»In 25 Jahren seelsorglicher Praxis ist mir bei vielen Menschen nur wenig Glaube begegnet, dafür aber viel Magie; wenig Gottvertrauen, dafür aber viel Angst; wenig Entwicklung, dafür aber viel Tradition«, sagt Stefan Jürgens. Viele Christen leben ihren Glauben so, als solle Gott durch fromme Leistung gnädig gestimmt werden. Stefan Jürgens erzählt, wie er selbst zu einem erwachsenen Glauben gefunden hat: nicht, weil er gut ist, sondern weil Gott gut ist. Er folgt den Spuren geistlicher Entwicklung, wie sie auch in der Bibel ihren Ausdruck finden. Er fragt nach den tieferen Ursachen für das Verharren im Kinderglauben. Entwickelte Spiritualität und Identität zeigt er als entscheidende Schritte zu einem erwachsenen Glauben auf, der nicht fordert, sondern fördert, der im Alltag trägt und der letztlich zur persönlichen Freiheit führt. Ein neuer Blick auf die Kirche und auf die wesentlichen Inhalte des Christentums macht dieses leicht lesbare Buch zu einem anregenden Grundkurs des Glaubens.
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10.03.2025
eBook (ePUB)
Anleitung zur Mündigkeit
Erwachsen werden wir biologisch alle - doch wie sieht es ‘intellektuell’ damit aus? Gerade in Glaubensdingen bleiben viele in ihren Kinderschuhen stecken und bleiben dem magischen Denken (unreflektiert) verhaftet - und wer doch ins Reflektieren kommt, steigt schnell mal aus. - Es ist nicht leicht, den Dreh hin zu einem mündigen und erwachsenen Glauben zu finden!
Jürgens analysiert und differenziert mit viel Engagement und Verve. Er legt den Finger auf die wunden Punkte, klagt mitunter auch die institutionelle Kirche an, die der Unmündigkeit wenig wehrt, sie eher befördert und zementiert.
Die Schrift liest sich leicht und flüssig - und ist nicht bloss ‘bereichernd’, sondern ein Fanal, wenn Glaube, dann ein aufrechter, kraftvoller Glaube, der mit Gott ‘auf Augenhöhe’ steht, er steht in unserm Zentrum und wir in seinem. Diese Art zu glauben - und Glauben zu leben (nicht Regeln erfüllen, Leistung erbringen, Opfer aufrechnen, gehorsam nicken…), macht einen frei und offen auf die Menschen hin.
Mit den Worten Jürgens tönt es etwa so:
Für religiösen Kapitalismus und Leistungsdruck ist im Christentum kein Platz mehr.
Dabei polemisiert und kritisiert er nicht einfach nur. Das Gute wird geschätzt und was deformiert wurde, in seine ursprüngliche Form und Absicht zurück geführt. Er bringt das Wesentliche auf den Punkt und zeigt einen Weg dorthin.
Was Jürgens hier für den Glauben formuliert, schickt sich auch für das Leben allgemein. Wie finde ich zu einem aufrechten Gang, wie zu einer echten Freiheit?
Ein guter Wegbegleiter!
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