Ein bewegendes Meisterwerk über weibliche Emanzipation und Selbstbestimmung in der kolonialen Männerwelt
«The Story of an African Farm» gilt als das südafrikanische «Wuthering Heights». Der autobiografisch inspirierte Roman der deutsch- und englischstämmigen Autorin, erschienen 1883, schildert das Schicksal einer eigenwilligen Heldin namens Lyndall. Schon als junges Mädchen lernt sie die Bigotterie und Ignoranz der Menschen kennen und erfährt, wie beschränkt die Lebensperspektiven für ihresgleichen sind. Doch dank einer großen inneren Stärke verteidigt sie in der Farmerswelt der südafrikanischen Karoo ihre Unabhängigkeit und verliert dabei das Ziel nie aus den Augen: weibliche Selbstbestimmung bis zuletzt. Schreiners Erzählkunst fasziniert nicht nur durch ihren einfühlsamen Ton und ihre große künstlerische Sensibilität, sondern widmet sich auch emanzipatorischen Themen wie Sexualität, voreheliche Schwangerschaft sowie die unrühmliche Rolle des Christentums bei der Bevormundung des «schwachen Geschlechts». Das Buch, seinerzeit ein Welterfolg, erscheint anlässlich des 100. Todestags der Feministin und Menschenrechtlerin am 11.12.2020 nun in einer Neuübersetzung.
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Eindrucksvolle Geschichte
ADS aus Wien am 05.05.2022
Bewertungsnummer: 1707364
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine sehr eindrucksvolle und faszinierende Geschichte, nicht nur der Emanzipation der Protagonistin im Südafrika des 19. Jahrhunderts. Man bekommt auch einen sehr authentischen Einblick in das Farmleben der damaligen Zeit fernab ab von kitschigen Geschichten der reichen und schönen Konlonialherren. Ein sehr überzeugendes Buch.
Feministisch, sprachgewaltig und gesellschaftskritisch
Duchess of marvellous books am 24.01.2021
Bewertungsnummer: 1428423
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Das Unrecht besteht nicht darin, was man uns antut, sondern darin, was man aus uns macht.“
Ich habe dieses Jahr eine neue, klassische Autorin und ihr Werk kennengelernt – eine wahre Entdeckung und Inspiration, die ich euch heute am #Klassikersamstag gerne näher bringen möchte. Es geht um Olive Emilie Albertina Schreiner und ihren Roman „Die Geschichte einer afrikanischen Farm“, veröffentlicht 1883. Anlässlich des 100. Todestags der Autorin, Feministin und Menschenrechtlerin am 11.12.2020, erschien dieses Buch bei Manesse in einer wunderbaren Neuübersetzung.
Inhalt:
Es geht um die eigenwillige, unverheiratete, kluge Heldin Lyndall. Sie will Bildung, keine Ehe, die gleichen Rechte und Pflichten wie die Männer und sie misstraut der Liebe. Sie erlebt schon als junges Mädchen, die Bigotterie und Ignoranz der Menschen kennen und erfährt, wie beschränkt die Lebensperspektiven für „ihresgleichen“ leider sind. Doch dank einer großen inneren Stärke verteidigt sie in der Farmerswelt der südafrikanischen Karoo ihre Unabhängigkeit und verliert dabei das Ziel nie aus den Augen: weibliche Selbstbestimmung bis zuletzt.
Meinung:
Was für ein Klassiker! Und einer, der hier gar nicht so bekannt ist. Ich hoffe, das etwas ändern zu können, denn der Bildungsroman ist ein literarisches Kleinod. Darin geht es um Themen wie Feminismus, Sexualität, Ehe, der Macht von der Kirche gegenüber Frauen, Emanzipation, voreheliche Schwangerschaft Selbstbestimmung und vieles mehr. Die Geschichte strotzt nur so vor intelligenten, fortschriftlichen einprägsamen Passagen. Wahnsinn, dass sie dieses Buch 1883 geschrieben hat und das in Afrika!
Ihre Erzählkunst ist poetisch, klug, einnehmend, witzig, sprachgewaltig und berührend.
Besonders gut gefällt mir, dass die Übersetzung sehr sensibel mit kritischen Wörtern um gegangen ist und je kontextabhängig, deutsche Entsprechungen gefunden hat.
Die Protagonistin ist wahnsinnig gut gelungen und eine Sympathieträgerin – man leidet und hofft mit ihr mit und möchte am liebsten die Kämpfe mit ihr austragen und schreien wegen der Ungerechtigkeit der Zeit.
Fazit:
Ein wundervolles Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte, der literarisch reisen will, sich für Klassiker, Feminismus, Afrika und starke Frauen-Figuren interessiert.
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