Produktbild: Die Bilder unseres Lebens

Die Bilder unseres Lebens Eine Familie zwischen Film und Freiheit

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

41434

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

2120 KB

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841219589

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

41434

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

2120 KB

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841219589

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  • leseratte1310

    5/5

    22.07.2020

    eBook (ePUB 3)

    Deutsch-deutsche Geschichte

    Schon Jahrzehnte wird das „Schauburg“ von der Familie Lindemann betrieben. Doch nach dem Krieg wird das Leipziger Kino enteignet. Besonders trifft es Ursula Lindemann. Sie hat in das Kino so viel Herzblut investiert und nun darf sie dort zwar weiterarbeiten, aber nicht mehr mitentscheiden. Die russischen Besatzungsmächte erlegen den Menschen immer mehr Einschränkungen auf. Man möchte einen sozialistischen Staat aufbauen. Gerhard Lindemann kommt versehrt zurück und schwer traumatisiert zurück. Tochter Sigrid weiß noch nicht so recht, was sie beruflich machen will und entscheidet sich dann Lehrerin zu werden. Dafür weiß Sohn Stefan umso besser, was er will. Er will Filme drehen und um das umzusetzen, flüchtet er sogar in den Westen. Wie soll es für die Lindemanns weitergehen? Ich habe schon einige Bücher von Ines Thorn gelesen und auch dieses Mal konnte mich die Autorin mit ihrer Geschichte wieder fesseln. Sie beschreibt anhand der Familie Lindemann, wie schwierig es unter den politischen Verhältnissen war, eine Familie zusammen zu halten, wenn man sich nicht mehr sehen darf. In der DDR war die Richtung vorgegeben und die Menschen wurden durch Bespitzelung bei der Stange gehalten. Die Planwirtschaft war verantwortlich für leere Regale und oft jahrelange Lieferzeiten für bestimmte Produkte. Doch die Menschen wussten sich zu helfen. Auch wenn im Westen das Wirtschaftswunder für Aufschwung sorgte, so war doch nicht alles Gold was glänzt. Wir dürfen die Lindemanns auf beiden Seiten der Mauer begleiten, bis diese dann fällt. Die Charaktere sind gut und authentisch beschrieben. Sie haben ihre kleinen und großen Probleme, ihre Träume, Hoffnungen und Ängste. Ich konnte gut nachvollziehen, was die Trennung der Lindemanns für die Familie bedeutet, habe ich doch selbst erlebt, wie unsere Familie gespalten war, da durch den Krieg einige im Westen gelandet sind und der Rest in Danzig lebte. Die Autorin hat gut recherchiert und es ist ein lebendiger und sehr realistischer Roman entstanden, der mir sehr gut gefallen hat.

  • Bewertung

    aus München

    5/5

    27.05.2020

    eBook (ePUB 3)

    hervorragend

    Ich schätze Ines Thorn als Autorin historischer Romane. Diesmal wagt sie es die 5 Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg in eine große Familiengeschichte reinzupacken. Und da es sich um ein Buch handelt, welches lediglich gute 400 Seiten hat, muss einem klar sein, dass Manches im Schnelldurchlauf erzählt wird, dass viele Ereignisse, viele Jahre nur in einem Abriss erwähnt werden und es die entscheidenden Geschehnisse der Politik, der Weltgeschichte, der Familienbiographie sind, die erzählt werden. Wer sich auf dieses Tempo einlässt, der bekommt eine gehaltvolle und trotz allem sehr intensive Geschichte, die sehr nah dran an den Protagonisten und sehr nah dran am Leser ist. Hier wird die deutsche Geschichte erzählt. Die von einer Trennung und durch ein Land, eine Stadt, eine Familie. Von der Sehnsucht nach Nähe und Wiedervereinigung und auch davon, wie es 1989 dann endlich dazu kam. Und das ganz nebenbei auch die Filmgeschichte und die Filmschaffenden eine große Rolle spielen, hat mir besonders gut gefallen, da dies wie ein Lehrstück aus meiner eigenen Familiengeschichte daherkam. Frau Thorn hat sich hier selbst übertroffen.

