Produktbild: Irmina – Taschenbuch

Irmina – Taschenbuch

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15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2020

Verlag

Reprodukt

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20/16,6/1,9 cm

Gewicht

510 g

Farbe

Anthrazit / Beige

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95640-227-2

Beschreibung

Rezension

"Yelins Comicerzählung (ist) ein kleines Meisterwerk, von dem sich so mancher Historienfilmer drei bis vier Scheiben abschneiden könnte." – Moritz Piehler, Spiegel Online
"Mit 'Irmina' hat Barbara Yelin einen grossen Schritt gemacht, als Comic-Zeichnerin, aber auch als Erzählerin. In diesem Porträt einer Frau, der ein selbstbestimmtes Leben verwehrt wurde und die sich nach einem Ausbruchsversuch an die historischen Umstände anpasste, halten sich inhaltliche Substanz, erzählerische Qualitäten und die grafische Umsetzung die Waage." – Christian Gasser, NZZ

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2020

Verlag

Reprodukt

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20/16,6/1,9 cm

Gewicht

510 g

Farbe

Anthrazit / Beige

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95640-227-2

Herstelleradresse

Reprodukt
Gottschedstraße 4 /Aufg.1
13357 Berlin
DE

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  • Bewertung

    aus Zofingen

    5/5

    02.04.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte aus der Sicht der Täter

    Über dem zweiten Weltkrieg wurde viel geschrieben, vor allem aus den Sicht der Gewinner (man möchte schon gar nicht wissen, was in den sozialistischen Sovjet Verbrecherstaaten alles aufs Schrift gestellt wurde). Natürlich wurde auch in Deutschland viel drüber geredet im Rückblick, aber meistens war das, meiner Hinsicht nach, vor allem aus einem sich selber peitschenden Standpunkt. Gut da gab es die Tagebücher von Gabriele von Armin und Traudl Junge, aber wie das Alles nun wirklich im sozialistischen Alltag geschah und aussah bei dem Mann mit der Schnauzer und seine Volksgenossen und -genossinen, da brauchte man sich vor allem auf seinen Informationen und seinen eigenen Vorstellungen zu verlassen. Und denken Sie nicht, ‘Ach das sei doch achtzig Jahre her’. Vor zwei Jahren wurde in Hamburg während den G20 Ausschreitungen grade noch ‘Zurück nach China vor 1976...!' geschrien. --> Kriminalität und Dummheit lassen sich einfach nicht verbieten. Gut erzählte Lebensgeschichte über einer Frau, die als Neunzehnjährige alleine in den Dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Grossbritannien abreist um in London eine Englische Ausbildung zu machen und dabei sich und ihre Lebensvorstellungen verliert in den Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegsjahren. Historisch zwar nicht detailliert, obwohl der ‘Eintopf mit dem Führer’ nicht fehlt, aber ein nicht oft gehörte Deutsche Stimme einer Generation, die das Wirren alles selber miterlebt hat. Von Barbara Yelin, die Enkelin der Hauptfigurine, gut geschrieben und liebevoll gezeichnete Romane über ihrer Grossmutter.

  • Pan Tau Books - Ein Buchblog

    5/5

    01.08.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine überwältigende Geschichte einer faszinierenden Frau

