Nichts ist, wie es scheint Nach zehn Jahren in der Gewalt ihres brutalen Peinigers gelingt der 19-jährigen Madelin McFarland die Flucht. Ihre Mutter Susan ist überglücklich, die totgeglaubte Tochter in die Arme schließen zu können. Doch wenige Stunden später ist Madelin erneut verschwunden, Susans Mann liegt schwer verletzt in der Küche, und ihre jüngere Tochter Harper ist so verstört, dass sie kein Wort mehr spricht. Detective Sergeant Kate Fincher von der Polizei Edinburgh setzt alles daran, Madelin zu finden. ‹Amy›, wie sich die junge Frau nun anscheinend nennt, flieht in die Highlands – doch vor wem?
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
17.10.2025
Buch (Taschenbuch)
WOW
Ein ultraspannender Thriller – kurz, knackig und voller überraschender Wendungen! Kein Kapitel ohne Nervenkitzel, Spannung pur von Anfang bis Ende. Absolute Leseempfehlung!
Mein erstes Buch von Karen Sander, aber ganz bestimmt nicht mein letzes!
Céline
aus Basel
5/5
16.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Düster, unvorhergesehen und intensiv
Da ich und mein Mann vor Jahren die Highlands bewandert haben, MUSSTE ich das Buch in diesem Setting lesen. Die majestätische Tristesse und die dunkle Stimmung wurden lebensecht beschrieben. Die Autorin schafft es, ohne überflüssige Metaphern und lyrische Seiltänze den Lesefluss und das Lesetempo straff und spannend zu halten und beschreibt die Umstände aller beteiligten Person in der Ich-Form in einer sehr starken Intensität. Viele Male lässt uns die Autorin mit eigenen Vermutungen zum Täter auflaufen und lässt den Leser bewusst im Trüben fischen, während man gebannt und nervös die Story verschlingt, die sich tatsächlich überraschend in zwei Fälle aufsplittet.
Hie und da ist für mich trotzdem nicht alles restlos aufgeklärt - aber die Gänsehaut bleibt. Fazit: Für die Kürze des Buches (280 Seiten) erhält der Leser eine tiefe Story mit grausigen Wendungen und einer Spannungsschraube, die durchgehend quälend an den Nerven zerrt. (Triggerwarnung: Kindesmissbrauch.)
Susi Aly
5/5
28.12.2022
Buch (Taschenbuch)
Beklemmend, verstörend und nervenaufreibend
In „Wenn ich tot bin“ ,überrascht Karen Sander dieses Mal mit einem Stand Alone.
Und hin und wieder finde ich es wirklich toll, mal keine Reihe zu lesen.
Und auch wenn es relativ kurz mit seinen 288 Seiten ist, so ist es unglaublich spannend, vielschichtig und tiefgreifend.
Der Schreibstil der Autorin ist ungemein fesselnd, mitreißend und bildhaft.
Mit der beklemmenden und leicht düsteren Atmosphäre, hatte mich die Autorin sofort.
Man erfährt hierbei unterschiedliche Perspektiven, wodurch ich am Anfang schon etwas zu tun hatte, sie auseinanderzuhalten.
Auch wenn diese namentlich in der Überschrift gekennzeichnet sind.
Dabei kann ich gar nicht sagen, welcher Protagonist mich am stärksten beeindruckt hat.
Kate, Susan und Amy sind unglaublich tolle Charaktere. Menschlich, zerbrechlich. Aber auch stark und mutig.
Besonders bei Susan und Amy spürt man, wie gebrochen ihre Seelen sind. Die Einsamkeit, die Leere, die Angst und Verzweiflung. Unglaublich gut spürbar.
Es lässt dich nicht los und berührt etwas in dir. Du spürst, wie sie immer tiefer fallen, kannst es jedoch nicht aufhalten oder abfedern.
Das ist unglaublich schmerzhaft und tragend.
Aber auch die Antagonisten machen unglaublich viel Spaß, Karen Sander gibt Ihnen immer wieder ein neues Gesicht und du hast das Gefühl, völlig verwirrt in der Gegend herumzuirren. Weil du nie sicher sagen kannst, wer sich hinter den namenlosen Gesichtern verbirgt. Das ist äußerst raffiniert und brillant.
Mit ihrer Authentizität, ihrer Persönlichkeit und der Lebendigkeit konnten sie mich wahnsinnig für sich einnehmen.
Der Einstieg war unglaublich spannend. Zumal man das Gefühl hat, zu wissen, womit man es hier zu tun bekommt.
Doch die Autorin nimmt dir schnell die Zügel der Gewissheit us der Hand und führt dich stattdessen in ein Teil aus Angst, Perfidität und Verzweiflung.
Bei dieser Arroganz und Empathielosigkeit wurde mir ganz anders.
Zum einen haben wir Opfer, dann Täter und Ermittler und das hat Karen Sander einfach großartig ausgearbeitet.
Zumal sie wieder mal aufzeigt, wie wenig du dein Umfeld kennst.
Wie kann man so blind, so vertrauensvoll sein?
Was sagt das über dich selbst aus?