  • Bewertung

    aus Oranienburg

    5/5

    13.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Deutsch-Deutsche Geschichte – wunderbar in Familiengeschichte umgesetzt

    Familie Lindemann betreibt seit Jahrzehnten in Leipzig das Kino Schauburg. Für Ursula Lindemann ist das Kino ihr Leben. Doch nun nach dem verlorenen Krieg ist Deutschland im Umbruch, die Menschen leben unter den Besatzermächten mit starken Einschränkungen. Im Osten, von den russischen Besatzern regiert und beeinflusst, soll nun ein sozialistisches Deutschland aufgebaut werden. Die Familie ist unsicher wie es weitergehen soll – mit dem Kino, mit dem Leben allgemein. Ja und damit beginnt die wunderbar unterhaltsame und bei mir viele Erinnerungen weckende Geschichte der Familie Lindemann. Eine Geschichte die uns nochmal vor Augen führt wie die Entwicklung der beiden deutschen Staaten gelaufen ist. Sie zeigt aber, und das finde ich sehr gut, nicht nur das Negative der DDR mit seiner Bespitzelung durch die Stasi, der fehlenden Selbstbestimmung des Einzelnen, den mangelnden Produkten in den Regalen, nein sie zeigt auch dass die Menschen im Westen ebenfalls manipuliert wurden (werden) >mit Konsum und der Macht des Geldes<. Da Stefan kurz vor dem Mauerbau ebenfalls in den Westen geflohen ist um seiner Verhaftung zu entgehen, ist Familie Lindemann direkt von dieser Teilung betroffen. Jahrelang können sich Eltern, Kinder und Geschwister nicht sehen. Für mich waren das alles Rückblenden in meine Kindheit und Jugend, die sehr realistisch und keineswegs verträumt die Geschichte des geteilten Deutschlands anhand der Familie widerspiegeln. Es hat mich stark berührt. Gleichzeitig sind in die Geschichte immer wieder Namen von Schauspielern, Filmen, Regisseuren und Fernsehsendungen eingearbeitet, die bei mir das Kopfkino >ja stimmt, das haben wir damals auch immer gesehen< anspringen ließ. Die Autorin hat damit sehr viel Liebe fürs Detail bewiesen und für mich den Roman lebendig erscheinen lassen. In meinen Augen ist das eine rundum gelungene Familiengeschichte, die alte Erinnerungen weckt, die nichts verklärt und die Geschichte des geteilten Deutschlands und was die Menschen in dieser Zeit umgetrieben hat sehr gut widerspiegelt. Darum gibt es von mir 5 Lese-Sterne und eine 100%ige Leseempfehlung.

  • Dreamworx

    aus Berlin

    5/5

    11.04.2020

    eBook (ePUB 3)

    Glaubwürdiges deutsch-deutsches Familienschicksal

    Familie Lehmann verliert nach dem Krieg ihr Lebenswerk und Familienunternehmen, das Kino „Die Schauburg“ in Leipzig. All ihre Kraft und Leidenschaft haben sie in dieses gesteckt, nun müssen sie zusehen, wie es durch die Enteignung des DDR-Regimes einfach weggenommen wird. Mutter Ursula darf zwar weiter dort arbeiten, doch sie hat keinerlei Mitspracherecht mehr, was die Filmauswahl betrifft, sie hat sich einfach zu fügen. Zudem ist ihr Ehemann Gerhard verletzt aus dem Krieg zurückgekehrt und leidet immer noch unter den Nachwirkungen. Während Tochter Sigrid noch versucht herauszufinden, welche Berufsrichtung sie einschlagen möchte, lässt Sohnemann Stefan sich von nichts daran hindern, seinen Traum als Filmemacher in die Tat umzusetzen. Dafür flüchtet er sogar in den Westen nach Berlin und ist durch die Mauer lange Zeit von der Familie getrennt… Ines Thorn hat mit „Die Bilder unseres Lebens“ einen sehr unterhaltsamen und gefühlvollen Roman vorgelegt, der anhand einer Familie die Auswirkungen der Trennung Deutschlands bis zum Mauerfall begleitet. Der wunderbar flüssige und bildhafte Schreibstil entführt den Leser schnell in die Nachkriegszeit, wo er bei Familie Lehmann in Leipzig zu Gast sein darf und ihr Leben über einige Jahrzehnte beobachtet. Wer selbst keine Beziehungen in den ehemaligen Ostteil Deutschlands hatte und den Mauerfall sowie die damit verbundene Euphorie selbst miterlebt hat, wird von der akribischen Recherche der Autorin begeistert sein, die einen wunderbaren Einblick in das Leben hinter dem Eisernen Vorhang gewährt und auch mit wechselnder Perspektive die Sicht aus dem Westen mit einbezieht. Der Sozialismus im Osten, die Enteignungen und Repressalien, unter denen die Menschen in der ehemaligen DDR zu leiden hatten, werden hier sehr glaubwürdig geschildert und öffnen einmal mehr den Blick darauf, wie gut wir es im Westen eigentlich hatten. Ein weiterer schmerzhafter Prozess war die Trennung von Familienmitgliedern, die sich nicht einfach mal schnell besuchen konnten, zumal der eine oder andere gar nicht mehr einreisen durfte, wenn er nicht gleich beim Übertritt verhaftet werden wollte, wird ebenfalls anschaulich vor Augen geführt. Die Charaktere sind wie aus dem wirklichen Leben gegriffen, die Autorin hat sie sehr menschlich und glaubwürdig ausgestaltet und ihnen stellvertretend für viele andere ein Gesicht gegeben. So verfolgt der Leser eine realistisch anmutende Familiengeschichte, die so damals wirklich stattgefunden haben kann und deren emotionale Achterbahn auch am Leser nicht spurlos vorübergeht. Gerhard ist ein versehrter Kriegsheimkehrer, der noch lange mit seinem Trauma zu kämpfen hat. Er sieht die Zukunft in seiner Parteimitgliedschaft, vielleicht auch, um der Familie weitere Repressalien zu ersparen. Ursula trauert ihrem alten Kino nach, denn nachdem sie es abgeben musste, ist nichts mehr wie früher, aus Leidenschaft wurde bitterer Ernst, mit dem sie nur schwer zurechtkommt. Stefan geht für seinen Traum ein hohes Risiko ein, die Trennung und das so ganz andere Leben in Frankfurt entfernen ihn immer weiter von der Familie. Sigrid setzt auf Sicherheit mit ihrer Ausbildung als Lehrerin, doch macht es sie weder zufrieden und glücklich. Mit „Die Bilder unseres Lebens“ hat Ines Thorn mit viel Empathie ein sehr authentisches Bild der damaligen Zeit gezeichnet. Ein wundervoller historischer Roman, der spannend, gefühlvoll und tiefgründig ist und sich schnell ins Leserherz schleicht. Absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Vitzenburg

