Manchmal ist es nicht so einfach abzuheben und die Flügel auszubreiten... Ein Abenteuerbuch über Mut und Freundschaft, darüber zusammenzuhalten und Verantwortung zu übernehmen. Und natürlich über die Liebe zur Fliegerei. In Spörls Büchern wachsen Kinder über sich heraus und Eltern lernen loszulassen und dem Nachwuchs etwas zuzutrauen! Wo könnte man das besser erleben als auf dem Flugplatz?
»Alle sagen, Fliegen ist cool. Mir wird dabei immer sauschlecht. Ich soll aber trotzdem beim Segelfluglager mitmachen. Und meine große Schwester kommt als Oberaufpasserin auch noch mit. Na toll! Superpeinlich!« Jonas Immelmann, 14 Jahre alt
»Papperlapapp! Segelfliegen sollte jeder lernen! Du erlebst Freiheit, Abenteuer, den unendlichen Horizont … Stell dich nicht so an, Jonas!« Betsy Immelmann, Pilotin, Großmutter, 78 Jahre alt
»Abenteuer erleben, Segelfliegen lernen, Freunde fürs Leben finden … Eine wunderbare Fliegergeschichte für alle großen und kleinen Piloten und solche, die es werden wollen!« Gerald Lehner, ORF Salzburg
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Bewertung
aus Stuttgart
5/5
21.10.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein liebevolles Kinderbuch zum Thema Segelfliegen, witzig-frech geschrieben
Was tun, wenn die Familie hohe Erwartungen an einen stellt und davon ausgeht, dass man selbstverständlich das Familienhobby mit der gleichen Hingabe betreiben wird wie alle anderen? Was tun, wenn man das gar nicht will, weil einem dabei immer schlecht wird? Das fragt sich Jonas jedes Mal, wenn er mit seiner Familie wieder auf den Flugplatz gehen muss. Das Familienhobby ist nämlich Segelfliegen und die Kurverei unter den Wolken verträgt er einfach nicht.
In ihrem neuen Jugendbuch über das Segelfliegen erzählt Judith Spörl – diesmal aus der Sicht eines Jungen – wie Jonas es abseits des Erwartungsdrucks schafft, über seinen Schatten zu springen und feststellt, dass Fliegen eigentlich doch ziemlich cool ist.
Jonas Immelmann hat es nicht leicht. In seiner Familie fliegen alle – seine Schwester, seine Eltern und sogar die Oma. Zu allem Überfluss teilt er sich seinen Nachnamen auch mit einem berühmten Piloten. Natürlich erwarten all seine Verwandten von ihm, dass er die Leidenschaft der Familie teilt. Und so schleppen sie ihn immer wieder mit auf den Flugplatz.
Aber Jonas will das gar nicht. Er ist glücklich, wenn er sich auf dem Flugplatz in eine Ecke verkrümeln und in Ruhe zeichnen darf. Das kann er nämlich ziemlich gut. Seine Mutter bittet ihn, es ein letztes Mal zu versuchen – im Segelfliegerlager eines benachbarten Flugplatzes. Jonas stimmt zu. Denn danach, so die Abmachung, wird man ihn in Ruhe lassen und er wird nie wieder fliegen müssen.
Doch manchmal hilft es, fernab des familiären Erwartungsdruck zu sein. Mit neuen Freunden. Und einem coolen Fluglehrer, der sich Zeit nimmt. Denn dann wird einem vielleicht gar nicht schlecht und man kann sogar Kunstflug machen – inklusive „Immelmann“.
Judith Spörl erzählt Jonas‘ Geschichte witzig-frech aus der Sicht des Jungen. Nebenher erfährt man kindgerecht, was es mit dem Segelfliegen auf sich hat. Abgerundet wird die Geschichte mit liebevollen Zeichnungen rund um die Segelfliegerei. Und diejenigen, die es ganz genau wissen wollen, finden am Ende des Buches alle wichtigen Begriffe noch einmal in einem Glossar erläutert.
Das Buch soll mit der Hauptfigur diesmal auch Jungen ansprechen, es ist ab etwa 8 Jahren geeignet. Lena-Fans werden auf viele bekannte Figuren treffen. Ich würde jedoch sagen, dass die Geschichte sich vor allem an junge Leser richtet, die die Lena-Reihe (noch) nicht gelesen haben.
Ich habe mich weggeschmissen und bei den Streichen, die die Kids ausgeheckt haben, ab und an auch meine Jugendzeit auf dem Segelflugplatz wiederentdecken können.
Alles in allem ist der Autorin wieder ein liebevolles Kinderbuch zum Thema Segelfliegen gelungen. Die Geschichte hätte aber gerne noch ein bisschen länger sein dürfen.
Fazit meiner Jungs (knapp 11 und 13): „Lustig!“
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