Als Daniel Whitman, der gefeierte Footballstar der Sanctuary Highschool, auf einer Party unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, ist die ganze Stadt in Aufruhr. Auf den ersten Blick deutet alles auf einen tragischen Unfall hin, doch jeder in Sanctuary weiß, dass Dans Ex-Freundin Harper die Tochter einer stadtbekannten Hexe ist. Ist Harper, die mehr als einen Grund hatte, wütend auf Dan zu sein, möglicherweise selbst eine Hexe? Hat sie ihn gar durch den Einsatz von Magie getötet? Als Harper schwere Anschuldigungen gegen Dan vorbringt und die Polizei in diesem Fall zu ermitteln beginnt, steht Sanctuary kurz vor einer neuen Hexenjagd ...
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Kleinstadtgeheimnisse, Hexenkräfte, Mord - eine brodelnde Mischung
Barbaras Bücherbox aus Niederbayern am 19.06.2020
Bewertungsnummer: 1342550
Bewertet: eBook (ePUB)
Das verschlafene Städtchen Sanctuary ist eine Kleinstadtidylle: ein erfolgreiches Highschool-Football-Team, freundliche Nachbarn und Offenheit gegenüber den Hexen. Fade, aber auch friedlich.
Nun ja, auf den ersten Blick.
Denn als der 18jährige Daniel Whitmark bei einer Party tödlich stürzt und das Haus anschließend ohne sichtbaren Brandherd abbrennt, ist die erste Verdächtige, auf die alle zeigen, die Tochter der ortsansässigen Hexe: Harper Fenn.
„Hat Harper nicht vor kurzem mit Daniel Schluss gemacht?“
„Nein, er hat sie verlassen.“
„Kein Wunder – man weiß ja, wie diese Hexen so sind.“
Ehe man sich versieht, beginnt in Sanctuary eine wahre Hexenjagd – denn obwohl Harper keinerlei Magie wirken kann, gibt jeder ihr die Schuld an dem Tod des Football-Champions.
Denn man weiß ja wie diese Hexen so sind.
Sanctuary hat mich tatsächlich vollkommen überraschend getroffen – denn hinter der unschuldigen Kleinstadtfassade, lodert ein wahres Hexenfeuer. Nachbar gegen Nachbar, Freundin gegen Freundin und plötzlich werden Hexenbefürworter, Hexenfreunde zu genau deren Feinden. Das sorgt für einen dailysoapartigen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte und der mich das Buch innerhalb weniger Tage verschlingen ließ.
Die Geschichte wird aus der Sicht drei verschiedener Frauen erzählt:
Sarah Fenn – die Mutter der verdächtigen Harper Fenn.
Abigail Whitman – die Mutter des Opfers Daniel Whitman.
Maggie Knight – die ermittelnde Polizistin.
Wie auch sie, erfahren wir nur schrittweise, was sich in den Wochen und Jahren zusammengebraut hat und in dem Tod Daniel Whitmans gipfelte. Überraschungen lauern an jeder Ecke und alle Figuren hüten ihre eigenen Geheimnisse.
Als Leser fragt man sich: Kann ich Sarah trauen? War Abigail die ganze Zeit über blind? Und welchen Weg verfolgt Maggie?
Letztendlich ist die Geschichte – mit all ihren Intrigen, Twists and Turns und Überraschungen – ein klassisches Whodunnit – außergewöhnlich aber durch die Tatsache, dass Hexen Teil der Gesellschaft sind.
Und auch Teil der Gesetze.
Diese Mischung ist absolut brillant und macht Sanctury zu einem der besten Krimis oder Psychothriller (ja, ich denke, so kann man die Sache betiteln), die ich seit Jahren gelesen habe.
Absolute Empfehlung!
Spannende Mischung aus Fantasy und Thriller
rikeslibrary aus Hamburg am 29.03.2020
Bewertungsnummer: 1309408
Bewertet: eBook (ePUB)
Sanctuary ist eine Mischung aus Thriller und Fantasy, denn es gibt einen Kriminalfall, aber durch die Existenz von Hexen eben auch einen Fantasyanteil. Das Buch wird hauptsächlich aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man schnell die unterschiedlichen Sichten auf die Ereignisse kennenlernt.
Die Ermittlerin Maggie kehrt erstmals nach vielen Jahren wieder in die Kleinstadt Sanctuary zurück, in der sie bereits zu Beginn ihres Berufslebens einige Zeit gearbeitet hat. Sie möchte nichts mehr als Gerechtigkeit auszuüben, wodurch sie sich immer mehr Feinde in Sanctuary macht.
Die zweite Protagonistin Sarah ist die stadtbekannte Hexe und Mutter von Harper, durch die man die Bräuche der Hexen kennenlernt und die gemeinsam mit ihrer Tochter immer mehr in die Kritik der Öffentlichkeit gerät.
Zuletzt werden viele Kapitel aus der Sicht von Abigail, der Mutter des verstorbenen Daniels, erzählt, die gemeinsam mit zwei weiteren Freundinnen zu Sarahs Hexenzirkel gehört. Durch den Tod ihres Sohnes wird sie jedoch von Trauer verzehrt und ergreift immer drastischere Maßnahmen.
Das Kleinstadtleben in Sanctuary wurde von Beginn an gut dargestellt, es wurde früh klar, dass es sich um eine Stadt in einem alternativen Amerika handelt, in dem Hexen zwar toleriert werden, jedoch bestimmten Regeln folgen müssen und registriert werden müssen. Zudem wurde die Entwicklung der Atmosphäre sehr nachvollziehbar beschrieben, sodass man die Geschehnisse, die zum Ausarten der Situation führen Schritt für Schritt mitverfolgen konnte.
Das Buch regt zum Nachdenken über die Grenzen von Gut und Böse, über Gerechtigkeit, Manipulation und Freundschaft an und setzt viel Wert auf komplexe Charaktere, die sich während der Geschichte weiterentwickeln, sowie auf eine authentische Atmosphäre. Die gelegentlichen Interview-Transkriptionen, Zeitungsartikel u.Ä, haben die Geschichte noch etwas aufgelockert und dem ganzen gemeinsam mit der Ermittlung ein tolles Kriminalroman-Feeling gegeben, dass aber eben nur die Hälfte der Geschichte ausgemacht hat.
Einige der Enthüllungen konnte ich mir schon früh in der Geschichte zusammenreimen, weshalb es auch einen halben Punkt Abzug gibt, doch die Enthüllungen boten trotzdem immer wieder einige Überraschungen für mich, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Insgesamt ist Sanctuary eine spannende Mischung aus Thriller und Fantasyroman, wie ich sie zuvor noch nicht erlebt habe und kann zudem mit Gesellschaftskritik und einem Hauch von unterschwelligen Trump Anspielungen punkten. Ich kann das Buch nur jedem Thriller und Fantasyfan empfehlen, der mal eine etwas andere Geschichte lesen möchte, die sich von den übrigen Büchern der Genres abhebt.
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