Was frühstückt eigentlich der Präsident der Grande Nation? Baguette natürlich - aber nicht irgendeins! Jedes Jahr wird das beste Pariser Baguette ausgezeichnet, nach einer Blindverkostung eines eigens dafür ins Leben gerufenen Komitees. Maurice Lefèvre ist der allererste Bäcker überhaupt, der den Titel zweimal in Folge gewinnt. Nur kann er seinen Triumph nicht auskosten: Am Morgen nach der Prämierung wird er erschlagen in seiner Backstube in der Rue de Seine im sechsten Arrondissement aufgefunden. Ein Neider? Schließlich darf der Gewinner nicht nur ein Jahr lang den Élysée-Palast beliefern, auch die Pariser stehen allmorgendlich vor seiner Boulangerie Schlange. Commissaire Lacroix weiß: Wenn es um ihr Baguette geht, kennen die Pariser kein Pardon.
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Nichts Aufregendes
Bewertung aus St. Pölten am 20.09.2020
Bewertungsnummer: 1379232
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
aber ein durchaus solide gestalteter Krimi, der für leichte Unterhaltung sorgt. Nett geschrieben und man lernt Paris gut kennen, wenn man den Kommissar auf Google-Maps begleitet.
Spannend und entspannend!
https://lieslos.blog/ am 16.07.2020
Bewertungsnummer: 1352473
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
An dem wunderschönen Cover in Blautönen und an der wertigen Aufmachung des Buches mit Farbschnitt bin ich nicht vorbeigekommen.
Ich musste anhalten, es aufschlagen und reinlesen.
Und dann war ruckzuck klar:
Diesen Kriminalroman will ich lesen.
Idee und Plot sind aussergewöhnlich, reizvoll, interessant und spannend:
Nach einem Wettbewerb, in dem es dabei geht, den Bäcker zu küren, der das beste Baguette der Stadt bäckt, wird genau dieser gekürte Bäckermeister, Maurice Lefèvre, tot in seiner Backstube aufgefunden.
Ein paar Stunden nach der Preisverleihung wurde Maurice Lefèvre, der den Titel zum 2. Mal in Folge gewann - was einer Sensation gleichkommt - mit dem Brotschieber erschlagen!
Liegt es nicht nahe, dass Neid das Mordmotiv ist?
Der scharfsinnige und etwas altmodische Kommissar Lacroix, der gutes Essen liebt und mit Handy und Internet - „diesem modernen Zeug“ - so gar nichts anfangen will und kann, nimmt sich des Falles an.
Der Kommissar hat durchaus seine Eigenheiten, die ihn aber nicht zu einem nervigen Zeitgenossen machen, sondern seine kultivierte, gesetzte, gelassene Seite unterstreichen und Sympathie für ihn wecken.
Er lehnt nicht nur so manchen technischen Fortschritt ab, sondern auch die Pariser Metro. Der Grund? Ganz klar:
Paris ist einfach zu schön, als dass man seine Zeit im Untergrund der Stadt verbringt.
Klingt doch logisch, oder?
Auf seinen Streifzügen durch Paris per pedes oder Bus begleiten wir Lacroix. Wir spüren den Puls und das Flair der französischen Metropole, lernen seine Frau, die Bürgermeisterin, und seinen Bruder, den Priester, kennen und besuchen mit ihm sein Lieblingsbistro, dessen Kellnerin ungefragt seine Telefonistin wird.
Die Handlung schreitet völlig unaufgeregt und dennoch spannend voran.
Das hat letztlich eine entspannende Wirkung und unterstützt den Eindruck, einen geistigen Kurzurlaub in der französischen Hauptstadt zu machen.
Leider habe ich erst während der Lektüre festgestellt, dass es bereits einen ersten Band gibt.
Aber egal.
Der wird jetzt einfach hinterher gelesen.
Und der dritte ist wohl schon in Planung.
Ich empfehle den Roman allen Liebhabern und Fans der Kriminalromane von Simenon und Agatha Christie gerne weiter.
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