»Das Buch entwickelt einen solchen Sog, es ist so unglaublich intensiv, es ist unglaublich traurig, es macht unheimlich Mut. Ein wirklich tolles Buch.« Christine Westermann, WDR
Emma ist vierzig und seit achtzehn Jahren mit Olivier verheiratet. Sie haben drei wohlgeratene Kinder, es könnte nicht besser sein. Dass etwas Entscheidendes in ihrem Leben fehlt, merkt Emma erst, als in einer Brasserie ihr Blick auf den von Alexandre trifft. Sie weiß sofort Bescheid. Für ihn wird sie alles riskieren, alles aufgeben – koste es, was es wolle. Der Bestsellerautor Grégoire Delacourt erzählt in seinem neuen Roman über eine große Leidenschaft, die Zerbrechlichkeit unserer Existenz und die Stärke der Familienbande, die mehr auszuhalten vermögen, als es den Anschein hat.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
MarieOn
5/5
10.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Was für eine gelungene Geschichte
Emmas Mann Olivier ist leidenschaftlicher Auto-Händler. Er liebt sie alle, diese PS starken Spielzeuge. Er trinkt gerne Wein, philosophiert darüber und ist ganz verrückt nach guten Speisen. Emma liebt ihre Familie, ihre beiden Töchter, die eine zart besaitet, die andere robuster und ihren Sohn. Mit Olivier genießt sie das Leben, sie zehren von dem, was sie sich aufgebaut haben.
In einer Mittagspause geht sie in die Rue de Béthune, bleibt vor einem Restaurant stehen, überlegt und geht hinein. Sie setzt sich an den Thresen und bestellt einen Tee.
Plötzlich lacht er mit seinen Freunden. Ich höre sein Lachen nicht, weil er zu weit weg ist, ich sehe nur die aufscheinende Freude, die die Welt schöner macht, und eine unerwartete elektrische Ladung schießt in meinen Unterleib, verbrennt mich, öffnet mich; Kälte, Wind und alle Stürme, stürzen sich in meine unsichtbare, meine ungeahnte Schwachstelle. Alles in mir gerät in Panik. S. 20
Von diesem Tag an verbringt sie jede Mittagspause in diesem Restaurant.Sie beobachtet ihn, ihr Verlangen wächst, bis sie sich neben ihn setzt und ihn anspricht, erfährt, dass er Alexandre heißt, ebenso verheiratet und kinderlos ist.
Alexandre schleicht sich in ihre Nächte, lässt sie, neben Olivier, schlaflos innerlich brennen, bis sie das unvermeidbare wagt.
Fazit: Was für eine gelungene Geschichte. Die Stimmung zuerst prickelnd, erotisch und brisant und dann entsetzlich und traurig. Die Protagonistin ist überzeugend gezeichnet. Die Sprachbilder sind, vermutlich auch wegen der wunderbaren Übersetzung, gefühlvoll und leidenschaftlich. Ich mag, wie die Protagonistin ihr Leben analysiert, wie sie durch ihre Entscheidungen reift. Ihre Gedankengänge sind nachvollziehbar erzählt. Ich finde auch erstaunlich, dass der Autor, sich dermaßen gut in eine Frau hineinversetzen kann. Das zu können, ist große Empathie, es so zu schreiben, ist große Kunst. Chapeau.
Bewertung
aus Mainz
5/5
03.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Eine zufällige Begegnung in…
Eine zufällige Begegnung in einer Brasserie und Emmas Leben gerät aus den Fugen. Sie sieht ihn dort und wird ihn nun täglich sehen, immer zur Mittagszeit werden sich ihre Blicke kreuzen, doch es werden Wochen vergehen, bis sie das erste Wort wechseln. Schmetterlinge kehren zurück zu der Ehefrau und Mutter, deren Leben von außen scheinbar perfekt ist mit dem liebenden Gatten und den drei wohlgeratenen Kindern. Aber es fehlt etwas, genau dieses Gefühl wieder lebendig zu sein, die Emotionen und aufsteigende Hitze, wenn sie nur an ihn denkt. Sie stellen sich vor, Alexandre heißt er, Journalist, verheiratet. Doch das spielt alles keine Rolle, denn genau für diesen Moment werden sie alles aufgeben, ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und gemeinsam in die Zukunft gehen. Doch es gibt keine Zukunft für sie und so steht Emma plötzlich vor dem Trümmerhaufen, der mal ihr Leben war. Der mit bereits zahlreichen Literaturpreisen geehrte Autor Grégoire Delacourt unterstreicht in seinem aktuellen Roman einmal mehr seinen Platz unter den zeitgenössischen französischen Autoren. Ihm gelingt es unvergleichlich die Emotionen seiner Figuren einzufangen und zu transportieren ohne deren Last auf den Leser zu legen. Es ist etwas bedauerlich, dass man sich für die deutsche Ausgabe für einen anderen Titel entschieden hat, denn der Originaltitel „Danser au bord de l’abîme“ drückt perfekt das aus, worüber Delacourt in seiner Geschichte schreibt: die Figuren tanzen ausgelassen am Rande des Abgrunds und drohen zu jedem Zeitpunkt abzustürzen. „Meine künftigen Tage versprachen stürmisch zu werden. Und einer von ihnen erschütternd.