Zum Beginn jedes neuen Jahres tauschte Rom die Führungsspitzen der Macht in den Provinzen oder Legionen, wo Kaiser oder Senat ein Erfordernis erkannten. Im Jahr 67 n. Chr. traf dies die gallische Provinz Lugdunensis. So reist der neue Statthalter, Gaius Iulius Vindex, nach Lugdunum, um sein Amt anzutreten. Trägt Roms Herrschaft einerseits den Fortschritt der Zivilisation, so nehmen andererseits die Publicani, Gesellschaften zum Eintreiben der römischen Steuern, die Bevölkerung schamlos aus. In diesen Brenntiegel der Widersprüche geworfen, sucht Statthalter Vindex nach dem gangbaren Weg, Rom zu geben, wessen Rom bedarf, ohne dabei die Provinz und deren Bevölkerung in den Abgrund zu reißen. Weil die Wut über Roms Steuern um sich greift, schärfen die gallischen Krieger ihre Waffen und suchen nach Verbündeten. Ein noch immer durch die Provinz Achaea reisender Kaiser bekümmert sich nicht solcher Sorgen. Seine Macht in Rom einem Freigelassenen überlassend, hört dieser erste, Unheil ankündigende Nachrichten. Weil Nero sich jedoch in Schweigen hüllt, nehmen sich Andere dieser Herausforderungen an. Darunter der Prätorianerpräfekt Tigellinus sowie der Kopf der Adler der Evocati. Während Letzterer neue Aufträge des Kaisers erhält, verstrickt sich der Präfekt in Widersprüche...
Auch Gerwin sieht sich zu Handlungen verpflichtet. Er begibt sich zu seinem Stamm, um bestehende Differenzen zwischen seinem einstigen Paten Gaidemar und ihm selbst zu bereinigen und dort eine Falle für einen seiner Feinde zu errichten, und nimmt dann, von seinen Gefährten begleitet, eine schwierige Reise nach Gallien in Angriff. Im Winter durch die Alpen, bei Kälte, Eis, Schnee und in Stürmen, zwingt ihn eine eingegangene Verpflichtung in die Arme von Wegelagerern. Werden er und seine Gefährten das Ziel der Reise rechtzeitig erreichen oder müssen diese einen weit längeren Weg auf sich nehmen, um den neuen Statthalter der Provinz Lugdunensis treffen zu können?
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Die Legende vom Hermunduren
Bewertung aus Duisburg am 30.12.2018
Bewertungsnummer: 1159752
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Römer greifen ein Barbarendorf an, wobei Titus Suetonius so schwer verletzt wird, dass seine Zukunft bei den Römern noch ungewiss ist. Bei dem Angriff wurde fast das komplette Dorf ausgelöscht, nur einige wenige konnten sich retten. Darunter ein junger Knabe, der sich in einem Erdloch vor den Römern versteckt hielt. Dieser Knabe ist es auch, der sich freiwillig meldet, ein anderes Dorf der Barbaren aufzusuchen, um diese vor den Römern zu warnen. Sein Vorhaben gelingt und so können die Römer vorerst geschlagen werden. Doch mit dem Sieg kommen weitere Fragen auf, z. B. wie es jetzt weitergehen soll?!
Die Geschichte rund um die Hermunduren, wird in insgesamt 28 Kapiteln erzählt. Jede der Kapitelüberschriften besteht aus einer Ziffer und einem Titel, der gut zum Inhalt des jeweiligen Kapitels passt. Unter der Überschrift gibt es zusätzlich die Angabe von Ort und Zeit, was das Zurechtfinden für den/die Leser/-inn deutlich erleichtert, zumal die Story sich über viele Monate streckt. Neben diesen Angaben gibt es noch einige andere Dinge, die dem/der Leser/-inn, in Sachen Verständnis hilft. Zu Beginn des Buches gibt es einen kleinen Einblick in die Geschichte der Hermunduren, der zum Verständnis beiträgt (besonders, da sicherlich nicht jeder mit den Hermunduren etwas anfangen kann). Am Ende des Buches gibt es dann noch ein Personenverzeichnis, so wie ein Wortregister. Beides ist sehr hilfreich, wenn nicht sogar von Nöten (für das Verständnis). Das Personenregister hilft einem dabei, sich die zahlreichen Charaktere abzurufen, die einem im Laufe der Story begegnen werden. Das Wortregister erklärt alle Wörter, die einem bei solch einer Thematik begegnen, und da gibt es so einige. Positiv bei beiden Registern ist, dass die Seitenzahl angegeben wird, wo dieses Wort zu finden ist (so kann man diese Dinge im Kontext nochmals nachlesen).
Das Buch selbst ist nicht immer leicht zu lesen, was aber hauptsächlich an den vielen Vokabeln und Charakteren liegt, die es gilt sich zu merken (und zu verstehen). Der Schreibstil selbst, ist recht gut und flüssig zu lesen. Besonders gefallen haben mir die detaillierten Beschreibungen der Handlung und der Welt, besonders in die Szenen, in denen gekämpft wird. Dies sorgt dafür, dass man sich die Welt sehr gut vorstellen kann. Hier nimmt der Autor auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um Schicksaalsschläge geht. Dies macht das Buch aber recht authentisch, weil es damals sicher nicht immer leicht war.
Die Charaktere entwickeln sich im Laufe des Buches weiter (z. B. Gerwin, der anfangs noch ängstlich ist, später reift er ab zu einem Mann). Allgemein sind die Charaktere gut gewählt und werden gut in die Reihe eingeführt (schließlich geht es in Band 2 ja weiter). Das Buch bildet also den perfekten Anfang für eine Reihe.
Cover: Die Grundfarbe des Covers ist grün. Auf der Vorderseite gibt es dann ein Rechteck, auf dem einige Römer zu sehen sind (eigentlich ist es immer derselbe Römer, der nur verdoppelt wurde). Damit bezieht das Coverbild sich direkt zum Inhalt des Buches, denn dort spielen ebenfalls Römer eine Rolle. Leider wirkt das Cover so ein wenig einfallslos, was aber nicht bedeutet, es würde nicht zum Buch passen. Über dem Rechteck befindet sich der Titel der Reihe (alle Bücher der Reihe tragen den Titel “Die Legende vom Hermunduren), unter dem Rechteck findet sich dann der Titel des jeweiligen Buches (ebenfalls gibt es die Angabe, welcher Teil der Reihe das ist). Dieser Titel passt gut zu diesem Buch bzw. dessen, was im Buch beschrieben wird.
Auf der Rückseite sehen wir das Coverbild, nur in klein.
Insgesamt ist das Cover zwar passend zum Buch, aber es hätte ruhig etwas mehr gestaltet werden dürfen (z. B. neben den Römern, auch ein Abbild eines anderen Stammes).
Fazit: G. K. Grasse hat es geschafft, einen wirklich guten Anfang in ein Abenteuer, vergangener Tage zu machen. Es gibt kleine Kritikpunkte (z. B. bezüglich des Covers), diese fallen jedoch kaum ins Gewicht und stören beim Lesen selbst, nicht im Geringsten. Der Autor schafft es durch recht viele Hilfen (z. B. Wortregister), jede/-n Leser/-inn das Lesevergnügen so leicht zu machen, wie möglich. Ein wirklich gelungener Beginn einer Reihe, der von mir 5/5 Sterne bekommt.
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