Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
12.03.2020
Verlag
Fachbuchverlag DresdenSeitenzahl
328
Maße (L/B/H)
21/14,8/2,3 cm
Gewicht
477 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-96169-196-8
Bereits in vorchristlicher Zeit versuchte man den Grauen Star operativ zu heilen. Die älteste Operationsmethode ist dabei das Hinunterdrücken (die Depression) der Augenlinse in das Auge mittels einer Nadel. Seit babylonischer Zeit soll der Starstich bekannt gewesen sein, was jedoch umstritten ist. Davon abgeleitet ist die Redewendung "jemandem den Star stechen" mit der Bedeutung "jemandem die Wahrheit offenbaren, jemanden über etwas aufklären". Dass die Trübung der Linse ursächlich für den Grauen Star ist, hatte 1705 der französische Militärarzt Michel Brisseau bewiesen und Antoine Maître Jan 1725 ebenfalls publiziert. Die akademische Ausarbeitung dieser, die wahre Natur des grauen Stars aufklärenden Theorie gelang 1712 Lorenz Heister, was zu einem langen Gelehrtenstreit führte. Die hergebrachte Lehrmeinung ging von einer getrübten Membran vor der Linse aus. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, beginnend mit Jacques Daviel um 1746, löste die operative Extraktion der getrübten Linse den bis dahin üblichen Starstich ab. Ende der 1980er Jahre überwog die extrakapsuläre Kataraktextraktion, heute wird meist die Phakoemulsifikation angewendet. (Wiki)
Nachdruck der Originalauflage von 1876.
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