“ Emmanuelle ist eine durchaus attraktive Frau Ende dreißig, ihr Mann Olivier Leiter eines großen Autohauses und die beiden Töchter Manon, 16, und Léa, 12, sowie der 14-jährige Sohn Louis sind ebenfalls eine Freude für die Eltern. Doch sie spürt, dass etwas in ihrem Leben verloren gegangen ist, etwas fehlt. Alexandre gelingt es, wieder etwas in ihr zu entzünden, das so stark leuchtet, dass sie bereit ist, dafür alles zu riskieren, alles aufzugeben. Sie macht sich die Entscheidung nicht leicht, man folgt ihren Gedanken und kann sie verstehen. Die Vorwürfe, die sie sich selbst macht, die Kinder zu verlassen, ihr Leben zu zerstören, das Hadern und Zaudern und doch zu wissen, dass sie nicht anders handeln kann, denn ihre Liebe zu Olivier findet nicht mehr in der Gegenwart statt. Doch dann kurz bevor das Glück kaum größer sein könnte, lässt Delacourt seine Protagonistin fallen, tief fallen. Plötzlich sieht sie sich alleine auf einem Campingplatz mit anderen vergessenen Figuren. Der Frühling geht in den Sommer und den Herbst über und erst nach dem Winter findet sie zurück zu ihrer Familie, die nicht mehr dieselbe ist. Der Autor folgt mit seiner Sprache der Emotionen der Figur, wurden im ersten Teil noch überschäumend die Emotionen ausgelebt, werden die Sätze kürzer und schlichter in der Zeit der Trauer. Dabei umschifft er jede Gefahr von Kitsch, dem eine solche tragische Liebesgeschichte erliegen könnte. Viel mehr zeigt er, dass nur dadurch, dass Emma wieder aufgelebt ist, sie sich wieder lebendig fühlte, sie auch so hart vom Schicksal getroffen werden konnte und der Fall so tief war. Delacourt hat den entscheidenden Moment im Leben seiner Figur überzeugend und ausdrucksstark umgesetzt.
leseratte1310
aus Niederrhein
5/5
03.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Eigentlich läuft alles gut…
Eigentlich läuft alles gut für Emma. Sie ist glücklich verheiratet und hat drei Kinder. Doch etwas fehlt in ihrem Leben, sie weiß es nur noch nicht. Als sie in einer Brasserie sieht, erkennt sie das urplötzlich. Ihre Gefühle spielen verrückt. Sie ist bereit für Alexandre alles aufzugeben. Es ist eine sehr intensive Geschichte, in der man das Gefühlschaos der Protagonisten sehr gut spüren kann. Auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Ich kannte bisher den Autor Grégoire Delacourt nicht, aber das ist garantiert nicht mein letztes Buch von ihm. Auch wenn mir das Verhalten von Emma eigentlich fremd ist, so konnte ich ihre Gefühle, ihre Zweifel, aber auch Bedürfnisse gut nachvollziehen. Alexandre weckt in ihr etwas, dass sie längst verloren glaubte. Aber man versteht natürlich auch ihre Familie, die sie mit ihrer Entscheidung vor den Kopf stößt. Natürlich verhält sie sich egoistisch. Wie kann eine Mutter ihre Kinder verlassen? Trotzdem kann sie nicht anders. Auch Alexandre verlässt seine Familie. Ich finde, dass Emma besondere Stärke entwickelt, als das Schicksal zuschlägt. Es bringt die Familie wieder näher zueinander. Es ist ein sehr emotionales Buch, das zum Nachdenken anregt. Meine absolute Leseempfehlung!
leseratte1310
5/5
03.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Starke Gefühle
Eigentlich läuft alles gut für Emma. Sie ist glücklich verheiratet und hat drei Kinder. Doch etwas fehlt in ihrem Leben, sie weiß es nur noch nicht. Als sie in einer Brasserie sieht, erkennt sie das urplötzlich. Ihre Gefühle spielen verrückt. Sie ist bereit für Alexandre alles aufzugeben.
Es ist eine sehr intensive Geschichte, in der man das Gefühlschaos der Protagonisten sehr gut spüren kann. Auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Ich kannte bisher den Autor Grégoire Delacourt nicht, aber das ist garantiert nicht mein letztes Buch von ihm.
