Produktbild: Brüder

Brüder Roman

16

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.03.2021

Verlag

btb

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

19,9/13,5/3,6 cm

Gewicht

497 g

Farbe

Lachs / Mokka

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77070-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.03.2021

Verlag

btb

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

19,9/13,5/3,6 cm

Gewicht

497 g

Farbe

Lachs / Mokka

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77070-0

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Susanne Poehls

    4/5

    20.11.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Eine besondere Geschichte

    Mick, ein charmanter Hasardeur, lebt ein Leben auf dem Beifahrersitz, frei von Verbindlichkeiten. Und er hat Glück - bis ihn die Frau verlässt, die er jahrelang betrogen hat. Gabriel, der seine Eltern nie gekannt hat, ist frei, aus sich zu machen, was er will: einen erfolgreichen Architekten, einen eingefleischten Londoner, einen Familienvater. Doch dann verliert er in einer banalen Situation die Nerven und steht plötzlich als Aggressor da - ein prominenter Mann, der tief fällt. Brüder erzählt von zwei deutschen Männern, geboren im gleichen Jahr, Kinder desselben Vaters "Brüder" ist ein besonderes Buch. Zunächst werden viele wichtige und spannende Themen aufgegriffen. So war mir das Thema, dass es schwarze Studenten in der DDR gegeben hat, nicht so geläufig. Nach dem Studium sind die Studenten in ihre Heimatländer zurückgegangen, interessant der Gedanke, wenn dann aus Beziehungen Kinder zurück bleiben. Auch spannend die Frage, wie unterschiedlich sich das eigene Leben entwickeln kann, denn der Lebenslauf der Brüder beginnt ähnlich, trotzdem entwickeln sich zwei ganz unterschiedliche Menschen. Bei aller Komplexität ist das Buch auch sehr gut zu lesen. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt, kann man jederzeit gut folgen. Trotzdem habe ich mich durch den ersten Teil, erzählt aus der Sicht von Mick und seiner Freundin doch etwas durchgequält. Nicht meine Welt, so wie Mick lebt und sich verhält. Damit konnte ich einfach nicht warm werden. Natürlich lebe ich auch nicht in Gabriels Welt, aber da konnte ich eher Sympathien aufbauen, so dass mir der zweite Teil wesentlich besser gefallen hat. Zusammengefasst, ein Buch gut zu lesendes Buch mit interessanten Themen.

  • darkola77

    3/5

    10.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Nett unterhalten aber doch recht enttäuscht

    Zwiegespalten wie das Buch bin auch ich nach der Lektüre. Einerseits fühlte ich mich über weite Strecken gut und angenehm unterhalten, Mick und Gabriel – gemeinsam mit Fleur und Albert als seine Kernfamilie – über Jahre und teils Jahrzehnte zu begleiten. Ihre Leben so wie die Figuren selbst sind sehr unterschiedlich, und ein drogenkonsumierender Clubbesitzer und ein verschrobener „Stararchitekt“ – warum auch mit weniger zufriedengeben – bieten ausreichend Erzählstoff, gewürzt mit schrägen Begegnungen, nicht immer vorhersehbaren Wendungen und auch der einen oder anderen Szene mit einem gewissen Ekelfaktor zur Unterhaltung. Doch andererseits gleicht das, was die Leserin und der Leser bekommen, einem großen Potpourri – von allem und für jede und jeden ist etwas dabei – ein wahrer Gemischtwarenladen der in der deutschen Literatur der Nachwendezeit großen Themen: Ost und West, arm und reich, Patchwork- und klassische Familienverhältnisse und natürlich und vor allem schwarz und weiß, oder: People of Color und indigene Europäerinnen und Europäer. Tiefgang kann so nicht aufkommen, die Themen werden an der Oberfläche angerissen, teilweise alle auf einmal. Und worauf die Geschichte hinauslaufen soll, ist für mich leider bis zum Schluss auch nicht erkennbar. Das Plotten erscheint mir gewollt, am Ende ist mir zu viel zu gut – ein Aufgehen im Wohlgefallen muss schon zur Geschichte passen und nicht nur die Leserin und den Leser zufriedenstellen wollen. Zufriedenheit war dann auch nicht das, womit ich das Buch nach langen über 500 Seiten letztendlich aus der Hand gelegt habe – eher eine gewisse Enttäuschung und die Überzeugung, dass die Autorin hier wohl zu viel gewollt und zu wenig umgesetzt hat.

