Wenn man geglaubt hat die Geschichte sei nach dem dritten Teil beendet hat man sich getäuscht. Jacob kehrt zurück nachhause doch dort wird er für verrückt erklärt und man will ihn in eine Heilanstalt einliefern lassen. Eine spannende Fortsetzung der Geschichte.
Bewertung
4/5
05.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Nach der Trilogie habe ich gleich...
Nach der Trilogie habe ich gleich die Fortsetzung gelesen. Jacob wird zurück zu Hause für verrückt erklärt und soll eingewiesen werden. Dazu kommt es jedochnicht, stattdessen beginnt ein weiteres Abenteuer.
Jenny Wons
aus Bergheim
3/5
13.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Fillerband
Die Miss-Peregrine-Reihe von Ransom Riggs gehört zu den originellsten Fantasygeschichten der letzten Jahre. Die Kombination aus düsterer Atmosphäre, viktorianischem Grusel und den faszinierenden „Besonderen“ – Kindern mit übernatürlichen Fähigkeiten – machte die Trilogie zu einem echten Kultfavoriten. Nach dem fulminanten Ende der Hauptreihe war die Erwartungshaltung an die Fortsetzung entsprechend hoch. Der Atlas der Besonderen Kinder setzt die Geschichte fort und versucht, das Universum der Besonderen in eine neue Ära zu führen.
Handlung
Die Geschichte knüpft direkt an die Ereignisse des dritten Bandes (Die Bibliothek der Besonderen Kinder) an. Jacob Portman, unser Protagonist, ist nach seinen Abenteuern in der Welt der Besonderen wieder in der Gegenwart gelandet – in seiner Heimat Florida. Doch statt Frieden zu finden, steht er vor einem neuen Problem: Seine Familie glaubt, er habe den Verstand verloren. Niemand will ihm die unglaublichen Ereignisse glauben, die er erlebt hat, und so droht ihm die Einweisung in eine psychiatrische Klinik.
Zum Glück eilen Emma Bloom und die anderen Schützlinge von Miss Peregrine zu seiner Rettung. Gemeinsam verstecken sie sich, um Jacob zu schützen, und entdecken dabei, dass die Bedrohung für die Besonderen längst nicht vorbei ist. Es gibt Hinweise auf ein geheimnisvolles Netzwerk in den Vereinigten Staaten – Spuren, die Jacobs Großvater Abraham hinterlassen hat. Entschlossen, mehr über dessen frühere Missionen und die unbekannten Seiten der besonderen Welt zu erfahren, brechen Jacob und seine Freunde zu einer gefährlichen Reise quer durch die USA auf.
Was wie ein aufregendes Roadtrip-Abenteuer beginnt, entwickelt sich jedoch bald zu einer Odyssee voller Zwischenstopps, Verwirrungen und emotionaler Spannungen. Alte Feinde scheinen im Hintergrund die Fäden zu ziehen, doch oft verliert sich die Handlung in langen Passagen ohne echten Fortschritt. Am Ende spitzt sich alles zu – allerdings erst spät und weniger spektakulär, als man es von der Reihe gewohnt ist.
Charaktere und Entwicklung
Jacob Portman steht erneut im Mittelpunkt, doch seine Entwicklung fällt gemischt aus. Während er in den ersten drei Bänden als sympathischer, neugieriger und mutiger Held wuchs, wirkt er hier häufig orientierungslos und unentschlossen. Seine innere Zerrissenheit ist nachvollziehbar – schließlich hat er zwischen zwei Welten gelebt –, doch sein Verhalten schwankt stark zwischen Trotz, Selbstmitleid und Überforderung. Das erschwert es, sich wirklich mit ihm zu identifizieren.
Emma Bloom, Jacobs große Liebe, verliert ebenfalls etwas von der Stärke und Reife, die sie in den früheren Bänden ausgezeichnet haben. Ihre Beziehung zu Jacob wirkt angespannt, manchmal sogar künstlich dramatisch. Wo früher echte Emotionen und Zuneigung spürbar waren, gibt es nun Missverständnisse und Streitereien, die der Geschichte eher schaden als Spannung erzeugen.
