Wie weit würden wir gehen, um unsere schamvollsten Geheimnisse zu bewahren? "Mit durchdringender Menschenkenntnis führt Angie Kim tief in das Innenleben ihrer Charaktere." (Los Angeles Times)
In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben - Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger Junge. Im Prozess wegen Brandstiftung und Mord sitzt Henrys Mutter Elizabeth auf der Anklagebank. Und die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen Sohn ermordet? Während ihre Freunde, Verwandten und Bekannten gegen sie aussagen, wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Berlin
5/5
14.04.2020
eBook (ePUB)
Spannendes Gerichtsdrama
Die aus Südkorea stammende Autorin Angie Kim hat mit ihrem Debüt "Miracle Creek" einen spannenden und auch ungewöhnlichen Roman hingelegt. Die Protagonisten stammen wie die Autorin selbst aus Südkorea und sind in die USA emigiriert. In dem Ort Miracle Creek wird eine umstrittene Therapieform angeboten, Patienten erhalten reinen Sauerstoff. Durch eine vermeintlich vorsätzliche Brandstiftung sterben Menschen. Der Fall landet vor Gericht. Geheimnisse der Beteiligten offenbaren sich, die besser im Verborgenen geblieben wären. Die Frage nach der Schuld ist nicht leicht zu beantworten.
Angie Kim hält den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht. Sie beschreibt ihre Figuren vielschichtig und authentisch. Viele andere Themen wie bspw. Integration, Anpassung oder Identitätssuche werden geschickt in die Haupthandlung verwoben. Ein sehr bemerkenswertes Debüt!
marielu
5/5
03.04.2020
eBook (ePUB)
Die Wirkung von Lügen
Zum Buch:
Die südkoreanische Einwandererfamilie Kim erfüllt sich mit „Miracle Submarine“ ihren Traum mit der therapeutischen Überdruckbehandlung mit Sauerstoff von Patienten. Doch eines Abends explodiert der Sauerstofftank, bei dem zwei Menschen ums Leben kommen. Die Untersuchungen führen dazu, dass Elizabeth, die Mutter des toten achtjährigen Henry wegen Brandstiftung und Mord auf der angeklagt wird. Young Yoo Kim kann es kaum glauben, dass nicht ihr Mann auf der Anklagebank sitzt. Im Laufe der Gerichtsverhandlung stößt der Leser immer mehr auf Lügen und Vertuschung und es wird klar, jeder der damals am Ort des Geschehens war hat etwas zu verbergen.
Meine Meinung:.
Sagenhaft was hier uns die Autorin Angie Kim als Debütroman präsentiert. Ja, es geht um eine Gerichtsverhandlung und wir lernen jede Menge Protagonisten kennen, nämlich alle, die in dem Sauerstofftank saßen, als es zu dem Unglück kam, dazu noch Elizabeth, die Mutter von Henry, die Familie Kim und auch noch andere. Zu fast jedem erzählt die Autorin eine interessante Geschichte.
Die einzelnen Protagonisten warten mit einer Vielschichtigkeit auf, die aber allesamt realitätsnah sind. Sensible Themen wie Immigration, Integration, Fremdenfeindlichkeit, Behinderung, Mutterliebe usw. werden aufgegriffen und wundervoll und interessant in die Geschichte eingebunden. Der Fall selbst wird dadurch spannend, dass der Leser den Gedankengängen der Protagonisten folgen kann..
Jeder hat versäumt etwas zu erwähnen, ein bisschen gelogen, etwas verdreht usw..
Dadurch korrigiert sich der Leser immer wieder selbst mit seiner Meinung, wer denn nun wirklich für das Geschehen verantwortlich ist.
Der einzelne Protagonist denkt, dass sein Verhalten nicht weiter schlimm ist. Doch die Autorin führt anhand dieser spannenden Geschichte dem Leser vor Augen, dass das wohl etwas ausmacht und ein gesamtes Bild dieser Taten/Worte gravierende Auswirkungen haben kann. Dies sollte sich der Leser ebenfalls stets vor Augen halten.
