Spannung auf höchstem Niveau: abgründig, scharfsinnig, düster Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.
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Packender Fall
Bewertung aus Markt Rettenbach am 12.08.2019
Bewertungsnummer: 1237231
Bewertet: Hörbuch-Download
Ich bin einfach quer in Inge Löhnigs Gina Angelucci- Reihe eingestiegen. Diese begann mit 'Gedenke mein' und setzt sich hier mit 'Unbarmherzig' fort.
Schon mal vorab: dieser Krimi hat mir verdammt gut gefallen! Eine absolute Leseempfehlung für jeden Fan deutscher Krimis, diese beherzte und emanzipierte Kommissarin hat mich begeistert, es war mir ein Hörvergnügen. Man kann problemlos wie ich quereinsteigen, die kleinen Ordnungsfanatiker sollten natürlich mit Teil 1 beginnen.
Aber mal von vorn:
Gina Angelucci steigt nach ihrer Elternzeit wieder bei der Münchner Kipo in der Abteilung für Altfälle, also quasi Cold Cases, ein. Kaum einen Tag im Dienst werden bei der Erschließung des neuen Gewerbegebietes in der Gemeinde Altbruck zwei Leichen entdeckt. Diese liegen dort scheinbar schon seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Entdeckt hat sie ein Mitglied der Familie Anger auf einem Grundstück auf dem die Familie Schattenhofer bauen will, was neues Öl in das Feeuer des schon Generationen dauernden Clinch beider Familien gießt. Unschöne Erinnerungen an die dunkelste Zeit der Dorfgeschichte brechen wieder an die Oberfläche.
Mich hat begeistert wie mühelos Inge Löhnig hier die Familiengeschichte, die Lebensgeschichte der Opfer, den Kriminalfall und das Privatleben von Gina Angelucci miteinander zu einem packenden Krimi gewoben hat. Ich war fast sofort in der Geschichte drin, habe mitgefiebert und mitgehofft. Die Charaktere sind authentisch und es gibt hier wirklich keine Längen. Auch Veera Teltz als Sprecherin weiß hier einmal mehr zu überzeugen, ihre Stimme passt wunderbar zu meiner persönlichen Vorstellung der Ermittlerin.
Dieser Krimi ist mein Sommer- Krimi- Tipp. Lest ihn!
Ich war überrascht - ein tolles Hörbuch!
Lesetiger am 05.08.2019
Bewertungsnummer: 1235178
Bewertet: Hörbuch-Download
Inhalt:
Gina Angelucci kehrt aus ihrer Elternzeit zurück in die Abteilung Cold Cases bei der Münchner Kripo, währenddessen ihr Ehemann sich daheim um die gemeinsame Tochter kümmert. Gina hat auch direkt einen aktuellen Fall, als in Altbruck auf einer Baustelle die Knochen von zwei Leichen gefunden werden, die wohl schon Jahrzehnte alt sind. Gina drängt darauf zu ermitteln, um den Toten einen Namen zu geben. Ist es möglich, nach so langer Zeit die Identität der Toten festzustellen? Da der Schädel ein Einschlussloch aufweist, beginnt zudem die Suche nach einem Mörder.
Meine Meinung:
Inge Löhnig sagte mir bisher nichts und „Unbarmherzig“ ist mein erster Fall von ihr, den ich gelesen bwz. gehört habe. „Unbarmherzig“ ist gleichzeitig der zweite Band der Reihe um Gina Angelucci, zu der man jedoch keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band benötigt, da die Fälle unabhängig voneinander gelesen werden können.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker, und fesselnd. Bereits der Prolog war sehr spannend und da hat mich das Buch direkt gepackt.
Ginas Ermittlungen führen in ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, als festgestellt wurde, dass eine der beiden Toten baltischer Herkunft ist. Da in Altbruck eine Munitionsfabrik des NS-Regimes beheimatet war, in der auch Zwangsarbeiter aus dem Osten interniert wurden, beginnt Gina in dieser Richtung zu ermitteln, was aber nicht allen Einwohnern Altbrucks gefällt.
Die Story besteht aus zwei Erzählsträngen mit unterschiedlichen Erzählperspektiven. In einem Erzählstrang begleiten wir Gina und ihre aktuellen Ermittlungen mit allen Höhen und Tiefen. Hierbei versteht es die Autorin geschickt in diesem komplexen Fall, den Leser auf falsche Fährten zu schicken.
In Rückblenden wird das Leben und die Ereignisse, die dazu führten, dass die damals ermordete Zwangsarbeiterin von Riga nach Altbruck kam, aus deren Sicht erzählt. Diesen zweiten Handlungsstrang fand ich nicht weniger spannend. Vielmehr habe ich mit Kairi ob des Schicksals, das ihr widerfahren ist, mitgelitten. Die Erzählungen hierzu fand ich emotional und diese wurden durch Kairis Tagebucheinträge untermauert.
Und als wäre das noch nicht genug, fühlen sich Gina und ihr Mann Tino verfolgt. Wie es sich herausstellt, wurden die beiden von ihren Gefühl nicht betrogen.
Die Protagonistin Gina Angelucci war mir von Beginn an sympathisch und sie wurde von der Autorin – ebenso wie Kairi – tiefgründig und vielschichtig ausgearbeitet. Ginas Mann habe ich ebenfalls ins Herz geschlossen und ich werde die Bände, in denen Tino Dühnfort ermittelt, demnächst lesen, denn ich bin ich echt neugierig geworden.
„Unbarmherzig“ habe ich mir als Hörbuch, gelesen von Vera Teltz, angehört. Ich bin grundsätzlich eher skeptisch, wenn es um weibliche Stimmen geht. Vera Teltz konnte mich jedoch überzeugen, sie macht mit ihrer resonanzreichen Stimme einen guten Job. Ich konnte ihr gut folgen, die Stimmfärbungen der Protagonisten konnte man auseinander halten und auch die Betonungen waren meist in Ordnung. Lediglich die Betonung von Neckarsulm verursachte jedes Mal ein Quietschen in meinen Ohren.
Fazit:
Ein packender, ebenso interessanter wie spannender Krimi, der ohne großes Blutvergießen auskommt und den ich als Hörbuch jeden Krimifan ans Herz legen kann. Von mir gibt’s eine absolute Hörempfehlung!
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