April 1938: Der Student Karl Bleimfeldner kehrt in seinen Heimatort zurück, um gegen den „Anschluss“ an Hitlerdeutschland zu stimmen – als einziger im Dorf. Die riskante Tat bleibt nicht ohne Folgen im politisch aufgehetzten Landstrich. Gerüchte werden laut. Die Familie verstummt. Und eine Handvoll Übermütiger bricht auf, um den Verräter im Wald zu stellen. Wie durch ein Brennglas nimmt Thomas Arzt in „Die Gegenstimme“ die 24 Stunden des 10. April in den Blick, an dem sich die nationalsozialistische Machtübernahme in Österreich vollzog, und schildert vielstimmig und eindringlich die Geschichte seines eigenen Großonkels – als fieberhaft rastlose Erzählung über Mitläufertum, Feigheit, Ausweglosigkeit, Fanatismus und Widerstand.
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25.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
der Überzeugung eine Stimme geben
''Die Gegenstimme''
der Debütroman von Thomas Arzt ist ein hervoragendes und wichtiges Werk.
10 April 1938, in einem kleinen Dorf in Österreich finden Wahlen statt, wie geheim können Wahlen sein, wenn die wichtigen der Dorfgemeinschaft jeden argwönisch anschauen, der hinter dem Theatervorhang der Wahlzelle treten will.Der selbsternannte Bürgermeister erwartet ein einstimmiges Ergebnis, treu zur geplanten NS Machtübernahme das gesamte Dorf , so sein Wille.
Und doch gibt es eine Gegenstimme.
Thomas Arzt schafft mit der Tonalität die Zeit einzufangen, man ist Teil dieser Welt, man ist ihr nahe, man
hört ihre Gedanken.
Es verschafft dem Leser Einblick in die damaligen Gemütszustände, Ängste, Hoffnungen und aber auch schon Resignation.
Ein sehr wertvolles Buch ,das zeigt wie wichtig es ist zu seinen Überzeugungen zu stehen.
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