Produktbild: Wilde grüne Stadt

Wilde grüne Stadt oder Im Labyrinth des entwurzelten Lebens. Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

19.08.2019

Verlag

DuMont eBooks

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

1599 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783832184735

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Erscheinungsdatum

19.08.2019

Verlag

DuMont eBooks

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

1599 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783832184735

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Ein Roman über den Traum von Selbstverwirklichung jenseits der eigenen Wurzeln

Ingrid aus Erkelenz am 29.10.2019

Bewertungsnummer: 1261475

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman „Wilde, grüne Stadt“ ist das Debüt von Marius Hulpe und trägt den Untertitel „Im Labyrinth des entwurzelten Lebens“. Die wilde grüne Stadt ist die westfälische Kreisstadt Soest. Hier spielt nicht nur die Haupthandlung, sondern hier wurde auch der Autor geboren. Die Farbbezeichnung im Titel bezieht sich darauf, dass viele Bauten der Stadt aus Grünsandstein bestehen und dieser Stein recht weich und dadurch stark witterungsanfällig ist. Ich habe das bildlich auch in Bezug auf Clara, eine der Protagonisten gesehen. „Wild“ ist die Stadt, weil sie Menschen unterschiedlichster Herkunft und mit verschiedenen Ideologien Heimat gibt und gerade dieser Umstand bildet den Hintergrund für die Erzählung. Marius Hulpe zeigt, wie das Leben selbst auf vielfache Weise den Einzelnen durch Konventionen und Missbrauch von Autorität in ein Labyrinth führen kann, wie man sich dort aber auch durch ruhige, aber permanente Rebellion scheinbar verirrt. Clara, Reza und ihr gemeinsamer Sohn Niklas sind die Protagonisten des Romans. Clara Matei ist in Soest geboren und aufgewachsen. Aufgrund des fehlenden Stammhalters führt sie das Geschäft ihres Vaters als gelernte Kürschnerin weiter. Anfang der 1970er Jahre wird sie von einem Ausländer schwanger. Den einige Jahre älteren Reza kennt sie durch ihren Freundeskreis. Er ist 1941 im Hamadaner Land im Iran geboren worden. Seine Familie hat ein Gut und er ist dazu vorgesehen später den Besitz weiter zu verwalten. Ende der 1950er widerspricht er in seiner Position als Unteroffizier seinem General. Als Strafe für diesen Widerstand gegen den Willen des Volkes wird er nach Deutschland entsandt, um dort nach seinem Abitur in Baden-Württemberg Agrarmaschinenbau in Soest zu studieren. Clara und Reza bekommen 1982 den gemeinsamen Sohn Niklas. Reza ist zu dieser Zeit zum Politikstudium in Berlin. Sie führen eine lose Beziehung, die Erziehung des gemeinsamen Sohns Niklas bleibt in den Händen von Clara. Obwohl die drei Hauptfiguren zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Ländern aufwachsen, verbindet sie die Tatsache, dass sie auf ihre eigene Weise nach Freiraum streben, um ihre Lebensträume umsetzen zu können. Marius Hulpe erzählt seine Geschichte über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahrzehnten hinweg. Der Blick auf den jeweils im Mittelpunkt stehenden Protagonisten wechselt meist von Kapitel zu Kapitel, gleichzeitig wechselt dabei auch das Handlungsjahr. Der Autor erzählt nicht in chronologischer Abfolge, sondern in kleinen Erzählstücken über bedeutsame Ereignisse im Leben seiner Hauptfiguren. Die Charaktere entwickeln sich über die Jahre hinweg weiter. Jede von ihnen unterliegt bestimmten Erwartungen von Kindheit an. Während Reza im Iran zum Gutsherrn erzogen wurde, erhofften sich Claras Eltern von ihrer Tochter die Weiterführung des Geschäfts. Claras Verhältnis zu Männern ist meiner Meinung nach, ein stiller Aufstand gegen die Verhaltensnormen der Soester Kleinbürger, weil ihr der Mut zum offenen Widerstand fehlt und sie dennoch die Geborgenheit, den Rückhalt durch die Familie schätzt. Die Schattenseite ihres Berufs wird Clara durch Proteste immer deutlicher, findet sich dadurch aber auch in ihrer eigenen Ansicht gestärkt. Niklas wächst in einer, durch Claras Einflüsse liberalisierten Umgebung auf, hat schon früh einen Berufswunsch und dennoch spürt er die alten Konventionen. Allein sein dunkler Teint sorgt gelegentlich dafür, dass er ausgeschlossen wird. Der Autor verführte mich aufgrund der Beschreibungen von sträflichen Handlungen seines Vaters zu einem gedanklichen Transfer auf den Charakter des Sohns und brachte mich so ins Grübeln über schnelle Rückschlüsse, Vorverurteilungen und ungerechtfertigte Anforderungen. „Wilde grüne Stadt“ ist nicht nur ein Roman über den Traum der Selbstverwirklichung, sondern gewährt gleichzeitig einen Einblick in das soziale Gefüge einer kleinen Mittelstadt. „Im Labyrinth des entwurzelten Lebens“ sind Clara, Reza und Niklas auf der Suche nach einer Möglichkeit des Aufbrechens von althergebrachten gesellschaftlichen Strukturen und Mustern. Gerne empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter

