Tennessee, 1817. Den wohlhabenden Farmer John Bell suchen Geistererscheinungen heim: Ein unheimliches Wesen treibt sich auf seinen Feldern herum, eine Frau löst sich vor Johns Augen in Luft auf, es klopft des Nachts an Fensterläden und Wänden des Farmhauses – ohne, dass ein Verursacher zu finden wäre. Über Wochen wird die ganze Familie immer wieder aus dem Schlaf gerissen. Schließlich vertraut sich John seinem besten Freund James Johnston an. Aber sowohl Johns eigene Versuche, den ungebetenen Gast loszuwerden, als auch die von James scheitern. Immer mehr Familienmitglieder leiden unter dem Poltergeist. Und schließlich wird Bell krank. Doch liegt das wirklich an übernatürlichen Manifestationen? John beginnt zu zweifeln …
Laut der „Legende der Bellhexe“ wird der siebzigjährige John Bell 1820 im heutigen Tennessee durch einen Poltergeist vergiftet. Der Roman ist die Anatomie dieses Mordes: So nah wie möglich an den echten Ereignissen, jedoch fast ohne Einbeziehung übernatürlicher Kräfte, versucht die Autorin, den Mordfall zu lösen.
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Eine harte Geschichte abseits des Mainstreams
Bewertung aus Warstein am 12.11.2020
Bewertungsnummer: 1401521
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein interessantes Cover, ein metallischer Hintergrund mit Ornamenten darauf ein Schlüsselloch durch das man eine Frau in einem langen Kleid sieht. Es deutet auf Geheimnisse hin, aber verrät noch nichts macht aber neugierig. Es wirkt schlicht und doch edel. Sehr schön
Der Klappentext:
Tennessee, 1817. Den wohlhabenden Farmer John Bell suchen Geistererscheinungen heim: Ein unheimliches Wesen treibt sich auf seinen Feldern herum, eine Frau löst sich vor Johns Augen in Luft auf, es klopft des Nachts an Fensterläden und Wänden des Farmhauses – ohne, dass ein Verursacher zu finden wäre. Über Wochen wird die ganze Familie immer wieder aus dem Schlaf gerissen. Schließlich vertraut sich John seinem besten Freund James Johnston an. Aber sowohl Johns eigene Versuche, den ungebetenen Gast loszuwerden, als auch die von James scheitern. Immer mehr Familienmitglieder leiden unter dem Poltergeist. Und schließlich wird Bell krank. Doch liegt das wirklich an übernatürlichen Manifestationen? John beginnt zu zweifeln … Laut der „Legende der Bellhexe“ wird der siebzigjährige John Bell 1820 im heutigen Tennessee durch einen Poltergeist vergiftet. Der Roman ist die Anatomie dieses Mordes: So nah wie möglich an den echten Ereignissen, jedoch fast ohne Einbeziehung übernatürlicher Kräfte, versucht die Autorin, den Mordfall zu lösen.
Der Klappentext ist für meinen Geschmack zu lang und verrät zu viel vom Inhalt. Ich mag es lieber kurz und knapp. Aber das ist natürlich Geschmacksache
Eine Geschichte voller Geheimnisse, es beginnt mit seltsamen Vorkommnissen und diese steigern sich im Laufe des Buches.
John Bell ist ein reicher Plantagenbesitzer in Tennessee. Und er scheint von unerklärbaren Spukerscheinungen heimgesucht werden, Spuk,Zufall oder spielt ihm Jemand grausame Streiche.
Am Anfang ist dieser John Bell einfach ich sag es mal einfach der typische Vertreter eines Mannes seines Standes, wie gesagt, reich, von sich überzeugt, rigoros, selbstsicher, er herrscht über das Land, seine Angestellten und die Familie, hat eine angesehene Stellung in der Gesellschaft und auch in Sachen religiösem Stand hat er eine sehr gehobene Stellung.
Doch nach und nach lernt man diesem Mann besser kennen, denn er selbst erinnert sich als er überlegt wenn es denn ein Fluch ist der ihn getroffen hat wer dafür verantwortlich ist.
