Produktbild: Der Himmel über Bay City

Der Himmel über Bay City Roman

3

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.10.2021

Verlag

Secession Verlag für Literatur

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/2 cm

Gewicht

406 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Le Ciel de Bay City

Übersetzt von

Patricia Klobusiczky

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-906910-88-8

Beschreibung

Rezension

Durch seine eindringliche Metaphorik des Erinnerns und Vergessens, der Alten und der Neuen Welt erleuchtet »Der Himmel über Bay City« den Bücherherbst mit schwarz bis blasslila schillernden Tönen.
L'Express

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.10.2021

Verlag

Secession Verlag für Literatur

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/2 cm

Gewicht

406 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Le Ciel de Bay City

Übersetzt von

Patricia Klobusiczky

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-906910-88-8

EU-Ansprechpartner

Prolit
Siemensstr. 16|35463|Fernwald|DE
service@prolit.de

Herstelleradresse

Secession Zürich
Merkurstr. 27|8032|Zürich|CH
info@secession-verlag.com

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Ein Hinmel, der die Hölle ist

Aischa aus Kissing am 23.12.2021

Bewertungsnummer: 1627736

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Catherine Mavrikakis, US-amerikanische Literaturdozentin mit französisch-griechischen Wurzeln, gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Kanadas. Zu Recht: Ich kann mich nicht erinnern, je etwas mit diesem Werk Vergleichbares gelesen zu haben. Der Roman ist extrem verstörend, die Direktheit der Sprache brutal. Gedankenfetzen ziehen wie ein Tornado durch die Geschichte und haben mich regelrecht weggefegt. Das Szenario ist düster und deprimierend: Protagonistin Amy wächst, mit Mutter und Bruder, bei der Familie ihrer Tante in einer Blechhaussiedlung am Rande von Bay City auf. Gewalt, ja sogar Mord gehören unter dem rauchgeschwängerten Himmel der Industriestadt für die Jugendlichen ebenso zum Alltag wie Drogen und Sexualität. Und als wäre das nicht schon genug, muss Amy auch noch damit klar kommen, dass ihre Mutter sie für debil hält und wünschte, sie wäre (wie Amys ältere Schwester) gleich nach der Geburt gestorben. Anfangs erinnerte mich die durchweg bedrückenden und pessimistische Stimmung an "Clockwork Orange" und "Trainspotting". Doch dann taucht im Roman neben Gewalt und Drogenkonsum ein völlig anderer Aspekt auf, eigentlich das zentrale Thema, nämlich vererbte Traumata. Inzwischen gilt es durch Experimente als erwiesen, dass Verhaltensauffälligkeiten durch traumatische Erlebnisse nicht nur bei den Betroffenen selbst vorkommen, sondern an nachfolgende Generationen weitergegeben, ja sogar vererbt werden können. 2008, als der Roman im Original erschien, war die Vererbung von Traumata jedoch nicht mehr als eine - noch dazu umstrittene - Theorie. Die Autorin hat also Mut bewiesen, ihre Protagonistin unter einem ererbten Trauma leiden zu lassen. Ein wenig überstrapaziert wurden für meinen Geschmack leider die sprachlichen Bilder, die den Himmel in seinen verschiedensten Ausprägungen schildern, hier wäre weniger mehr gewesen. Ganz im Gegensatz zur Rolle der nordamerikanischen First Nations. Auch diese haben ja leider im Zug der Besiedlung durch die Europäer zahlreiche Traumata erlitten, hier hätte man geschickt Parallelen aufzeigen können. Doch leider bleiben die wenigen Natives in Mavrikakis Erzählung blasse Figuren im Hintergrund. Dennoch: Der Roman bietet eine ungewöhnliche Sicht auf den Holocaust, er ist ein gellender Schrei über das unfassbare, unmenschliche und noch immer andauernde Leid, das die Nazis verursacht haben. Mavrikakis lässt diesen Schrei nicht verstummen, und das ist gut und wichtig.

