Produktbild: Das Seidenraupenzimmer

Das Seidenraupenzimmer

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Vera Teltz

Spieldauer

5 Stunden und 27 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.06.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

107

Verlag

Aufbau Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783961051830

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Vera Teltz

Spieldauer

5 Stunden und 27 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.06.2020

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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Sprache

Deutsch

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9783961051830

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Leben in einer Welt, die nicht die eigene ist

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 07.12.2025

Bewertungsnummer: 2672237

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich lese selten zwei Bücher derselben Autorin direkt hintereinander. Aber nach Die Ladenhüterin war klar: Ich wollte mehr von Sayaka Murata. Das Seidenraupenzimmer ist jedoch ein noch radikaleres Leseerlebnis, verstörend und faszinierend zugleich. Über den Inhalt zu sprechen, hieße, den Text zu entwerten. Muratas Roman entfaltet seine Wirkung nicht über Handlung, sondern über das, was er in uns zum Beben bringt. Erzählt wird von Außenseiter*innen, die sich von der menschlichen Gesellschaft entfremden, ja, sich gar nicht mehr als „Menschen“ verstehen. Die Welt der „Erdlinge“ erscheint ihnen als Fabrik: ein System, das Menschen produziert, die brav arbeiten, heiraten, Kinder bekommen. Alles, was nicht in dieses Raster passt, wird an den Rand gedrängt. Murata denkt dieses Außenseitertum radikal zu Ende. Der Text wird zum philosophischen Gedankenexperiment über Normalität, Identität und Tabus. Er zwingt uns, die vermeintliche Selbstverständlichkeit unseres Menschseins zu hinterfragen. Was heißt es, Teil einer Gesellschaft zu sein? Was heißt es, „normal“ zu leben? Und was passiert, wenn diese Ordnung zusammenbricht? Am Ende gibt es keine Erlösung, kein moralisches Aufatmen. Man bleibt zurück mit dem Gefühl, dass alles, was wir Normalität nennen, ins Rutschen geraten ist. Für manche wird das zu extrem oder abstoßend wirken. Für mich liegt darin jedoch die literarische Stärke dieses Romans. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil,

Leben in einer Welt, die nicht die eigene ist

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 07.12.2025
Bewertungsnummer: 2672237
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich lese selten zwei Bücher derselben Autorin direkt hintereinander. Aber nach Die Ladenhüterin war klar: Ich wollte mehr von Sayaka Murata. Das Seidenraupenzimmer ist jedoch ein noch radikaleres Leseerlebnis, verstörend und faszinierend zugleich. Über den Inhalt zu sprechen, hieße, den Text zu entwerten. Muratas Roman entfaltet seine Wirkung nicht über Handlung, sondern über das, was er in uns zum Beben bringt. Erzählt wird von Außenseiter*innen, die sich von der menschlichen Gesellschaft entfremden, ja, sich gar nicht mehr als „Menschen“ verstehen. Die Welt der „Erdlinge“ erscheint ihnen als Fabrik: ein System, das Menschen produziert, die brav arbeiten, heiraten, Kinder bekommen. Alles, was nicht in dieses Raster passt, wird an den Rand gedrängt. Murata denkt dieses Außenseitertum radikal zu Ende. Der Text wird zum philosophischen Gedankenexperiment über Normalität, Identität und Tabus. Er zwingt uns, die vermeintliche Selbstverständlichkeit unseres Menschseins zu hinterfragen. Was heißt es, Teil einer Gesellschaft zu sein? Was heißt es, „normal“ zu leben? Und was passiert, wenn diese Ordnung zusammenbricht? Am Ende gibt es keine Erlösung, kein moralisches Aufatmen. Man bleibt zurück mit dem Gefühl, dass alles, was wir Normalität nennen, ins Rutschen geraten ist. Für manche wird das zu extrem oder abstoßend wirken. Für mich liegt darin jedoch die literarische Stärke dieses Romans. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil,

Malt Bilder in Kopf. Keine schönen Bilder.

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 22.03.2025

Bewertungsnummer: 2445365

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Natsuki, die Ich-Erzählerin, beginnt ihre Geschichte in der Kindheit; harmlos die Fahrt in die Berge. Natsuki berichtet, ein „Magical Girl“ zu sein, begleitet von einem Ausserirdischen, einer japanischen Merch-Figur – Pyut, vom Planeten Pohapipipopopia –, der die Welt retten will. Eine Kinderfantasie. Die Autorin, Sayaka Murata, wiegt die Leser*in in Sicherheit. Immer wieder blitzen kurze, irritierende Bilder auf, die bei mir ein absonderliches Gefühl hinterlassen. Langsam offenbart sich, dass Natsuki in einer aggressiven und gefährlichen Lebenssituation steckt. Mithilfe von Pyut gelingt ihr eine ausgefallene Rettungsaktion, die jedoch bleibende Schäden hinterlässt. Die Autorin lässt Bilder aus Worten entstehen, die sich zu einer äusserst bizarren Geschichte fügen. Wortstark und gewaltig – ich stand immer wieder zwischen „Ich kann nicht weiterlesen“ und „Ich kann nicht aufhören“. Fantasie und Realität verschwimmen zusehends. Als erwachsene Frau, von ihrer Familie drangsaliert, in einer Scheinehe mit einem Mann, der auch keinen Körperkontakt will, befinden sie sich mit ihrem Kinderfreund Yu in den Bergen, wo sie Grenzen überschreiten und einer abstrusen, fatalen Logik folgen. Wie die Geschichte endet - nicht in meinen kühnsten Träumen hätte ich das erwartet. Die Bilder, welche die Autorin entstehen lässt, brauchen starke Nerven und einen stabilen Magen.

Malt Bilder in Kopf. Keine schönen Bilder.

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 22.03.2025
Bewertungsnummer: 2445365
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Natsuki, die Ich-Erzählerin, beginnt ihre Geschichte in der Kindheit; harmlos die Fahrt in die Berge. Natsuki berichtet, ein „Magical Girl“ zu sein, begleitet von einem Ausserirdischen, einer japanischen Merch-Figur – Pyut, vom Planeten Pohapipipopopia –, der die Welt retten will. Eine Kinderfantasie. Die Autorin, Sayaka Murata, wiegt die Leser*in in Sicherheit. Immer wieder blitzen kurze, irritierende Bilder auf, die bei mir ein absonderliches Gefühl hinterlassen. Langsam offenbart sich, dass Natsuki in einer aggressiven und gefährlichen Lebenssituation steckt. Mithilfe von Pyut gelingt ihr eine ausgefallene Rettungsaktion, die jedoch bleibende Schäden hinterlässt. Die Autorin lässt Bilder aus Worten entstehen, die sich zu einer äusserst bizarren Geschichte fügen. Wortstark und gewaltig – ich stand immer wieder zwischen „Ich kann nicht weiterlesen“ und „Ich kann nicht aufhören“. Fantasie und Realität verschwimmen zusehends. Als erwachsene Frau, von ihrer Familie drangsaliert, in einer Scheinehe mit einem Mann, der auch keinen Körperkontakt will, befinden sie sich mit ihrem Kinderfreund Yu in den Bergen, wo sie Grenzen überschreiten und einer abstrusen, fatalen Logik folgen. Wie die Geschichte endet - nicht in meinen kühnsten Träumen hätte ich das erwartet. Die Bilder, welche die Autorin entstehen lässt, brauchen starke Nerven und einen stabilen Magen.

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Das Seidenraupenzimmer

von Sayaka Murata

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