München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
17.06.2021
eBook (ePUB)
Eine sehr spannende Nachkriegsgeschichte, die überwiegend in München spielt.
Zum Inhalt
Eine sehr spannende Nachkriegsgeschichte, die überwiegend in München spielt.
Die Autorin entführt uns in das München 1945. Abwechselnd aus der Sicht von Griet und Toni habe ich viele Dinge erfahren, die ich so noch nicht wusste. Es ist eine Zeit der großen Entbehrungen. Der Schwarzmarkt in der Möhlstraße blüht. Besonders Tonis Tante Vew trägt einen großen Teil dazu bei, dass die Familie einigermaßen über die Runden kommt. Die alte Dame stellt liebgewordene Schmuckstücke zur Verfügung, die Toni dann auf dem Schwarzmarkt gegen Lebensmittel eintauscht. Die gutmütige View hat in ihrer Wohnung sämtliche Familienmitglieder aufgenommen. Als sie die holländische Griet aufnehmen müssen, ist der Hausfrieden anfangs empfindlich gestört.
Meine Meinung
Das ist wieder mal eine Geschichte die einem vor Augen führt, welch schlimmen Dinge die Menschen nach dem zweiten Weltkrieg ausgesetzt waren. Ehrliche Menschen sahen sich zu großen Lügen gezwungen, um zu überleben. Nicht jeder KZ_Aufseher hat sein Amt gerne ausgeführt. Dennoch konnte keiner von seiner Schuld freigesprochen werden. Besonders die Geschichte von Griet ist mir sehr nahe gegangen. Kurz bevor der Krieg sein Ende nahm, mussten sie und sämtliche andere Jüdinnen noch einen Gewaltmarsch nach Wolfratshausen überstehen. Dort wurden sie mehr schlecht als recht aufgenommen. Griet musste schon vor ihrer Gefangenschaft stets um ihr Leben kämpfen.
Ich. bin. Griet. Van. Mook. Ich. werde. leben.
Mit diesem Spruch hatte sich Griet selbst Mut zugesprochen, wenn sie fast am Ende ihrer Kräfte schien. Die Amis wurden von der Bevölkerung heiß ersehnt. Versprachen sie doch Rettung aus dem Elend.
Der Schreibstil hat mir Orte und Menschen sehr nahe gebracht. Da ich in der Nähe von München wohne, waren mir einige Orte nicht fremd. Wolfratshausen verbinde ich mit einem Stück Kindheit, da dort die Verwandtschaft meiner Mutter lebte. Als kleines Mädchen konnte mich der Märchenwald in Wolfratshausen verzaubern. Unfassbar dass wenige Jahre zuvor so schreckliche Dinge passiert sind. Die Autorin ist Historikern. Das macht sich beim Lesen bemerkbar. Während sämtliche andere Romane dieses Genres in mindestens zwei Zeitebenen spielen, bleiben wir in dieser durchgehend in der Nachkriegszeit. Zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben waren die Lebensmittelrationen, die jeder Person zustanden. Die Bevölkerung nannte es damals die *Friedhofskarte!* Und nicht mal diese minimalen Mengen konnten die Menschen damals regelmäßig ergattern!
300 Gramm Brot, 30 Gramm Nudeln oder Haferflocken, 20 Gramm Fleisch, 15 Gramm Zucker und sieben Gramm Fett dazu. Dazu ein wenig Milch und ein paar Kartoffeln. (Seite 328 auf meinem Reader)
Dennoch spürt man die Zuversicht, die die Menschen in dieser Zeit hatten. Ganz ehrlich, haben wir, die nach dieser Zeit auf die Welt gekommen sind, einen Grund zu jammern?
Auch Toni fand ich richtig sympathisch. Sie ist *Süchtig nach Büchern* und zeigt uns, dass wir uns oftmals nicht bewusst sind, dass andere Menschen noch viel schlimmere Schicksale erleiden mussten. Sie konnte sich eigene Fehler eingestehen. Für eine Entschuldigung war sie sich nicht zu schade. Ihr Beitrag, zum Unterhalt der Familie, kannte kaum Grenzen. Kein Weg war ihr zu weit. Selten eine Gefahr zu groß.
Fazit
Ich habe schon viele Bücher aus der Kriegs/Nachkriegszeit gelesen. Dies ist für mich das absolut beste bisher. Es konnte mich sprachlich und inhaltlich komplett überzeugen. Erwähnenswert sind die Rezepte im Anhang aus *Gute Kost in magerer Zeit!* Eine fiktive Geschichte mit überwiegend realen Elementen, die jeder gelesen haben sollte.
