Eine brennende Scheune wird zur tödlichen Falle Wer hasste den 18-jährigen Daniel Gingerich so sehr, dass er ihn bei lebendigem Leib verbrannte? Er galt als tüchtig, freundlich und zuverlässig. Doch die Ermittlungen bringen auch eine dunkle Seite von ihm ans Licht. Eine Seite, von der die amische Gemeinde nichts wissen will. Als Kate Burkholder den Dingen auf den Grund geht, finden sich plötzlich mehr Verdächtige, als ihr lieb ist und sie gerät in ein Geflecht aus Lügen und Intrigen. Die sie fast das Leben kosten ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
18 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Ein fulminantes Jubiläum
biadia (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 21.01.2026
Bewertungsnummer: 3019006
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein fulminantes Jubiläum
Mit „Brennendes Grab“ feiert Linda Castillo das zehnte Jubiläum ihrer erfolgreichen Krimi-Reihe um die Polizeichefin Kate Burkholder. Die Erwartungshaltung groß – und ich wurde nicht enttäuscht.
Schon auf den ersten Seiten entfaltet Castillo jenen unnachahmlichen Sog, der ihre Amisch-Thriller so besonders macht. Es ist faszinierend, wie sie es jedes Mal schafft, den Leser wie ein Magnet an die Handlung zu binden. Die Atmosphäre im ländlichen Ohio ist gewohnt dicht und die Spannung von Beginn an greifbar.
Der Fall ist tragisch: Der 18-jährige Daniel stirbt in einer brennenden Scheune. Was wie ein heimliches Date geplant war, endet in einer Katastrophe. Gemeinsam mit Kate und John Tomasetti begibt man sich auf eine temporeiche Spurensuche. War es ein Unfall oder Mord? Die Frage nach dem Motiv lässt einen als Leser bis kurz vor Schluss miträtseln.
Besonders gefreut hat mich die Entwicklung der Protagonistin. Im letzten Band stieß mir Kates oft kopflose Handlungsweise sauer auf; man hatte das Gefühl, sie lerne nicht aus ihren Fehlern. In „Brennendes Grab“ ist davon nichts mehr zu spüren. Kate wirkt gestärkt, besonnener und menschlich gewachsen.
Diese Weiterentwicklung der Figuren sorgt dafür, dass die Reihe nicht nach „Schema F“ erstarrt, sondern lebendig bleibt und immer wieder überraschen kann.
Linda Castillos Schreibstil ist gewohnt flüssig und facettenreich. Auch wenn ich die Auflösung kurz vor dem Ende erahnen konnte, hat dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Der Weg zum Ziel ist so spannend konstruiert, dass man sich in Painters Mill sofort wieder „zu Hause“ fühlt. Nichts ist so, wie es scheint, und das Buch wartet mit einigen unvorhersehbaren Wendungen auf.
Ein nachdenklicher Moment, der die Schwere der Ermittlungen gut einfängt:
„Manchmal verlaufen sich Menschen an einen dunklen Ort und finden nicht mehr heraus“, sage ich. „Manchmal können wir sie nicht retten, sosehr wir sie auch lieben.“
Fazit
„Brennendes Grab“ ist für mich der bisher stärkste Band der Reihe. Linda Castillo liefert ein grandioses Jubiläum ab, das durch enormes Tempo, eine gereifte Hauptfigur und eine hochemotionale Geschichte überzeugt. Für Fans von Thrillern mit Tiefgang ist dieser zehnte Fall ein absolutes Muss.
5 von 5 Sternen – Ein echtes Highlight der Amisch-Reihe!
Guten Mädchen passiert nichts....
Hopeandlive am 08.04.2024
Bewertungsnummer: 2173350
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
.....das würde Gott nie zulassen. Sie müssen etwas getan haben......Nun, dass diese Aussage eine mehr als dumme Mär ist, weiß ich schon lange, doch sie hält sich sehr zäh in den verschiedensten Denominationen.
Doch zum Anfang des 10. Thrillers von Linda Castillo, der ziemlich grausam startet und , denn eine Scheune brennt und darin befindet sich der 18jährige Sohn der Familie Gingerich. Ein Vorzeigesohn, gutaussehend, fleißig, immer freundlich und zuverlässig. Er wäre bestimmt ein ganz wunderbarer Schwiegersohn und Ehemann geworden. Doch nun ist dieses Unglück passiert, nun ja, nicht einfach passiert, wie Kate Burkholder, Chefermittlerin von Painters Hill, ziemlich schnell herausfindet. Denn ihre Ermittlungen ergeben, dass der Sonnenschein-Sohn wohl ziemliche Schattenseiten aufwies, von denen die Mitglieder der Amish-Gemeinde nichts wissen wollen.
Kate, selbst ehemals Amish, jedoch aus sehr gutem Grund nicht mehr, muss tief graben und viele Fragen stellen und so nach und nach ergeben sich einige Anhaltspunkte. Der Sonnenschein-Sohn wurde von jemandem grenzenlos gehasst und in starb nicht zufällig in den Flammen, doch Kate, die sich durch verschiedene Gerüchte hinter vorgehaltener Hand, zahlreiche Verdächtige und nicht zuletzt ihre eigene dunkle Vergangenheit, die auch noch an die Tür klopft, durcharbeitet, kommt in diesem Fall an ihre Grenzen, denn was ist wirklich Gerechtigkeit und wo ist die Grenze zur Rache?
Mir ging diese Geschichte ziemlich unter die Haut, denn sie kann in jeder Gemeinde passieren und wo sind die Gläubigen, die sich auf die Seite der Opfer stellen und nicht noch die Täter durch Schweigen decken? Sehr lesenswert!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.