  • BjoernAndBooks

    aus Hildesheim

    3/5

    23.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Abwesenheiten in Körper und Geist

    Mick und Gabriel und Idris und Albert – vier Männer, alle miteinander verwandt und sich dennoch so fremd. Idris aus Westafrika verbrachte seine Studienzeit in den 1970er Jahren in Deutschland und lernte dabei zwei Frauen kennen. Er verliebte sich kurz hintereinander in sie und zeugte sowohl mit Gabriele als auch mit Monika jeweils einen Sohn. Während er Mick, Monikas Sohn, noch kurz kennenlernte, so hatte Gabriel seinen Vater nie kennengelernt. Und das ist nicht der einzige Unterschied in den Biographien dieser zwei Männer, die in ihren Wurzeln eine gemeinsame Keimzelle haben: Mick ist Lebemann durch und durch. Er lebt in den Tag hinein, lässt Ausbildung Ausbildung sein und vergnügt sich ausgiebig mit dem weiblichen Geschlecht. Gabriel: ganz der Karrieremensch, mit festen Grundsätzen, dem vermeintlich sicheren Familienhafen und sicherheitsgebenden Strukturen. Doch unausweichlich ist für beide die Frage: Wo komme ich her? „Ich war fast dreißig Jahre alt, und es sah so aus, als würde ich die Frage, woher ich kam, niemals loswerden“. (S. 290) „Brüder“ ist das Porträt einer Generation. Jackie Thomae schafft es mit ihrem Roman einen Zeitraum von knapp fünfzig Jahren und mehr zu überspannen, der das Kolorit der 1970er, 1990er und 2000er Jahre in der DDR und dem dann ehemaligen Ost-Berlin ebenso einfängt wie die Gegenwart in London. Ihr Roman ist voller facettenreicher Figuren, zahlreicher Protagonisten, strahlender Nebenfiguren und unzähliger Gäste, die sich nur für ein paar Seiten in den Roman zu verirrt haben scheinen. Das ist viel, sehr viel. Und leider für meinen Geschmack oftmals auch zu viel. Die Suche nach Identität, nach Herkunft, nach dem Ankommen in einer weiß dominierten Welt mit einer dunkleren Hautfarbe steht bei Thomae im Mittelpunkt und wird immer wieder mit starken Gedanken von Mick und Gabriel thematisiert. Gleichzeitig erscheinen beide in ihrer Lebensführung extrem passiv, in manchen Bereichen nahezu lebensunfähig. Als Identifikationsfigur oder Sympathieträger funktionieren beide nicht, ebenso wenig wie die jeweiligen Partnerinnen Delia und Fleur. Der mehr als 500 Seiten umfassende Roman strotzt nur so vor Unsicherheiten der Figuren. Niemand vermag es, den Leser*innen eine kurzzeitige Positivität zu vermitteln. Die Lebenswege erscheinen mehr oder minder von Schicksalsschlägen durchzogen – mal auf direktem Wege, mal am Wegesrand. Das mag über weite Strecken auch einmal erträglich und für die Geschichte sogar förderlich sein. Hier hinterließ es mich am Ende leider recht erschöpft, zumal ich auch nicht das Gefühl hatte, dass Mick und erst recht nicht Gabriel eine fundamentale Entwicklung durchgemacht hätten. So blieb es für mich ein Roman mit intensivem Zeitkolorit und wichtigen Themen, aber leider ohne wirklichen Zugang zum Figurenrepertoire.

  • Bewertung

    5/5

    14.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was macht uns zu denen, die wir sind?

    Erzählt werden die Lebensläufe zweier junger Männer: Mick und Gabriel. Sie sind beide 30 Jahre alt, beide sind in Deutschland bei ihren Müttern in Abwesenheit ihres nigerianischen Vaters aufwachsen. Gabriel ist zielstrebig, ehrgeizig, erfolgreicher Architekt und Familienvater in London. Mick ist eher planlos, Frauenversteher und Mitinhaber eines Clubs in Berlin und nimmt das Leben wie es kommt. Beide haben sich mit Fleiß bzw Glück ein gutes Leben aufgebaut und beide verspielen es in einem einzigen unbedachten Moment. Jackie Thomae ist eine tolle Erzählerin, die sich auf chinesischen Großbaustellen offenbar genauso gut auskennt wie mit finanziell maroden Clubs. Auf ihre Anregung hin wurden auf dem Buchcover verschiedenste Farbtöne abgedruckt, die für Hautfarben stehen, die aus einer schwarz-weiß-Verbindung entstehen können. Sie zeigt uns in diesem Buch: es geht nicht um Hautfarbe. Die macht uns nicht zu den Menschen die wir sind. Mitreißend, absolut lesenswert! 2019 Shortlist Buchpreis