Und bei jeder Erinnerung kommen mehr schreckliche und grausame Details über sein Leben ans Licht und er scheint sich trotzdem keiner Schuld bewusst zu sein. Er hat mit einer gnadenlosen Selbstverständlichkeit das Leben vieler Menschen auf die eine oder andere Art zerstört, ist rücksichtslos nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Oh ja dieser Mann ist schon ziemlich abstoßend Sympathien kann man da nicht wirklich empfinden.
Und auch die anderen Figuren des Buches erwecken zwar in gewisser Weise Mitleid, aber auch hier ist es nicht wirkliche Sympathie.
Was soll ich sagen, die Autorin schildert das Leben in der besagten Epoche sehr authentisch und detailliert, es wirkt glaubwürdig, trotz der seltsamen Ereignisse. Die gesellschaftlichen Zwänge, die strikten Regeln, die bigotte Religiosität all das hat seinen Platz in diesem Buch.
Der Schreibstil passt zum Buch, es wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen, aber man hat keine Probleme sich zurecht zu finden.
Als Leser war ich mir eigentlich nie klar was diese Vorkommnisse wirklich waren, war die Bellhexe wirklich eine Frau aus der Vergangenheit des John Bells die Rache verüben wollte? Diese Unklarheit macht eine Menge der Spannung des Buches aus, man wartet auf Erklärungen und doch ist genau diese Ungewissheit der besondere Reiz.
Man muss sich auf dieses Buch einlassen, es ist nicht ganz einfach, nichts für zwischendurch. Es ist auch nichts für schwache Nerven, schlimme, grausame Szenen, es gibt fast keine Verbrechen was nicht verübt wird und das mit einer Selbstverständlichkeit, ohne Reue und Gewissensbisse.
Ja man kann schon sagen John Bell verdient alles was er erleidet.
Aber was ist die Rolle seiner Frau, sie die ihm obwohl er sie schlecht behandelt scheinbar loyal zur Seite steht oder führt sie etwas ganz anderes im Schilde?
Mein Fazit:
Es ist schon ein besonderes Buch, auf keinen Fall Mainstream, man muss sich wie erwähnt einlassen auf den besonderen Schreibstil, auf die Personen und ihre Geschichte, die amerikanische Vergangenheit, hart und gnadenlos beschrieben. Ja wer Harmonie und Beschaulichkeit, Heldentum oder edlen Pioniergeist sucht, ist hier fehl am Platz. Realität und Fiktion, Spuk oder die Rache einer gequälten Frau, die Suche nach der Wahrheit faszinierend beschrieben. Sympathien empfindet man wie ich schon sagte sehr wenig. Eine Bewertung ist nicht ganz einfach, eben weil dieses Buch anders ist als ich erwartet habe. Aber ich denke wenn ein Buch mich als Leser fesselt, wenn es mir ständig unerwartete Dinge präsentiert, wenn es eben ganz anders ist und mich zum nachdenken zu Mutmaßungen anregt, dann hat es die 5 Sterne verdient.
John Bells Erzählung
Bewertung aus Heusenstamm am 01.09.2020
Bewertungsnummer: 1371469
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das Buch hat schon durch seinen Titel bei mir seine Aufmerksamkeit gewonnen gehabt, da es sich um eine Heimsuchung eines Geistes handelt und mich solche Paranormalen Phänomene einfach magisch anziehen.
Zu dem finde ich es einfach klasse, dass es sich hierbei um eine echte Geschichte handelt, wo sich die Autorin viel Mühe gegeben hat mit ihren Recherchen um die Familie Bell und ihre Heimsuchung.
Die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert wo es noch viele Farmer gab und den Sklavenhandel. Eine für mich sehr schlimme Zeit, wenn man bedenkt wie es den Afro Amerikanern damals erging und sie für die weißen arbeiten mussten in Armutsverhältnissen. Zu dem wurden Kinder gehandelt, verheiratet und misshandelt, was leider auch heute noch ein Thema ist.
Die Autorin hat sich sehr darum bemüht diese Gefühle der verschiedenen Nationen Emotional wieder zu geben, was ihr sehr gut gelungen ist. Oft habe ich mit den Charakteren mitgefühlt und mich in ihre Position hinein versetzt gefühlt.
Man lernt viel dazu, was die Geschichte Amerikas betrifft. Das Buch wird von Seiten des John Bell erzählt, wie er alles erlebt hat mit seiner Familie. Deshalb freue mich auch schon auf den nächsten Band aus der Sicht von John Bells Frau.
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