Marlenes Erbe ist ein Roman für alle, die humorvolle, unterhaltsame Geschichten über Lebensumbrüche, unerwartete Chancen, Liebe und Freundschaft mögen. Für alle, die sich für schöne Kleidung, Mode, Design und Nähen begeistern. Für Leselustige, die gern in Geschichten abtauchen, die mit vielfältigen Menschen bevölkert sind. Und nicht zuletzt für Katzenfans, denn auch ein Kater ist bei diesem charmanten Eifelabenteuer mit von der Partie. Alles beginnt mit einem Unfall. Und einem berührenden Abschiedsbrief, in dem Marlene geschrieben hat: ¿Ich habe zu viel darüber nachgedacht, was andere von mir halten könnten. Viel zu viel nachgedacht, viel zu wenig gelebt. Ich wünsche Dir, dass Du das über Dein Leben nicht sagen musst.¿ Die Worte rütteln Susa auf. Sie beschließt, alles zu wagen, lässt ihr altes Leben hinter sich und zieht von München in die Eifel. Dort hat Marlene ihr Haus, Schneiderei und Kater hinterlassen. Der perfekte Platz für Susa, um ihre Leidenschaft für Mode, Design und Kleider zu leben. Doch dann stößt sie auf Geheimnisse aus Marlenes Leben und wird mit eigenen Ängsten und Sehnsüchten konfrontiert. Ein Buch über Chancen, enttarnte Lebenslügen und den Blick der anderen. Eine Geschichte über den Mut, Vertrautes loszulassen und Erträumtes zu wagen.
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Gelungene Geschichte über einen Neuanfang
Buecherheidrun aus Horb am 16.03.2021
Bewertungsnummer: 1463538
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Lebst du deinen Traum oder träumst du dein Leben?
Diese Frage stellt sich die Protagonistin Susa, in diesem zu Herzen gehenden Roman. Beim Lesen beginnt man, über sein eigenes Leben nachzudenken, reflektiert getroffene Entscheidungen und fragt sich "was wäre wenn..."? Eine entzückende Geschichte, die Lust macht auf Veränderung, auf's Nähen (auch wenn man das vielleicht noch nie gemacht hat ) und im Kleiderschrank nach besonderen Outfits wühlen, auf einen Neubeginn, den Susa trotz Zweifeln und innerer Zerrissenheit gewagt hat. Sie wird durch Marlenes Erbschaft mehr oder weniger ins 'kalte Wasser' geworfen, aber sie merkt nach und nach, dass man sich warm schwimmen kann und sich vieles zum Guten wendet, wenn man etwas wagt. Tiefgründige Themen werden aufgegriffen, Lebenslügen und ein vermeintlicher Unfall aufgedeckt, ein liebenswerter Kater schnurrt sich in unser Herz und natürlich fehlt auch eine Portion Glück und Liebe nicht. Und an alle Cover-Liebhaber: falls euch das Cover evtl. nicht so anspricht, denkt daran: "Manche Bücher täuschen dich mit dem Umschlag und einige überraschen dich mit dem Inhalt!" Daher: Absolute Leseempfehlung!
Susa wohnt schon lange in…
TochterAlice aus Köln am 30.12.2020
Bewertungsnummer: 2736352
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Susa wohnt schon lange in München und mag das Leben dort eigentlich auch - es ist viel los, ihr gefällt die Atmosphäre und last but not least scharen sich dort ihre engsten Freunde und liebsten Verwandten um sie. An Vertrauten mangelt es also nicht. Auch wenn es ihr nicht so richtig gut geht: ein bisschen knabbert sie noch an der Trennung vom fiesen Frank, der sie vor Jahresfrist sang- und klanglos verließ und gleich mit einer Neuen (Jünger natürlich) aufwartete. Das weiß sie, weil auch Frank - Jahrelang ihre On-Off-Beziehung - etwas Gutes hinterlassen hat, etwas sehr Gutes sogar. Nämlich wundervolle Verwandtschaft, die nichts lieber tut, als sich mit Susa anzufreunden: seine Tante Marlene, Schneiderin, und sein Vater Albert, Koch und Inhaber der lokalen Gaststätte. Nein, nicht eines hippen Münchner Stadtteils, sondern im verschlafenen Nest Seelhausen. Das liegt in der Nordeifel - schon mal gehört? Ich als Kölnerin kenne das, aber selbst wenn die Nordeifel ein komplett weißer Fleck auf der Landkarte ist - sie werden bestimmt mal hinwollen. Und das nicht nur wegen der Nähe zu Belgien, den Niederlanden und Köln. Denn genau hierher verlegt sich die Handlung nach einem sehr, sehr traurigen Ereignis, das wie so oft im Leben mit etwas Erfreulichem einhergeht: Marlene ist plötzlich verstorben und vermacht Susa all ihre irdischen Güter. Naja, nicht ganz: etwas gibt es noch zu verteilen. Susa, selbst gelernte Schneiderin und Möchtegern-Designerin mit einer in der Schublade liegenden Kollektion nimmt die Herausforderung an und zieht von jetzt auf gleich aus dem mondänen München ins beschauliche Seelhausen. Beschaulich? Autorin Ina Raki zeichnet auf, dass nicht immer die Dorfbewohner die wahren Hinterwäldler sind, es kommt nämlich auf Herz und auf gesunden Menschenverstand an und darüber - so scheint es - verfügen in Seelhausen ganze Kohorten von Einwohnern - jeder auf seine Art. Warum die Sache doch noch zu einer Art Krimi wird und wie Susa da rauskommt, das sollten Sie bitte selbst lesen. Denn es lohnt sich unbedingt. Gerade jetzt, an trüben und vielleicht einsamen, als Isolation empfundenen Tagen, ist dieses optimistische Buch genau das Richtige: Es zeigt, dass man nicht unbedingt an einem belegten Ort sein muss, um aus der Einsamkeit herauszukommen: manchmal zeigt sich gerade an abgelegenen Orten das Besondere und Offene. Ein wenig gestört hat mich die Darstellung bzw. Benennung sexueller Vielfalt: stellenweise hatte ich den Eindruck, dass jeder Dorfbewohner in irgendeiner Form queer ist. Das war mir deutlich zu viel - das hätte es nicht gebraucht, um die Toleranz zu unterstreichen. Aber das mag auf jeden Leser subjektiv wirken. Insgesamt ist "Marlenes Erbe" eine richtig tolle Entdeckung!
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