Deskription der Studie: 'Kindlicher Dysgrammatismus und Perspektivwechsel'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
10.06.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
803 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638061803
...es wurde festgestellt, dass Sprache und der damit einhergehende richtige Gebrauch von Grammatik, erst glücken kann, wenn Kinder in der Lage sind, etwas über Dinge, die sich nicht in ihrer unmittelbaren Umgebung befinden, berichten können.
Dieser Aspekt der Distanzierung tritt jedoch nicht nur im sprachlichen Bereich auf. In der persönlichen Entwicklung ist ein ähnlicher Vorgang zu beobachten, der sich nach Kruse (2000) als Schlüssel zur Grammatikentwicklung des Kindes entpuppt.
"Das Konzept der Distanzierung in der Persönlichkeitsentwicklung" stützt sich auf die um 1968 erschienende Studie: "Symbiose und Individuation. Psychosen im frühen Kindesalter." von Margaret S. Mahler. Im Konkreten zeigt sich der Distanzierungsprozess in der Loslösung vom Kind zu dessen Bezugsperson, der Mutter.
...
Liegt in dieser entscheidenden Entwicklungsphase der Distanzierung, jedoch eine Störung vor, so kann dies nach Mahler (1968) zu auffälligen Verhaltensmerkmalen führen.
Diese zeigen sich besonders in dem Mangel von körperlicher Koordination im Raum und dem fehlerhaften Gebrauch von Worten. Den Mangel an einer koordinierten und bewussten Fortbewegung stellt auch Kruse (2000) an einem untersuchtem Kind, das eine Sprachstörung aufweist, fest:
"Während Detlefs sprachtherapeutischer Behandlung fiel auf, dass er sich im Raum unsicher bewegte, so dass er sich häufig an Stühlen oder Tischen stieß. Auch mit Gegenständen, die regelmäßig umfielen, hantierte er ungeschickt." (Kruse, 2000, S. 85)
Es ist offensichtlich, dass in dem von Kruse (2000) angeführten Beispiel, dem untersuchtem Kind die Erkenntnis fehlt, dass nicht alle Gegenstände der Umwelt zum Selbst gehören und auch außerhalb des Ich's existieren können.
Durch ein letzteres Beispiel soll diese fehlende Loslösung, auch im Mutter-Kind-Verhältnis porträtiert werden.
Mahler (1968) beschreibt ein auffälliges Kind (Charlie), dass die Abgrenzung zwischen Sich und der Umwelt im Alter von drei Jahren nicht abgeschlossen hat:
"Stattdessen identifizierte er sich total mit seiner Mutter, [...] als sie ihm im Auto in den Kindergarten brachte, versehentlich einen Mann anfuhr, benahm er sich so, als ob er den Mann absichtlich verletzt hatte. Er weigerte sich, weiterzufahren: er hatte Angst, dass die Polizei ihn verhaften würde. Von da an bestand er darauf, eine dunkle Brille zu tragen, um sich dahinter zu verstecken." ...
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