Produktbild: Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten

Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten Universale Werte für das 21. Jahrhundert

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10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

03.08.2020

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

2718 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783843724081

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • Sprachkennzeichnung vorhanden
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

03.08.2020

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

2718 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783843724081

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Wie erkennen wir Moral? Ganz einfach: indem wir sie erkennen!

Bewertung am 11.11.2022

Bewertungsnummer: 1823950

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Erkenntnisgewinn dieses Buches tendiert gegen null, mit Superlativen im Klappentext wird aber dennoch nicht gespart. Der Autor vertritt eine objektivistische Moralbegründung (im Buch ist von "moralischen Tatsachen" die Rede), vermag es aber nicht, wie viele artverwandte Werke derselben Richtung, zentrale Begründungsfragen zu beantworten. Gibt es einen abgeschlossenen Kanon moralischer Tatsachen? Mit welcher Methode erkenne ich eine solche Tatsache? Hierauf gibt der Autor folgende Antwort (S. 33): "Die objektiv bestehenden moralischen Tatsachen sind wesentlich durch uns erkennbar, also geistabhängig". Bahnbrechende Erkenntnisgewinnung. Und weiter (S. 168): "[...] es ist also prinzipiell, wenn auch häufig nicht ohne größere Schwierigkeiten erkennbar, was wir tun sollen". So einfach kann es manchmal sein. Wie verfahre ich, wenn verschiedene Menschen zu verschiedenen Ergebnissen der Erkenntnis gelangen? Wer kann mit universaler Gültigkeit entscheiden, wer die moralische Tatsache treffend erforscht hat? Das Buch scheint es nicht zu wissen. Der Autor schreibt sehr gerne "wir" oder "uns". "Wir" hätten etwa erkannt, dass Homosexualität nicht böse (das ist tatsächlich der Wortlaut) sei. Ich würde mich jetzt mal aus dem Fenster lehnen, was im Buch ja auch gerne und oft gemacht wird, und behaupten, dass weite Teile der katholischen Kirche und anderer Weltreligionen das anders bewerten. Aber diese Gruppen beanspruchen doch für sich auch, moralisch integer zu sein. Wer liegt jetzt moralisch richtig, "wir" oder die Kirche? Im Buch wird man keine Antwort finden. Ich will es bei der Kritik an der Moralbegründung damit belassen. Ich leugne das Bestehen der Moral an sich nicht und will auch konstruktiv sein. Wer daher an einer philosophisch seriösen und mit argumentativem Unterbau versehehen Moralbegründung interessiert ist, dem empfehle ich die Werke von Norbert Hoerster (z.B. "Wie lässt sich Moral begründen" oder "Was ist Moral"). Die Tiefe der Ausführungen bleibt beim Rest des Buches ansonsten durchweg auf flachstem Niveau. Zuweilen finden sich sogar schlichte Falschaussagen. Jaroslaw Kaczynski wird etwa auf S. 17 als Staatsoberhaupt bezeichnet, obwohl er nie Staatsoberhaupt Polens war (er war als Ministerpräsident Regierungschef). Auf S. 50 wird die antidemokratisch klingende (verfassungsrechtlich falsche) Behauptung aufgestellt, dass Idee der Demokratie nicht sein könne, dass jede Minderheit, deren Willensausübung durch Institutionen eingeschränkt sei, das Recht habe, eine Partei zu gründen; doch, gerade das ist ein Kernelement der Demokratie, man sehe sich die Wertungen des Parteiengesetzes an und in Art. 21 Abs. 4 in Verbidung mit Abs. 2 GG ist verankert, dass eine Partei solange nicht verfassungswidrig und damit legal ist, wie sie nicht vom BVerfG verboten wurde, s. NPD-Verbotsverfahren. In beiden Fällen hätten einfache Recherchen die Fehler verhindern können. Das Buch geht insgesamt nicht über schwächeres Leitartikelniveau heraus, Antworten auf die vom Autor aufgeworfenen Fragen wird man nicht finden. Daher kann ich es niemandem weiterempfehlen und verweise nur auf die von mir vorgeschlagenen Bücher.