Fazit:
Spannend wie ein Thriller, bewegend wie ein Roman, sagenhaft was hier Angie Kim als Debütroman präsentiert.
marielu
aus Mainbernheim
5/5
03.04.2020
eBook (ePUB)
Die Wirkung von Lügen Zum…
Die Wirkung von Lügen Zum Buch: Die südkoreanische Einwandererfamilie Kim erfüllt sich mit „Miracle Submarine“ ihren Traum mit der therapeutischen Überdruckbehandlung mit Sauerstoff von Patienten. Doch eines Abends explodiert der Sauerstofftank, bei dem zwei Menschen ums Leben kommen. Die Untersuchungen führen dazu, dass Elizabeth, die Mutter des toten achtjährigen Henry wegen Brandstiftung und Mord auf der angeklagt wird. Young Yoo Kim kann es kaum glauben, dass nicht ihr Mann auf der Anklagebank sitzt. Im Laufe der Gerichtsverhandlung stößt der Leser immer mehr auf Lügen und Vertuschung und es wird klar, jeder der damals am Ort des Geschehens war hat etwas zu verbergen. Meine Meinung:. Sagenhaft was hier uns die Autorin Angie Kim als Debütroman präsentiert. Ja, es geht um eine Gerichtsverhandlung und wir lernen jede Menge Protagonisten kennen, nämlich alle, die in dem Sauerstofftank saßen, als es zu dem Unglück kam, dazu noch Elizabeth, die Mutter von Henry, die Familie Kim und auch noch andere. Zu fast jedem erzählt die Autorin eine interessante Geschichte. Die einzelnen Protagonisten warten mit einer Vielschichtigkeit auf, die aber allesamt realitätsnah sind. Sensible Themen wie Immigration, Integration, Fremdenfeindlichkeit, Behinderung, Mutterliebe usw. werden aufgegriffen und wundervoll und interessant in die Geschichte eingebunden. Der Fall selbst wird dadurch spannend, dass der Leser den Gedankengängen der Protagonisten folgen kann.. Jeder hat versäumt etwas zu erwähnen, ein bisschen gelogen, etwas verdreht usw.. Dadurch korrigiert sich der Leser immer wieder selbst mit seiner Meinung, wer denn nun wirklich für das Geschehen verantwortlich ist. Der einzelne Protagonist denkt, dass sein Verhalten nicht weiter schlimm ist. Doch die Autorin führt anhand dieser spannenden Geschichte dem Leser vor Augen, dass das wohl etwas ausmacht und ein gesamtes Bild dieser Taten/Worte gravierende Auswirkungen haben kann. Dies sollte sich der Leser ebenfalls stets vor Augen halten. Fazit: Spannend wie ein Thriller, bewegend wie ein Roman, sagenhaft was hier Angie Kim als Debütroman präsentiert.
Bewertung
5/5
02.04.2020
eBook (ePUB)
Spannender Gerichtsthriller
Ein grässliches Feuer in einer medizinischen Einrichtung in dem kleinen, amerikanischen Ort „Miracle Creek“ zerstört das Leben vieler Menschen. Alle Beteiligten wollten Linderung verschiedener Krankheiten durch eine Sauerstofftherapie erreichen, doch eine Explosion richtet verheerenden Schaden an. Es gab zwei Tote, die Verletzungen anderer sind einschneidend und eine Mutter steht im Verdacht das Feuer gelegt zu haben. Mit dem Prozess beginnt die Geschichte…
…die mich nach wenigen Seiten schon sehr mitgenommen hat. Bei dem Unglück sind der achtjährige Autist Henry und eine Mutter, die ihren Sohn in der Druckkammer begleitet hat, ihren schweren Verletzungen erlegen. Aufgrund verschiedener Aspekte, die der Leser nach und nach erfährt, ist Henrys Mutter dringend tatverdächtig und gegen sie wird der Prozess gemacht. Dabei zeigt sich schnell, dass alle in irgendeine Art Geheimnisse haben. Manche sind einfach nur unschön, manche scheinen tiefgreifender zu sein, als man das erst einmal erwarten würde.
