An einem sonnigen Wintermorgen 1875 herrscht großer Andrang im Hafen von Bremerhaven. Gleich wird die »Mosel« ablegen. Ihr Ziel: New York. Plötzlich zerreißt ein Knall die Luft. Menschen, Tiere, ganze Fuhrwerke werden durch die Luft geschleudert. Eine Dynamit-Explosion mit vielen Toten und Verletzten. Die »Thomas-Katastrophe« macht weltweit Schlagzeilen. Beim Begräbnis stehen sich zwei Frauen gegenüber. Die eine hat gerade fast ihre gesamte Familie verloren. Die andere ist die Ehefrau des »Dynamit-Teufels«. Beide Frauen beginnen ein neues Leben, bis die eine, Jahre später, unvermittelt in New York vor der Tür der anderen steht …
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
schafswolke
aus Kiel
5/5
12.06.2020
Buch (Taschenbuch)
So macht Geschichte Spaß zu lesen
Bremerhaven, 11. Dezember 1875:
Die "Mosel" soll in Richtung New York ablegen, die Aufregung ist groß und viele sind gekommen, um ihre Familien zu verabschieden. Doch von einem Moment auf den anderen ändert sich alles, denn eine Explosion sorgt für viele Tote und Verletzte. Die Explosion geht als "Thomas-Katastrophe" in die Geschichte ein, zurückbleiben unter anderem Johanne Clausen und die Frau des "Dynamit-Teufels" Cecelia Thomas.
Vor dem Buch wusste ich nichts über die Thomas-Katastrophe. Silke Böschen hat diesen Schicksalstag als Grundlage für ihren Roman gewählt und Johanne und Cecelia zu den Hauptfiguren gemacht. Die meisten Figuren hat es dabei wirklich gegeben, ihre Schicksale hat die Autorin verfolgt und in diesem Buch lebendig werden lassen. Durch den angenehmen Schhreibstil bin ich schnell in das Buch gekommen und habe es gerne gelesen. Johanne mochte ich sehr gern, eine Frau, die ihr Leben neu ordnen und meistern muss. Cecelia hingegen wirkt stets ein wenig unterkühlt, da war ich mir nie sicher, wie ich meine Sympathiepunkte verteilen soll.
Im Anhang befindet sich ein umfangreiches Personenregister, dadurch wurde mir die Recherche zu dem Buch noch ein wenig mehr verdeutlicht. Ich vergebe ein Lob an die Autorin, denn so macht Geschichte Spaß zu lesen! Ein lesenswerter Roman zur "Thomas-Katastrophe", denn hier wurden Fiktion und Fakten gut zu einem Roman zusammengebracht.
Das Ende empfand ich als etwas zu schnell, allerdings tat es meinem Lesevergnügen keinen Abbruch und so gibt es 5 Sterne!
schafswolke
aus Kiel
5/5
12.06.2020
Buch (Taschenbuch)
So macht Geschichte Spaß zu…
So macht Geschichte Spaß zu lesen Bremerhaven, 11. Dezember 1875: Die "Mosel" soll in Richtung New York ablegen, die Aufregung ist groß und viele sind gekommen, um ihre Familien zu verabschieden. Doch von einem Moment auf den anderen ändert sich alles, denn eine Explosion sorgt für viele Tote und Verletzte. Die Explosion geht als "Thomas-Katastrophe" in die Geschichte ein, zurückbleiben unter anderem Johanne Clausen und die Frau des "Dynamit-Teufels" Cecelia Thomas. Vor dem Buch wusste ich nichts über die Thomas-Katastrophe. Silke Böschen hat diesen Schicksalstag als Grundlage für ihren Roman gewählt und Johanne und Cecelia zu den Hauptfiguren gemacht. Die meisten Figuren hat es dabei wirklich gegeben, ihre Schicksale hat die Autorin verfolgt und in diesem Buch lebendig werden lassen. Durch den angenehmen Schhreibstil bin ich schnell in das Buch gekommen und habe es gerne gelesen. Johanne mochte ich sehr gern, eine Frau, die ihr Leben neu ordnen und meistern muss. Cecelia hingegen wirkt stets ein wenig unterkühlt, da war ich mir nie sicher, wie ich meine Sympathiepunkte verteilen soll. Im Anhang befindet sich ein umfangreiches Personenregister, dadurch wurde mir die Recherche zu dem Buch noch ein wenig mehr verdeutlicht. Ich vergebe ein Lob an die Autorin, denn so macht Geschichte Spaß zu lesen! Ein lesenswerter Roman zur "Thomas-Katastrophe", denn hier wurden Fiktion und Fakten gut zu einem Roman zusammengebracht. Das Ende empfand ich als etwas zu schnell, allerdings tat es meinem Lesevergnügen keinen Abbruch und so gibt es 5 Sterne!
yellowdog
5/5
23.11.2019
Buch (Taschenbuch)
Leben nach der Explosion
Mag der Romantitel etwas pathetisch wirken, gilt dies nicht für den sorgfältigen Text über zwei sehr unterschiedliche Frauen, die ein bestimmtes Ereignis verbindet.