    5/5

    30.03.2020

    eBook (ePUB 3)

    Die Bilder unseres Lebens

    Mit ihrem Roman „Die Bilder unseres Lebens“ erzählt die Autorin Ines Thorn die wechselhafte deutsch-deutsche Geschichte von Ende des Krieges 1945 bis zu jenen schicksalhaften 09. November 1989. Hauptprotagonisten sind dabei die Mitglieder der Familie Lindemann, die in Leipzig bereits seit Vorkriegszeiten ein Kino betreibt. Familienoberhaupt Gerhard kommt gebrochen aus dem Krieg zurück, hat schreckliches erlebt und kann die Bilder in seinen Kopf nicht ertragen. Mutter Ursula ist es, die die Familie zusammenhält. Tochter Sigrid macht nach der Befreiung Abitur und arbeitet als Lehrerin, Sohn Stefan hält an seinen Traum fest und will Filme machen. Dafür nimmt er sogar die Flucht in den Westen und die Trennung von seiner Familie in Kauf. Durch die Familienmitglieder erlebt der Leser im Schnelldurchlauf die Geschichte eines gespaltenen Deutschlands. Der Aufstand am 17.Juni 1953, der Aufstand in Ungarn, der Bau der Mauer, freie Liebe und RAF bis zu den Montagsdemonstrationen und den Fall der Mauer 1989, der Leser ist immer dabei. Aber auch die kleinen, ganz normalen Sorgen werden thematisiert. Das Anstehen nach Lebensmitteln, das Quengeln der Kinder am frühen Morgen, Familienstreitigkeiten und Ehekrach. Viele Menschen haben nach dem Krieg die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Träumen von Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit für alle, haben an den Sozialismus geglaubt und sehen sich nun der Willkür der Regierung und der Stasi ausgesetzt. Der Staat begegnet denjenigen, der Kritik übt und Reformen fordert mit aller Härte. Doch auch im Westen ist nicht alles Gold was glänzt, das Glück klopft nicht einfach an die Tür. Die Autorin hat einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil der einen als Leser komplett in die Geschichte eintauchen lässt. Ihre Figuren sind vielschichtig, haben hüben und drüben Ängste, Nöte, Sorgen und Zweifel, freuen sich aber auch an kleinen Dingen und werden dadurch zu Leuten wie wir alle und so ist Stefans Satz „Ein anständiger, sympathischer Mensch hat nicht mit Ost und West zu tun“ in meinen Augen so richtig und wichtig. Ich selbst bin 1977 im Osten geboren und kenne viele Dinge, die Ines Thorn in ihren Roman beschreibt aus eigener Erfahrung, vieles habe ich aber auch erst hinterher erfahren bzw. im Lauf der Jahre anderes zu bewerten gelernt. Trotzdem bleibt für mich der Satz „Es war nicht alles schlecht“. Ich wünsche diesen Roman viele begeisterte Leser und vielleicht hilft er ein stückweit gegen die Vorurteile, die auch 30 Jahre nach den Mauerfall in vielen Köpfen sind.

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