Danke Teresa Simon (Brigitte Riebe). Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
22.05.2021
eBook (ePUB)
Zum Inhalt Eine sehr spannende…
Zum Inhalt Eine sehr spannende Nachkriegsgeschichte, die überwiegend in München spielt. Die Autorin entführt uns in das München 1945. Abwechselnd aus der Sicht von Griet und Toni habe ich viele Dinge erfahren, die ich so noch nicht wusste. Es ist eine Zeit der großen Entbehrungen. Der Schwarzmarkt in der Möhlstraße blüht. Besonders Tonis Tante Vew trägt einen großen Teil dazu bei, dass die Familie einigermaßen über die Runden kommt. Die alte Dame stellt liebgewordene Schmuckstücke zur Verfügung, die Toni dann auf dem Schwarzmarkt gegen Lebensmittel eintauscht. Die gutmütige View hat in ihrer Wohnung sämtliche Familienmitglieder aufgenommen. Als sie die holländische Griet aufnehmen müssen, ist der Hausfrieden anfangs empfindlich gestört. Meine Meinung Das ist wieder mal eine Geschichte die einem vor Augen führt, welch schlimmen Dinge die Menschen nach dem zweiten Weltkrieg ausgesetzt waren. Ehrliche Menschen sahen sich zu großen Lügen gezwungen, um zu überleben. Nicht jeder KZ_Aufseher hat sein Amt gerne ausgeführt. Dennoch konnte keiner von seiner Schuld freigesprochen werden. Besonders die Geschichte von Griet ist mir sehr nahe gegangen. Kurz bevor der Krieg sein Ende nahm, mussten sie und sämtliche andere Jüdinnen noch einen Gewaltmarsch nach Wolfratshausen überstehen. Dort wurden sie mehr schlecht als recht aufgenommen. Griet musste schon vor ihrer Gefangenschaft stets um ihr Leben kämpfen. Ich. bin. Griet. Van. Mook. Ich. werde. leben. Mit diesem Spruch hatte sich Griet selbst Mut zugesprochen, wenn sie fast am Ende ihrer Kräfte schien. Die Amis wurden von der Bevölkerung heiß ersehnt. Versprachen sie doch Rettung aus dem Elend. Der Schreibstil hat mir Orte und Menschen sehr nahe gebracht. Da ich in der Nähe von München wohne, waren mir einige Orte nicht fremd. Wolfratshausen verbinde ich mit einem Stück Kindheit, da dort die Verwandtschaft meiner Mutter lebte. Als kleines Mädchen konnte mich der Märchenwald in Wolfratshausen verzaubern. Unfassbar dass wenige Jahre zuvor so schreckliche Dinge passiert sind. Die Autorin ist Historikern. Das macht sich beim Lesen bemerkbar. Während sämtliche andere Romane dieses Genres in mindestens zwei Zeitebenen spielen, bleiben wir in dieser durchgehend in der Nachkriegszeit. Zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben waren die Lebensmittelrationen, die jeder Person zustanden. Die Bevölkerung nannte es damals die *Friedhofskarte!* Und nicht mal diese minimalen Mengen konnten die Menschen damals regelmäßig ergattern! 300 Gramm Brot, 30 Gramm Nudeln oder Haferflocken, 20 Gramm Fleisch, 15 Gramm Zucker und sieben Gramm Fett dazu. Dazu ein wenig Milch und ein paar Kartoffeln. (Seite 328 auf meinem Reader) Dennoch spürt man die Zuversicht, die die Menschen in dieser Zeit hatten. Ganz ehrlich, haben wir, die nach dieser Zeit auf die Welt gekommen sind, einen Grund zu jammern? Auch Toni fand ich richtig sympathisch. Sie ist *Süchtig nach Büchern* und zeigt uns, dass wir uns oftmals nicht bewusst sind, dass andere Menschen noch viel schlimmere Schicksale erleiden mussten. Sie konnte sich eigene Fehler eingestehen. Für eine Entschuldigung war sie sich nicht zu schade. Ihr Beitrag, zum Unterhalt der Familie, kannte kaum Grenzen. Kein Weg war ihr zu weit. Selten eine Gefahr zu groß. Fazit Ich habe schon viele Bücher aus der Kriegs/Nachkriegszeit gelesen. Dies ist für mich das absolut beste bisher. Es konnte mich sprachlich und inhaltlich komplett überzeugen. Erwähnenswert sind die Rezepte im Anhang aus *Gute Kost in magerer Zeit!* Eine fiktive Geschichte mit überwiegend realen Elementen, die jeder gelesen haben sollte. Danke Teresa Simon (Brigitte Riebe). Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.
Bewertung
aus Wiedenzhausen
5/5
13.02.2021
eBook (ePUB)
Spannend bis zum Schluss...
Voller Spannung habe ich das neue Buch „Glückskinder“ der Autorin Teresa Simon erwartet. Ich mag die Bücher der Autorin, weil sie vorab hervorragend recherchiert und ihre interessanten Romane deshalb für mich immer wieder wie ein lehrreicher Geschichtsunterricht sind, in dem es mir nicht langweilig wird. Im Gegensatz zu den vorherigen Teresa-Simon-Büchern, spielt diesmal die Handlung nicht in zwei Zeitebenen, sondern nur in einer. Aber auch diese Erzählweise gefiel mir ausgesprochen gut. Ich konnte mich von Beginn an sehr gut reinfinden in die Geschichte um die beiden Hauptprotagonistinnen und war durchweg von der Handlung gefesselt. Dieses Buch hat mich sehr berührt und ich werde es definitiv weiterempfehlen. Herzlichen Dank an Teresa Simon für diesen Lesegenuss.