Die übrigen Besonderen – Bronwyn, Enoch, Millard, Olive und natürlich Miss Peregrine selbst – bleiben leider weitgehend blass. Ihre individuellen Fähigkeiten, die in den ersten Bänden so kreativ in die Handlung eingeflochten waren, spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. Man hat das Gefühl, dass sie mehr als Begleitung denn als eigenständige Figuren fungieren.
Stärken des Buches
Was Ransom Riggs nach wie vor meisterhaft beherrscht, ist die Atmosphäre. Schon ab den ersten Seiten kehrt das Gefühl der Fremdheit, des Geheimnisvollen und leicht Unheimlichen zurück, das die Reihe so besonders macht. Die Mischung aus Magie, alten Fotografien, düsterer Nostalgie und der modernen Welt ist weiterhin einzigartig.
Auch die Idee, die Handlung in die Gegenwart zu verlagern und die Besonderen mit der modernen Realität – Smartphones, soziale Medien, Psychiatrie und Geheimhaltung – zu konfrontieren, ist grundsätzlich faszinierend. Es eröffnet spannende Möglichkeiten, die jedoch in diesem Band nur angedeutet werden. Riggs’ Sprache bleibt bildhaft und detailreich, und er schafft es immer wieder, kleine poetische Momente einzuflechten, die das Lesen lohnenswert machen.
Schwächen des Buches
Der größte Schwachpunkt liegt im Erzähltempo und der Struktur. Der Atlas der Besonderen Kinder fühlt sich über weite Strecken wie ein „Übergangsband“ an – ein Buch, das in erster Linie dazu dient, den Weg für die kommenden Teile zu ebnen. Die Handlung zieht sich, und obwohl die Figuren ständig unterwegs sind, geschieht wenig wirklich Relevantes. Die Spannung entsteht oft erst in den letzten Kapiteln, was den Mittelteil ermüdend wirken lässt.
Zudem verliert Riggs hier ein Stück weit das Gefühl für Balance zwischen Magie und Handlung. In der ursprünglichen Trilogie war jedes Rätsel und jede Begegnung bedeutungsvoll; hier hingegen wirken manche Szenen beliebig oder konstruiert. Auch das emotionale Drama zwischen Jacob und Emma nimmt übermäßig viel Raum ein und wirkt an manchen Stellen forciert.
Ein weiteres Problem ist die Verwirrung durch unklare Informationen. Statt Neugier zu wecken, sorgen manche Plotpunkte eher für Ratlosigkeit, da sie zu vage bleiben oder sich in Andeutungen verlieren. Das führt dazu, dass der Leser mehr verwirrt als gespannt zurückbleibt.
Fazit
Der Atlas der Besonderen Kinder ist ein zwiespältiger Auftakt zur neuen Trilogie innerhalb des beliebten Universums der Besonderen. Einerseits ist es schön, in diese seltsam-schöne, düstere Welt zurückzukehren, die von Ransom Riggs’ einzigartiger Bildsprache und Fantasie lebt. Andererseits fehlt dem Buch die Dynamik, das Geheimnisvolle und die emotionale Tiefe, die die ersten drei Teile so besonders gemacht haben.
Es ist ein Band, der sich liest wie eine Brücke – notwendig, um die Geschichte weiterzuführen, aber nicht stark genug, um allein zu tragen. Wer die Reihe liebt, wird sich über das Wiedersehen mit den Charakteren freuen und die Atmosphäre genießen können. Doch wer auf die Spannung und das Tempo der Originaltrilogie hofft, könnte enttäuscht werden.
Ich persönlich hoffe, dass die folgenden Bände die neuen Handlungsstränge vertiefen und wieder zu der Mischung aus Grusel, Magie und Herz zurückfinden, die Miss Peregrine einst so einzigartig machte.
3 von 5 Sternen!
KittyCatina
3/5
18.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Schwieriger Einstieg, kontruierte, aber spannende Geschichte
Lange ist es her, dass ich den dritten Band der Reihe rund um die besonderen Kinder gelesen habe und ich muss sagen, dass mir der Einstieg in den vierten Band auch deshalb relativ schwergefallen ist. Aber nicht nur die Zeit, welche vergangen ist, war daran schuld, sondern auch das Fehlen eines kleinen Rückblicks. Stattdessen wurden nur ein paar Bruchstücke eingestreut, was im Vorgängerband geschehen ist. Dazu kommt, dass gerade die ersten zwei Kapitel super lang sind und scheinbar kein Ende nehmen wollten.
