In den eisigen Weiten Grönlands recherchiert der dänische Journalist Matthew Cave den Fall dreier blutiger Selbstmorde und kommt dabei einem noch größeren Verbrechen auf die Spur.
Ein Wochenendausflug mit tödlichen Folgen: Als Matthew Cave sich auf die Suche nach seiner Halbschwester Arnaaq macht, ahnt er nicht, in welche Lebensgefahr er sich und seine rätselhafte Begleiterin Tupaarnaq bringen wird. Denn sie finden viele Blutspuren an diesem abgelegenen Ort, die auf ein massives Verbrechen deuten. Und sie entdecken einen geheimnisvollen Bunker unter Tage, der vor Jahren zu einer amerikanischen Basis gehörte. Hier nahm Matthews Vater Tom Cave an einem geheimen medizinischen Experiment teil, das scheiterte. Matthews Vater wurde verdächtigt, zwei Menschen ermordet zu haben, und floh. Seither gibt es keine Spur von ihm. Als Matthew den Spuren nachgeht, interessieren sich plötzlich nicht nur das amerikanische Militär, sondern auch die grönländische Polizei für seine Nachforschungen.
"Kälte, Eis und die geheimnisvollen Riten der Inuit - Mads Peder Nordbo ist ein packendes Buch gelungen." amazon-Rezensent
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
7 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
1 Sterne
(0)
Nach den dramatischen…
tassieteufel am 15.05.2023
Bewertungsnummer: 2801831
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nach den dramatischen Ereignissen aus dem Vorgänger, freut sich Journalist Matthew Cave, seine Halbschwester Arnaaq kennenzulernen. Doch die verschwindet bei einem Wochenendausflug mit 3 Freunden spurlos. An dem abgelegenen Ort, den die Teenager sich für ihren Campingausflug ausgesucht hatten, findet die Polizei jede Menge Blutspuren, was auf ein Verbrechen hindeutet. Matthew macht sich auf eigene Faust auf die Such nach seiner Schwester und erhält dabei Hilfe von der rätselhaften Tupaarnaq, sie stoßen an dem abgelegenen Ort auf eine unterirdische Bunkeranlage, der vor Jahren zu einer amerikanischen Militärbasis gehörte. Bei seinen Recherchen findet Matthew heraus, dass auch sein verschollener Vater dort stationiert war. Eisgrab ist ziemlich komplex und verwickelt, man sollte hier also unbedingt „Eisrot“, den Vorgänger gelesen haben, sonst fehlen einem einfach zu viele Zusammenhänge beim Lesen. Spannend ist das Buch auf jeden Fall, aber schon wie beim Vorgänger fand ich die Story einfach zu überfrachtet, zu viele Verwicklungen und Intrigen, da fällt es doch schon etwas schwer, hier den roten Faden zu behalten! Sehr gelungen ist aber wieder die Atmosphäre in Grönland, die eisigen und menschenfeindlichen Weiten werden hier wunderbar beschrieben und man kann in diese eisig kalte Welt eintauchen. Auch die Situation der Ureinwohner wird wieder anschaulich geschildert, sowie die gesellschaftlichen Probleme und der Umweltaspekt, sodass man hier einen guten Einblick in das grönländische Leben bekommt. Die Charaktere haben reichlich Ecken und Kanten und sind nicht immer nur liebenswert, vor allem die rätselhafte Tupaarnaq ist ein sehr vielschichtiger Charakter, den der Autor glaubhaft aufgebaut hat. Wie gesagt, spannend ist die Story, die wieder weit in Matthew Caves Vergangenheit reicht und in mehreren Zeitebenen spielt, leider bleiben aber auch in diesem Band viele Fragen offen. Zart besaitet sollte man bei diesem Thriller nicht sein, denn es geht recht blutig und brutal zu, was der Autor auch detailliert beschreibt. FaziT: Spannender Thriller, der aber einfach etwas überfrachtet auf mich gewirkt hat, der Autor packt zu viele Verwicklungen und Intrigen hinein, was zum einen nicht ganz glaubhaft wirkt und zum anderen auch etwas konfus wirkt. Gelungen sind aber die Charaktere und die atmosphärische Beschreibung der eisigen grönländischen Landschaft.