Es ist 1875 in Bremerhaven. Durch eine Explosion sterben viele Menschen, viele werden schwer verletzt. Das war ein reales Ereignis.
Das Anfangskapitel zeigt gleich eine große Dynamik, die die Romanhandlung auch durch das Buch begleitet.
Die Handlung splittet sich dann auf in die Orte New York und Bremerhaven und erstreckt sich über ein paar Jahre.
Die Autorin Silke Böschen schafft es, die Folgen einer Tat für die betroffenen zu zeigen, auch in der stimmigen psychologischen Figurenführung. Das Buch ist zudem sprachlich wirklich beeindruckend.
Ein überzeugender historischer Roman, der ein Gefühl für die Zeit entwickelt.
Dreamworx
aus Berlin
5/5
01.09.2019
Buch (Taschenbuch)
Lebensschicksale aufgrund der Thomas-Katastrophe
1875 Bremerhaven. Der Hafen ist voller Menschen, die entweder auf den Weg an Bord des Auswandererschiffs „Mosel“ mit Ziel New York sind oder die ihre Angehörigen verabschieden wollen, als die Explosion eines Dynamitfasses großes Unheil anrichtet und für viele Schwerverletzte und 80 Tote sorgt. Es ist die Tat des Attentäters William King Thomas, der sich selbst richtet, nachdem er die Katastrophe verursacht hat, die deshalb auch den Namen „Thomas-Katastrophe trägt und damit in die historischen Annalen eingeht. Die 20-jährige Johanne Claussen verliert bei diesem Unglück fast ihre gesamte Familie und zudem ihre rechte Hand, während ihre kleine Tochter Elschen völlig unbeschadet bleibt. Cecelia, die Ehefrau von Thomas, muss sich nun allein um ihre 4 Kindern kümmern, das kostspielige Leben, das sie bisher gewohnt war, ist ab jetzt nicht mehr möglich, zumal sich inzwischen die Schulden türmen. Zudem wird sie als Frau eines Massenmörders von der Bevölkerung geschnitten. Das will Cecelia nicht ertragen und kehrt zu ihrem Vater und ihrer Schwester nach Amerika zurück, wo niemand von dem Unglück und ihrem Bezug dazu weiß. Wie wird es mit Johanne und Cecelia weitergehen?
Silke Böschen hat mit „Träume von Freiheit-Flammen am Meer“ einen sehr interessanten, gefühlvollen und auf historischen Tatsachen mit zum Großteil belegten Personen beruhenden Debütroman vorgelegt, den ersten Band einer geplanten Trilogie. Der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin nimmt den Leser sofort für sich ein und katapultiert ihn direkt in das 19. Jahrhundert, wo er von Beginn an Augenzeuge einer verheerenden Katastrophe wird, um danach zwei direkt davon betroffene Protagonistinnen auf ihrem weiteren Lebensweg zu begleiten. Die exzellente Recherche des historischen Hintergrunds in Verbindung mit den Zeugnissen Hinterbliebener und deren Verflechtung mit der fiktiven Handlung macht dieses Buch so besonders, denn der Leser bekommt dadurch das Gefühl, die Geschichte quasi aus „erster Hand“ erzählt zu bekommen. Zudem ist der Roman aus wechselnden Perspektiven so spannend aufgebaut, dass der Leser in beide Frauenschicksale eintauchen und sich ein Bild machen kann. Sehr interessant ist auch der Epilog am Ende des Romans als krönender Abschluss, der eine 70-jährige Johanne zu Wort kommen lässt und eine kurze Rückschau bietet.
Die Charaktere sind derart gut und detailliert ausgearbeitet, dass sie regelrecht aus dem Buch zu springen scheinen. Sie bestechen mit ihren individuellen Ecken und Kanten, ihren unterschiedlichen Lebensläufen und ihrer Glaubwürdigkeit. Der Leser kommt ihnen bei der Lektüre sehr nah und hat die Möglichkeit, sich in sie hineinzuversetzen und ihre Gedanken- und Gefühlswelt nachzuvollziehen. Johanne ist mit 20 Jahren noch eine sehr junge Frau, die fast ihre gesamte Familie mit einem Schlag und auch ihre rechte Hand verliert. Sie ist verzweifelt, wütend und gebrochen, denn ihr einstmaliges Lebensglück ist dahin. Einzig ihr Töchterchen gibt ihr die Kraft, stark zu sein, den Kampf für das Leben in die Hand zu nehmen. Cecelia ist zwar ebenfalls ein Opfer der Katastrophe, doch ihr Hang zum Verschwenderischen löst bei ihrem Ehemann aufgrund der ganzen Schulden die Verzweiflungstat aus, einen Versicherungsbetrug zu planen und dabei so viele Menschen in den Tot zu schicken bzw. zu verletzen. Cecelia ist aalglatt, leugnet zu wissen, was ihr Mann plante und lernt doch nichts dazu. Sie wirkt egoistisch und unbelehrbar, aber sie ist eine gute Mutter, die alles für ihre Kinder tut.
