Produktbild: Zu den Elefanten

Zu den Elefanten Novelle

7

21,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2021

Verlag

Leykam

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/2,5 cm

Gewicht

340 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8187-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2021

Verlag

Leykam

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/2,5 cm

Gewicht

340 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8187-2

Herstelleradresse

Leykam Buchverlag
Dreihackengasse 20
8020 Graz
AT
office@leykamverlag.at

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Kulturwissenschaftler Theo…

Christian1977 aus Leipzig am 19.07.2021

Bewertungsnummer: 2747336

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kulturwissenschaftler Theo steckt mit 40 Jahren in einer Lebenskrise. Beruflich und privat scheint es keine großen Veränderungen zu geben, zudem vereinsamt er immer mehr. Gut, dass ihm im Urlaub die Idee kommt, gemeinsam mit seinem neunjährigen Sohn Moritz, eine waghalsige Reise zu unternehmen: Die beiden wollen sich - in entgegengesetzter Richtung - auf die Spuren des Elefanten Soliman begeben, der Mitte des 16. Jahrhunderts gemeinsam mit dem zukünftigen Kaiser Maximilian von Spanien aus über die Alpen nach Wien wanderte. Doch von Beginn an steht das Unternehmen unter keinem günstigen Stern... "Zu den Elefanten" von Peter Karoshi ist eine Novelle auf sprachlich hohem Niveau, die von den Leser:innen ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit fordert, um der Handlung und den Beweggründen der Figuren folgen zu können. Zu Beginn wirkte die Sprache auf mich ein wenig sperrig, was aber gewollt ist, denn Kulturwissenschaftler Theo, der mit seinem "Reisetagebuch" gleichzeitig der Erzähler ist, kann seinen wissenschaftlichen Hintergrund eben nicht so einfach leugnen. Doch je länger die Novelle andauerte, desto mehr fand ich mich mit dieser Sprache zurecht, die irgendwann eine regelrechte Sogwirkung bei mir entfachte. Ein großer Pluspunkt war für mich zudem die melancholische Stimmung, die dem Buch von Beginn an wie ein roter Faden folgt und bis zum bewegenden Ende auch nicht nachlässt. Protagonist Theo umweht ein gewisser Weltschmerz, zudem sorgen die berührenden Naturbeschreibungen für eine äußerst gelungene Atmosphäre. Ohne etwas verraten zu wollen, kommt es auf der gemeinsamen Reise von Vater und Sohn zu einem entscheidenden Wendepunkt, durch den bei mir zwischenzeitlich eine gewisse Genervtheit vom Protagonisten, gepaart mit einer kleineren Lesemüdigkeit auftrat. Theo fürchtet sich vor sich selbst, vor Fremden, vor der Reise, vor dem Altern, vor dem Nicht-dazu-Gehören. Das Zentrum der Erzählung lenkt sich von der Vater-Sohn-Reise und der Soliman-Thematik zunehmend auf die Hauptfigur und dessen doch recht schwere persönliche Krise. Dies bedauerte ich, denn gerade der Blick auf die gegenläufige Reise und auf das Vater-Sohn-Verhältnis waren für mich die interessantesten Aspekte der Novelle. Zunehmend verliert sich Theo in immer unrealistischer werdenden Situationen, in denen er sich zudem auch noch konsequent falsch verhält. Dadurch weist das Buch in meinen Augen in der Mitte kleinere Längen auf. Doch das konsequente und sehr gelungene Ende, das zudem die Mehrdeutigkeit des Titels klug vor Augen führt, hat mich letztlich wieder versöhnt. So ist "Zu den Elefanten" eine kluge Novelle, die zwar nicht alle meine Erwartungen erfüllt hat, mich aber zu keinem Zeitpunkt kalt ließ und zudem mit einigen Überraschungen aufwartet. Über die sprachliche Erhabenheit sollte es trotz einiger kleiner Fäkalausrutscher ohnehin keine Zweifel geben. Mit ihrer Nachdenklichkeit wirkte sie bei mir lange nach.

