Der seit Wochen vermisste Fynn erscheint überraschend auf einer Party und bricht dort kurz darauf tot zusammen. Seine letzten Worte geben Rätsel auf. Sind sie ein Hinweis auf Fenja und Yannick, die ebenfalls spurlos verschwunden sind? Jegliche Ermittlungsansätze scheinen die Hamburger Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoğlu von der Lösung des Falls eher wegzuführen. Doch ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit, um die beiden Jugendlichen zu finden …
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Alsterschwan
aus Hamburg
5/5
16.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Von der Schwierigkeit, ein…
Von der Schwierigkeit, ein Alsterschwan zu sein... Regine Seemann hat mit ihrem 3. Titel „Alsterschwan“ ein Buch geschrieben, dass mir – wieder einmal – von der ersten bis zur letzten Seite ausgezeichnet gefallen hat. Ich kenne alle drei Bücher (und habe sie sogar – oh Wunder – in der richtigen Reihenfolge gelesen!), aber die Fälle sind in sich abgeschlossen, so dass man jederzeit einsteigen kann. Aber mir bringt es auch Spaß, die Weitereinwicklung der Protagonisten zu verfolgen. Auch diesmal müssen die Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu wieder einen Fall klären, deren Ursachen und Gründe in der Vergangenheit zu suchen sind, diesmal führt der Weg zurück in die 1970-er Jahre... Auf einer Halloween-Party bricht der 17-jährige Fynn tot zusammen, offensichtlich ermordet. Er gehört zu drei Jugendlichen, die schon seit einigen Wochen vermisst sind. Eine echte Herausforderung für das Team um Banu und Stella, da es kaum Hinweise gibt, einzig der Mops Werther scheint während der Halloween-Party etwas bemerkt zu haben: „...und war die ganze Nacht nicht zu Hause. Am Sonntagmorgen kam er zurück und ist seitdem so anders. Er frisst nicht, auch keine Leckerlis, und liegt nur in seinem Korb rum. Er ist richtig depressiv.“ (S. 44) Aus Mangel an weiteren Zeugen begleiten Banu und ein Kollege Werther und sein „Frauchen“ zum Hundepsychologen... Bei der Beschreibung der Szene beim Hundepsychologen habe ich sehr schmunzeln müssen und konnte Banus Bedenken durchaus nachvollziehen, wie man der Staatsanwältin erkläre könne, dass „ihr wichtigster Zeuge im Tötungsdelikt Fynn Benner ein Mops war.“ (S. 45) Aber keine Sorge, Werther wird zwar erneut noch einmal ein wichtiger Hinweisgeber, aber letztendlich schaffen es Banu, Stella und ihre Kollegen es auch, ohne Hund den Fall aufzuklären – nachdem sie auch Hinweise aus einem abgebrannten Ferienheim der 1970-er Jahre in ihre Ermittlungen einbeziehen... Mir hat die Kombination aus einem spannenden Krimi und den Einschüben aus dem Privatleben von Stella und Banu gut gefallen, besonders gefreut hat mich, dass Banus Tochter Merve hier ein eigenes Kapitel bekommt, so habe ich endlich erfahren, wie Merve die Beziehung zu ihrer Mutter einschätzt. Und Stella (oh Pardon: Frau Seemann) hat mir aus der Seele gesprochen, als sie sich über die „dummen Fehler“ der meist weiblichen Kommissarinnen mokiert: „Wahlweise verabredeten sie sich mit dem mutmaßlichen Täter, gingen allein dunkle Wege oder betraten in der Nacht die Häuser der Verdächtigen, ohne ihr Handy mitzunehmen, oder nahmen es mit, nur um dann festzustellen, dass der Akku leer war, oder sie verloren es mitten im Einsatz. Zusätzlich war dann auch meist die Taschenlampe kaputt und die Dienstwaffe zu Hause oder nicht geladen.“ (S. 132) – oh ja! Die Auflösung ist überraschend, aber folgerichtig und logisch, so dass ich das Buch sehr befriedigt zuklappen konnte! Ich habe irgendwo gelesen, dass im April 2022 das nächste Buch der Autorin erscheinen soll – hoffentlich stimmt's! Zum Titel der Rezension: ich schreibe manchmal meine Rezensionen unter dem Pseudonym „Alsterschwan“, in diesem Zusammenhang etwas peinlich, denn DAMIT (den Ereignissen im abgebrannten Ferienheim) möchte ich nicht in Verbindung gebracht werden... neugierig geworden? Es wird im Buch geklärt – und ich kann es wirklich mit gutem Gewissen wärmstens empfehlen!
