert hat, war, dass sehr wenig auf Vorräte geschaut wird, obwohl es reichlich Nahrungsangebot gibt. Die Menschen teilen untereinander die vorhandenen Lebensmittel, wobei bei Nahrungsmittelknappheit diese Organisation sofort versagt. Da wird dann nur mehr auf das Überleben der eigenen Familie Rücksicht genommen und was rundherum geschieht wird ausgeblendet. Auch interessant, mit welch ausgeklügelten Jagdmethoden die Eskimos arbeiten, wie raffiniert sie sich an Robben oder Eisbären heranschleichen, um diese zu erlegen. Bei der Aufteilung des Tieres wird nach einer genauen Ordnung vorgegangen, so erlangen auch Kinder zum Teil große Fleischteile. Dieser Reisebericht wurde erst 2017 wieder entdeckt und ins Deutsche übersetzt. Zum Glück muss man sagen, denn es handelt sich wirklich um ein aufschlussreiches Zeitdokument – die Eskimos leben längst nicht mehr so, wie Tinbergen es schildert. Der 2. Weltkrieg hat ziemliche Veränderungen nach Grönland und zu den Menschen dort gebracht. Lesenswert! Gerne vergebe ich 5 Sterne für dieses interessante Reisedokument.

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Eskimoland

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