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Frühling Roman

4

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.03.2021

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3,2 cm

Gewicht

523 g

Originaltitel

Spring

Übersetzt von

Silvia Morawetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87580-4

Beschreibung

Rezension

»Man muss Ali Smith sein, um all das – Schicksale, Historisches, Poetisches, die brennenden Probleme der Gegenwart – derart kunstfertig miteinander zu verweben.« ("Ingrid Mylo / Badische Zeitung")
»Smith demonstriert, wie Literatur mit ihren weitverzweigten Möglichkeiten Schönheit und Relevanz zugleich entfalten kann.« ("Christoph Schröder / Deutschlandfunk")
»Fantasievoll rechnet die Schriftstellerin mit den Ungerechtigkeiten der britischen Gesellschaft ab. Mit ›Frühling‹ hat sie eine Art Märchen erfunden, das auch Hoffnung signalisiert.« ("Johannes Kaiser / Deutschlandfunk Kultur")
»Vor allem aber begegnen wir einem neuen Wunderwerk an Erzählkraft, in dem sich Poesie und Politik, Trauer und Tatkraft eindrucksvoll verbinden.« ("Salzburger Nachrichten")
»Das Projekt der schottischen Schriftstellerin ist nicht weniger als der Versuch, der Gegenwart im Schreiben habhaft zu werden.« ("ORF-Bestenliste Mai 2021")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.03.2021

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/3,2 cm

Gewicht

523 g

Originaltitel

Spring

Übersetzt von

Silvia Morawetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87580-4

Herstelleradresse

Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE
kundenservice@penguinrandomhouse.de

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  • Edith Berger

    5/5

    02.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesevergnügen

    „ Also Tatsachen, die können wir nicht gebrauchen. Wir wollen Verwirrung. Wir wollen Wiederholung. Wir wollen Menschen mit Einfluss, die sagen die Wahrheit ist nicht die Wahrheit......Was wir brauchen ist Angst....Wir brauchen Emotionen wir wollen Rechtschaffenheit wir wollen Zorn“ Richard Lease ist Regisseur, Brittany Hall arbeitet in einem Abschiebezentrum. Beide machen Bekanntschaft mit einem 12 jährigen Mädchen, das ihre Sicht auf die Welt verändert

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    09.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Hoffnung bleibt

    Ali Smith‘ Jahreszeitenquartett als Romane zu bezeichnen, wird diesen Büchern nicht gerecht. Es sind Chroniken, außergewöhnliche Belletristik, die von der Lage der Nation, von Strömungen und Stimmungen innerhalb der Gesellschaft berichten. Und ihre Aussagen sind, obwohl der Fokus auf Großbritannien liegt, dennoch übertragbar auch auf andere Länder. „Frühling“, die Zeit der Hoffnung auf Veränderung. Zwei Erzählstränge und vier Menschen bestimmen die Handlung, die sich aus vielen Vignetten zusammensetzt: Paddy, die witzige, intelligente Drehbuchautorin, deren Tod ihren Freund und Kollegen Richard im Innersten erschüttert, ihn sich, sein Tun und sein Leben komplett in Frage stellen lässt. Der ohne konkretes Ziel in einen Zug gen Norden steigt, um seinem Leben dort ein Ende zu setzen. Brit arbeitet seit kurzem für eine Sicherheitsfirma in einem sogenannten Durchgangszentrum für Asylbewerber nahe der englischen Hauptstadt, das längst seine ursprüngliche Funktion aufgegeben hat. Migranten werden in diesem völlig überfüllten Lager unter unmenschlichen Zuständen über lange Zeiträume interniert. Niemand interessiert sich für sie, für ihre Geschichte, die Gründe ihrer Flucht. Das Auftauchen der zwölfjährigen Florence setzt einen Prozess in Gang, gibt Denkanstöße. Sie überzeugt Brit, das Lager zu verlassen und mit ihr in einen Zug zu steigen. Nach Norden, wo sich ihr Weg mit dem von Richard kreuzen wird. Die Autorin betrachtet die politische Gegenwart durch die Augen einer Kunstschaffenden, stellt Bezüge her zwischen Gesellschaft und Werken aus Literatur und Malerei, veranschaulicht dies durch Analogien, schleift so auf den ersten Blick die Kanten ab, macht sie aber im genaueren Hinsehen um ein Vielfaches eindrücklicher. Poetisch, empathisch und äußerst kraftvoll erinnert sie uns daran, dass wir zwar nur ein unbedeutendes Rädchen im Getriebe des Jahreslaufs sein mögen, aber dennoch die Möglichkeit haben, die Richtung zu bestimmen und Veränderungen einzuleiten.