Wenn deine Vergangenheit…
sleepwalker am 03.03.2020
Bewertungsnummer: 2992647
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wenn deine Vergangenheit deine Gegenwart einholt Das Buch „Eisgrab“ von Mads Peder Nordbo ist der zweite Band um den dänischen Journalisten Matthew Cave nach „Eisrot“ (im Original „Pigen uden hud“). Im Original gibt es mit „Kvinden med dødsmasken“ schon den dritten Teil. Zwar ist der Thriller fiktiv, aber mit Sicherheit ist nichts, was darin aufgegriffen wird, unmöglich, auch die Orte, die der Autor nennt, gibt es alle. Nuuk, die Hauptstadt Grönlands, die Thule Airbase und auch die praktisch verlassene Siedlung Færingehavn sind die Orte, an denen sich die Handlung des Buchs überwiegend abspielt. Hochpolitische Fakten wie medizinische Versuche auf der Thule Air Base der amerikanischen Armee, Kindesmissbrauch, Verschwörungstheorien und Drogenprobleme werden vom Autor gekonnt und schonungslos mit einer Menge Fantasie und Fiktion, ein bisschen nordischer Mythologie (wie beispielsweise der Glaube an Dämonen) und Tradition zu einer enorm spannende Geschichte gestrickt. Anfangs tat ich mich ein bisschen schwer, mich in die Geschichte einzufinden, da viele der Beziehungen der Figuren ihren Ursprung im ersten Teil haben, daher habe ich den parallel dazu, praktisch als Hintergrundlektüre, gelesen. Es ist also zwar durchaus möglich, das Buch ohne Vorkenntnisse zu lesen, wesentlich mehr Spaß macht es aber, wenn man den Vorgänger kennt. Zwar erklärt der Autor, wie Matthew, Tupaarnaq, Arnaaq und alle anderen zusammenhängen, wer und was sie sind, aber sich diese Fakten heraus zu sammeln ist ziemlich mühsam. Auch die beiden verschiedenen Handlungs- und Zeitstränge, die der Autor parallel zueinander beschreibt, muten anfangs etwas kompliziert an. Der eine Strang dreht sich um Tom Cave (Matthews Vater) und spielt 1990, der andere 2014 und hat Matthew, aber auch Tupaarnaq als zentrale Figuren. Aber wenn man einmal richtig in dem Buch Fuß gefasst hat, mag man es gar nicht mehr aus der Hand legen. Viel mehr möchte ich über den Inhalt auch gar nicht sagen, denn das muss man einfach selbst lesen. Das Buch an sich ist aber definitiv nichts für schwache Nerven und für schwache Mägen. Es ist blutig, brutal und grausam. Die Charaktere, die der Autor beschreibt sind zum Teil sehr klar und deutlich gezeichnet. Ich konnte mir Tupaarnaq und ihre traditionellen Tätowierungen bildhaft vorstellen, sie war mir auch, trotz ihrer Brutalität und ihrem Pragmatismus von Anfang an sympathisch, während mit Matthew zum Teil ein bisschen zu naiv erschien. Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben. Ein paar holprige Übersetzungen haben meinen Lesefluss etwas gebremst, so tat ich mich definitiv mit dem Wort „abgespact“ schwer. Zwar ist es laut Duden richtig, aber abgespaced sieht irgendwie für mich gefälliger aus, abgesehen davon finde ich die Übersetzung für „syret“ nicht optimal. Auch finde ich den Titel im Original wesentlich passender. „Kolde Angst“ – das passt sowohl zur bedrückenden und angstgeladenen Atmosphäre des Buchs, als auch zu den medizinischen Experimenten der Amerikaner, die ein Mittel suchten, um Menschen gegen Kälte unempfindlich zu machen. Aber vermutlich sollte es zu „Eisrot“ passen, was zu „Pigen uden hud“, also „Mädchen ohne Haut“ auch nicht wirklich die passende Übersetzung ist, aber so schafft man natürlich eine Serienzusammengehörigkeit, auch wenn es auf Biegen und Brechen ist. Aber alles in allem ein enorm spannender und bedrückender Thriller, fesselnd und packend geschrieben, ein Punkt Abzug dafür, dass viel aus dem Vorgängerband aufgegriffen wird und es dadurch anfangs undurchsichtig und kompliziert scheint. Aber eine klare Lese-Empfehlung mit 4 Sternen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.