In „Träume von Freiheit-Flammen am Meer“ ist die Verbindung von Fiktion und belegten Tatsachen innerhalb eines historischen Romans sehr gut gelungen. Zudem kann das Buch mit einem wunderbaren und bildgewaltigen Erzählstil sowie mit starken Frauenrollen punkten. Hier passt einfach alles sehr gut zusammen, was nur eine absolute Leseempfehlung zur Folge haben kann. Toll gemacht!
Dreamworx
aus Berlin
5/5
01.09.2019
Buch (Taschenbuch)
1875 Bremerhaven. Der Hafen…
1875 Bremerhaven. Der Hafen ist voller Menschen, die entweder auf den Weg an Bord des Auswandererschiffs „Mosel“ mit Ziel New York sind oder die ihre Angehörigen verabschieden wollen, als die Explosion eines Dynamitfasses großes Unheil anrichtet und für viele Schwerverletzte und 80 Tote sorgt. Es ist die Tat des Attentäters William King Thomas, der sich selbst richtet, nachdem er die Katastrophe verursacht hat, die deshalb auch den Namen „Thomas-Katastrophe trägt und damit in die historischen Annalen eingeht. Die 20-jährige Johanne Claussen verliert bei diesem Unglück fast ihre gesamte Familie und zudem ihre rechte Hand, während ihre kleine Tochter Elschen völlig unbeschadet bleibt. Cecelia, die Ehefrau von Thomas, muss sich nun allein um ihre 4 Kindern kümmern, das kostspielige Leben, das sie bisher gewohnt war, ist ab jetzt nicht mehr möglich, zumal sich inzwischen die Schulden türmen. Zudem wird sie als Frau eines Massenmörders von der Bevölkerung geschnitten. Das will Cecelia nicht ertragen und kehrt zu ihrem Vater und ihrer Schwester nach Amerika zurück, wo niemand von dem Unglück und ihrem Bezug dazu weiß. Wie wird es mit Johanne und Cecelia weitergehen? Silke Böschen hat mit „Träume von Freiheit-Flammen am Meer“ einen sehr interessanten, gefühlvollen und auf historischen Tatsachen mit zum Großteil belegten Personen beruhenden Debütroman vorgelegt, den ersten Band einer geplanten Trilogie. Der flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin nimmt den Leser sofort für sich ein und katapultiert ihn direkt in das 19. Jahrhundert, wo er von Beginn an Augenzeuge einer verheerenden Katastrophe wird, um danach zwei direkt davon betroffene Protagonistinnen auf ihrem weiteren Lebensweg zu begleiten. Die exzellente Recherche des historischen Hintergrunds in Verbindung mit den Zeugnissen Hinterbliebener und deren Verflechtung mit der fiktiven Handlung macht dieses Buch so besonders, denn der Leser bekommt dadurch das Gefühl, die Geschichte quasi aus „erster Hand“ erzählt zu bekommen. Zudem ist der Roman aus wechselnden Perspektiven so spannend aufgebaut, dass der Leser in beide Frauenschicksale eintauchen und sich ein Bild machen kann. Sehr interessant ist auch der Epilog am Ende des Romans als krönender Abschluss, der eine 70-jährige Johanne zu Wort kommen lässt und eine kurze Rückschau bietet. Die Charaktere sind derart gut und detailliert ausgearbeitet, dass sie regelrecht aus dem Buch zu springen scheinen. Sie bestechen mit ihren individuellen Ecken und Kanten, ihren unterschiedlichen Lebensläufen und ihrer Glaubwürdigkeit. Der Leser kommt ihnen bei der Lektüre sehr nah und hat die Möglichkeit, sich in sie hineinzuversetzen und ihre Gedanken- und Gefühlswelt nachzuvollziehen. Johanne ist mit 20 Jahren noch eine sehr junge Frau, die fast ihre gesamte Familie mit einem Schlag und auch ihre rechte Hand verliert. Sie ist verzweifelt, wütend und gebrochen, denn ihr einstmaliges Lebensglück ist dahin. Einzig ihr Töchterchen gibt ihr die Kraft, stark zu sein, den Kampf für das Leben in die Hand zu nehmen. Cecelia ist zwar ebenfalls ein Opfer der Katastrophe, doch ihr Hang zum Verschwenderischen löst bei ihrem Ehemann aufgrund der ganzen Schulden die Verzweiflungstat aus, einen Versicherungsbetrug zu planen und dabei so viele Menschen in den Tot zu schicken bzw. zu verletzen. Cecelia ist aalglatt, leugnet zu wissen, was ihr Mann plante und lernt doch nichts dazu. Sie wirkt egoistisch und unbelehrbar, aber sie ist eine gute Mutter, die alles für ihre Kinder tut. In „Träume von Freiheit-Flammen am Meer“ ist die Verbindung von Fiktion und belegten Tatsachen innerhalb eines historischen Romans sehr gut gelungen. Zudem kann das Buch mit einem wunderbaren und bildgewaltigen Erzählstil sowie mit starken Frauenrollen punkten. Hier passt einfach alles sehr gut zusammen, was nur eine absolute Leseempfehlung zur Folge haben kann. Toll gemacht!
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