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Band 6

Vater und Sohn

Aus der Reihe Büchergilde Bilderbogen

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.11.2020

Illustriert von

E. o. plauen

Herausgeber

Cosima Schneider

Verlag

Edition Büchergilde

Maße (L/B/H)

34,3/24,2/1,2 cm

Gewicht

213 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86406-105-9

Beschreibung

Rezension

Durch dick und dünn
Der Illustrator Erich Ohser alias e.o. plauen hinterließ in der Historie der Büchergilde Gutenberg bedeutsame Spuren. Seine Vater und Sohn-Geschichten sind zeitlose Klassiker, die man auf der ganzen Welt kennt. Jetzt erscheinen sie auf dem sechsten BÜCHERGILDE BILDERBOGEN.
Der eine ein großer Dicker mit Glatze und Schnauzer, der andere ein kleiner, schlanker Junge mit Strubbelkopf: Vater
und Sohn, ein ungleiches Paar, doch für jeden Spaß zu haben.In den 1930er-Jahren erreichten die kurzen, fast wortlosen Bildergeschichten ein Millionenpublikum: zunächst in der Berliner Illustrirten Zeitung, dann in insgesamt drei Buchausgaben.
Der Mann, der unterschrieb, war „e. o. plauen“. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich Erich Ohser, der darin seine sächsische Geburtsstadt verewigt hat. Ohser ist einer der „drei Erichs“, zusammen mit seinen Freunden, dem Schriftsteller
Erich Kästner und dem Redakteur Erich Knauf, die er in Leipzig kennenlernt und mit denen er auch später in Berlin zusammenarbeitet. Knauf wird dort Cheflektor der Büchergilde Gutenberg. Ohser illustriert für den Verlag Kurzgeschichten, gestaltet Vignetten und Witzbilder, außerdem illustriert er Kästners Lyrikbände. Ohsers Stil ist ausdrucksstark und lakonisch, mitunter sogar scharf, wie er in seinen politischen Karikaturen zeigt, die sich auch gegen die Nationalsozialisten richten.
Wegen dieser Umtriebe bekommt Ohser nach der Machtergreifung Berufsverbot. Nur mit Mühe kann er erreichen, weiter publizieren zu dürfen, wenn er unpolitisch bleibt und ein Pseudonym verwendet. Als der „arisierte“ Ullstein-Verlag für seine Berliner Illustrirte Zeitung nach einem Comicstrip sucht, setzt sich Ohser mit seiner Idee für Vater und Sohn durch. 1934 erscheint die erste Geschichte, Der schlechte Hausaufsatz, die davon erzählt, wie der Vater seinem Sohn bei einer Hausaufgabe hilft und anschließend Prügel vom Lehrer kassiert. Und so folgen Woche für Woche humorvolle Abenteuer und Streiche. Ohser wird als „e. o. plauen“ berühmt, Vater und Sohn werden eine Marke für Spielzeug und Werbung und lassen sich sogar für die Politik vereinnahmen – er lässt sie im Olympischen Dorf und im Wahlkampf der NSDAP auftreten. Nur so kann der Künstler einem erneuten Berufsverbot entgehen.
Nach drei Jahren wird es Ohser zu viel und er beendet die Serie. Die beiden Figuren verabschieden sich von ihrem Publikum mit Worten: in einer Notiz, angeheftet an einen Baum. Dann gehen sie dem Horizont entgegen, fliegen zum Himmel, wo sie später selbst als Mond und Stern leuchten – Abschied oder: Das größte Abenteuer.
Für Erich Ohser nimmt es kein gutes Ende. Nachdem im Krieg seine Wohnung und sein Atelier ausgebombt wurden, wird er 1944 zusammen mit Erich Knauf wegen regimekritischer Äußerungen denunziert und verhaftet. Die Todesstrafe steht vor der Hauptverhandlung fest. Ohser kommt ihr zuvor, indem er sich am 5. April das Leben nimmt. Er ist 41 Jahre alt. Erich Knauf wird am 2. Mai mit dem Fallbeil hingerichtet. Seit 2013 erinnert ein Stolperstein an das Schicksal des Künstlers, platziert in der Dudenstraße Nr. 10 in Berlin vor dem ehemaligen Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker und in den 1920er-Jahren Sitz der Büchergilde Gutenberg.
Ohsers Hauptwerk überdauert. Die Geschichten von Vater und Sohn bleiben auch nach dem Krieg populär und verbreiten sich auf allen Kontinenten. Auch die Büchergilde hat die Streiche und Abenteuer seit den 1950er-Jahren immer wieder neu aufgelegt. Nun bringt sie eine Auswahl der schönsten Vater und Sohn-Geschichten als BÜCHERGILDE BILDERBOGEN № 6 auf einem auffaltbaren Blatt von 97 mal 67 Zentimetern. Auf der Rückseite sind die beiden Helden in Übergröße abgebildet – was ihrem Ruf gerecht werden dürfte.
Lukas Gedziorowski arbeitet als freier Journalist und Autor in Berlin, darunter als Online-Redakteur für Deutschlandfunk Kultur. Außerdem betreibt er das Weblog batmanprojekt.com

Portrait

e.o.plauen, eigentlich Erich Ohser, studierte an der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Er arbeitete bei der Neuen Leipziger Zeitung, wo er sich mit dem Redakteur Erich Knauf und mit Erich Kästner anfreundete.
Ohser wurde als Buchillustrator und Karikaturist bekannt, doch das NS-Regime bedeutete das Aus für den politischen Zeichner.
Ab 1934 erschien dann die Bildergeschichte Vater und Sohn unter seinem Pseudonym über drei Jahre lang wöchentlich in der Berliner Illustrierten Zeitung. 1944 wurden er und Erich Knauf denunziert und verhaftet. Noch vor seiner Verurteilung beging e.o.plauen Selbstmord..
Erich Ohser, studierte an der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Er arbeitete bei der Neuen Leipziger Zeitung, wo er sich mit dem Redakteur Erich Knauf und mit Erich Kästner anfreundete.
Ohser wurde als Buchillustrator und Karikaturist bekannt, doch das NS-Regime bedeutete das Aus für den politischen Zeichner.
Ab 1934 erschien dann die Bildergeschichte Vater und Sohn unter seinem Pseudonym o.e. plauen über drei Jahre lang wöchentlich in der Berliner Illustrierten Zeitung. 1944 wurden er und Erich Knauf denunziert und verhaftet. Noch vor seiner Verurteilung beging Erich Ohser Selbstmord..
Cosima Schneider, geboren 1966 in Marburg an der Lahn, ist Diplom-Designerin und seit 2012 Herstellungsleiterin der Büchergilde Gutenberg.

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Erscheinungsdatum

30.11.2020

Illustriert von

E. o. plauen

Herausgeber

Cosima Schneider

Verlag

Edition Büchergilde

Maße (L/B/H)

34,3/24,2/1,2 cm

Gewicht

213 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86406-105-9

Herstelleradresse

Ed. Büchergilde
Braubachstr. 16|60311|Frankfurt/Main|DE
service@buechergilde.de

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