Produktbild: Fräulein Paula und die Schönheit der Frauen

Fräulein Paula und die Schönheit der Frauen Roman

24

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.08.2020

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

19,9/13,5/3,5 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Lichtgrau / Aubergine

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3655-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.08.2020

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

19,9/13,5/3,5 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Lichtgrau / Aubergine

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3655-9

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Elke Seifried

    aus Gundelfingen

    5/5

    02.09.2020

    Buch (Taschenbuch)

    wenn Frauen zu kämpfen haben, aber auch zu Maschenmillionärinnen werden können

    Als Paula auf der Suche nach Arbeit durch die Trümmer der Stadt stapft, fällt ihr Blick auf eine gut gekleidete Frau und sofort ist ein Wunsch in ihr entfacht, „Paula wollte sich endlich wieder einmal zurechtmachen, mit guter Kleidung und den richtigen Accessoires betonen, was sie an sich mochte – sich schön fühlen. Sie wollte vor den Schaufenstern am Jungfernstieg entlangflanieren und davon träumen, sich einen schicken Stoff oder ein Kleid zu kaufen. Und sie wusste, dass es vielen Frauen so ging wie ihr.“ Der Krieg hat ihr so viel genommen, auch ihre große Liebe, aber das muss ein Zeichen dafür sein, dass es auch wieder bergauf gehen muss. Und tatsächlich fällt ihr Blick wenig später auf die Anzeige, „Vertrauenswürdige Person mit Englischkenntnissen und technischem Verständnis ab sofort gesucht. Gute Bezahlung. Interessenten melden sich bitte im 1. Stock bei Röbcke.“ und schon steht sie vor ihrem neuen Chef, der überzeugt von sich und seiner Geschäftsidee ist. „Achtzehn Millionen Frauen in den Westzonen gehen barfuß, weil es in ganz Deutschland keine Firma mehr gibt, die Strümpfe herstellen kann. Die haben immer in Sachsen gestanden, und die wenigen Strumpffabriken, die noch produzieren dürfen, verkaufen nicht in den Westen, um ein Druckmittel gegen die Amerikaner und die Briten in Händen zu haben.« Er schnaubte. »Die Frauen wollen Strümpfe, und ich werde sie ihnen verkaufen. Wer, wenn nicht ich?“ Als Leser lernt man Paula bei der Arbeitssuche kennen und wird dann Zeuge, wie sie Wilhelm Röbcke, trotz seiner Bedenken einer Frau gegenüber, als Angestellte, schnell mit ihren pfiffigen Ideen und ihrer Schlagfertigkeit um den Finger wickelt und so die Stelle ergattert. Während man sich nun mit ihr mit Feuereifer in die Arbeit stürzt, gemeinsam mit dem in Sachsen enteigneten Strumpffachmann einen Betrieb aus Nichts aus dem Boden stampft und dabei nicht nur einmal um den Erfolg des Projekts bangen muss, darf man sie auch bei ihrem spärlichen Privatleben begleiten. „Paula wohnte mit ihren beiden Schwestern in dem einen und ihre Mutter im anderen Zimmer, dazu kam eine winzige Küche, die zum Glück ein Fenster mit einer breiten Fensterbank außen hatte, wo sie jetzt im Winter ihre wenigen Lebensmittel lagern konnten. Alles war besser als die Nissenhütten an der Schwenckestraße, wo sich zwei Familien eine dieser Wellblechhütten ohne Heizung teilen mussten.“ Für Liebesdinge bleibt Paula kaum Zeit, doch eine zufällige Begegnung in der Straßenbahn bringt sie gehörig ins Wanken und auch für den britischen Major gilt, „Felix Robinson folgte ihr nachdenklich mit den Augen. Was für eine mutige Frau, dachte er. Sich einfach mit einem Offizier der Besatzungsmacht anzulegen. Und dabei ging es noch nicht einmal um sie selbst. Hübsch war sie auch, mit ein paar Pfund mehr auf den Rippen und ein paar Sorgen weniger, wäre sie eine Schönheit.