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Dankbarkeiten »Als wär’s das Buch zur Gegenwart« F. A. Z — Roman

101

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42340

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.04.2021

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/1,7 cm

Gewicht

176 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Les gratitudes

Übersetzt von

Doris Heinemann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6580-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42340

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.04.2021

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/1,7 cm

Gewicht

176 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Les gratitudes

Übersetzt von

Doris Heinemann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6580-2

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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  • Bewertung

    5/5

    18.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Buch, das bleibt – in Wort und Schweigen.

    Dankbarkeiten hat mich tief bewegt – nicht durch große Dramatik, sondern durch seine leise Genauigkeit. Michka ist eine jener Figuren, die einem als Leserin nahekommen, ohne viel von sich zu zeigen: alt, verletzlich, verloren in einem System, das keine Zeit für Zerbrechlichkeit hat. Und dennoch: Sie leuchtet. In ihren Fehlern, in ihren Versuchen, sich mitzuteilen, in der Wärme, die sie ausstrahlt – gerade, weil sie so sehr angewiesen ist auf andere. Ich habe den Roman beinahe in einem Atemzug gelesen – nicht, weil er leicht wäre, sondern weil er so unmittelbar ist. Die Beziehung zwischen Michka, Marie und Jérôme (dem Logopäden) ist von einer Menschlichkeit, wie ich sie in der Literatur selten erlebe: keine Helden, keine Opfer, sondern Menschen, die einander aushalten, begleiten, helfen. Und sich dabei selbst erkennen. Was mich besonders berührt hat: die Sprache als schwindende Ressource. Als jemand, der mit Worten arbeitet, berät, empfiehlt, ist mir dieses Thema nahe. Was bleibt, wenn die Sprache brüchig wird? Wenn Worte fehlen, aber das Gefühl bleibt? Dankbarkeiten antwortet nicht theoretisch, sondern durch Erzählung – und das macht es so eindrucksvoll. Am Ende geht es um Erinnerung, um Würde, um das unausgesprochene Bedürfnis, „Danke“ sagen zu dürfen, bevor das Leben sich schließt.

  • MarieOn

    5/5

    05.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feinfühlig, liebevoll, tröstlich