  • Havers

    5/5

    07.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ali Smith‘ Jahreszeitenquartet…

    Ali Smith‘ Jahreszeitenquartett als Romane zu bezeichnen, wird diesen Büchern nicht gerecht. Es sind Chroniken, außergewöhnliche Belletristik, die von der Lage der Nation, von Strömungen und Stimmungen innerhalb der Gesellschaft berichten. Und ihre Aussagen sind, obwohl der Fokus auf Großbritannien liegt, dennoch übertragbar auch auf andere Länder. „Frühling“, die Zeit der Hoffnung auf Veränderung. Zwei Erzählstränge und vier Menschen bestimmen die Handlung, die sich aus vielen Vignetten zusammensetzt: Paddy, die witzige, intelligente Drehbuchautorin, deren Tod ihren Freund und Kollegen Richard im Innersten erschüttert, ihn sich, sein Tun und sein Leben komplett in Frage stellen lässt. Der ohne konkretes Ziel in einen Zug gen Norden steigt, um seinem Leben dort ein Ende zu setzen. Brit arbeitet seit kurzem für eine Sicherheitsfirma in einem sogenannten Durchgangszentrum für Asylbewerber nahe der englischen Hauptstadt, das längst seine ursprüngliche Funktion aufgegeben hat. Migranten werden in diesem völlig überfüllten Lager unter unmenschlichen Zuständen über lange Zeiträume interniert. Niemand interessiert sich für sie, für ihre Geschichte, die Gründe ihrer Flucht. Das Auftauchen der zwölfjährigen Florence setzt einen Prozess in Gang, gibt Denkanstöße. Sie überzeugt Brit, das Lager zu verlassen und mit ihr in einen Zug zu steigen. Nach Norden, wo sich ihr Weg mit dem von Richard kreuzen wird. Die Autorin betrachtet die politische Gegenwart durch die Augen einer Kunstschaffenden, stellt Bezüge her zwischen Gesellschaft und Werken aus Literatur und Malerei, veranschaulicht dies durch Analogien, schleift so auf den ersten Blick die Kanten ab, macht sie aber im genaueren Hinsehen um ein Vielfaches eindrücklicher. Poetisch, empathisch und äußerst kraftvoll erinnert sie uns daran, dass wir zwar nur ein unbedeutendes Rädchen im Getriebe des Jahreslaufs sein mögen, aber dennoch die Möglichkeit haben, die Richtung zu bestimmen und Veränderungen einzuleiten.

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    04.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der gelungene dritte Teil des Jahreszeitenquartetts!

    Endlich ist er da: „Frühling“, der dritte Teil des Jahreszeitenquartetts von Ali Smith. Mit großem Vergnügen habe ich schon die beiden Vorgänger „Herbst“ und „Winter“ gelesen und meine Erwartung an diesen dritten Teil wurde nicht enttäuscht. Der Titel passt so wunderbar zum Inhalt. Faszinierend! Wir lernen den unbekannten und erfolglosen Regisseur Richard, einen Mann mittleren Alters kennen, der in einem Bahnhof in Schottland sitzt und vergeblich auf den Zug wartet. Er schwelgt in traurigen Erinnerungen um Verlorenes und Vergangenes. Vor einigen Monaten hat er seine geliebte Freundin und Arbeitskollegin Paddy verloren und denkt unter anderem an ihr letztes Gespräch, in dem es um Rilke und um Katherine Mansfield ging, die beide ohne sich zu kennen gleichzeitig im selben Ort in der Schweiz gelebt haben. Richard ist verzweifelt und deprimiert. Er denkt darüber nach, sich das Leben zu nehmen. Dann begegnen wir Brit in ihrem heftigen und harten Berufsalltag in einem Flüchtlings- bzw. Abschiebezentrum in der Nähe von London. Sie ist dort noch nicht lange für den Sicherheitsdienst tätig und muss sich erst noch an den herablassenden Umgang mit den Flüchtlingen und an deren erschütternde Lebensgeschichten gewöhnen. Wir erleben mit, wie sie an ihrem Arbeitsplatz die 12-jährige Florence kennenlernt und sich von ihr überzeugen lässt, in einen Zug nach Schottland einzusteigen. Richard sitzt in Schottland im Bahnhof und will sich gerade vor den Zug legen und Brit und Florence sind auf dem Weg nach Schottland und kommen genau an diesem Bahnhof an. Wie man leicht ahnt, treffen die drei nun aufeinander. Wie sich das Aufeinandertreffen und die Bekanntschaft nun weiter entwickelt, erzähle ich natürlich nicht. Nur soviel: Florence ermöglicht mit ihrem jugendlichen Enthusiasmus und mit ihrer Beharrlichkeit Blicke hinter die Kulissen und ebnet damit den Weg für Veränderungen. Sie hat etwas Rebellisches und Stürmisches (wie der April) und widersetzt sich dem Althergebrachten. Etwas Neues keimt. Ein Neubeginn scheint möglich. Hoffnung und Lebendigkeit blitzen auf (wie im Frühling). Das Ende ist nicht vorhersehbar, interessant, schlüssig und stimmig. Wieder einmal überzeugte mich Ali Smith mit ihrem Talent, auf hohem literarischen Niveau zu unterhalten und gleichzeitig politische Sachverhalte aufzugreifen, bzw. unaufdringlich unterzubringen. „Frühling“ ist ein beeindruckender und besonderer Roman, der berührt und zum Nachdenken anregt. Sowohl die Gedanken Richards, als auch die Gespräche zwischen Brit und Florence animieren dazu, über das eigene Leben zu sinnieren. Ali Smith ist eine brillante und scharfsinnige Beobachterin. Sie experimentiert und spielt mit den Wörtern und Sätzen und schreibt kraftvoll, wortgewandt, anschaulich, ergreifend und poetisch. Ich empfehle den Roman und freue mich sehr auf den nächsten und zugleich letzten Band „Sommer“, der wohl im Juli 2021 im Luchterhand Verlag erscheinen wird.

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