“ Doch eine einfache Liebe gibt es für die beiden nicht, denn Paula hat immer noch Schuldgefühle, dass ihr geliebter Konrad ihrer Leichtsinnigkeit wegen, der Gestapo zum Opfer gefallen ist, und auch Felix kann seinen Hass auf die Deutschen kaum im Zaum halten, ganz abgesehen davon, dass ihn auch beruflich der Weg direkt zu Paula führt und das sollte doch streng vom Privaten getrennt bleiben. Das Leben in Trümmern, die Währungsreform, die Berlin-Blockade und auch der Beginn des Aufschwungs. Die Autorin entführt mit ihrem Roman gekonnt in die Nachkriegszeit und lässt dort auch die Rolle der Frau in der damaligen Gesellschaft gut nacherleben. Die Männer kehren aus dem Krieg heim, klar, dass sie Arbeitsplätze und das Sagen sofort wieder übernehmen und Frauen bei vielem wieder deren Einverständnis und Unterschriften benötigen. So hat man es nicht nur mit Paula schwer, gegen das Misstrauen Frauen gegenüber anzukämpfen und sich eine Position und vor allem auch die dazu nötige Anerkennung zu verschaffen, auch bei Schwester Gertrud heißt es, kämpfen und nicht den Weg des Hausmütterchens gehen, denn für sie gilt, »Glück brauch ich nicht, ich brauch ein dickes Fell, um diese Männer zu ertragen.« Gut versorgt, am liebsten mit einem amerikanischen Soldaten, das wäre schon eher Uschis Traum. Hamburg wird lebendig in diesem Roman und man erfährt nicht nur viele Details zu den Zerstörungen, sondern darf nach und nach auch wieder in den schönen Ecken flanieren. In der Strumpfwelt konnte ich ebenfalls dazu lernen. Der lockere, äußerst kurzweilige Sprachstil der Autorin liest sich flüssig und ich bin geradezu durch Paulas Geschichte gerauscht. Sie beschreibt emotional, man kann mit Paula fiebern und hoffen und immer wieder darf auch geschmunzelt werden, wofür vor allem Uschis forsche Art und auch Paulas schlagfertige Antworten sorgen. So hatte ich hier mit liebenswert ausgearbeiteten Hauptdarstellern äußerst kurzweilige Unterhaltung. Paula habe ich schnell in mein Herz geschlossen, denn so oberflächlich, dass es ihr nur ausschließlich um ein tolles Aussehen ginge, ist sie nicht, auch wenn ihr dies viel bedeutet. Richtig toll gezeichnet ist auch die burschikos, resolute Schwester Gertrud, die ihren ganz eigenen Kopf hat. Was habe ich mich gefreut, dass Paula am Ende sagen kann, »Ich bin froh, dass ich endlich den Menschen kennenlerne, der meine Schwester so glücklich macht.«. Mit der forschen Uschi, die ihr Lebensglück sucht hatte ich großes Vergnügen und so macht sie das Geschwistertrio abwechslungsreich und lebendig. Großes Glück hatte Paula sicher mit ihrem Chef Willi Röbcke mit seiner herzlichen Art. Felix ist mit seinen Bedenken und Gefühlen richtig authentisch und gelungen gezeichnet, wie auch die kleineren anderen Mitspieler. »Als wäre mit einem Paar Strümpfe die Welt in Ordnung.« »Manchmal ist sie das. Zumindest macht es sie schöner.« »Entschuldige.« »Ich nehme an, bei dir muss es immer noch die ganz große Politik sein?« »Ich weiß, dass ich recht habe.« »Euren Leuten geht es schlechter als denen drüben, das ist unübersehbar.« »Wenn du Konsum meinst, dann stimme ich dir zu. Aber es gibt wichtigere Dinge. Gerechtigkeit. Frieden.« »Wenn man Hunger hat? Und kratzende Wollstrümpfe tragen muss, weil eine Partei meint, mit Nylons Politik machen zu müssen?« Klar mögen vielleicht Nylonstrümpfe nicht die schwerwiegendsten Themen der Nachkriegsgeschichte sein, aber auch ein Ausflug in diese Welt macht ein Geschichtsbild rund und deshalb kann ich diesen herrlich leichten, unterhaltsamen Roman nur empfehlenswerte 5 Sterne verleihen.

