45 n. Chr.: Vespasians Bruder Sabinus wurde in Britannien von Druiden gefangen genommen und nun muss Vespasian ihn vor dem Opfertod retten – und zugleich den Kampf gegen seinen alten Feind Caratacus fortsetzen. Nachrichten aus Rom verheißen nichts Gutes: Am wenigsten Kontrolle über das Reich hat Kaiser Claudius selbst. Seine unersättliche Gemahlin Messalina weiß ihn durch ihre Einflüsterungen zu lenken. Claudius' drei Freigelassene ringen um die Macht, und kaum aus Britannien zurückgekehrt, wird Vespasian in ihre Intrigen hineingezogen …
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Klasse gelesen - als Hörbuch ein absolutes Hörvergnügen!
Lesetiger am 04.07.2019
Bewertungsnummer: 1225591
Bewertet: Hörbuch-Download
Inhalt:
Die Brüder Vespasian und Sabinus sind noch in Britannien. Dabei kämpfen sie an zwei Fronten: Zum einen gegen Caratacus und zum anderen gegen die Druiden. Doch die Nachrichten aus Rom sind nicht beruhigend. Claudius scheint eine Marionette zu sein und neben seiner Gattin Messalina versuchen die drei Freigelassenen im Hintergrund die Fäden der Macht zu ziehen – und jeder hat andere Interessen.
Meine Meinung:
Der Schreibstil des Autors Robert Fabbri ist locker und eingängig, sodass man sehr schnell in die Geschichte kommt.
Die Brüder Vespasian und Sabinus kämpfen noch in Britannien. Fabbri schildert die Schlachten anschaulich und bildhaft und es wird immer noch nicht langweilig, obwohl Vespasian in den vorherigen Bänden durchaus viel gekämpft hat.
Doch nun taucht ein neuer Gegner auf: Die Druiden – und die sind hinter den Brüdern her und erwischen prompt Sabinus, den sie opfern wollen.
Grundsätzlich hat Fabbri sich bisher im groben und ganzen an die historischen Überlieferungen gehalten. Kleine Änderungen bzw. das Ausschmücken mancher Dinge gestehe ich ihm im Rahmen der künstlerischen Freiheit durchaus zu. Aber bei die Szenen mit den Druiden war das für mich ein bisschen zu viel – zu viel Übernatürliches, wobei sich manches dann aufklärt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass dies nicht ganz so gut in die Story gepasst hat. Andererseits waren die Szenen auch nicht zu ausufernd, sodass ich im Hinblick auf die Länge das Buchs tatsächlich darüber hinwegschauen kann.
Die Rückkehr nach Rom ist nicht minder spannend, sieht sich doch Vespasian, kaum angekommen, Intrigen ausgesetzt, in die er hineingezogen wird. Und hier war ich fasziniert, ob der Skrupellosigkeit einiger Drahtzieher, rigoros ihre Interessen durchzusetzen. Natürlich muss man dabei äußerst geschickt vorgehen, um nicht selber in die Mühlen zu geraten. Messalina beherrscht das fast bis zur Perfektion, aber eben nur fast. Und die drei Freigelassenen kämpfen auch um ihre Machtpositionen. Es gestaltet sich schwierig, dem richtigen Mann zur richtigen Zeit seine Treue zu schwören. Das ist ein politisches Tretminenfeld, das nicht selten den Tod zur Folge hat. Den Abschnitt fand ich sehr interessant, kurzweilig und spannend.
Dass Claudius wie eine Marionette fungiert ist dabei schon irgendwie komisch – aber das passt zu seinem ganzen Erscheinungsbild als Princeps.
Fabbri hat Vespasian vielschichtig gezeichnet und nicht nur seine positiven, sondern auch seine negativen Seiten aufgezeigt. Zurück in Rom entwickelt er sich zum tüchtigen Geschäftsmann und hält schon mal gerne seine Hände auf. Aber wenn andere das auch tun, warum nicht? Vespasians Handlungsweisen haben mir nicht immer zugesagt, waren aber durchaus nachvollziehbar.
Längen sucht man im 5. Band „Das Blut des Bruders“ vergeblich. Im Gegenteil, das Buch ist kurzweilig, fesselnd und spannend. Ich bin schon auf den nächsten Band gespannt.
Ich habe das ungekürzte Hörbuch, das mit 1019 Minuten eine ordentliche Länge hat, innerhalb kürzester Zeit angehört.
Der Sprecher Erich Wittenberg ist die ideale Sprecherbesetzung. Seine sonore, angenehme, aber sehr variable Stimme passt einfach richtig gut in das von Fabbri entworfene Setting. Nachdem ich schon die Vorgängerbände angehört habe, kennt man neben Vespasian auch bestimmte Personen wie Vespasians Freund Magnus oder auch seinen Onkel Gaius bereits an der Art, wie Erich Wittenberg diese Personen liest. Erich Wittenberg bekommt von mir volle 5 Sterne, da er den Zuhörer mit seinem Vortrag fesselt und mitreißt – und das bis zum Schluss.
Fazit:
Für Fans der Vespasian-Reihe ein Muss, ebenso wie für historisch interessierte Zuhörer. Als Hörbuch ein absolutes Hörvergnügen!
Auch der 5. Band dieser Reihe…
bolie aus Langscheid am 11.10.2019
Bewertungsnummer: 2722695
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Auch der 5. Band dieser Reihe zog mich in seinen Bann. Hier beschreibt Robert Fabbri sehr genau, wie die Römer in Britannien einfielen und die dort lebenden Druiden sich ihnen entgegen stellten. Sabinus, der Bruder Vespasians, ist nicht gerade als Diplomat bekannt. Es ist also kein Wunder, dass er sich mit den „geistigen Eliten“ dort anlegt und in Gefangenschaft gerät. Wie es bei denen damals üblich war, wollen sie ihn als Opfergabe gebrauchen, aber es wäre nicht Vespasian, wenn er seinen Bruder nicht retten könnte. Es gibt einige negative Rezensionen, die sich an der „Fantasy“ stören. Warum eigentlich? War es nicht damals üblich, dass etliche Götter angebetet wurden und widernatürliche Ereignisse besonderes Augenmerk erfuhren? Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Vespasian sogar das Erscheinen der Phönix beobachtete. Herr Fabbri erläutert sehr genau, warum er ausgerechnet in diesem Band auf Tacitus zurückgreift. Und mal ehrlich, wenn die damaligen Leser seiner Werke die Ereignisse für wahr hielten. Warum sollte das heute anders sein? Ich höre die Serie seit dem ersten Band und bin immer noch beeindruckt. Herr Fabbri recherchierte sehr genau und ich lerne sehr viel über die damaligen Verhältnisse. Das wäre aber kaum erwähnenswert, wenn es nicht von einem Mann vorgetragen würde, der sein Handwerk versteht. Herr Wittenberg versteht es wie kein zweiter, die Stimmen und Stimmlagen an die Personen anzupassen. Sei es die „liebliche“ Stimme von Caenis oder die raue von Magnus. Er überzeugt mich jederzeit.
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