    Die Graphic Novel Irmina ist mir das erste Mal auf einem anderen Buchblog begegnet und hat meine Aufmerksamkeit erregt, weil sie als Lesehighlight bezeichnet wurde. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte einer deutschen jungen Frau zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges, hat sofort mein Interesse geweckt. Umso mehr freue ich mich, dass mich Irminas Geschichte genauso sehr begeistern konnte und ihre Geschichte nicht nur einzigartig, sondern auch tief berührend ist. Irmina ist eine starke junge Frau, denn sie weiß, was sie in ihrem Leben erreichen möchte. Für ihre Träume und Ziele blendet sie die steigende Bedrohung, die von ihrem Heimatland Deutschland für die restliche Welt ausgeht, weitestgehend aus. Mich hat Irminas Figur sehr beeindruckt. Ihr Mut und ihre Furchtlosigkeit allein in England zu bleiben, ist bewundernswert, obwohl sie mehr und mehr als Deutsche für die Geschehnisse in ihrer Heimat zur Rede gestellt und von der englischen Gesellschaft dazu gezwungen wird, die Machenschaften der Nazis zu rechtfertigen. Die politischen Verhältnisse in Deutschland interessieren Irmina im fernen England aber eher weniger. Erst als sie Howard kennenlernt, erfährt sie, was Rassismus wirklich bedeutet. Mehr und mehr werden ihr die Ungerechtigkeiten gegen Minderheiten, die auch in Deutschland Fahrt aufnehmen, bewusst. Besonders schön fand ich zu sehen, wie Irmina für Howard und dessen Rechte in der Gesellschaft eintritt und die Diskriminierung ihm gegenüber verabscheut. Die zarte Liebe, die Irmina und Howard füreinander empfinden, als sie gemeinsam in England sind, ist für den Leser sehr berührend. Als Irmina zurück nach Deutschland muss und es ihr nicht möglich ist zu Howard zurückzukehren, entwickelt sich die Geschichte mit Beginn des Krieges zu einem Drama. Mich haben vor allem Irminas Erlebnisse in den Kriegsjahren sehr mitgenommen, denn obwohl sie die Judenverfolgung in Berlin mit eigenen Augen sieht, will sie nicht das Unrecht daran erkennen. Im zweiten Teil des Graphic Novels kann man Irminas Beweggründe für ihre Entscheidung deshalb nicht mehr gut nachvollziehen, trotzdem ist man so nah an ihrer Figur und an ihrem Leben, dass man es mit angehaltenem Atem verfolgt und auf ein Happy End hofft. Die Geschichte hat mich aufgewühlt und hat mich traurig gemacht, aber mir gleichzeitig auch Hoffnung gegeben. Hoffnung darauf, dass das Leben zwar kurz ist, aber nie so endgültig ist, wie es oft scheint. Der Krieg, und damit das düsterste Kapitel in der deutschen Geschichte, spricht aus nahezu jedem Panel des Graphic Novels. Barbara Yelin ist es gelungen, in einem einzigartigen Zeichenstil und einer überwiegend dunklen Farbgebung, eine melancholische Atmosphäre zu schaffen, die den Erzählton der Geschichte sehr schön untermalt. Da die Panels nicht viel Text beinhalten, hatte ich den Graphic Novel sehr schnell gelesen, umso länger habe ich aber gebraucht, um die Geschichte um Irmina zu verarbeiten. Fazit & Bewertung Barbara Yelin hat sich bei der Aufbereitung der Geschichte ihrer Großmutter meiner Meinung nach übertroffen! Irminas dramatisches Leben ist packend und aufwühlend, lässt Fragen offen und lässt den Leser vor allen Dingen lange nicht los. Eine überwältigende Geschichte einer faszinierenden Frau, ein grandioser Zeichenstil, eine wunderbare Graphic Novel! https://pantaubooks.wordpress.com/