Besser wurde es dann aber circa ab Seite 150/200, denn ab da beginnt ein wahres Abenteuer, welches Jacob und einen Teil der besonderen Kinder durch halb Amerika schickt, durch verschiedene Zeitschleifen und zu anderen Besonderen mit teils interessanten Fähigkeiten. Hier wurde es richtig spannend und interessant und ich wurde richtig gepackt. Ebenfalls wurden die Kapitel wieder kürzer und prägnanter. Allerdings hat dieses Abenteuer und auch der sonstige Inhalt dieses Bandes nicht viel mit der Beschreibung des Buches und auch dem Titel zu tun. Von einem Atlas oder dergleichen war jedenfalls keine Rede. Genauso fand ich, gab es in diesem Band recht wenige Bilder im Vergleich zu den anderen Bänden, aber das kann auch täuschen.
Was aber Fakt ist, ist, dass mir die Geschichte gerade dann, wenn sie um die Bilder herum gesponnen wurde, teilweise etwas zu konstruiert vorkam. Die Idee an sich finde ich dabei noch immer großartig, aber eine Spur unauffälliger hätten die Beschreibungen schon sein können. Insgesamt fand ich den Schreibstil aber wieder wirklich gut, recht flüssig und gut lesbar.
Was die Charaktere in diesem Buch angeht, so merkt man, dass sie langsam erwachsen werden, nachdem sie nicht mehr an eine Zeitschleife gebunden sind. Sie zeigen pubertäre Anzeichen, lösen sich immer mehr von Miss Peregrine und wollen ihren eigenen Weg gehen. Das führt zu einigen Streitereien und Problemen, die aber auch gut für die Entwicklung der einzelnen Charaktere waren. Nur, was in diesem Buch mit Jacobs Eltern geschieht, fand ich überhaupt nicht gut und zudem recht unlogisch. Hier hätte ich mir für die beiden eine andere Lösung gewünscht.
Insgesamt fand ich diesen Band von allen bisher gelesenen, am schwächsten, aber dennoch nicht schlecht. Er hat halt wirklich lange gebraucht, um in Fahrt zu kommen und das Gefühl, welches ich beim Lesen der ersten drei Bänden hatte, war irgendwie nicht mehr vorhanden. Dennoch bin ich gespannt darauf, wie es mit den besonderen Kindern im fünften Band der Reihe weitergeht.
Bewertung
3/5
19.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Wunderbare und spannende Fortsetzung
Zuerst hatte ich Angst, die Geschichte rund um Jacob und seine besondere Freunde, könnte nach drei Teilen etwas nachlassen aber Riggs hat einen weiteren tollen und spannenden Band geschrieben. Innerhalb kürzester Zeit habe ich den Teil verschlungen und mitgefiebert. Riggs schafft eine atemberaubende Atmosphäre sowie jede Menge Geheimnisse, um Abe, um die Wights usw. die es zu enthüllen gibt. Begleitet wird die Geschichte wie immer mit teilweise etwas gruseligen und verstörenden Bildern, die dem Lesespaß noch Zusatzpunkte verleihen. Ein bisschen nervig fand ich diesmal die Stimmung zwischen Emma und Jacob, da sich Jacob auf der einen Seite als Abes Nachfolger sieht, Emma jedoch nicht von Abe loslassen kann. Deren Beziehungsprobleme stören die Geschichte manchmal etwas. Zum Ende hin wird es nochmal spannend, da wir uns ins New York der 20er Jahre begeben und zum ersten Mal die Rede von einer Prophezeiung ist. Die Charaktere habe ich wahnsinnig lieb gewonnen, besonders Olive, Bronwyn und Claire. Für mich gehört die Reihe auf jeden Fall zu meinen Lieblingen, jedoch würde ich diesem Band „nur“ 3,5 von 5 Sternen geben.
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