Bremen - eine kopflose, männliche Leiche wird gefunden, dann noch eine. Als die beiden Witwen des Nachts von ihren verstorbenen Ehemännern besucht und missbraucht werden, ruft die Polizei Richard Winter, den ehemaligen Kriminalkommissar, der seit dem Harlekin-Fall als Experte für Okkultes bekannt ist. Schon bald stößt Winter auf die Legende vom Incubus, einem Dämon, der sich des Nachts mit schlafenden Frauen paart. Doch kann es sich bei den Sichtungen wirklich um solch ein übernatürliches Phänomen handeln? Und was hat es mit dem geheimnisvollen Mann ohne Gesicht auf sich, der Winter stets aufsucht, nachdem ein Mord begangen worden ist? Spätestens als ein früherer Arbeitskollege umgebracht und eine Freundin entführt wird, merkt Winter, dass sich eine vormals unpersönliche Ermittlung auch für ihn in tödlichen Ernst verwandelt hat ...
Thomas Vaucher, geboren 1980, ist Autor und Lehrer. »Der Incubus« ist nach »Blutmond« und »Die Akte Harlekin« sein dritter Thriller der Kommissar Richard Winter Reihe im Riverfield Verlag. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Freiburg in der Schweiz.
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Dämonisch böse
Michael Sterzik aus Wallenhorst am 05.02.2021
Bewertungsnummer: 1428040
Bewertet: eBook (ePUB)
Der vorliegende Thriller ist der Roman mit der Figur des ehemaligen Kommissars Richard Winter, der das okkulte, dass paranormale, für real hält und dem in seinen verschiedenen Fällen schon das eine, oder andere Wesen begegnet ist. Eine persönliche Tragödie, beendete seine Laufbahn bei der Bremer Kriminalpolizei und zurzeit fungiert und löst er als Privatdetektiv mysteriöse Vorkommnisse. Viele davon sind allerdings allzu menschlichen Ursprungs.
In seinem neuesten Fall „Der Incubus“ – jagt er diesen Dämon, einen männlichen Alb, der sich nachts mit einer schlafenden Frau paart, ohne dass sie etwas davon bemerkt. Der Inkubus gilt auch als einer der Stellvertreter Satans, der dafür verantwortlich ist, die Seelen der Sündiger nach deren Tod in die Hölle zu schleppen.
Bremen – eine kopflose, männliche Leiche wird gefunden, dann noch eine. Als die beiden Witwen des Nachts von ihren verstorbenen Ehemännern besucht und missbraucht werden, ruft die Polizei Richard Winter, den ehemaligen Kriminalkommissar, der seit dem Harlekin-Fall als Experte für Okkultes bekannt ist. Schon bald stößt Winter auf die Legende vom Incubus, einem Dämon, der sich des Nachts mit schlafenden Frauen paart. Doch kann es sich bei den Sichtungen wirklich um solch ein übernatürliches Phänomen handeln? Und was hat es mit dem geheimnisvollen Mann ohne Gesicht auf sich, der Winter stets aufsucht, nachdem ein Mord begangen worden ist? Spätestens als ein früherer Arbeitskollege umgebracht und eine Freundin entführt wird, merkt Winter, dass sich eine vormals unpersönliche Ermittlung auch für ihn in tödlichen Ernst verwandelt hat …(Verlagsinfo)
Es gibt eine Menge Thriller, die sich mit mystischen Elementen und Okkultismus beschäftigen. Vieles davon driftet manchmal gar abenteuerlich in übertriebene Klischees und wirkt dann allzu lächerlich und im wahrsten Sinne des Wortes – geistlos. Der Schweizer Lehrer und Musik hebt sich mit seiner Romanreihe von solchen Werken deutlich ab. Die beiden Vorgängerromane „Die Akte Harlekin“ und „Blutmond“ überzeugten über deren Originalität und einem sehr gut aufgebauten Spannungsbogen. Die Mixtur einer gruseligen Atmosphäre, die insgesamt die Story auf hohem Niveau stabil halten und die originellen Charaktere bilden professionelles Gerüst.
Die Hauptfigur Richard Winter ist der Fokus – ein chaotischer Charakter mit Charme, einer tragischen Vergangenheit und einer Hands-On-Mentalität, der dem „Bösen“ mit Herz und Verstand entgegentritt. Ein „Gläubiger“ – der es ahnt, vielmehr weiß, dass es mehr gibt als die relativierte, theoretische Wissenschaft, blinden Aberglauben, oder religiösen Fanatismus. Durchaus sympathisch und weder ein glorreicher Held, noch ein zerstörtes, posttraumatisches Wrack.