Ein Roman über den Traum von Selbstverwirklichung jenseits der eigenen Wurzeln

Ingrid aus Erkelenz am 29.10.2019
Bewertungsnummer: 1261475
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman „Wilde, grüne Stadt“ ist das Debüt von Marius Hulpe und trägt den Untertitel „Im Labyrinth des entwurzelten Lebens“. Die wilde grüne Stadt ist die westfälische Kreisstadt Soest. Hier spielt nicht nur die Haupthandlung, sondern hier wurde auch der Autor geboren. Die Farbbezeichnung im Titel bezieht sich darauf, dass viele Bauten der Stadt aus Grünsandstein bestehen und dieser Stein recht weich und dadurch stark witterungsanfällig ist. Ich habe das bildlich auch in Bezug auf Clara, eine der Protagonisten gesehen. „Wild“ ist die Stadt, weil sie Menschen unterschiedlichster Herkunft und mit verschiedenen Ideologien Heimat gibt und gerade dieser Umstand bildet den Hintergrund für die Erzählung. Marius Hulpe zeigt, wie das Leben selbst auf vielfache Weise den Einzelnen durch Konventionen und Missbrauch von Autorität in ein Labyrinth führen kann, wie man sich dort aber auch durch ruhige, aber permanente Rebellion scheinbar verirrt. Clara, Reza und ihr gemeinsamer Sohn Niklas sind die Protagonisten des Romans. Clara Matei ist in Soest geboren und aufgewachsen. Aufgrund des fehlenden Stammhalters führt sie das Geschäft ihres Vaters als gelernte Kürschnerin weiter. Anfang der 1970er Jahre wird sie von einem Ausländer schwanger. Den einige Jahre älteren Reza kennt sie durch ihren Freundeskreis. Er ist 1941 im Hamadaner Land im Iran geboren worden. Seine Familie hat ein Gut und er ist dazu vorgesehen später den Besitz weiter zu verwalten. Ende der 1950er widerspricht er in seiner Position als Unteroffizier seinem General. Als Strafe für diesen Widerstand gegen den Willen des Volkes wird er nach Deutschland entsandt, um dort nach seinem Abitur in Baden-Württemberg Agrarmaschinenbau in Soest zu studieren. Clara und Reza bekommen 1982 den gemeinsamen Sohn Niklas. Reza ist zu dieser Zeit zum Politikstudium in Berlin. Sie führen eine lose Beziehung, die Erziehung des gemeinsamen Sohns Niklas bleibt in den Händen von Clara. Obwohl die drei Hauptfiguren zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Ländern aufwachsen, verbindet sie die Tatsache, dass sie auf ihre eigene Weise nach Freiraum streben, um ihre Lebensträume umsetzen zu können. Marius Hulpe erzählt seine Geschichte über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahrzehnten hinweg. Der Blick auf den jeweils im Mittelpunkt stehenden Protagonisten wechselt meist von Kapitel zu Kapitel, gleichzeitig wechselt dabei auch das Handlungsjahr. Der Autor erzählt nicht in chronologischer Abfolge, sondern in kleinen Erzählstücken über bedeutsame Ereignisse im Leben seiner Hauptfiguren. Die Charaktere entwickeln sich über die Jahre hinweg weiter. Jede von ihnen unterliegt bestimmten Erwartungen von Kindheit an. Während Reza im Iran zum Gutsherrn erzogen wurde, erhofften sich Claras Eltern von ihrer Tochter die Weiterführung des Geschäfts. Claras Verhältnis zu Männern ist meiner Meinung nach, ein stiller Aufstand gegen die Verhaltensnormen der Soester Kleinbürger, weil ihr der Mut zum offenen Widerstand fehlt und sie dennoch die Geborgenheit, den Rückhalt durch die Familie schätzt. Die Schattenseite ihres Berufs wird Clara durch Proteste immer deutlicher, findet sich dadurch aber auch in ihrer eigenen Ansicht gestärkt. Niklas wächst in einer, durch Claras Einflüsse liberalisierten Umgebung auf, hat schon früh einen Berufswunsch und dennoch spürt er die alten Konventionen. Allein sein dunkler Teint sorgt gelegentlich dafür, dass er ausgeschlossen wird. Der Autor verführte mich aufgrund der Beschreibungen von sträflichen Handlungen seines Vaters zu einem gedanklichen Transfer auf den Charakter des Sohns und brachte mich so ins Grübeln über schnelle Rückschlüsse, Vorverurteilungen und ungerechtfertigte Anforderungen. „Wilde grüne Stadt“ ist nicht nur ein Roman über den Traum der Selbstverwirklichung, sondern gewährt gleichzeitig einen Einblick in das soziale Gefüge einer kleinen Mittelstadt. „Im Labyrinth des entwurzelten Lebens“ sind Clara, Reza und Niklas auf der Suche nach einer Möglichkeit des Aufbrechens von althergebrachten gesellschaftlichen Strukturen und Mustern. Gerne empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter

Über Entwurzelung und über das Ringen um die Entscheidungsgewalt über das eigene Leben

hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 20.08.2019

Bewertungsnummer: 1239307

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In einer sehr poetischen Sprache erzählt Marius Hulpe vom Leben seines Protagonisten Reza, der durch seine Spionagetätigkeit für das Schah-Regime schon früh einen scheinbar klar vorbestimmten Weg einschlägt. Doch dabei entscheiden stets andere oder “das Schicksal”, wie es in seinem Leben weitergeht. Immer wieder switcht der Autor zwischen verschiedenen Stationen seiner Vergangenheit und der Gegenwart hin und her, wechselt zugleich auch die Perspektive und erzählt von Reza aus der Sicht seiner Freundin Clara oder ihres gemeinsamen Sohnes Niklas. Richtig nahe kommt man Hulpes Helden dabei aber trotzdem nicht, denn der Autor hält selbst ein wenig Distanz zu seiner Figur. So ist “Wilde grüne Stadt” auch ein Roman über Entwurzelung und über das Ringen um die Entscheidungsgewalt über das eigene Leben.

Über Entwurzelung und über das Ringen um die Entscheidungsgewalt über das eigene Leben

hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 20.08.2019
Bewertungsnummer: 1239307
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In einer sehr poetischen Sprache erzählt Marius Hulpe vom Leben seines Protagonisten Reza, der durch seine Spionagetätigkeit für das Schah-Regime schon früh einen scheinbar klar vorbestimmten Weg einschlägt. Doch dabei entscheiden stets andere oder “das Schicksal”, wie es in seinem Leben weitergeht. Immer wieder switcht der Autor zwischen verschiedenen Stationen seiner Vergangenheit und der Gegenwart hin und her, wechselt zugleich auch die Perspektive und erzählt von Reza aus der Sicht seiner Freundin Clara oder ihres gemeinsamen Sohnes Niklas. Richtig nahe kommt man Hulpes Helden dabei aber trotzdem nicht, denn der Autor hält selbst ein wenig Distanz zu seiner Figur. So ist “Wilde grüne Stadt” auch ein Roman über Entwurzelung und über das Ringen um die Entscheidungsgewalt über das eigene Leben.

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Wilde grüne Stadt

von Marius Hulpe

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