sommerlese
5/5
25.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Spannende Ermittlungen um ein…
Spannende Ermittlungen um ein brisantes und erschreckendes Thema Spannende Ermittlungen um ein brisantes und erschreckendes Thema Der Kriminalroman "Alsterschwan" von Regine Seemann ist der dritte Band der Reihe um das Ermittlerduo Brandes und Kurtoğlu, der 2020 im Gmeiner Verlag erschien. Der seit Wochen vermisste Fynn taucht blutüberströmt auf einer Halloween-Party auf, doch es ist kein Kostüm, kurz darauf bricht er tot zusammen. Er flüstert rätselhafte letzte Worte, die nach Nikolaus und Schwänen klingen. Kann das ein Hinweis auf die ebenfalls vermissten Jugendlichen Fenja und Yannick sein? Die Hamburger Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoğlu übernehmen die Ermittlungen und müssen unter Zeitdruck die verschwundenen Jugendlichen finden. Alsterschwan ist mein erstes Buch der Autorin, es lässt sich eigenständig und ohne Vorwissen der Reihe lesen und alle wichtigen Personen lernt man gut kennen. In diesem Krimi werden zwei Handlungsstränge miteinander zu einer runden Geschichte verknüpft. Da sind einmal die aktuellen Ermittlungen im Fall des toten Fynn. Wir erleben ein ungleiches Ermittlerteam, das sich gut ergänzt. Einige Einblicke ins Privatleben unterhalten prima und entwickeln die Charaktere weiter, so lernt man die Frauen gut näher kennen. Im zweiten Strang tauchen wir in die 70iger Jahre ein und erleben wie schwer erziehbare Jugendliche in einem seltsam wirkendem Landheim untergebracht werden und dort täglich Spritzen erhalten. Welche Medikamente das sind, wird den Jugendlichen nicht mitgeteilt. In diesem Heim macht sich sofort ein gruseliges Gefühl breit und deshalb habe ich diesen Erzählstrang auch besonders fesselnd erlebt. Mich hat auch der rasante Schreibstil mitgerissen, Regine Seemann erzählt bildhaft und ausgesprochen lebendig und lässt ihre Charaktere sehr authentisch und mit charakterlichen Eckpunkten versehen zu wiedererkennbaren Figuren werden. Die Ermittlerinnen ergänzen sich dank ihrer unterschiedlichen Art perfekt und verschmelzen zu einer Einheit. Die Polizeiarbeit erlebt man mit den Gedanken und Befürchtungen der Ermittlerinnen hautnah mit und kann sich selbst an der Tätersuche beteiligen. Am meisten konnte mich der erschreckend anmutende Fall überzeugen. Nach und nach verknüpfen sich die beiden Handlungstränge und legen den Blick auf einen illegalen Medikamentenmissbrauch frei, der die Testpersonen ebenso skrupellos wie menschenverachtend ausnutzt. Das ist ein brisantes Thema, bei dem mir sofort die Impfstoffentwicklung gegen Coronaviren im Hinterkopf aufkommt. Regine Seemann ist es hervorragend gelungen, die Mischung auch Krimiermittlung, Privatleben der Ermittlerinnen und den gruseligen Einblick in die Vergangenheit zu einer runden Story zu verknüpfen. Der Spannungsbogen hält sich auf durchgängigem Niveau und steigt am Ende noch einmal zu einem fesselnden Finale an. Die Gedanken an das Medikamententhema haben mich auch nach der Lektüre noch lange beschäftigt. Mit Alsterschwan ist der Autorin ein sehr fesselnd geschriebener Krimi gelungen, der Medikamentenversuche mit ganz anderen Augen betrachten lässt. Diese Reihe werde ich weiter im Auge behalten. Von mir eine Leseempfehlung für alle Krimileser*innen.
Melanie Schultz
5/5
30.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Spannender und fesselnder Hamburg-Krimi
ALSTERSCHWAN von Regine Seemann ist 2020 im Gmeiner Verlag erschienen. Der Kriminalroman hat 311 Seiten voller Spannung.
Zum Inhalt: (übernommen)
Der seit Wochen vermisste Fynn erscheint überraschend auf einer Party und bricht dort kurz darauf tot zusammen. Seine letzten Worte geben Rätsel auf. Sind sie ein Hinweis auf Fenja und Yannick, die ebenfalls spurlos verschwunden sind ? Jegliche Ermittlungsansätze scheinen die Hamburger Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu von der Lösung des Falls eher wegzuführen. Doch ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit, um die beiden Jugendlichen zu finden......
Alsterschwan ist der dritte Band um das Ermittlerduo Brandes und Kurtoglu aus der Feder von Regine Seemann, den man aber ohne die vorherigen Bände zu kennen sehr gut lesen kann.
Die Ermittlerinnen werden sehr sympathisch rübergebracht. Auch privat lernen wir die zwei Frauen ganz gut kennen.
Alleine schon das Cover passt super zum Krimi. Dieses wird einem im Laufe der Geschichte immer klarer.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr fesselnd geschrieben. Man möchte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Der Krimi ist wirklich super spannend. Er wird in zwei Zeitepochen erzählt. Einmal HEUTE und einmal die 70ziger Jahre.