Wie erkennen wir Moral? Ganz einfach: indem wir sie erkennen!

Bewertung am 11.11.2022
Bewertungsnummer: 1823950
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Erkenntnisgewinn dieses Buches tendiert gegen null, mit Superlativen im Klappentext wird aber dennoch nicht gespart. Der Autor vertritt eine objektivistische Moralbegründung (im Buch ist von "moralischen Tatsachen" die Rede), vermag es aber nicht, wie viele artverwandte Werke derselben Richtung, zentrale Begründungsfragen zu beantworten. Gibt es einen abgeschlossenen Kanon moralischer Tatsachen? Mit welcher Methode erkenne ich eine solche Tatsache? Hierauf gibt der Autor folgende Antwort (S. 33): "Die objektiv bestehenden moralischen Tatsachen sind wesentlich durch uns erkennbar, also geistabhängig". Bahnbrechende Erkenntnisgewinnung. Und weiter (S. 168): "[...] es ist also prinzipiell, wenn auch häufig nicht ohne größere Schwierigkeiten erkennbar, was wir tun sollen". So einfach kann es manchmal sein. Wie verfahre ich, wenn verschiedene Menschen zu verschiedenen Ergebnissen der Erkenntnis gelangen? Wer kann mit universaler Gültigkeit entscheiden, wer die moralische Tatsache treffend erforscht hat? Das Buch scheint es nicht zu wissen. Der Autor schreibt sehr gerne "wir" oder "uns". "Wir" hätten etwa erkannt, dass Homosexualität nicht böse (das ist tatsächlich der Wortlaut) sei. Ich würde mich jetzt mal aus dem Fenster lehnen, was im Buch ja auch gerne und oft gemacht wird, und behaupten, dass weite Teile der katholischen Kirche und anderer Weltreligionen das anders bewerten. Aber diese Gruppen beanspruchen doch für sich auch, moralisch integer zu sein. Wer liegt jetzt moralisch richtig, "wir" oder die Kirche? Im Buch wird man keine Antwort finden. Ich will es bei der Kritik an der Moralbegründung damit belassen. Ich leugne das Bestehen der Moral an sich nicht und will auch konstruktiv sein. Wer daher an einer philosophisch seriösen und mit argumentativem Unterbau versehehen Moralbegründung interessiert ist, dem empfehle ich die Werke von Norbert Hoerster (z.B. "Wie lässt sich Moral begründen" oder "Was ist Moral"). Die Tiefe der Ausführungen bleibt beim Rest des Buches ansonsten durchweg auf flachstem Niveau. Zuweilen finden sich sogar schlichte Falschaussagen. Jaroslaw Kaczynski wird etwa auf S. 17 als Staatsoberhaupt bezeichnet, obwohl er nie Staatsoberhaupt Polens war (er war als Ministerpräsident Regierungschef). Auf S. 50 wird die antidemokratisch klingende (verfassungsrechtlich falsche) Behauptung aufgestellt, dass Idee der Demokratie nicht sein könne, dass jede Minderheit, deren Willensausübung durch Institutionen eingeschränkt sei, das Recht habe, eine Partei zu gründen; doch, gerade das ist ein Kernelement der Demokratie, man sehe sich die Wertungen des Parteiengesetzes an und in Art. 21 Abs. 4 in Verbidung mit Abs. 2 GG ist verankert, dass eine Partei solange nicht verfassungswidrig und damit legal ist, wie sie nicht vom BVerfG verboten wurde, s. NPD-Verbotsverfahren. In beiden Fällen hätten einfache Recherchen die Fehler verhindern können. Das Buch geht insgesamt nicht über schwächeres Leitartikelniveau heraus, Antworten auf die vom Autor aufgeworfenen Fragen wird man nicht finden. Daher kann ich es niemandem weiterempfehlen und verweise nur auf die von mir vorgeschlagenen Bücher.

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Moralischer Fortschritt in dunklen Zeiten

von Markus Gabriel

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