Der goldene Herbst 1518 neigt sich dem Ende. Sechs Jahre sind vergangen, seitdem der berühmte Magier Johann Georg Faustus aus Nürnberg geflohen ist. Sein Ruhm ist gewachsen, selbst an den Höfen von Herzögen, Grafen und Bischöfen sucht man seinen Rat. So als würde der Herrgott – oder sein böser Gegenspieler? – eine schützende Hand über ihn halten. Gemeinsam mit seinem neuen Gefährten Karl Wagner und der jungen Gauklerin Greta, seiner Ziehtochter, reist er als Quacksalber und Astrologe durch die Lande. Doch Johann spürt, dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm ist. Sein Erzfeind Tonio ist noch nicht besiegt. Tief im Inneren weiß Johann, dass das Böse zurückkehren und erneut seine Hand nach ihm ausstrecken wird …
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Tauriel
aus Wuppertal
5/5
23.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Das Böse ist immer und überall
Es handelt sich hier um die Fortsetzung des ersten Bandes, der unter dem Namen „Der Spielmann“ erschienen ist. Es ist von Vorteil, den ersten Teil zu kennen, das macht diese Erzählung plausibler, auch wenn der Autor öfter Rückblicke aufblitzen lässt.
Der Lesegenuss ist eindeutig dadurch höher.
Durch den flüssigen und mitreißenden Schreibstil bin ich gut in die Geschichte um Johann Georg Faustus, genannt „der Glückliche“ hineingekommen.
Mittlerweile schreibt man das Jahr 1518 und Faustus entwickelt sich zu einem Getriebenen, um sich und seine Schützlinge vor dem Bösen zu bewahren.
Bildgewaltig lässt der Autor hier das 16.Jahrhundert aufleben. Er schreibt auch hier detailliert und fundiert über das damalige Leben, den Zeitgeist, den Aberglauben und den Ablasshandel. Weiterhin sind Fausts einträgliches Geschäft Gaukelei, Taschenspielertricks und Scharlatanerie.
Auf dem Weg mit Faustus und seinen Gefährten begegnen wir berühmten Personen,wie Leonardo da Vinci
Raffael,Michelangelo und Martin Luther.
Auch die Laterna Magica kommt wieder zum Einsatz.
Die Spannung steigt und wird bis zum fulminanten Ende gehalten.
Am Ende des Buches befindet sich ein Reisebericht,wo noch Spuren von Johann Georg Faustus zu entdecken sind.
Fazit:
Eine absolut lohnende Reise ins Mittelalter.
Bewertung
aus Lahnau
5/5
24.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Der Lehrmeister. Einfach Klasse
Pötzsch liest sich wie immer. Einfach Klasse! Das Buch kann man nicht aus der Hand legen. 4 Tage! Wo bleibt der nächste Band von ihm
Tauriel
aus Wuppertal
5/5
23.11.2022
eBook (ePUB 3)
Das Böse ist immer und…
Das Böse ist immer und überall Es handelt sich hier um die Fortsetzung des ersten Bandes, der unter dem Namen „Der Spielmann“ erschienen ist. Es ist von Vorteil, den ersten Teil zu kennen, das macht diese Erzählung plausibler, auch wenn der Autor öfter Rückblicke aufblitzen lässt. Der Lesegenuss ist eindeutig dadurch höher. Durch den flüssigen und mitreißenden Schreibstil bin ich gut in die Geschichte um Johann Georg Faustus, genannt „der Glückliche“ hineingekommen. Mittlerweile schreibt man das Jahr 1518 und Faustus entwickelt sich zu einem Getriebenen, um sich und seine Schützlinge vor dem Bösen zu bewahren. Bildgewaltig lässt der Autor hier das 16.Jahrhundert aufleben .Er schreibt auch hier detailliert und fundiert über das damalige Leben, den Zeitgeist, den Aberglauben und den Ablasshandel. Weiterhin sind Fausts einträgliches Geschäft Gaukelei, Taschenspielertricks und Scharlatanerie. Auf dem Weg mit Faustus und seinen Gefährten begegnen wir berühmten Personen,wie Leonardo da Vinci Raffael, Michelangelo und Martin Luther. Auch die Laterna Magica kommt wieder zum Einsatz. Die Spannung steigt und wird bis zum fulminanten Ende gehalten. Am Ende des Buches befindet sich ein Reisebericht,wo noch Spuren von Johann Georg Faustus zu entdecken sind. Fazit: Eine absolut lohnende Reise ins Mittelalter.
Elke
aus Heiligenhaus
5/5
19.04.2020
eBook (ePUB 3)
So macht Geschichte Spaß
Die Fortsetzung von Band 1 ist genauso spannend, lehrreich und erhellend, weiterhin in einem flüssigen, der Zeit angemessenen Stil geschrieben und um Etliches besser als Goethes 2. Teil. Da habe ich nämlich nicht durchgehalten und irgendwann abgebrochen.
Auch in Band 2 präsentieren sich dem aufmerksamen Leser einige bekannte Zitate, die im Anschluss allesamt aufgeführt werden (ich gebe zu, dass ich bei weitem nicht alle entdeckt habe). Außerdem gibt es wieder eine Reiseroute mit interessanten Wander-Tipps, die mich eventuell nach Corona inspirieren werden.