Ein Hinmel, der die Hölle ist

Aischa aus Kissing am 23.12.2021
Bewertungsnummer: 1627736
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Catherine Mavrikakis, US-amerikanische Literaturdozentin mit französisch-griechischen Wurzeln, gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Kanadas. Zu Recht: Ich kann mich nicht erinnern, je etwas mit diesem Werk Vergleichbares gelesen zu haben. Der Roman ist extrem verstörend, die Direktheit der Sprache brutal. Gedankenfetzen ziehen wie ein Tornado durch die Geschichte und haben mich regelrecht weggefegt. Das Szenario ist düster und deprimierend: Protagonistin Amy wächst, mit Mutter und Bruder, bei der Familie ihrer Tante in einer Blechhaussiedlung am Rande von Bay City auf. Gewalt, ja sogar Mord gehören unter dem rauchgeschwängerten Himmel der Industriestadt für die Jugendlichen ebenso zum Alltag wie Drogen und Sexualität. Und als wäre das nicht schon genug, muss Amy auch noch damit klar kommen, dass ihre Mutter sie für debil hält und wünschte, sie wäre (wie Amys ältere Schwester) gleich nach der Geburt gestorben. Anfangs erinnerte mich die durchweg bedrückenden und pessimistische Stimmung an "Clockwork Orange" und "Trainspotting". Doch dann taucht im Roman neben Gewalt und Drogenkonsum ein völlig anderer Aspekt auf, eigentlich das zentrale Thema, nämlich vererbte Traumata. Inzwischen gilt es durch Experimente als erwiesen, dass Verhaltensauffälligkeiten durch traumatische Erlebnisse nicht nur bei den Betroffenen selbst vorkommen, sondern an nachfolgende Generationen weitergegeben, ja sogar vererbt werden können. 2008, als der Roman im Original erschien, war die Vererbung von Traumata jedoch nicht mehr als eine - noch dazu umstrittene - Theorie. Die Autorin hat also Mut bewiesen, ihre Protagonistin unter einem ererbten Trauma leiden zu lassen. Ein wenig überstrapaziert wurden für meinen Geschmack leider die sprachlichen Bilder, die den Himmel in seinen verschiedensten Ausprägungen schildern, hier wäre weniger mehr gewesen. Ganz im Gegensatz zur Rolle der nordamerikanischen First Nations. Auch diese haben ja leider im Zug der Besiedlung durch die Europäer zahlreiche Traumata erlitten, hier hätte man geschickt Parallelen aufzeigen können. Doch leider bleiben die wenigen Natives in Mavrikakis Erzählung blasse Figuren im Hintergrund. Dennoch: Der Roman bietet eine ungewöhnliche Sicht auf den Holocaust, er ist ein gellender Schrei über das unfassbare, unmenschliche und noch immer andauernde Leid, das die Nazis verursacht haben. Mavrikakis lässt diesen Schrei nicht verstummen, und das ist gut und wichtig.

Catherine Mavrikakis,…

Aischa am 23.12.2021

Bewertungsnummer: 2756804

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Catherine Mavrikakis, US-amerikanische Literaturdozentin mit französisch-griechischen Wurzeln, gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Kanadas. Zu Recht: Ich kann mich nicht erinnern, je etwas mit diesem Werk Vergleichbares gelesen zu haben. Der Roman ist extrem verstörend, die Direktheit der Sprache brutal. Gedankenfetzen ziehen wie ein Tornado durch die Geschichte und haben mich regelrecht weggefegt. Das Szenario ist düster und deprimierend: Protagonistin Amy wächst, mit Mutter und Bruder, bei der Familie ihrer Tante in einer Blechhaussiedlung am Rande von Bay City auf. Gewalt, ja sogar Mord gehören unter dem rauchgeschwängerten Himmel der Industriestadt für die Jugendlichen ebenso zum Alltag wie Drogen und Sexualität. Und als wäre das nicht schon genug, muss Amy auch noch damit klar kommen, dass ihre Mutter sie für debil hält und wünschte, sie wäre (wie Amys ältere Schwester) gleich nach der Geburt gestorben. Anfangs erinnerte mich die durchweg bedrückenden und pessimistische Stimmung an "Clockwork Orange" und "Trainspotting". Doch dann taucht im Roman neben Gewalt und Drogenkonsum ein völlig anderer Aspekt auf, eigentlich das zentrale Thema, nämlich vererbte Traumata. Inzwischen gilt es durch Experimente als erwiesen, dass Verhaltensauffälligkeiten durch traumatische Erlebnisse nicht nur bei den Betroffenen selbst vorkommen, sondern an nachfolgende Generationen weitergegeben, ja sogar vererbt werden können. 2008, als der Roman im Original erschien, war die Vererbung von Traumata jedoch nicht mehr als eine - noch dazu umstrittene - Theorie. Die Autorin hat also Mut bewiesen, ihre Protagonistin unter einem ererbten Trauma leiden zu lassen. Ein wenig überstrapaziert wurden für meinen Geschmack leider die sprachlichen Bilder, die den Himmel in seinen verschiedensten Ausprägungen schildern, hier wäre weniger mehr gewesen. Ganz im Gegensatz zur Rolle der nordamerikanischen First Nations. Auch diese haben ja leider im Zug der Besiedlung durch die Europäer zahlreiche Traumata erlitten, hier hätte man geschickt Parallelen aufzeigen können. Doch leider bleiben die wenigen Natives in Mavrikakis Erzählung blasse Figuren im Hintergrund. Dennoch: Der Roman bietet eine ungewöhnliche Sicht auf den Holocaust, er ist ein gellender Schrei über das unfassbare, unmenschliche und noch immer andauernde Leid, das die Nazis verursacht haben. Mavrikakis lässt diesen Schrei nicht verstummen, und das ist gut und wichtig.

