Ein historischer Kriminalroman vor wunderschöner See-Kulisse.
Bodensee 1323: Kaum entdeckt die junge Hanna in Konstanz ihre Liebe zum Hebammenamt, schreckt ein heimtückischer Giftmord die Reichsstadt auf. Die Mörderin ist schnell gefunden, ebenso schnell ihr Motiv: Missgunst. Aber Hanna glaubt nicht an die Schuld der Edelfrau und beginnt mit Nachforschungen. Bald schon taucht sie tief in die Intrigen ein, die in den Gassen von Konstanz gesponnen werden. Doch ihre Neugier entgeht auch den wahren Mördern nicht, und Hanna muss um ihr Leben bangen ...
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Historischer Krimi: Giftmorde in Konstanz
Bewertung aus Oberursel am 17.05.2021
Bewertungsnummer: 1495327
Bewertet: eBook (ePUB)
Konstanz, Bodensee, anno domini 1323: Ein Giftmord erschüttert die Stadt. Ein Ratsherr wird mit Arsen vergiftet aufgefunden, und für die Obrigkeit und die ganze Stadt steht schnell auch die Täterin fest: eine junge Edelfrau wird verhaftet und in den Mörderturm gesteckt. Eine allerdings glaubt nicht an ihre Schuld – Hanna, angehende Hebamme, und mit detektivischem Spürsinn begnadet, stellt ihre eigenen Nachforschungen an, und deckt schon bald einen Morast aus Intrigen, Neid, Eifersucht und Habgier auf, in dem auch ganz hochgestellte Persönlichkeiten zu versinken drohen.
Bei Krimis sollte man nicht zuviel vom Inhalt verraten, nur soviel: hier reihen sich die Überraschungen und Wendungen aneinander, und nichts ist so, wie es scheint. Der Spannungsbogen ist jederzeit hoch, und gemeinsam mit Hanna werden wir in den Alltag des mittelalterlichen Konstanz entführt. Hanna selbst ist auch eine ungewöhnliche Protagonistin. Sie ist entflohene Leibeigene, und nach damaligem Recht muss sie ein Jahr in einer freien Stadt leben, um dann Bürgerrechte zu bekommen, und ihre eigene Geschichte bietet einen interessanten Rahmen zum Kriminalfall. Es gibt hierzu wohl eine Vorgeschichte, dies hier ist Teil 2 um Hanna, aber ich bin mit diesem Teil eingestiegen, und das war überhaupt kein Problem.
Ich fand das Buch klasse zu lesen, ich liebe historische Romane, und die Autorin schreibt flüssig und spannend. Man taucht ab ins Geschehen. Ich bin mir mit der historischen Korrektheit nicht so ganz sicher, das will ich nicht verhehlen, einfach weil hier teilweise die Protagonisten aus den unterschiedlichsten Ständen bunt gemischt agieren, und dies auch sehr lässig untereinander … und das war ja nicht ganz so, dass die entflohene Leibeigene die beste Freundin der Müllersfrau war und so gut wie verlobt mit dem Knecht des örtlichen Ritters….oder dass der hohe Stadtrat mit niederem Volk zusammen Pläne schmiedet….also das nehme ich mal als dichterische Freiheit , aber der Story tut’s keinem Abbruch. Davon abgesehen hatte ich Mittelalterflair, und eine wirklich gute Kriminalgeschichte, und war bestens unterhalten.
Kurz und gut: alle Daumen hoch!
Hanna begibt sich in Gefahr
Kristall86 aus an der Nordseeküste am 07.05.2021
Bewertungsnummer: 1491782
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Klappentext:
„Bodensee 1323: Kaum entdeckt die junge Hanna in Konstanz ihre Liebe zum Hebammenamt, schreckt ein heimtückischer Giftmord die Stadt auf. Schnell ist die Mörderin gefunden, ebenso schnell ihr Motiv: Missgunst. Doch Hanna glaubt nicht an die Schuld der Edelfrau und beginnt mit Nachforschungen. Bald schon taucht sie tief in die Intrigen ein, die in den Gassen von Konstanz gesponnen werden. Doch ihre Neugier entgeht auch den wahren Mördern nicht, und Hanna muss um ihr Leben bangen . . .“
Autorin Doris Röckle hat mit „Die Wehmutter vom Bodensee“ einen wirklich spannenden Kriminalroman aus dem 14. Jahrhundert verfasst. Die Geschichte um Hanne und ihren Berufswunsch ist zu Beginn eine gute Einleitung und bildet einen festen Rahmen. Der Giftmord wühlt nicht nur die Stadt selbst auf, sondern auch Hanna. Sie hat einen Drang der Sache auf die Spur zu kommen und hier kommt dann der Spannungsbogen gekonnt hervor. Hannas Neugier ist groß und sie begibt sich in ein gefährliches Unterfangen, welches den Leser stark mitnimmt. Der Lesefluss und die Wortwahl sind sehr gut getroffen. Spannung und sichtbare Figuren mit Gefühl und Eigenheiten begegnen uns und verhelfen zu einem spannenden Krimi, der viele Überraschungen bereit hält und die Zeit damals recht gut widerspiegelt. Das dies ein Nachfolgeband um Hanna ist, fällt als Leser nicht weiter ins Gewicht und man kann diese Geschichte hier unabhängig von Band 1 lesen.
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