Produktbild: Komm mir nicht mit Rechtsstaat

Komm mir nicht mit Rechtsstaat Friedrich Wolff und Egon Krenz im Gespräch

Aus der Reihe edition ost
2

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.09.2021

Abbildungen

schwarz-weiße Fotos

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,1/12,6/2 cm

Gewicht

289 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-01895-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.09.2021

Abbildungen

schwarz-weiße Fotos

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,1/12,6/2 cm

Gewicht

289 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-01895-3

Herstelleradresse

Das Neue Berlin
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

Email: kontakt@eulenspiegelverlag.de

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KOMM MIR NICHT MIT RECHTSSTAAT - Ein zeitgeschichtlich aufschlussreiches Gespräch

j.h. aus Berlin am 16.05.2021

Bewertungsnummer: 1489298

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat." (S. 88) Dieser auf das Jahr 1990 zu datierende Ausspruch der DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley ist hinreichend bekannt und noch heute treffend. Dass Egon Krenz den Satz zitiert, ist schon bemerkenswert vor den sonst eher konträren Ansichten beider, die sich im Herbst 1989 im übertragenen Sinn auf zwei unterschiedlichen Seiten der Front befanden. Doch viele Träume des Jahres 1989 gingen eben nicht in Erfüllung und verwandelten sich für manchen wohl eher in Alpträume. Genau 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung trafen sich im Herbst 2020 Egon Krenz (*1937) und der oft auch im politischen Strafrecht tätig gewesene Rechtsanwalt Friedrich Wolff (*1922) zu einem zweitägigen Gespräch, das ebenso kontrovers wie lebendig verlief. Das von Herausgeber Frank Schumann aufgezeichnete und transkribierte Gespräch ist nun in 6 Kapitel gegliedert, die schon einiges über den Inhalt aussagen: 1. Ist Justiz politisch oder neutral? 2. Rechtsstaat oder Gerichtsstaat? 3. Wie sauber sind die Westen im Westen? 4. Im Osten was Neues? 5. Können Gerichte Geschichte aufarbeiten? 6. Schauen wir nur nach hinten? Der Dialog befasst sich mit der Frage der Rechtsstaatlichkeit von BRD und DDR bis 1990, mit den Prozessen gegen Globke und Oberländer ebenso wie mit dem Rückwirkungsverbot, das für die "DDR-Aufarbeitung" ganz entschieden gebeugt wurde. Im Anhang befinden sich das Schlusswort Erich Honeckers vom 3.12.1992 im Berliner Kriminalgericht sowie zwei Wortmeldungen von Egon Krenz zum Abschluss seines Prozesses (2000/2001). Je nach Geschichtskenntnis wird man Teilen der Diskussion etwas schwerer folgen können. Das zeitgeschichtlich aufschlussreiche Buch aus der "edition ost" ist um zahlreiche Fotos der Protagonisten (2020) sowie eingefügte Kopien authentischer Dokumente ergänzt.

KOMM MIR NICHT MIT RECHTSSTAAT - Ein zeitgeschichtlich aufschlussreiches Gespräch