Catherine Mavrikakis,…

Aischa am 23.12.2021
Bewertungsnummer: 2756804
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Catherine Mavrikakis, US-amerikanische Literaturdozentin mit französisch-griechischen Wurzeln, gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Kanadas. Zu Recht: Ich kann mich nicht erinnern, je etwas mit diesem Werk Vergleichbares gelesen zu haben. Der Roman ist extrem verstörend, die Direktheit der Sprache brutal. Gedankenfetzen ziehen wie ein Tornado durch die Geschichte und haben mich regelrecht weggefegt. Das Szenario ist düster und deprimierend: Protagonistin Amy wächst, mit Mutter und Bruder, bei der Familie ihrer Tante in einer Blechhaussiedlung am Rande von Bay City auf. Gewalt, ja sogar Mord gehören unter dem rauchgeschwängerten Himmel der Industriestadt für die Jugendlichen ebenso zum Alltag wie Drogen und Sexualität. Und als wäre das nicht schon genug, muss Amy auch noch damit klar kommen, dass ihre Mutter sie für debil hält und wünschte, sie wäre (wie Amys ältere Schwester) gleich nach der Geburt gestorben. Anfangs erinnerte mich die durchweg bedrückenden und pessimistische Stimmung an "Clockwork Orange" und "Trainspotting". Doch dann taucht im Roman neben Gewalt und Drogenkonsum ein völlig anderer Aspekt auf, eigentlich das zentrale Thema, nämlich vererbte Traumata. Inzwischen gilt es durch Experimente als erwiesen, dass Verhaltensauffälligkeiten durch traumatische Erlebnisse nicht nur bei den Betroffenen selbst vorkommen, sondern an nachfolgende Generationen weitergegeben, ja sogar vererbt werden können. 2008, als der Roman im Original erschien, war die Vererbung von Traumata jedoch nicht mehr als eine - noch dazu umstrittene - Theorie. Die Autorin hat also Mut bewiesen, ihre Protagonistin unter einem ererbten Trauma leiden zu lassen. Ein wenig überstrapaziert wurden für meinen Geschmack leider die sprachlichen Bilder, die den Himmel in seinen verschiedensten Ausprägungen schildern, hier wäre weniger mehr gewesen. Ganz im Gegensatz zur Rolle der nordamerikanischen First Nations. Auch diese haben ja leider im Zug der Besiedlung durch die Europäer zahlreiche Traumata erlitten, hier hätte man geschickt Parallelen aufzeigen können. Doch leider bleiben die wenigen Natives in Mavrikakis Erzählung blasse Figuren im Hintergrund. Dennoch: Der Roman bietet eine ungewöhnliche Sicht auf den Holocaust, er ist ein gellender Schrei über das unfassbare, unmenschliche und noch immer andauernde Leid, das die Nazis verursacht haben. Mavrikakis lässt diesen Schrei nicht verstummen, und das ist gut und wichtig.

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