Kulturwissenschaftler Theo…

Christian1977 aus Leipzig am 19.07.2021
Bewertungsnummer: 2747336
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kulturwissenschaftler Theo steckt mit 40 Jahren in einer Lebenskrise. Beruflich und privat scheint es keine großen Veränderungen zu geben, zudem vereinsamt er immer mehr. Gut, dass ihm im Urlaub die Idee kommt, gemeinsam mit seinem neunjährigen Sohn Moritz, eine waghalsige Reise zu unternehmen: Die beiden wollen sich - in entgegengesetzter Richtung - auf die Spuren des Elefanten Soliman begeben, der Mitte des 16. Jahrhunderts gemeinsam mit dem zukünftigen Kaiser Maximilian von Spanien aus über die Alpen nach Wien wanderte. Doch von Beginn an steht das Unternehmen unter keinem günstigen Stern... "Zu den Elefanten" von Peter Karoshi ist eine Novelle auf sprachlich hohem Niveau, die von den Leser:innen ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit fordert, um der Handlung und den Beweggründen der Figuren folgen zu können. Zu Beginn wirkte die Sprache auf mich ein wenig sperrig, was aber gewollt ist, denn Kulturwissenschaftler Theo, der mit seinem "Reisetagebuch" gleichzeitig der Erzähler ist, kann seinen wissenschaftlichen Hintergrund eben nicht so einfach leugnen. Doch je länger die Novelle andauerte, desto mehr fand ich mich mit dieser Sprache zurecht, die irgendwann eine regelrechte Sogwirkung bei mir entfachte. Ein großer Pluspunkt war für mich zudem die melancholische Stimmung, die dem Buch von Beginn an wie ein roter Faden folgt und bis zum bewegenden Ende auch nicht nachlässt. Protagonist Theo umweht ein gewisser Weltschmerz, zudem sorgen die berührenden Naturbeschreibungen für eine äußerst gelungene Atmosphäre. Ohne etwas verraten zu wollen, kommt es auf der gemeinsamen Reise von Vater und Sohn zu einem entscheidenden Wendepunkt, durch den bei mir zwischenzeitlich eine gewisse Genervtheit vom Protagonisten, gepaart mit einer kleineren Lesemüdigkeit auftrat. Theo fürchtet sich vor sich selbst, vor Fremden, vor der Reise, vor dem Altern, vor dem Nicht-dazu-Gehören. Das Zentrum der Erzählung lenkt sich von der Vater-Sohn-Reise und der Soliman-Thematik zunehmend auf die Hauptfigur und dessen doch recht schwere persönliche Krise. Dies bedauerte ich, denn gerade der Blick auf die gegenläufige Reise und auf das Vater-Sohn-Verhältnis waren für mich die interessantesten Aspekte der Novelle. Zunehmend verliert sich Theo in immer unrealistischer werdenden Situationen, in denen er sich zudem auch noch konsequent falsch verhält. Dadurch weist das Buch in meinen Augen in der Mitte kleinere Längen auf. Doch das konsequente und sehr gelungene Ende, das zudem die Mehrdeutigkeit des Titels klug vor Augen führt, hat mich letztlich wieder versöhnt. So ist "Zu den Elefanten" eine kluge Novelle, die zwar nicht alle meine Erwartungen erfüllt hat, mich aber zu keinem Zeitpunkt kalt ließ und zudem mit einigen Überraschungen aufwartet. Über die sprachliche Erhabenheit sollte es trotz einiger kleiner Fäkalausrutscher ohnehin keine Zweifel geben. Mit ihrer Nachdenklichkeit wirkte sie bei mir lange nach.

"Aufhalten der Zeit"

