Postapokalypse, 2072: Eine Meute Tiefseepiraten entführt die renommierteste Wissenschaftlerin der sieben Tiefseemeere.
Gefangen auf dem schnellsten U-Boot der Tiefsee kämpft sie um ihre Freiheit. Wäre ihre Entführung nicht furchtbar genug, stehlen die Piraten Tatjanas Erfindung. Diese ist die einzige Möglichkeit nach dem Atomkrieg, um die Erdoberfläche erneut zu besiedeln.
Gelingt es Tatjana, ihren Traum vom Aufstieg an die Oberfläche zu verwirklichen? Oder versinkt sie mitsamt ihrer Erfindung in den Tiefen des Meeres?
Ein satirisch-dystopischer Roman für alle Liebhaber von faszinierenden Tiefseewelten, durchgeknallten Piraten und einer Prise Gesellschaftskritik.
Blick ins Buch
Yunus war ziemlich irritiert, sah er doch tatsächlich, wie Tatjana mit großen Schritten zu ihm zurück stampfte. Tatjana stand vor ihm, und er wusste überhaupt nicht, was er sagen sollte.
»Ich habe mich entschieden. Ich bringe meinen Vater in Sicherheit, aber ich werde nicht mit ihm gehen.
« Der Schock, der in Yunus einsetzte, schien ihn zu versteinern. Er brachte gerade noch ein verunsichertes »Wieso?« über die Lippen.
»Yunus, wenn Sarku Akula die Qualle an die Russen verkauft, dann wird sich die ganze Welt, ja, die ganze Welt, zum Negativen verändern. Hören Sie mich an, die Qualle in den falschen Händen ist wie ein Diktator, der über die Atombombe Bescheid weiß.« Yunus bemerkte die bedrohliche Stimmlage, mit der Tatjana ihrer Befürchtung ziemlich viel Nachdruck verlieh, und dennoch wusste er nicht, wie er ihr helfen konnte.
»Ich weiß nicht, was ich tun kann, die Qualle ist doch schon so gut wie verkauft.«
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So tief wie der Ozean
Ramona Schroller aus Klein Rönnau am 08.04.2026
Bewertungsnummer: 3103286
Bewertet: eBook (ePUB)
Es sollte das Highlight ihrer Karrieren sein! Mit einem neu entwickelten U-Boot an die Küste der Antarktis und dort versuchen, an Land zu kommen. Der erste Spaziergang an Land nach mehr als 70 Jahren. Doch es kommt für das Forscherpaar ganz anders, als plötzlich Tiefseepiraten auftauchen ...
Ein satyrisch-dystopischer Roman, so heißt es im Klappentext. Ehrlich gesagt, von Dystropie habe ich wenig gefunden. Ja, es wurde darauf eingegangen, dass die Welt, wie wir sie kennen, in einem Atomkrieg unterging. Aber ich mecker hier auch nicht, denn er satyrische Part ist das Highlight dieses Buches. Seit langer Zeit habe ich mich nicht mehr so amüsiert wie hier.
Die Handlung ist ein wenig wirr, immer wieder werden Kleingkeiten eingestreut, die eigentlich gar nicht wichtig für die Handlung sind. Aber gerade das macht den Reiz aus. An mehr als einer Stelle fühlte ich mich an Douglas Adams' "Anhalter" erinnert. Offenbar waren diese Bücher auch eine Inspiration für die Autoren, und das im guten Sinne.
Denn sie entwickeln etwas vollkommen eigenes aus dieser Inspiration. Eine Welt, Unterwasser, wo die Menschen seit 70 Jahren in Tiefen leben, die vormals als "unmöglich" bezeichnet wurden. Nun, irgendwie ist es ihnen gelungen, nachdem das Land unbewohnbar wurde. Hier ein kleiner Makel: Ich hätte mir ein bisschen mehr Beschreibung dieser Unterwasser-Städte gewünscht. Mir ist nämlich nicht ganz klar geworden, wie die Menschen ihre Seehunde Gassi führen - oder lassen sie sie einfach von der Leine in irgendeine Schleuse und die Robben dürfen ganz allein in den Ozean?
Die Figuren sind wenigstens so crazy wie die Handlung. Tatjana bemüht sich zumindest noch darum, ihren Ruf zu wahren. Andererseits steckt sie auf einem U-Boot fest mit dem wohl durchgeknalltesten Piraten der sieben Weltmeere. Es gibt ein Piratengesetz - Göttin!, habe ich gelacht - weil der Erste Offizier in erster Berufung Anwalt gewesen ist. Glückloser Anwalt mit einem Gewissen sollte man dazu wohl noch sagen.
Pinguine, die die neuen Kuckucke dieser Welt sind und ihre Eier nichtsahnenden Menschen unterschieben! Das Bild wird für eine Weile in meinem Kopf bleiben, denn es war einfach herrlich! Genauso wie der Name der Richterin, die über den Sorgerechtsfall zu entscheiden hat. Ich hatte Tränen in den Augen!
Und das ist es, was dieses Buch will. Es will ablenken und ein wenig Freude säen. Bei mir hat es offene Türen eingerannt. Wie gesagt, ich habe mich schon lange nicht mehr so gut amüsiert. Die Seiten flogen geradezu vorbei. Dieses U-Boot, die Swordfish, ist vermutlich das crazieste was ich je gelesen habe. Irgendwie erwartete ich nur an irgendeiner Stelle, dass Tatjana eine Tür öffnete und dahinter einen Supercomputer fand, der gerade die Zahl 42 ausspuckte. Es hätte mich nicht im mindesten gewundert, ehrlich!
Das einzige, worüber man vielleicht etwas kritisch sein sollte, war der unvorstellbare Verbrauch von Alkohol in diesem Buch. Als Anti-Alkoholiker stieß es mir hier und da ein wenig sauer auf, aber ich verstand auch den Hintergrund und breitete meinen Mantel des Schweigens über das ganze. Nette Anekdote, die ich von der Herausgeberin erfahren habe: beide Autoren haben dem Alkohol seit Jahren abgeschworen. Aber was wäre eine schöne Piratengeschichte ohne den Rum - äh Wodka. Wirklich gestört hat das ganze Trinken nicht, es war nur ... mir persönlich ein bisschen viel.
Nichts desto trotz ließ ich mir den Spaß nicht vermiesen, sondern las fleißig weiter über Drogenkekse, küssende Guramis und ehemalige Freunde, die sich zu Feinden gemausert haben und ihren eigenen Beef mit dem Kapitän der Swordfish beinahe auf die Spitze treiben. Von Tiefseeschaben, die Haare und Bärte trimmen, einem dementen und doch genialen Mechaniker, einem schießwütigen Waffenmeister und einer Leibwächterin, die offensichtlich Special-Ops-Ausbildung genossen hat.
Dieses Buch ist einfach nur herrlich schräg und so wundervoll und voller Phantasie geschrieben, dass mir warm ums Herz wurde. Eine herrliche Lektüre, die ich so schnell nicht vergessen werde - denn der fiese Cliffhanger bleibt unvergesslich.
Super Humor und spannend
Bewertung am 04.04.2026
Bewertungsnummer: 3099202
Bewertet: eBook (ePUB)
Ich finde das Buch super.
Mich erinnert es ein kleines bisschen an Per Anhalter durch die Galaxis. Denn beide Bücher sind Spannend und mit Actionszenen und sie haben ihre eigene besondere Art von Humor. Mir gefällt dies sehr!!
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