Produktbild: Verzerrte Gesichter

Verzerrte Gesichter

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Robin Felder

Spieldauer

8 Stunden und 29 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.12.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

35

Verlag

Trubel & Heller Audio

Sprache

Deutsch

EAN

4061707474019

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Robin Felder

Spieldauer

8 Stunden und 29 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

01.12.2020

Hörtyp

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

35

Verlag

Trubel & Heller Audio

Sprache

Deutsch

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4061707474019

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  • annlu

    4/5

    16.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Psychopath oder nicht? Marc löste eine düster-morbide Faszination auf mich aus

    Der Notar Marc Staiger ist nicht nur hochbegabt und ein Kontrollfreak, sondern hat auch ein Geheimnis: Sein eigener Racheplan lässt ihn Menschen verstümmeln. Als sein Teeniesohn Max ihm eines abends folgt und dabei beobachtet, gerät nicht nur dieser unter Mordverdacht, sondern auch das Leben der Familie gehörig durcheinander. Neben Marc sind es sein Sohn Max und die Polizeibeamte Milena Novak, die einen Teil der Handlung einnehmen. Da Marc selbst als Erzähler fungiert, bekommt der Leser einen genauen Einblick in seinen Charakter. Dieser ist nicht leicht zu beschreiben. Er bezeichnet sich selbst als aus der Zeit gefallen – legt Wert auf Höflichkeit und gutes Benehmen. Dabei ist er hochintelligent und sieht alle anderen als dumm an. Allerdings schert er sie nicht alle über einen Kamm, sondern kann die Dummheit und Unterlegenheit der anderen an Handlungen und Aussagen festhalten. Natürlich wirkt er dadurch arrogant und wenig sympathisch. Hinzu kommt seine Gefühlskälte. Emotionen kann er kognitiv nachvollziehen, fühlt sie aber nicht. Er scheint alle zu durchschauen und entsprechend zu reagieren, was sehr danach wirkt, dass er Menschen manipuliert. Marcs Leben dreht sich um seine Rache. Dieser hat er sich seit Jahrzehnten verschrieben. Welches Ausmaß diese wirklich angenommen hat, wird dem Leser erst langsam klar – ebenso wie das Motiv, das über Blicke in seine Vergangenheit aufgezeigt wird. Hatte ich mir von den Abschnitten rund um Max und Milena noch erwartet, dass sie einen Gegenpol zu Marcs Wesen bilden würde, so wurde ich überrascht. Max wirkte auf den ersten Blick noch sympathisch, Milena nicht. Beide zeigen Gedanken und Handlungen an sich, die ihre schlechten Seiten hervorheben. Man ist als Leser fast schon geneigt, Marcs Abscheu gegen alle anderen zuzustimmen. Dabei wirft er einiges an Kritik und sarkastische Bemerkungen auf, die gegen die Entwicklung der Gesellschaft (und Jugend) zielt, die überspitzt dargestellt wird, deshalb aber nicht weniger wahr ist. Marc kann man nicht wirklich mögen. Je weiter die Geschichte aber voranschreitet umso faszinierender fand ich seinen Charakter. Sein Motiv wird ebenso offengelegt, wie seine brutalen Taten. Und doch blieb ich als Leser hin und hergerissen, ob ich mir wünschen sollte, dass er entlarvt wird oder lieber doch nicht. Dabei ist es nicht Sympathie, Mitgefühl oder Verständnis, die er hervorruft, vielmehr eine fast schon morbide Faszination für das was er denkt und getan hat. Fazit: Im ersten Moment fand ich den Charakter von Marc skurril. Je mehr ich von ihm gelesen habe umso faszinierter war ich - auch wenn es eine düster-morbide Faszination blieb, die die Geschichte auf mich auswirkte.

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