Bewertung
aus Kaarst
5/5
08.02.2021
eBook (ePUB)
Großartige Geschichte, ein wunderbares Buch
Teresa Simon ist allen Fans von historischen Büchern durch ihre „Blumen-Reihe“ (wie ich sie nenne) bekannt. Nun hat die Autorin ein neues Buch veröffentlicht und so gern ich die Blumen-Reihe mochte, „ Glückskinder“ stellt sie in den Schatten.
Ab Seite 1 war ich verzaubert von dieser vielschichtigen Geschichte rund um die jungen Frauen Toni und Griet, die sich im Nachkriegs-München durchschlagen müssen. Und obwohl sie, gezwungenermaßen, zusammenleben, dauert es, bis sie erkennen, wie sehr ihre Freundschaft sie weiterbringen wird und wichtig ist, um zu überleben in dieser rauen Zeit.
Klappentext: München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ...
Sowohl Toni als auch Griet sind mir während des Lesens ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Denn das Leben war alles andere als einfach – Lebensmittel gab es kaum und wenn, dann nur zu vollkommen überteuerten Preisen, die ein Normalsterblicher nicht zahlen konnte. Beide Frauen schlagen sich auf ihre Art durch diese sehr schwierige Zeit, die Kälte, den Hunger. Und so haben sie auch schöne Momente, die man durch den tollen Stil der Autorin geradezu miterlebt. Die Liebe spielt natürlich auch eine Rolle, eine, die es für Toni und Griet noch aufregender macht.
Teresa Simon, das Pseudonym der Autorin Brigitte Riebe, ist Historikerin und das merkt man. In „Glückskinder“ steckt so offenbar viel Recherche über die Nachkriegsjahre, die einem mit einer einzigartigen Leichtigkeit in der Geschichte nahegebracht wird.
Historische Romane sind momentan wirklich mein Faible, aber Teresa Simon hat mit „Glückskinder“ einen außergewöhnlich kurzweiligen, spannenden und tollen Roman geschrieben, den ich jedem empfehlen kann und möchte.
Ich hoffe sehr auf einen zweiten Teil der Glückskinder, denn ich möchte wissen, wie es mit Toni und Griet weiter geht. Vielleicht habe ich ja Glück!
Lerchie
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Berührend und spannend
1945 in München. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße ist viel los. Es gibt viel für horrende Preise zu kaufen und Kaffee, Schokolade etc. wechseln den Besitzer. Ton hat ihr Zuhause Verloren und wohnt jetzt bei ihrer Tante Vev. Auch sie versucht, für die Familie auf dem Schwarzmarkt das Nötige zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet trifft, kann sie sie zunächst überhaupt nicht leiden. Doch Griet hat eine schwere Zeit hinter sich, was Toni nicht weiß. Griet will auch nicht darüber sprechen. Doch die beiden könnten einander helfen, aber das geht nur wenn sie ehrlich zueinander sind und vor allem auch die Vorurteile überwinden…
Meine Meinung
Ich habe schon viele Bücher der Autorin gelesen und auch bei diesem Buch haben sich meine Erwartungen voll erfüllt. Es ließ sich durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil der Autorin wieder leicht und flüssig lesen, keine Unklarheiten im Text. Schon der Prolog machte mich extrem neugierig. Das eigentliche Buch fängt dann erst etwa drei Jahre später an. Griet, eine junge Holländerin, die im KZ gelandet ist, muss einen Gewaltmarsch hinter sich bringen und ist bemüht, ihren Leidensgenossinnen zu helfen. Tonis Cousin Benno ist kriegsversehrt und hat entsprechend schlechte Laune, weil er keinen Arbeitsplatz findet. Als dann die Amis kann Griet in München arbeiten und lernt Toni kennen. Dann gibt es da noch Louis den Windhund der alle Mädchen verrückt macht und Dan Walker, einen Captain der amerikanischen Armee. Außerdem sind noch der Bruder von Toni, Max, und ihr Vater Ferdinand vermisst. Es ist spannen und auch sehr berührend beschrieben, wie Griet, sowie Toni und ihre Verwandten die erste Zeit nach dem Krieg überstanden. Das Buch hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen, ich litt mit den beiden jungen Frauen und ich freute mich mit ihnen, und über den Windhund Louis schüttelte ich den Kopf. Ich konnte ihn nicht wirklich einordnen: War er jetzt gut und eben nur ein Windhund, oder gehörte er ungesetzlichen bzw. verbrecherischen Kreisen an? Eine Person hat mich sehr überrascht, aber wer und weshalb werde ich hier nicht verraten, das muss der geneigte Leser selbst herausfinden. Wenn er das Buch liest, wird er es wissen. Es war auf jeden Fall spannend von Anfang an und ich habe wieder einiges erfahren, was ich so nicht wusste. Außerdem hat es mich auch sehr gut unterhalten, ich konnte alles um mich herum vergessen. Daher von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.
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