Der Inhalt dieses Buches, in welchem Faust an einer rätselhaften Krankheit zu leiden beginnt und sich endlich Gretchen gegenüber offenbart, ist angereichert mit viel Leid, Kampf und Trauer. Doch die Suche nach Tonio, seinem Widersacher, lässt Faust keine Ruhe. Es grenzt an Besessenheit. Und so ist es kein Wunder, dass er den für ihn eingefädelten Weg beschreitet und sich letztendlich dem Bösen stellt. Nicht nur die Gegenden, auch die Figuren sind hervorragend beschrieben und detailliert ausgeführt, so dass ich mich vollständig aus dem Hier und Jetzt lösen und in der Vergangenheit an Orten wandeln konnte, die ich noch nie gesehen habe.
So macht Geschichte Spaß! Ich habe jede einzelne Seite genossen und das Buch über Ostern vollständig lesen können. Oliver Pötzsch versteht es hervorragend, die tatsächlichen Begebenheiten mit dem Merkwürdigen, Mysteriösen und Rätselhaften zu kombinieren und eine Story zu schaffen, die einen nicht mehr loslässt. Ich bin stark beeindruckt und habe mit Sicherheit nicht das letzte Buch dieses Autors gelesen. Ich gebe die volle Punktzahl und bedanke mich ganz herzlich beim Verlag und NetGalley.de für das Leseexemplar.
smartie11
5/5
06.12.2019
eBook (ePUB 3)
Eine meisterhaft erzählte Fortsetzung voller Spannung, Intrigen, Überraschungen und atmosphärischem Zeitgeist
„Wer mir die Hand reicht, den ziehe ich unter die Erde. Früher oder später. Irgendwann klopfe ich auch an deine Türe, Johann.“ (S. 44)
Meine Meinung:
„Der Lehrmeister“ ist die Fortsetzung des sehr empfehlenswerten Romans „Der Spielmann“, in dem Bestsellerautor Oliver Pötzsch einer der wohl geheimnisvollsten Personen der deutschen Geschichte, Doktor Johann Georg Faust(us) (geboren vermutlich 1478), ein eigenes Denkmal gesetzt hat. Die Ereignisse knüpfen an Band 1 an und ich würde niemandem empfehlen, den „Lehrmeister“ zu lesen, ohne den „Spielmann“ zu kennen.
Mittlerweile scheint Faust von einer rätselhaften Krankheit befallen zu sein, die ihn immer mehr zu einem Schatten seiner selbst werden lässt. Gleichzeitig hat der Papst persönlich, Medici-Sprössling Leo X, seinen Gesandten Viktor von Lahnstein geschickt, um Faust nach Rom zu schaffen. In einer spektakulären Aktion entkommen Faust, seine Tochter Greta und sein getreuer Adlatus Karl Lahnstein, denn Faust fürchtet, dass ihm in Rom der Prozess gemacht werden soll. Daraufhin entspinnt sich eine Odyssee quer durch das Europa des 16. Jahrhunderts, auf der es mehr als einmal brandgefährlich, sehr düster und oft sehr knapp für Faust und seine Gefährten wird.
Wie schon in Band eins hat mich auch dieses Buch wieder sofort tief in seinen Bann gezogen. Auch diesmal gelingt es Autor Oliver Pötsch scheinbar ganz mühelos, eine unglaublich spannende und immer wieder überraschende Geschichte mit einem faszinierenden und extrem atmosphärischen Bild der damaligen Zeit zu kombinieren, in der die Menschheit zwischen dem dunklen Mittelalter und der aufkeimenden Neuzeit steht. So begegnen einem als Leser auch in diesem Buch wieder allerhand Namen bedeutender Zeitgenossen, wie etwa Martin Luther, Raffaello Santi, Heinrich dem VIII, Franz I oder auch Leonardo da Vinci, dem in diesem Buch sogar eine tragende Rolle zukommt! Pötzsch hat sich also einen extrem faszinierenden Protagonisten in einer sehr spannenden Zeit ausgesucht! Dazu kommt ein sehr geschicktes Händchen für geheimnisvolle und mythenumwobene Schauplätze.
Erneut war ich begeistert davon, wie Oliver Pötzsch historisch belegte Fakten mit Fiktion verknüpft und mit Mystery-Elementen versieht. Waren in Band 1 die Mystery-Elemente nur geschickt angedeutet, sind diese nun nicht mehr „wegzudiskutieren“ – was mir persönlich aber sehr gut gefallen hat und einen runden Bogen über die Geschichte schlägt. Zum Ende krönt die Geschichte ein wahrhaft infernales Setting und Faust läuft einmal mehr zu Höchstform auf.
Neben dieser unglaublich bewegten und fesselnden Lebensgeschichte besticht dieses Buch aber auch durch seine liebevolle Gestaltung mit Lesebändchen und farbigen Karten auf den Umschlaginnenseiten (vorne Europa mit den wesentlichen Handlungsorten und hinten eine Karte Roms) sowie insbesondere durch den wunderbaren Schreibstil des Autors, der sich mitunter einer ausgefallenen Wortwahl bedient (z.B. gravitätische Bewegungen) und es immer wieder schafft, die Atmosphäre mit treffenden Worten zu transportieren und – oft sehr düstere – Bilder im Kopf entstehen zu lassen („Das Unheimlichste aber waren seine Augen, sie waren schwarze Löcher, uralte, tiefe Krater, auf deren Grund das Böse schimmerte wie eine ölige Pfütze.“ - S. 164).
Ein wahres Lesevergnügen, vielen Dank, Oliver Pötzsch!
FAZIT:
Anders als Shakespeare hat Oliver Pötzsch es geschafft, eine fantastische Fortsetzung zu „Faust 1“ zu schreiben!
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