Rückblicke auf die Ereignisse in das Jahr zuvor, von heimlichen Treffen, verdrehten Worten und schlechtem Gewissen reicht die Palette. Wie sich das amerikanische Leben für die südkoreanische Einwanderfamilie Yoo auswirkt ist extrem gut dargestellt.
Der Schreibstil ist detailreich und die allmähliche Rekonstruktion des Jahres mit allen Geheimnissen aus den verschiedenen Perspektiven, teils vor aller Öffentlichkeit im Gerichtssaal präsentiert, teils von Dritten im Geheimen aufgedeckt oder aufgrund eines schlechten Gewissens verraten, ergibt nach und nach ein stimmiges Gesamtbild. Der Leser rätselt ständig mit und die Situation spitzt sich immer wieder zu. Unweigerlich beginnt der Leser auch die Schuldfrage zu stellen und wer wie viel Anteil an dem Unglück hat. Es gibt immer wieder Widersprüche und man merkt, dass man den Leuten nicht unbesehen glauben kann. Emotional bedient die Geschichte eine ganze Palette. Die Krankheiten der Kinder, die behandelt werden sollten und der zahlreichen alltäglichen Schwierigkeiten, die sich daraus für Eltern ergeben, aber auch unerfüllte Kinderwünsche und integrative Probleme sind Thema, sodass eine ganze Bandbreite an Schwierigkeiten angesprochen wird. Das erscheint fast zu viel, um in einem Buch behandelt zu werden, aber die Autorin webt eine vielschichtige und überzeugende Geschichte, deren Ausgang mich auch überzeugt hat.
Insgesamt ein spannender Gerichtsthriller bei dem Identität, Rassismus, Krankheit, Eltern, die Opfer für ihre Kinder bringen und die Wahrheit, mit ihren Facetten, zentral sind. Mich erinnerte das Buch ein wenig an Law&Order, nur in tiefgründiger.
Dark Rose
aus Troisdorf
5/5
01.04.2020
eBook (ePUB)
Ein erschütterndes, gewaltiges aber wirklich sehr gut durchdachtes Buch
Achtung: es werden sehr schwere Verletzungen beschrieben, auch die eines Kindes!
Ein Feuer zerstört das Leben vieler Menschen, zwei sterben sogar: Kitt, eine Mutter von fünf Kindern und Henry, gerade einmal 8 Jahre alt. Der Sauerstofftank, der eine Überdruckkammer in einer Scheune versorgte, war in Flammen aufgegangen und sogar explodiert.
Henrys Mutter sitzt wegen Brandstiftung und Mordes auf der Anklagebank. Alles deutet darauf hin, dass sie ihren eigenen Sohn umgebracht hat, jeder sagt gegen sie aus: Freunde, Verwandte, Bekannte, einfach jeder. Doch ist es wirklich so einfach? Was ist mit den Betreibern der Überdruckkammern? Immerhin hatte der Mann seine Frau, die sich absolut nicht damit aus kannte, allein gelassen – war es ihre Schuld? Oder seine? Oder war es einer der fanatischen Demonstranten? Bald wird klar: jeder in dieser kleinen Stadt mit dem idyllischen Namen „Miracle Creek“ hat etwas zu verbergen. Doch wer von ihnen ist verantwortlich für das Feuer?
Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Es geht um den Tag des Feuers und den Prozess. Die einzelnen „Opfer“ machen ihre jeweilige Aussage und man erfährt mehr über sie, über ihr Leben, was mit ihnen bei dem Feuer passierte und warum sie überhaupt dort waren. Man erfährt Stück für Stück mehr über den Tag und es wird klar, dass es mehrere Verdächtige gibt, allen voran die Demonstranten, die an diesem Tag die Patienten – vor allem aber deren Mütter – bedroht haben. Die Indizien sprechen gegen Elizabeth, aber was ist mit den Demonstranten, hätte es nicht auch einer von ihnen sein können? Sehr bald ist klar, dass Pak, der Betreiber, der an diesem Tag nicht an seinem vorgesehenen Platz gewesen war, sondern die Demonstranten verscheuchen wollte, etwas gesehen hat. Aber was? Wer hatte noch alles ein Motiv? Und vor allem: was geschah an diesem Abend wirklich?