Spannend ist „Der Incubus“ allemal und zeichnet sich auch ganz nebenbei mit einer soliden Brutalität aus. Ganz vorn, sozusagen auf den Siegertreppchen steht die Dramatik – und die kommt ganz gut ohne theatralische Klischees aus.
Manchmal hackt es ein wenig mit einer greifbaren Realität und wirkt unlogisch, wenn man die Handlungen von Richard Winters analysiert, aber das mindert kaum das Lesevergnügen.
Was dem Roman etwas fehlt, sind Nebengeschichten und Figuren. Es gibt nur einen Hauptpart und flankiert von eigentlich nichts. Schade – denn ja, die privaten Herausforderungen sind nett – aber mehr Nebengeschichten könnten der Geschichte wesentlich mehr „Tiefe“ geben.
Es gibt viele Personen um Richard Winter – alte Kollegen, seine Freundin, die gerade dabei ist seinen unordentlichen Charakter einen vollumfänglichen Umzug zu geben, in dem sie bei ihm einzieht, und die Angehörigen der Opfer, die aufgrund der Situation mächtig verstört sind.
Abwechslungsreich und manchmal überschlagend hält sich die Story auf einem hohen Niveau. Allerdings auch hier manchmal zu viel des guten, sodass die gute alte Logik etwas abhebt. Aber es ist ja auch ein mystisches Buch – und bei allem Lob – haben wir einen Schwachpunkt. Es ist zu wenig Mystik vorhanden – zu wenig Okkultismus, zu wenig Übernatürliches. Schade – denn auch das beherrscht Thomas Vaucher und sollte zukünftig dieses Element großzügiger ausspielen.
Fazit
„Incubus“ ist ein spannender Albtraum, denn man gerne erlebt. Großartig und Hochspannend in Szene gesetzt. Thomas Vaucher hat großes Potenzial – aber trauen Sie sich mehr zu – Seien Sie verdammt nochmal mit den nächsten „Projekten“ geistreicher. Sie können das.
Alle drei Bände sind großartig und sehr zu empfehlen. Gute Spannungsliteratur, die noch viel Potenzial hat. Lesen.
Michael Sterzik
Ein fesselnder Thriller mit grandiosen Charakteren und einem spannenden Plot!
Book-addicted am 03.11.2020
Bewertungsnummer: 1396524
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
*Meine Meinung*
"Der Incubus" ist der dritte Fall um den Ermittler Richard Winter, kann aber auch unabhängig von den beiden anderen gelesen werden.
Thomas Vaucher wirft uns bei diesem Roman direkt ins Geschehen, denn wir verfolgen mit Schrecken den ersten Mord des Pestdoktors. Der Pestdoktor ist ein Mörder, der eine Pestmaske trägt, wie sie die Ärzte einst trugen, während sie Pestpatienten behandelten - daher der Name. Die Morde des Pestdoktors sind alles andere als harmlos, weswegen es nie schlecht ist, wenn der Leser etwas härtere Lektüre gewohnt ist.
Der Plot ist extrem spannend und ich konnte und wollte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Von Seite zu Seite habe ich gerätselt und getüftelt, doch irgendwie wusste der Autor meine Theorie doch immer wieder zu widerlegen. Wirklich dahinter kam ich bis zum Ende nicht - Thomas Vaucher führt uns wirklich perfekt hinters Licht! Was die mystischen Anteile des Buches angeht, so will ich gar nicht zuviel verraten... eines sei aber erwähnt: wenn ihr überlegt, das Buch deshalb nicht in die Hand zu nehmen, überlegt euch das unbedingt nochmal! Es lohnt sich wirklich.
Der Protagonist Richard Winter ist ein Chaot, wie er im Buche steht und wenn sein Wohnzimmer bzw. sein Haus beschrieben wird, muss ich jedes Mal schmunzeln. Seine chaotische Art ist mir absolut sympathisch, da auch ich ein Chaot bin, wie er im Buche steht - wenn auch nicht ganz so schlimm, wie Winter. Seine Art mag ich besonders gerne, da er immer wieder neue Ideen hat, sich niemals unterkriegen lässt und trotz diverser vorgefertigter Eindrücke, immer noch ein eigenes Bild von den Dingen macht.
Das Ende ist unerwartet, aber absolut passend, ebenso der Weg, den die Ermittlungen im Laufe des Buches gehen - überaus einfallsreich und großartig inszeniert!
Besonders das Nachwort möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, da es mir unglaublich gut gefallen hat - es war einfach mal etwas völlig anderes und macht sowohl Richard Winter, als auch den Autor umso sympathischer.
*Fazit*
Ein absolut grandioser Thriller, der einen unfassbar fesselt - mit Charakteren, die mir absolut sympathisch waren. Lesen!
Wertung: 5 von 5 Sterne!
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