  • Kaffeeelse

    5/5

    14.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gemeinsamkeiten und Unterschiede

    Ein wunderbares Buch! Und definitiv richtig beim Deutschen Bücherpreis. Wenn dieses Buch nicht sogar ein preisgekrönter Kandidat hätte sein können/hätte sein sollen! Genau kann ich dann dazu aber erst etwas nach der Lektüre von "Herkunft" sagen. Aber "Brüder" ist definitiv ein richtig ausgefeilter und alles gut ausleuchtender Roman! Doch um was geht es. Es werden die Lebensgeschichten von zwei Männern erzählt. Zwei charakterlich völlig unterschiedliche Männer. Die aber auch etwas gemeinsam haben. Ihre Herkunft! Beide wurden von einem afrikanischen Mann gezeugt, von Idris, geboren im Senegal, einem Fulbe, der in der DDR studierte und der in der DDR einige Frauen kennenlernte. Die Folgen dieses Kennenlernens sind Mick und Gabriel. Beide werden von ihren Müttern und/oder deren Familien aufgezogen, leider ohne den Vater. Obwohl sie vollkommen unterschiedlich sind; Mick ist ein Lebemann, der eher etwas ziellos durchs Leben stolpert und Gabriel ist ein erfolgsorientierter Karrierist, der sein Leben völlig durchgeplant hat und auch dadurch recht erfolgsverwöhnt ist; haben beide auch Gemeinsamkeiten. Diese Gemeinsamkeiten sind in ihrer Herkunft und damit einhergehendem Erleben begründet. Jackie Thomae erschafft in diesen beiden Figuren Mick und Gabriel zwei vollkommen authentisch gezeichnete Charaktere, Protagonisten, die abstoßen und auch irgendwie berühren, trotz oder auch gerade wegen ihrer wirklich vielen Unzulänglichkeiten. Jackie Thomae leuchtet ihre beiden Charaktere in meinen Augen vollkommen und ungeheuer gekonnt und durchdacht aus lässt den Leser teilnehmen an zwei völlig fremden Leben. Das ist in meinen Augen richtig große Kunst! Die Autorin Jackie Thomae geht in dem Buch "Brüder" der Frage nach, wie wir zu den Menschen werden, die wir in der Mitte unseres Lebens sind. In diesem Buch geht es um zwei völlig unterschiedliche Männer, es geht um Familie und es geht um die Männlichkeit, hier teilweise eine etwas toxische Männlichkeit, und es geht um die Frage, wie die Herkunft uns schlussendlich prägt. Ebenso geht es um den alltäglichen Rassismus. Wie ist es mit einer anderen Hautfarbe aufzuwachsen? Was bedeutet das? Ist das für jeden gleich und was macht man daraus oder damit? Thematisch ein richtig interessantes Buch! Und wenn man bedenkt, dass mich die Charaktere Mick und Gabriel eher abgestoßen haben, konnte es die Autorin hier hervorragend schaffen, mich in diese, ihre Welt in "Brüder" zu entführen. Und sie hat es geschafft mir diese Welt begreiflich zu machen, mich darin zu fesseln. Gerade wenn ich die Charaktere nicht ausstehen kann, vergebe ich weniger 5 Punkte. Jackie Thomae schafft es aber mich mit ihrer Schreibe und ihrem Schreibstil völlig zu überzeugen und erschafft ebenso eine Begeisterung in mir für ihr Werk. Und deshalb meine Bewertung und einen tosenden Applaus für dieses wirklich geniale Buch und für diese wunderbare Autorin!!! Noch etwas was ich erwähnen muss. Jackie Thomae erschafft in diesem Buch ein Verständnis, was man vor der Lektüre nicht vollständig hatte und damit ist jeder Leser dieses Buches ein Gewinn für unsere Gesellschaft!!!

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Bewertungen (16)

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  • Zum Bewerterprofil von Lisa Walz

    Lisa Walz

    RavensBuch Osiander Ravensburg

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    5/5

    11.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brüder

    Jackie Thomaes Roman "Brüder" handelt von zwei Männern, die den gleichen Vater haben, jedoch weder einander, noch den Vater kennen. Der Roman glänzt mit einer Leichtigkeit, die ihn aber noch lange nicht zu einem leichten Roman macht. Es ist ein Buch, das nachhallt und den Deutschen Buchpreis verdient hätte.

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