    Madame Michèle Seld Michka genannt, ist eine alte, allein lebende Dame, die die Worte verliert und durch andere ersetzt. Die die Leere, die selbst die falschen Worte zunehmend verschluckt zu umgehen versucht. Michka sitzt in ihrem Sessel im Wohnzimmer. Sie kann nicht aufstehen. Die Stimme der Notrufzentrale versucht sie zu beruhigen und ruft Marie an, die sich auf den Weg zu Michka macht. Marie hilft Michka aus dem Sessel und führt die Gangunsichere durch die Wohnung. Sie war schon mehrfach gefallen und hat das Vertrauen in ihre Fähigkeiten verloren. Michka und Marie kennen sich ewig, sie waren Nachbarinnen, als Marie ein kleines Mädchen war. Michka hat Marie immer aufgenommen, wenn deren Mutter depressiv im Bett lag oder für Tage verschwand. Marie möchte Michka nicht mehr allein lassen. Sie verbringt die Nächte bei ihr, muss jedoch tagsüber arbeiten. Sie sprechen über betreutes Wohnen und Michka ist einverstanden. Michka sitzt vor der pampigen Direktorin eines Seniorenstifts. Sie muss persönliche Fragen beantworten, scheint aber die falschen Antworten zu geben. Die zunehmende Ungeduld der Frau stürzt sie in Panik. Dann erwacht sie mit klopfendem Herzen. Diese Albträume fallen jetzt häufiger über sie her. Michka hatte ihr Geld immer selbst verdient. Zuerst mit Fotoreportagen, später korrigierte sie Artikel, Grammatik und Syntax lagen ihr. Marie weiß, welcher Mensch Michka war und möchte, dass sie in Würde alt werden kann. Fazit: Wie bemisst sich Dankbarkeit? Nicht die tägliche Floskel für die Rückgabe des Wechselgelds oder weil jemand die Tür aufhält, durch die ich gehe. Dieser Frage geht Delphine De Vigan nach. Sie schreibt voller Feingefühl und zeigt Werte, die in unserer Leistungsgesellschaft an Stellenwert verlieren und uns kranken lässt. Die Aphasie der Protagonistin ist eindrücklich gezeigt. Zuerst werden die Worte, die nicht mehr erinnert werden, durch andere ersetzt (zum Beispiel Dante statt Danke oder Oje statt Ok). Im weiteren Verlauf der Demenz wird fast nur noch unzusammenhängend gestammelt. Und es bricht einem das Herz, eine bis ins hohe Alter selbstständige Frau in ihrer ganzen Hilflosigkeit zu sehen, dieser Erkrankung ausgeliefert zu sein. Sowohl Marie als auch Michka sind von tiefer Dankbarkeit erfüllt, für Menschen, die ihnen das Leben gerettet haben. Das war liebevoll, tröstend und verbindend.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klarsichtig und scharfsinnig zeigt Delphine de Vigan, was uns am Ende unseres Lebens bleibt: Zuneigung, Mitgefühl, Dankbarkeit. Und zugleich würdigt sie in ›Dankbarkeiten‹ all diejenigen, die uns zu den Menschen gemacht haben, die wir sind. Michka, eine ältere Dame verliert die Wörter, sie leidet an Aphasie. Nur eine junge Frau und ein Logopäde kümmern sich im Pflegeheim um sie und schaffen es, dass sie am Ende ihres Lebens sich mit den Menschen aussöhnen kann, die ihr vor langer Zeit das Leben gerettet haben. Für mich eine wunderschöne, liebevoll geschriebene Geschichte, für alle Leser von Arno Geigers Der alte König im Exil ein absolutes Muss.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn man sein ganzes Berufsleben mit Sprache verbracht hat, fällt es besonders schwer, die richtigen Worte zu verlieren, sich nicht mehr ausdrücken zu können. Michka ergeht es so. Sie kann nicht mehr alleine leben und muss ins Altenheim. Ihre wichtigsten Bezugspersonen sind Marie, die wie eine Tochter für sie ist, und der Logopäde Jérome. Beide verbringen Zeit mit ihr und versuchen, zu helfen. Auch beim letzten Anliegen von Mischka, die sich unbedingt bei dem alten Ehepaar bedanken will, das ihr einst als Kind das Leben gerettet hat.nEine Geschichte, die berührt und manchmal traurig stimmt, aber wunderbar zu lesen ist.

  • Nevena Banov

    aus Baden

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Das Buch wird dich zum Lachen und Weinen bringen

    Dieses Buch ist gleichzeitig humorvoll, traurig, liebevoll und lehrreich. Es handelt von einer alten Frau namens Michka, die nach und nach Wörter, also die Möglichkeit, sich mitzuteilen, verliert. Es handelt von Marie, die einzige Bezugsperson, die Michka noch hat. Und Jérome, der Michka's Logopäde, der sie unterstützt, ihre verlorenen Wörter wiederzufinden. Doch Michka sucht noch etwas Wichtigeres. Wird sie es noch finden können? Der Roman zieht den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann. Die Autorin beschreibt ein Thema, dass uns alle betreffen kann und zeigt, wie wichtig Dankbarkeit und Fürsorge sind. Schmunzeln ist bei dieser Lektüre auf jeden Fall garantiert. Einerseits weil die Wortverwechslungen sehr witzig sind und andererseits weil die Aussagen der alten Dame manchmal mehr als unerwartet sind. Das Werk ist leider sehr kurz aber auf jeden Fall mehr als empfehlenswert. Es lehrt einen drei wichtige Dinge: Lebensfreude, Nächstenliebe und natürlich Dankbarkeit.

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  • Zum Bewerterprofil von Udo Metz

    Udo Metz

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Michka muss in ein Seniorenheim, weil sie immer mehr von ihrer Selbstständigkeit verliert. Vor allem verliert sie Worte. Marie, um die sich Michka früher gekümmert hat und der Logopäde Jérome besuchen und ermutigen sie. In ihrer Kindheit hat ein Ehepaar ihr Leben gerettet. Michka will sich jetzt für diese Tat bedanken. Das Buch erzählt nicht nur anrührend über die Würde des Alters, sondern auch sehr viel über die Kraft und die Bedeutung menschlicher Bindungen.

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