Bewertung aus Landsberg am 16.06.2021

Bewertungsnummer: 1506385

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman "Zu den Elefanten" umfasst ca. 208 Seiten. Kurzer Plot: Der vierzigjährige Theodor ist Kulturwissenschaftler, seine Frau Anna ist Biologin. Die beiden machen mit ihrem neunjährigen Sohn Moritz Sommerurlaub im Dorf Sonnseit. "Die Aussicht auf zweit Monate mit Anna, meiner Frau, und meinem Sohn Moritz allein in erschreckender Abgeschiedenheit war wenig erfreulich." - Seite 7 Theo, der sich in der Mitte des Lebens befindet, hat eine (kleine) persönliche Krise, und hinterfragt seine Beziehung zu Anna und seinem Sohn Moritz. Hat er in der Vergangenheit alles richtig gemacht, nutzt er die Zeit der Gegenwart? Die Geschichte des Elefanten Soliman, den der spätere Kaiser Maximilian II., vom Mittelmeer nach Wien brachte, bringt Theo auf eine Idee... Eine Vater - Sohn - Reise soll die Bindung zwischen Theo und seinem Sohn Moritz stärken. Die Route des Elefanten (aber in umgekehrter Richtung), von Österreich über Südtirol bis nach Genua, soll das Ziel werden. Anna ist erstmal nicht so begeistert von dieser Idee... "Gemeinsame Abenteuer binden Männer unweigerlich aneinander, während Frauen sich selbst dabei zusehen, wie sie ihre Genervtheit über die Abenteuer der Männer bestmöglich ablegen." - Seite 59 Doch gleich am Anfang ihrer Reise stehen Vater und Sohn vor kleinen und großen Problemen...Theo schreibt ein Online - Reisetagebuch, was für ihn mit der Zeit, immer wichtiger wird. "... im Akt des Niederschreibens der Erinnerungen überrollt mich eine Welle der Rührung." - Seite 91 Kann Theo das Verhältnis zu seinem Sohn festigen? Fazit: Der Roman sticht durch seine sprachliche Vielfalt heraus. Der Protagonist Theo, ist ein sehr nachdenklicher Wissenschaftler, der am liebsten die Zeit anhalten würde, um den Moment festzuhalten. Dabei beobachtet Theo (oft sehr genau) die Natur und seine Umgebung, und somit beschäftigt er sich auch mit sich selbst, und der Vergänglichkeit des Lebens. Lesenswert! 4. Sterne!

"Aufhalten der Zeit"

Bewertung aus Landsberg am 16.06.2021
Bewertungsnummer: 1506385
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Roman "Zu den Elefanten" umfasst ca. 208 Seiten. Kurzer Plot: Der vierzigjährige Theodor ist Kulturwissenschaftler, seine Frau Anna ist Biologin. Die beiden machen mit ihrem neunjährigen Sohn Moritz Sommerurlaub im Dorf Sonnseit. "Die Aussicht auf zweit Monate mit Anna, meiner Frau, und meinem Sohn Moritz allein in erschreckender Abgeschiedenheit war wenig erfreulich." - Seite 7 Theo, der sich in der Mitte des Lebens befindet, hat eine (kleine) persönliche Krise, und hinterfragt seine Beziehung zu Anna und seinem Sohn Moritz. Hat er in der Vergangenheit alles richtig gemacht, nutzt er die Zeit der Gegenwart? Die Geschichte des Elefanten Soliman, den der spätere Kaiser Maximilian II., vom Mittelmeer nach Wien brachte, bringt Theo auf eine Idee... Eine Vater - Sohn - Reise soll die Bindung zwischen Theo und seinem Sohn Moritz stärken. Die Route des Elefanten (aber in umgekehrter Richtung), von Österreich über Südtirol bis nach Genua, soll das Ziel werden. Anna ist erstmal nicht so begeistert von dieser Idee... "Gemeinsame Abenteuer binden Männer unweigerlich aneinander, während Frauen sich selbst dabei zusehen, wie sie ihre Genervtheit über die Abenteuer der Männer bestmöglich ablegen." - Seite 59 Doch gleich am Anfang ihrer Reise stehen Vater und Sohn vor kleinen und großen Problemen...Theo schreibt ein Online - Reisetagebuch, was für ihn mit der Zeit, immer wichtiger wird. "... im Akt des Niederschreibens der Erinnerungen überrollt mich eine Welle der Rührung." - Seite 91 Kann Theo das Verhältnis zu seinem Sohn festigen? Fazit: Der Roman sticht durch seine sprachliche Vielfalt heraus. Der Protagonist Theo, ist ein sehr nachdenklicher Wissenschaftler, der am liebsten die Zeit anhalten würde, um den Moment festzuhalten. Dabei beobachtet Theo (oft sehr genau) die Natur und seine Umgebung, und somit beschäftigt er sich auch mit sich selbst, und der Vergänglichkeit des Lebens. Lesenswert! 4. Sterne!

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