Nur langsam fügen sich die einzelnen Puzzlesteine zu einem Ganzen zusammen.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen und ans Herz legen.
Absolut wohlverdiente 5 STERNE.
MeRei
5/5
06.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Spannender Krimi mit sympathischen Ermittlerinnen
Zunächst einmal möchte ich das tolle Cover des Buches loben, an dem ich direkt hängengeblieben bin. Nicht nur das Cover, auch der Klappentext machen neugierg und passen perfekt zur Geschichte.
Alsterschwan ist bereits der dritte Teil mit dem Ermittler-Duo Stella Brandes und Banu Kurtoglu.
Für mich war es jedoch das erste Buch der Autorin, Regine Seemann. Da die Bücher in sich abgeschlossen sind, waren keine Vorkenntnisse notwendig.
Ich bin direkt gut in die Geschichte gestartet. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen.
Das Buch beginnt spannend und verliert nicht an Tempo, im Gegenteil, zum Ende hin, wird es noch einmal richtig spannend.
Die Ermittlerinnen sind authentisch und sympathisch dargestellt. Da sie doch sehr unterschiedlich sind, ergänzen sie sich aber wunderbar als Team, das gut funktioniert.
Auch die Ermittlungsarbeit sowie das Privatleben von Stella und Banu kommen nicht zu kurz. So erhält man noch mehr Einblicke, wer hinter den Ermittlerinnen steckt.
Die Geschichte verwebt zwei Handlungsstränge miteinander, wovon einer in der Gegenwart, einer in der Vergangenheit spielt. Mir hat die Verknüpfung sehr gut gefallen, denn so versteht der Leser nach und nach mehr, was/wer hinter allem steckt.
Das Thema Medikamenterprobung ist aktueller denn je und regt zum Nachdenken an.
Die bildlichen Beschreibungen Hamburgs runden das Buch wirklich gekonnt ab.
Mir hat es wirklich gut gefallen und ich vergebe sehr gerne eine Kauf-und Leseempfehlung mit 5 Sternen.
Jeanette Lube
aus Magdeburg
5/5
04.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Was für eine erschreckende Geschichte!
Dieses Buch erschien 2020 in der Gmeiner Verlag GmbH und beinhaltet 311 Seiten.
"Tod an Halloween"
Überraschend erscheint auf einer Party der seit Wochen vermisste Fynn und bricht kurz darauf tot zusammen. Er flüstert ein paar Worte, die Rätsel aufgeben. Könnte es sein, dass sie ein Hinweis auf Fenja und Yannick sind, die ebenfalls spurlos verschwunden sind? Es gibt Ermittlungshinweise, die die Hamburger Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu allerdings von der Lösung des Falls eher wegzuführen scheinen. Jedoch bleibt nicht mehr vielen Zeit, um die beiden Jugendlichen zu finden...
Ich habe bereits das Buch "Elbleichen" der Autorin Regine Seemann gelesen und bin auch dieses Mal wieder von ihrem Schreibstil fasziniert. Von der ersten Seite an war ich wieder sofort in der Geschichte und wollte unbedingt wissen, was hier passiert ist. Ich wurde regelrecht in den Bann der Geschichte gezogen und konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Banu und Stella sind ein ganz tolles Ermittlerteam, die sich einfach wunderbar ergänzen. Banu ist eine tolle Mutter, die sich etwas zu sehr um ihre Tochter Merve kümmert und es ihr schwerfällt, zu erkennen, dass sie bereits eigene Entscheidungen trifft. Da ist Merve manchmal ganz schön genervt. Stella besticht durch ihre Spontanität. Gern fängt sie schon mal allein etwas an. Trotz allem sind Banu und Stella im Team unschlagbar. Mir sind sie sehr sympathisch. Ich finde es sehr gut, dass wir doch einiges aus ihrem Privatleben erfahren. Von der Handlung möchte ich gar nicht viel verraten. Schließlich sollt ihr die Geschichte ja selbst lesen. Es gibt zwei Handlungsstränge, zum einen gibt es da einen Briefschreiber, der in Paris ist und zum anderen die Vermisstenfälle. Wie und ob diese Handlungsstränge letzten Endes zusammengehören, werdet ihr beim Lesen erfahren. Ich war regelrecht entsetzt, was hier passiert ist. Ich hätte keinesfalls damit gerechnet und saß am Ende dann ziemlich sprachlos da. Es handelt sich hier um einen spannenden, aufregenden, fesselnden und packenden Krimi, der mich echt überzeugt hat. Danke, Regine Seemann, für dieses tolle Buch. Ich hätte mit diesem Ende irgendwie nicht gerechnet. Genau so soll ein guter Krimi sein! Ich empfehle ihn sehr gern weiter! Ich hatte wunderbare Lesestunden!
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