Auch wenn mir das Verhalten von Emma eigentlich fremd ist, so konnte ich ihre Gefühle, ihre Zweifel, aber auch Bedürfnisse gut nachvollziehen. Alexandre weckt in ihr etwas, dass sie längst verloren glaubte. Aber man versteht natürlich auch ihre Familie, die sie mit ihrer Entscheidung vor den Kopf stößt. Natürlich verhält sie sich egoistisch. Wie kann eine Mutter ihre Kinder verlassen? Trotzdem kann sie nicht anders. Auch Alexandre verlässt seine Familie. Ich finde, dass Emma besondere Stärke entwickelt, als das Schicksal zuschlägt. Es bringt die Familie wieder näher zueinander.
Es ist ein sehr emotionales Buch, das zum Nachdenken anregt. Meine absolute Leseempfehlung!
Miss.mesmerized
5/5
03.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Grégoire Delacourt – Das Leuchten in mir
Eine zufällige Begegnung in einer Brasserie und Emmas Leben gerät aus den Fugen. Sie sieht ihn dort und wird ihn nun täglich sehen, immer zur Mittagszeit werden sich ihre Blicke kreuzen, doch es werden Wochen vergehen, bis sie das erste Wort wechseln. Schmetterlinge kehren zurück zu der Ehefrau und Mutter, deren Leben von außen scheinbar perfekt ist mit dem liebenden Gatten und den drei wohlgeratenen Kindern. Aber es fehlt etwas, genau dieses Gefühl wieder lebendig zu sein, die Emotionen und aufsteigende Hitze, wenn sie nur an ihn denkt. Sie stellen sich vor, Alexandre heißt er, Journalist, verheiratet. Doch das spielt alles keine Rolle, denn genau für diesen Moment werden sie alles aufgeben, ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und gemeinsam in die Zukunft gehen. Doch es gibt keine Zukunft für sie und so steht Emma plötzlich vor dem Trümmerhaufen, der mal ihr Leben war.
Der mit bereits zahlreichen Literaturpreisen geehrte Autor Grégoire Delacourt unterstreicht in seinem aktuellen Roman einmal mehr seinen Platz unter den zeitgenössischen französischen Autoren. Ihm gelingt es unvergleichlich die Emotionen seiner Figuren einzufangen und zu transportieren ohne deren Last auf den Leser zu legen. Es ist etwas bedauerlich, dass man sich für die deutsche Ausgabe für einen anderen Titel entschieden hat, denn der Originaltitel „Danser au bord de l’abîme“ drückt perfekt das aus, worüber Delacourt in seiner Geschichte schreibt: die Figuren tanzen ausgelassen am Rande des Abgrunds und drohen zu jedem Zeitpunkt abzustürzen.
„Meine künftigen Tage versprachen stürmisch zu werden. Und einer von ihnen erschütternd.“
Emmanuelle ist eine durchaus attraktive Frau Ende dreißig, ihr Mann Olivier Leiter eines großen Autohauses und die beiden Töchter Manon, 16, und Léa, 12, sowie der 14-jährige Sohn Louis sind ebenfalls eine Freude für die Eltern. Doch sie spürt, dass etwas in ihrem Leben verloren gegangen ist, etwas fehlt. Alexandre gelingt es, wieder etwas in ihr zu entzünden, das so stark leuchtet, dass sie bereit ist, dafür alles zu riskieren, alles aufzugeben. Sie macht sich die Entscheidung nicht leicht, man folgt ihren Gedanken und kann sie verstehen. Die Vorwürfe, die sie sich selbst macht, die Kinder zu verlassen, ihr Leben zu zerstören, das Hadern und Zaudern und doch zu wissen, dass sie nicht anders handeln kann, denn ihre Liebe zu Olivier findet nicht mehr in der Gegenwart statt.
Doch dann kurz bevor das Glück kaum größer sein könnte, lässt Delacourt seine Protagonistin fallen, tief fallen. Plötzlich sieht sie sich alleine auf einem Campingplatz mit anderen vergessenen Figuren. Der Frühling geht in den Sommer und den Herbst über und erst nach dem Winter findet sie zurück zu ihrer Familie, die nicht mehr dieselbe ist. Der Autor folgt mit seiner Sprache der Emotionen der Figur, wurden im ersten Teil noch überschäumend die Emotionen ausgelebt, werden die Sätze kürzer und schlichter in der Zeit der Trauer. Dabei umschifft er jede Gefahr von Kitsch, dem eine solche tragische Liebesgeschichte erliegen könnte. Viel mehr zeigt er, dass nur dadurch, dass Emma wieder aufgelebt ist, sie sich wieder lebendig fühlte, sie auch so hart vom Schicksal getroffen werden konnte und der Fall so tief war. Delacourt hat den entscheidenden Moment im Leben seiner Figur überzeugend und ausdrucksstark umgesetzt.
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