  • J. Kaiser

    5/5

    31.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Empfehlenswert

    Vorliegend ist ein unterhaltsamer Roman über Mode in der Nachkriegszeit entstanden. Paula Rolle ist 1948 gerade 29 Jahre alt. Ihre Mutter und die zwei jüngeren Geschwister wohnen beengt in einer kleinen Wohnung. Die Menschen erholen sich langsam und in der Wirtschaft mangelt es an den Rohstoffen. Paula erhält einen Job als Assistentin von Unternehmers Röbke. Mit verschiedenen Unterstützern kann er in Amerika eine Strumpfmaschine kaufen. Er möchte seine Alba-Strümpfe endlich produzieren und den deutschen Frauen etwas chic verpassen. Immer kreuzen sich die Wege von Paula und dem britischen Offizier Felix. Er hat sich in ihr Herz geschlichen. Und da steht plötzlich ihre grosse Liebe Konrad vor ihr. Die Geschichte überzeugt mit den lebensnahen Charakteren. Es ist hier alles vertreten was eine gute Geschichte ausmacht, Liebe, Geheimnisse und viel Spannung. Von mir eine Leseempfehlung unbedingt lesen es lohnt sich.

  • Dreamworx

    aus Berlin

    5/5

    17.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    ​Die Maschenmillionärin 1948…

