"Beim Klabautermann, der Bengel wird sein Leben auf dem Meer verbringen", hatte sein Vater bei seiner Geburt prophezeit.
Johannes Wilhelm Kröger, geboren im April 1849, wurde Seemann und ist es geblieben, bis er am Vorabend des Ersten Weltkriegs endgültig abmustert. Jetzt soll sein wohlverdienter Ruhestand beginnen, aber von Ruhe kann keine Rede sein. Ganz in der Nähe seines Kapitänshäuschens hat sich eine rätselhafte Frau niedergelassen, die ihn ebenso fasziniert wie das lebensgefährliche Geheimnis, das sie umgibt.
Und während er Wiebke Schritt für Schritt näherkommt, lässt er in seinen Mußestunden noch einmal die Begegnungen mit den großen Literaten seiner Zeit aufleben: Von Arthur Conan Doyle über Theodor Storm und Mark Twain bis Thomas Mann. Sie alle lernte er auf seinen Fahrten als Käpt'n der Northern Clipper kennen, und seine Erinnerungen sind ein Panoptikum der internationalen Abenteuerliteratur in ihrer vielleicht größten Epoche.
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Käpt’n Krögers Abenteuer
leseratte1310 am 24.01.2021
Bewertungsnummer: 1241339
Bewertet: eBook (ePUB)
Dass Kapitän Wilhelm Kröger am gleichen Tag geboren wurde, als die Seeschlacht gegen die Dänen ausgetragen wurde, betrachtete sein Vater als Omen: „Wenn das keine Zeichen vom Klabautermann ist. Der Bengel wird sein Leben auf dem Meer verbringen, oder die verdammte See soll mich holen.“ Er sollte Recht behalten. Wilhelm Kröger verbrachte sein Leben auf See und erlebte so manche Abenteuer. Doch nun ist er nach über fünfzig Jahren endgültig von Bord gegangen. Sein Häuschen in Riestorp wartet auf ihn, leider aber nicht seine Frau, die vor ungefähr zehn Jahren gestorben ist, und auch nicht sein Adoptivsohn, der ebenfalls zur See fährt. Bei einem Spaziergang am Strand sieht er eine Frau im blauen Kleid, die in den Dünen tanzt. Er kennt sie nicht, doch als er sich nach ihr erkundigt, behauptet seine Schwester, dass die Frau nicht ganz richtig im Kopf sei und dass ein Neger bei ihr wohnt. Davon lässt sich Kröger aber nicht abschrecken, die frau fasziniert ihn, aber sie hat ein Geheimnis, das für beide noch sehr gefährlich wird.
Diese Geschichte ist unterhaltsam und spannend, auch wenn es eine Weile dauert, bis Kröger Wiebke Hansen kennenlernt und dadurch statt ruhigem Rentnerleben ein gefährliches Abenteuer erlebt.
Da ich selbst eine Leseratte bin, war mir der bücherverrückte Kapitän, der sich in jedem Hafen erst einmal mit Büchern versorgt, gleich sympathisch. Ausgerechnet die Bücher sind es, die ihn mit interessanten Leuten zusammenbringen und erlebt mit ihnen so einige Abenteuer. Neben Arthur Conan Doyle, mit dem ihn eine lange Freundschaft verbindet, lernt er viele Schriftsteller kennen: Jack London, Thomas Mann, Jules Verne, Selma Lagerlöf und noch viele andere. Wenn er in seinem Häuschen im Sessel sitzt und seinen Globus dreht, erinnert er sich gerne an all diese Begegnungen, die weiß Gott nicht alle friedlich verlaufen sind. Doch er ist kein ängstlicher Mensch, das zeigt sich auch, als auf Wiebke Hansens Hof skrupellose Typen auftauchen. Zum Glück hat er den treuen Lord Nelson, einen zugelaufenen Hund, an seiner Seite.
Was die Männer von Wiebke wollen und welches Geheimnis sie hat, das wird hier natürlich nicht verraten.
Mir hat dieses Buch von Anfang an gepackt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Das Cover ist ansprechend und passend.
Eine empfehlenswerte Lektüre.
Der Käptn
Manuela Hahn am 24.01.2021
Bewertungsnummer: 1243299
Bewertet: eBook (ePUB)
Inhalt: Der frisch pensionierte Kapitän Johannes Wilhelm Kröger, ist gerade dabei sein Leben im Ruhestand einzurichten, als er die geheimnisvolle Wiebke kennen lernt, die auf einem abgelegen Hof, nur in Gesellschaft des Afrikaners Kukovi lebt. Ein Skandal für ihr Umfeld. Als ein Toter am Strand gefunden wird und Wiebke ihn endlich in ihr Geheimnis einweiht schweben sie schon in größter Gefahr.Der britische und der deutsche Geheimdienst machen jagt auf die beiden.
Meine Meinung:
Ein Spionage - Krimi
so steht es auf dem Cover. Bis dahin ist es aber ein langer Weg, zunächst einmal berichtet der alte Seebär von seinem bewegten Leben auf den Weltmeeren, er erzählt von Begegnungen mit den großen Schriftstellern seiner Zeit. Arthur Connor Doyle, Mark Twain, Lisa Lagerlöf um nur einige zu nennen, kreuzen seinen Weg. Ich liebe diese Abschnitte in dem Buch, denn Jörg Rönnau lässt seinen Käpt'n so lebhaft erzählen das der Leser sich die Begegnungen durchaus vorstellen kann. Ebenso ist die Liebe zum Meer und zu den Schiffen auf denen er Dienst tat, immer spürbar, beim Lesen kam mir häufiger der Gedanke *warum lebe ich eigentlich nicht am Meer?*
Auch wenn es etwas dauert, der Spionage Teil des Buches kommt am Ende nicht zu kurz. Vor dem Hintergrund des nahenden 1. Weltkriegs geraten Wiebke und der Käpt'n zwischen die Geheimdienste, wer ist Freund und wer Feind? Nicht immer lässt sich das zweifellos sagen und die falsche Entscheidung könnte fatale Folgen haben.
Ich mag da jetzt nicht zu viel verraten, nur das auch dieser Abschnitt sehr lesenswert ist.
Jörg Rönnaus Protagonisten sind sehr gut beschrieben, ich konnte sie mir alle sehr gut vorstellen, auch wenn sie, besonders im Fall des Käpt'n, teilweise schon dem Bild entsprechen das man von den Menschen dieser Zeit und dem Landstrich hat entsprechen, aber gerade diese Klischees erzeugen eine Vertrautheit, eine Nähe zu den handelnden Personen die gut tut.
Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung und ein besonderes Lob für das wunderschöne Cover.
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