  • Anne Kaffeekanne

    4/5

    19.06.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Rädchen im System

    Irmina macht in London eine Ausbildung als Fremdsprachensekretärin. Als Deutsche hat sie es nicht leicht und wird immer wieder mit der Politik der Nationalsozialisten in Verbindung gebracht, die gerade in Deutschland die Macht übernommen haben. Auf einer Party lernt sie Howard kennen, der aus Barbados kommt und der als Student in Oxford auch eine Außenseiterrolle hat. Doch während die ehrgeizige Irmina sich wütend und lautstark wehrt, zieht Howard es vor, sich still anzupassen. Die beiden kommen sich näher bis Irmina nach Deutschland zurückkehren muss und ein strenges Regime vorfindet, dass ein Vorankommen nur durch Anpassung zu erlauben scheint. Meine Meinung: Die Zeichungen sind eher grob, von zurückhaltender Farbigkeit, wirken teilweise skizzenhaft und gewinnen dadurch eine eigene Dynamik, die so typisch für Barbara Yelins Arbeiten ist. Die Handlung zeigt einen Blick auf ein alltägliches Schicksal: eine Frau, die vom Nationalsozialismus nicht überzeugt ist, aber durch ihr Nichtstun das System stützt und vor Entscheidungen, die sie in Konflikte stürzen würden, letztlich immer zurückschreckt. Irmina will zunächst aufsteigen, dann nur noch überleben. Der Preis dafür ist ihre persönliche Freiheit. Sie verschließt die Augen vor den Geschehnissen um sich herum, um sich selbst weiterzubringen. An sich ist das eine sehr wichtige (auf wahren Fakten beruhend)e Geschichte, aber Irminas Wandel kam mir doch etwas zu unvermittelt nach einem Zeitsprung und wurde zu wenig erklärt. Das konnte ich nicht recht nachvollziehen und nachfühlen. Ein großer Pluspunkt ist das Nachwort des Historikers Dr. Korb, der Irminas Lebensgeschichte in einen größeren Kontext stellt und auch Anregungen zur weiteren Lektüre gibt. Auf jeden Fall eine sehr lohnende Geschichte, die der Frage nachgeht wie es möglich ist, dass unvorstellbare Grausamkeiten direkt vor den Augen einer Bevölkerung stattfinden, die sich nicht verantwortlich fühlt. Sie macht verständlich, dass das Streben nach persönlicher Sicherheit und Erfüllung der Pflicht, das an sich nicht schlecht ist, doch zu einer Katastrophe führen kann.

  • Piglet and her Books

    aus Leipzig

    4/5

    21.07.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meine Meinung: Diese Graphic…

    Meine Meinung: Diese Graphic Novel habe ich bewusst wegen des Themas, welches darin behandelt wird, gelesen. Aber zunächst zur Aufmachung. Die Zeichnungen sind farblich und detailreich. Man hat immer das Gefühl, man kann in Irminas Kopf schauen und so die Geschichte nochmal erleben als Zuschauer, die Autorin hat hier eindeutig nicht an Menge gespart. Die Geschichte zeigt das Leben einer jungen Frau vor dem zweiten Weltkrieg, mitten drin und das Leben danach. Hier bei ist die Protagonistin eine "ganz normale junge Frau", sie gehört weder einer Minderheit an, noch fällt sie negativ auf im "System". Dennoch ist ihre Lebensgeschichte für mich grade deshalb interessant gewesen, denn wie er ging es wohl den Frauen zu jener Zeit? Was waren die Perspektiven und die Lebensumstände? Ich fand die Protagonistin wundervoll, vor allem weil sie realistisch wirkt. Ist sie zunächst noch voller Elan in London, aus ihrem Leben etwas zu machen, holt sie die Realität in Deutschland schnell wieder ein, und sie muss resgnieren und mit Trauer zurück schauen. Hierbei sind es vor allem die Zeichnungen die die Gefühle wudnerbar übermitteln. Das Buch unterteilt sich in mehrere Bereiche, die sich bestimmten Themen und Lebensabschnitten widmen. Ein besonderes Thema war dabei die unglückliche Liebe aus Irminas Zeit in London, die sie auch nach Jahren nicht vergessen kann, und deren Ende uns alle überraschen wird. Ganz allgemein schafft es Barabara Yelin ein realistisches und eben anhand von Aufzeichnungen genaues Leben nachzuzeichnen, und uns somit ein Blickwinkel auf das Leben dieser besonderen Frau zu geben. Fazit: Eine Graphic Novel die sich einem ernstem Thema widmet, und dennoch nicht an Liebe und Zeichenvielfalt spart. Die Protagonistin war wunderbar und realistisch gezeichnet, ich konnte mich immer wieder in sie hinein versetzen. Wer gern mehr über das Leben einer Frau zu Zeiten des zweiten Weltkrieges erleben will, sollte zu dieser Graphic Novel greifen.

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