    ​Die Maschenmillionärin 1948 Hamburg. Die 29-jährige Paula Rolle lebt nach dem Krieg mit ihrer Mutter Wilhelmine und ihren beiden jüngeren Schwestern Gertrud und Uschi beengt in einer kleinen Wohnung. Ihren Verlobten Konrad hat Paula während des Krieges verloren und seither keinen Mann mehr an sich herangelassen. Mehr schlecht als recht schlagen sie sich durchs Leben, müssen viele Dinge entbehren, erst langsam erholen sich die Menschen und vor allem die Wirtschaft, es mangelt noch an vielem. Durch eine glückliche Fügung ergattert Paula einen Job als rechte Hand des Unternehmers Röbke, der in Hamburg sein Strumpfimperium wieder aufbauen will, nachdem ihm die Russen seine Fabrik in Sachsen zerstört haben. Mit innovativen Ideen, gutem Geschäftssinn und der Unterstützung durch die englischen Besatzungsmächte hat Röbke schon bald das Geld für die Strumpfmaschinen zusammen, die er gemeinsam mit Paula in Amerika kauft und nach Deutschland verschiffen lässt, um endlich mit der Produktion loszulegen und den deutschen Frauen mit den neuen Alba-Strümpfen ein Stück mehr Chic zu verleihen. Der britische Offizier Felix Robinson, der schon öfters Paulas Weg kreuzte, schleicht sich langsam in ihr Herz, aber irgendwas hat er zu verbergen. Und dann steht da auf einmal auch noch Konrad leibhaftig vor ihr... Caroline Bernard hat mit „Fräulein Paula und die Schönheit der Frauen“ einen sehr unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt, der den Leser von der ersten Seite an zu faszinieren weiß. Der flüssig-leichte und gefühlvolle Erzählstil gewährt dem Leser nicht nur eine Zeitreise in die Nachkriegszeit, sondern lässt ihn sich auch in der beengten Wohnung der Rolles niederlassen, um dort die Geschicke von Paula und ihrer Familie hautnah mitzuerleben. Die Autorin spiegelt nicht nur den damaligen Zeitgeist wieder, indem sie die beschwerliche Beschafftung von Lebensmitteln und den Wiederaufbau des zerstörten Hamburgs in ihre Geschichte mit einfließen lässt, sondern macht auch deutlich, wie sehr die damaligen Besatzungsmächte zum Aufbau beitrugen und ihren Einfluß geltend machten. Wunderbar authentisch wird der Kampfgeist und der Optimismus von Paula deutlich, die mit immer neuen Ideen sogar eine ihrer Schwestern ansteckt. Unverheiratete Frauen hatten es damals schwer, eine Arbeit zu finden bzw. durften manche Dinge gar nicht ausüben. Zusätzlich erschwerte ihnen die Rückkehr der Männer aus dem Krieg die Möglichkeit, einen Broterwerb zu finden. Umso erfrischender ist Paula als Protagonistin, die mit ihrem Chef Röbke natürlich auch viel Glück gehabt hat, ist dieser doch neuen Ideen nicht abgeneigt. Der historische Hintergrund ist wunderbar mit der Handlung verwebt und lässt den Leser den langsamen Aufschwung eines Unternehmens miterleben, der den Frauen ein wenig Luxus schenkt. Die Charaktere sind liebevoll mit glaubhaften menschlichen Eigenschaften ausgestaltet. Sie wirken authentisch und vor allem sehr lebendig, so dass der Leser sich als Teil ihrer Gemeinschaft fühlt und mit ihnen hofft, bangt und fiebert. Paula ist einen offene und freundliche Frau mit viel Ideenreichtum. Sie ist selbstbewusst und mitfühlend, trägt ihr Herz auf der Zunge. Innerlich trauert sie um eine alte Liebe und fühlt sich schuldig. Röbke ist eine Seele von Mensch, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sich gut um seine Mitarbeiter kümmert. Gertrud ist burschikos, aber grundehrlich, doch sie hütet ein Geheimnis. Felix ist ein netter Mann, der nicht mit offenen Karten spielt. Uschi ist ein vorlautes Ding, das ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Aber auch Konrad, Frau Schostack, Wilhelmine und Otto spielen wichtige Rollen innerhalb der Handlung und geben ihr zusätzlich Spannung. „Fräulein Paula und die Schönheit der Frauen“ überzeugt mit einer lebensnahen, warmherzigen Handlung und tollen Charakteren. Geheimnisse, Liebe und Intrigen machen die Geschichte rundum kurzweilig und gelungen. Absolute Leseempfehlung für eine wunderbare Geschichte – Chapeau!

  • Kristall86

    aus an der Nordsee

    4/5

    18.11.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Klappentext: „Hamburg, 1948:…

    Klappentext: „Hamburg, 1948: Obwohl es an allem mangelt, ist Paula fest entschlossen, die Schönheit in ihr Leben zurückzuholen – das Trümmergrau soll endlich Farbe weichen. Mit ihrem Gespür für Mode wird Paula die rechte Hand eines Strumpffabrikanten und kämpft gegen alle Hürden der Nachkriegszeit darum, den Frauen ihre heißbegehrten Nylons zu verschaffen. Schon bald erreicht sie viel – und kann dennoch nicht vergessen, dass sie im Krieg ihre große Liebe verloren hat. Dann begegnet sie einem britischen Offizier, doch der scheint nur die Geschäfte ihres Chefs kontrollieren zu wollen.“ Ich kenne Caroline Bernards Bücher und mag ihren Schreibstil sehr. Auch in diesem Buch „Fräulein Paula und die Schönheit der Frauen“ wurde ich nicht enttäusch. Bernard hat mit Paula eine sehr selbstbewusste und mutige Figur geschaffen, die einen ab der ersten Seite gleich mit an die Hand nimmt und mitreißt. Man muss Paula folgen und mit ihr Schritt halten, denn ihr Tempo ist recht zügig. Paula hat Power für 10 und das, wo doch gerade der Krieg vorbei ist. Ihr Mut und ihre Energie stecken nicht nur uns Leser an, sondern auch die anderen Protagonisten im Buch (kurzum hat Bernard hier wirklich sehr gut die Fäden zusammen laufen lassen). Ihr Traum und ihre Lust, den Frauen wieder ein bisschen Weiblichkeit zu geben, gelingt ihr mühsam, aber es gelingt. Auch das Thema „Liebe“ kommt hier natürlich nicht zu kurz und wird wohldosiert von Bernard eingebaut. Ihr Schreibstil und ihre Wortwahl sind wieder gekonnt flüssig. Dennoch gab es hier und da Stellen, die etwas zu viel des Guten waren und in meinen Augen nicht so ausgeschmückt hätten werden müssen wie es Bernard getan hat - egal, denn das Buch mit Paulas Geschichte ist wirklich lesenswert und bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Birkenfeld