j.h. aus Berlin am 16.05.2021
Bewertungsnummer: 1489298
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat." (S. 88) Dieser auf das Jahr 1990 zu datierende Ausspruch der DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley ist hinreichend bekannt und noch heute treffend. Dass Egon Krenz den Satz zitiert, ist schon bemerkenswert vor den sonst eher konträren Ansichten beider, die sich im Herbst 1989 im übertragenen Sinn auf zwei unterschiedlichen Seiten der Front befanden. Doch viele Träume des Jahres 1989 gingen eben nicht in Erfüllung und verwandelten sich für manchen wohl eher in Alpträume. Genau 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung trafen sich im Herbst 2020 Egon Krenz (*1937) und der oft auch im politischen Strafrecht tätig gewesene Rechtsanwalt Friedrich Wolff (*1922) zu einem zweitägigen Gespräch, das ebenso kontrovers wie lebendig verlief. Das von Herausgeber Frank Schumann aufgezeichnete und transkribierte Gespräch ist nun in 6 Kapitel gegliedert, die schon einiges über den Inhalt aussagen: 1. Ist Justiz politisch oder neutral? 2. Rechtsstaat oder Gerichtsstaat? 3. Wie sauber sind die Westen im Westen? 4. Im Osten was Neues? 5. Können Gerichte Geschichte aufarbeiten? 6. Schauen wir nur nach hinten? Der Dialog befasst sich mit der Frage der Rechtsstaatlichkeit von BRD und DDR bis 1990, mit den Prozessen gegen Globke und Oberländer ebenso wie mit dem Rückwirkungsverbot, das für die "DDR-Aufarbeitung" ganz entschieden gebeugt wurde. Im Anhang befinden sich das Schlusswort Erich Honeckers vom 3.12.1992 im Berliner Kriminalgericht sowie zwei Wortmeldungen von Egon Krenz zum Abschluss seines Prozesses (2000/2001). Je nach Geschichtskenntnis wird man Teilen der Diskussion etwas schwerer folgen können. Das zeitgeschichtlich aufschlussreiche Buch aus der "edition ost" ist um zahlreiche Fotos der Protagonisten (2020) sowie eingefügte Kopien authentischer Dokumente ergänzt.

„Diesen Hass der Obrigkeit gegen Andersdenkende gab es in Deutschland schon lange vor der ‚ersten Diktatur‘.“

Bewertung am 24.04.2021

Bewertungsnummer: 1486525

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit seinen fast 100 Jahren hat Friedrich Wolff noch immer viel zu sagen und hat mit Egon Krenz dafür einen Gesprächspartner gefunden, wie er passender nicht sein könnte. Denn auch der hat mit seiner Vergangenheit in der SED viel erlebt und viel zu erzählen. Natürlich sprechen die beiden in diesem Dialog nicht einfach über Gott und die Welt, nein. Es geht um Recht, Unrecht, den (Rechts-)Staat, den Westen, den Osten und was zwischen all dem passiert und passiert ist. Hierbei holen die Herren gerne auch das eine oder andere mitgebrachte Dokument heraus, um einzelne Punkte genauer zu belegen oder greifen auch auf ihre Smartphones zurück. An der Stelle Chapeau für die Offenheit gegenüber dieser Technik in diesem hohen Alter! Das macht die beiden noch einmal sympathischer. Ein toller Dialog mit tollen Bildern, die den Text noch zusätzlich ergänzen. Danke dafür, Edition Ost!

„Diesen Hass der Obrigkeit gegen Andersdenkende gab es in Deutschland schon lange vor der ‚ersten Diktatur‘.“

Bewertung am 24.04.2021
Bewertungsnummer: 1486525
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit seinen fast 100 Jahren hat Friedrich Wolff noch immer viel zu sagen und hat mit Egon Krenz dafür einen Gesprächspartner gefunden, wie er passender nicht sein könnte. Denn auch der hat mit seiner Vergangenheit in der SED viel erlebt und viel zu erzählen. Natürlich sprechen die beiden in diesem Dialog nicht einfach über Gott und die Welt, nein. Es geht um Recht, Unrecht, den (Rechts-)Staat, den Westen, den Osten und was zwischen all dem passiert und passiert ist. Hierbei holen die Herren gerne auch das eine oder andere mitgebrachte Dokument heraus, um einzelne Punkte genauer zu belegen oder greifen auch auf ihre Smartphones zurück. An der Stelle Chapeau für die Offenheit gegenüber dieser Technik in diesem hohen Alter! Das macht die beiden noch einmal sympathischer. Ein toller Dialog mit tollen Bildern, die den Text noch zusätzlich ergänzen. Danke dafür, Edition Ost!

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