Die Story entwickelt sich rasant, wird beklemmend und erstaunlich komplex.
Sie baut Twists ein, die ich so niemals erwartet hätte, die dem Ganzen aber eine tiefgreifende Wirkung und viel Dramatik verliehen haben.
Sie baut dabei ernste und sensible Themen ein, die sehr heftig sind und mich menschlich gesehen sehr schockiert und erschüttert haben.
Darüber hinaus geht die Geschichte auch unglaublich ans Herz. Man fühlt so viel Tragik, so viel Schmerz und Ausweglosigkeit.
Sie dringt tief in die Psyche ein und zeigt, wie leicht die menschliche Seele zerstört werden kann.
Ich bin wieder absolut begeistert.
Unbedingt lesen.
Fazit:
Karen Sander ist seit jeher eine unglaublich tolle Autorin.
Mit „Wenn ich tot bin“ konnte sie mich sehr begeistern, zumal es überraschend vielschichtig, ernst, aber auch sehr emotional ist.
Ein Thriller, der sensible und ernste Themen behandelt, dabei mit sehr viel Feingefühl aufwartet und schlichtweg mit großartigen Charakteren punktet.
Beklemmend, verstörend und nervenaufreibend.
Unbedingt lesen.
Bewertung
aus Richterswil
5/5
09.02.2020
eBook (ePUB 3)
Suchtgefahr!
Ein richtig tolles Buch! Sehr angenehm geschrieben und so spannend, dass ich kaum aufhören konnte! Auf jeden Fall empfehlenswert!
NiWa
5/5
11.01.2020
eBook (ePUB 3)
Raffiniert, packend und fundiert
Vor zehn Jahren wurde die neunjährige Madelin entführt. Und plötzlich steht sie vor der Tür. Ihre Mutter kann es nicht glauben, dass sie die mittlerweile junge Frau in ihren Armen hält. Doch wenige Stunden später ist Madelin erneut abgängig, weil ihr ihr Entführer auf den Fersen ist.
"Wenn ich tot bin" ist ein herausragender Thriller, der viele Aspekte des Genres hochspannend vereint: Polizeiliche Ermittlungen, familiäre Bedrängnis, dunkle Geheimnisse, und eine Handlung, bei der man den Atem anhält.
Der Thriller beginnt rasant, denn sofort steht Madelin vor der Tür. Mutter Susan ist fassungslos, weil sie mit ihrer Rückkehr tatsächlich nicht mehr gerechnet hat. Vor zehn Jahren ist das neunjährige Mädchen verschwunden und jeder hat an ihren Tod geglaubt. Rasch wird die Polizei gerufen, Madelin ins Wohnzimmer gesetzt, die neue Schwester stellt man ihr vor - und schon ist das Wunder vorbei. Sie verschwindet erneut von der Bildfläche, und diesmal wird sie von ihrem Peiniger gejagt.
Den temporeichen Einstieg in die Story fand ich brillant. Ganz am Anfang fürchtete ich, dass es ein etwas typischer, vielleicht zu eintöniger, Thriller ist. Auf einmal ist Madelin daheim, die Polizei ist alarmiert und die Mutter in einen traumähnlichen Glückszustand versetzt. In dem Moment dachte ich, dass schon jetzt die Luft raus sei, bis es kurz darauf zur ersten Überraschung von vielen kam.
Von einem Augenblick auf den anderen ist Madelin wieder weg. Das Rätselraten nimmt seinen Anfang, das Blut klebt in der Küche, und Mutter Susan sieht dem Nervenzusammenbruch ins Gesicht. Diese erste Überraschung ist maßgeblich für den weiteren Verlauf, weil die Autorin etliche verblüffende Wenden aus den Ärmeln zieht.
Dazu nimmt der Leser verschiedene Perspektiven ein. Sei es das Entführungsopfer selbst, dessen Mutter oder Ermittler der Polizei, die unterschiedlichen Blickwinkel führen zu einem fesselnden Wirrspiel, das durchgehend die Spannung hält.
Denn es weiß keiner der Beteiligten - egal ob ich als Leser, Madelins Familie, sie selbst oder die Polizei - woran man jetzt ist. Die Unterscheidung zwischen Freund und Feind ist nicht möglich. Die Rekonstruktion der Ereignisse von damals oder heute undurchführbar. Die Autorin bedient sich zahlreicher Finten, erzählerischer Winkel und einer unabsehbaren Herangehensweise, die die gesamte Handlung eindrucksvoll in Szene setzt.
Bemerkenswert ist überhaupt, dass Karen Sander zielsicher die Mitte trifft. Es ist an keiner Stelle zu üppig oder zu wenig. Trotz der spektakulären Konstruktion wirkt es nicht eine Sekunde lang überkonstruiert, und im Schlussteil setzt die Autorin souverän zur Landung an, ohne dabei an Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Meiner Meinung nach kann ein Buch dieses Genres kaum besser eingefädelt sein. Die Handlung dargestellt durch Sanders erzählerischer Raffinesse macht aus „Wenn ich tot bin“ einen erstaunlich packenden und fundierten Thriller, der garantiert viele Leser begeistern wird.
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