Christa Wolfs Erzählung "Der geteilte Himmel" in Bezug auf den sozialistischen Realismus und als Repräsentant des "Bitterfelder Weges"
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Sprache:Deutsch
17,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
03.06.2020
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-346-17390-4
Die allgemeine Auffassung, dass Christa Wolf während der 1960er Jahre und der Publikation von "Der geteilte Himmel" grundsätzlich an die Idee des Sozialismus und die Ideologie der DDR glaubte, soll bei der Textanalyse unangefochten bleiben.
"Der geteilte Himmel" ist eine Erzählung von Christa Wolf, welche 1963 in der DDR veröffentlicht wurde, und gilt heute "[...] in vielfacher Sicht [als] ein Text zwischen den Zeiten", insbesondere da die Autorin mit dem Schreiben der Erzählung bereits vor dem Mauerbau im Jahre 1961 begann, jedoch erst nach Abschluss des Mauerbaus im Jahre 1962 vollendete. Zudem gehört Wolf zu den wenigen Autorinnen, deren Werke gleichzeitig in Ost- und Westdeutschland veröffentlicht wurden und auf beiden Seiten große Resonanz hervorriefen. Christa Wolf, die 1929 geboren ist, wuchs selbst in den beiden großen Diktaturen der damaligen Zeit auf, sodass ihre eigenen biographischen Erfahrungen auch in "Der geteilte Himmel" einfließen. Dass Literatur, und somit auch Christa Wolfs Erzählung, die während des DDR-Regimes publiziert wurde, durch diktatorische Staatsformen beeinflusst wird, hat der Politikwissenschaftler Günther Rüther 1997 wie folgt zusammengefasst:
"In einer Diktatur nimmt die Literatur Schaden. Der alle autoritären und noch stärker totalitären Herrschaftsformen kennzeichnende Gesinnungsdruck beschneidet ihre sprachlichen, formalen und inhaltlichen Möglichkeiten. Damit schränkt er maßgeblich die besondere Eigenschaft von Literatur ein, experimentell zu sein und innovativ zu wirken. Zudem wird ihr in der Diktatur verweigert, gesellschaftliche oder individuelle Mißstände, Probleme und Konflikte exemplarisch und thematisch zugespitzt darzustellen. Die Literatur verliert in der Diktatur ihrer Autonomie und ihre Souveränität. Sie gerät in Abhängigkeit. Dies haben die beiden großen Diktaturen dieses Jahrhunderts in Deutschland, der Nationalsozialismus und der DDR-Sozialismus, gezeigt."
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