Es wird ziemlich schnell deutlich, dass jeder der Charaktere etwas mit sich herumträgt. Jeder hat Geheimnisse, Dinge, für die er sich schämt, oder die ihm peinlich sind, oder schlimme Dinge, die derjenige getan hat. Man könnte meinen, es gehe nur darum, ob Elizabeth schuldig oder unschuldig ist, doch es dauert nicht lange und man erfährt, dass nicht alles schwarz oder weiß ist, dass Elizabeth nicht entweder Heilige oder Teufel ist.
Es ist wirklich schrecklich, was dort passiert ist. Wenn der Ablauf der Explosion und des Feuers beschrieben wird, und wie die Leute verletzt wurden, das ist echt nicht leicht zu lesen und zu ertragen. Die Beschreibungen sind teilweise sehr detailliert.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren unter anderem die Zeichnungen. In dem Buch sind einige Zeichnungen / Grafiken enthalten, die dabei helfen den Überblick zu behalten. Wo sich was auf dem Gelände befindet, wie was genau funktioniert. Die haben wir dem Prozess zu verdanken, in dem sie als Schaubilder dienen.
Zudem fand ich es toll, wie man am Anfang den Sachverhalt hingeknallt bekommen hat: Viele verletzte, zwei Tote, Elizabeth wegen u.a. Mordes angeklagt und die Indizien sprechen gegen sie. Man neigt irgendwie dazu ganz zu Beginn das alles unhinterfragt zu glauben. Zudem lässt die Staatsanwaltschaft nichts unversucht einen davon zu überzeugen. Doch die Charaktere sorgen für Zweifel. Man kommt irgendwann an den Punkt, an dem so ziemlich alles möglich ist. Je mehr zu Wort kommen, je mehr aus ihrer Sicht erzählen, desto vielschichtiger wird die Handlung. Jeder hat etwas zu verbergen, jeder hat ein Motiv, sei es nun ein realistisches oder ein unrealistisches.
Die Auflösung ist heftig. Das hätte ich so nicht erwartet. Klar ist mir der Gedanke mal in den Sinn gekommen, aber, dass es dann wirklich so gewesen sein könnte, das hat mich dann doch schockiert.
Fazit: Eine Tragödie ist geschehen. Viele Menschen wurden verletzt, zwei getötet. Eine Frau steht vor Gericht. Fast jeder hält sie für schuldig. Aber ist sie es auch?
Dieses Buch ist wirklich faszinierend. Es zeigt wie viele kleine Dinge eine Ereigniskette ergeben, die schließlich zu einer Tragödie führten. Jeder Charakter in diesem Buch hat etwas zu verbergen, fast jeder macht sich irgendwie verdächtig. Das gesamte Buch hindurch erhält man durch die verschiedenen Sichtweisen der Charaktere Puzzlestückchen. Da sie aber durch die Sicht der Charaktere eingefärbt sind, passen sie oft nicht ganz. Die Subjektivität ihrer Erinnerungen und Gedanken macht deutlich, wie viel so oder so interpretiert werden kann. Man erfährt immer mehr Einzelheiten und muss aufpassen nicht in ihrer schieren Menge unterzugehen. Die Auflösung ist wirklich heftig und kommt unerwartet. Ich finde sie aber gut. Ich mag es, überrascht zu werden.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber man muss zwischendrin aufpassen, nicht den Faden zu verlieren, weil man wirklich extrem viele Informationen bekommt. Es zieht sich dadurch etwas, aber es lohnt sich wirklich dran zu bleiben. Es steckt sehr viel in diesem Buch, mehr als man je vermutet hätte.
Trotz meiner Kritikpunkte bekommt es von mir 5 Sterne, weil mich die schiere Wucht dessen, was dieses Buch alles enthält einfach umhaut.
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5/5
19.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein packender Gerichtsthriller...
Ein packender Gerichtsthriller um eine angeklagte Mutter ! Jeder Beteiligte hat seine Sicht auf das tragische Ereignis, das zwei Tote forderte. Keiner lügt wirklich, aber jeder lässt aus persönlichen Gründen gerne ein paar Details ungesagt. Mit fatalen Folgen...
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