    5/5

    14.01.2021

    Hörbuch (CD)

    junge Modeschöpferin im Nachkriegsdeutschland

    "Fräulein Paula und die Schönheit der Frauen" lautet der Titel dieses historischen Romans der Autorin Caroline Bernard. Thematisch handelt dieser von einer jungen Frau, die im Nachkriegsdeutschland die Welt der Mode neu erfindet. Das dazu veröffentlichte Hörbuch ist im Steinbach-sprechende-Bücher-Verlag veröffentlicht worden und wird gelesen von Svenja Pages. Die Handlung selbst spielt in Hamburg im Jahre 1948. Obwohl es in den Nachkriegsjahren an allem mangelt, ist die junge Frau und Protagonistin Paula fest entschlossen, die Schönheit wieder in ihr Leben zurückzuholen. Trübsal und das Trümmergrau soll durch Fröhlichkeit, Unbeschwertheit und Farbe ersetzt werden. Mit einem außergewöhnlichen Sinn für Mode wird Paula durch einige Umwege und Zufälle zur rechten Hand eines Strumpffabrikanten. Allen Hürden und Steinen, die ihr in den Weg gelegt werden, zum Trotz, kämpft sie darum den Frauen nicht nur ihre heißbegehrten Nylons sondern auch ein Stück ihrer Würde wiederzuerlangen. Dabei kann sie jedoch nicht vergessen, dass sie im Krieg ihre große Liebe verloren hat. Schließlich begegnet sie einem attraktiven britischen Offizier. Doch dieser scheint nur die Geschäfte ihres Chefs kontrollieren zu wollen... Auf Grund der guten und sehr lebhaften Beschreibungen schafft es die Autorin schon nach wenigen Kapiteln das Leben und die Zeit im Nachkriegsdeutschland zum Leben zu erwecken. Authentisch wird die Geschichte erzählt. Die Figuren sind dabei mit viel Liebe ins Detail ausgearbeitet worden. Dies merkt man deutlich, so hat doch jeder der einzelnen Charaktere seine individuellen Eigenschaften. Besonders in die Hauptfigur Paula konnte ich mich gut hineinversetzen. Sie ist eine mutige und selbstbewusste junge Frau, die sich gerne für andere einsetzt. Ebenso wie eine ihrer Schwestern ist sie sehr taff. Viel hat sie schon durchgemacht, der Krieg ging auch an ihr nicht spurlos vorbei, so kämpft sie doch immernoch mit dem Verlust ihres Verlobten sowie der Ungewissheit seiner Existenz. Der historische Hintergrund sowie die Thematik der Mode bzw. der Strumpfwelt an sich sind von der Autorin gut recherchiert worden und werden logisch/ nachvollziehbar geschildert. Die Geschichte überzeugt zudem durch ihre warmherzige Handlung sowie einem konstanten Spannungsbogen. Auch die Auflösung am Ende des Buches ist der Autorin auf wunderbare Art und Weise gelungen. Definitiv fünf Sterne und eine klare Empfehlung.

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